Review: Hounded by Kevin Hearne

Freitag, 17. Juni 2011

Description:
Tempe, Arizona is as far removed from paranormal activity as is possible. And that’s where Atticus O’Sullivan, rare book salesman, herb peddler, and 2,000 year old Druid the last of his kind has decided to set up shop. He’s been on the run, guarding a very powerful sword from a very angry ancient Celtic god for over two millennia now. But while these years have been good to him Atticus has become more powerful than he could have possibly imagined The Morrigan, a very old god of death, has predicted death and doom for our hero, and it’s up to Atticus, with help from a pride of werewolves, and a gorgeous bartender possessed by an Indian witch, to stay alive, hopefully for another thousand years.

Review:
Viel versprechend und interessant beginnt Hounded und der Autor entführt uns in diese neue Welt. Zu Beginn kann man sich vielleicht leicht erschlagen fühlen von all den Begriffen und Erklärungen, den Namen und der merkwürdigen Ausdrucksweise, aber wenn man sich erstmal durch die ersten paar Kapitel gelesen hat wird es besser, als mache es plötzlich Klick im Kopf. Deshalb würde ich jedem, der Interesse an dem Buch hat, aber nach wenigen Seiten aufgeben möchte, raten, dem Buch noch eine Chance zu geben und einfach weiter zu lesen. Auch ich brauchte einen zweiten Anlauf, bevor ich das Buch genießen konnte und dann wollte ich es streckenweise gar nicht mehr aus der Hand legen.

Der Ausflug des Autors in Bezug auf die Mythologie war durchaus faszinierend und wagemutig, aber leider war es mir dann teilweise doch zu viel. Alles muss nicht  wahr sein und ein paar Dinge dürfen ruhig der Phantasie überlassen werden. Götter, Dämonen, Werwölfe, Vampire, Hexen, Druiden und viele mehr begegnen uns hier und absolut alles ist möglich, jeder Glaube wird anerkannt, jede Gottheit findet ihren Platz in der Geschichte. Hier wäre weniger mehr gewesen. Hätte sich Kevin Hearne für eine Richtung gewesen, hätte er diese vertiefen können. So sprach er zwar alles an, dafür aber nur sehr kurz und manche Dinge wurden zwar erwähnt, kurz erklärt, aber danach nicht wieder aufgenommen, was wiederum auch schade ist.
Ansonsten ist die Geschichte flüssig und rasant, wenn man die ersten Kapitel erst gelesen hat. Kaum ein Kapitel kommt ohne Kampfhandlung aus und Atticus gerät immer wieder in Situationen, in denen er sein Können beweisen muss. Seine tiefe Verbindung zur Erde ist sehr interessant und bestimmt seine moralischen Vorstellungen. Und trotz seines Alters hat er sich seinen Humor bewahrt. Ich konnte oft gar nicht mehr aufhören zu Grinsen, so passend waren seine Aussagen, die mit einem Hauch Sarkasmus unterlegt sind. Von den Nebencharakteren war Oberon der interessanteste, klar auf seine Ziele fixiert und dadurch herrlich unterhaltsam. Die Absichten der anderen Protagonisten dagegen blieben lange verborgen und waren auch verworren. Erst zum Schluss hin klärt sich auf, wer welche Ziele verfolgte und ohne Atticus diplomatisches Vortasten hätte vieles anders ausgehen können.

Aber ganz ehrlich, ich hätte das Buch um vieles mehr genießen können, wenn das Ende bzw. der finale Kampf anders gestaltet gewesen wäre. Atticus wird das ganze Buch über den anderen überlegen dargestellt, beweist, welche Fähigkeiten er in seinem Leben erlernen konnte und dann so ein Fauxpas zum entscheidenden Zeitpunkt. All das, was der Autor über das ganze Buch hinweg aufgebaut hatte zunichte gemacht innerhalb einer Szene und für mich hat das Buch da leider einiges an Sympathie verloren. Ich kann hier nicht zu viel verraten, weil ich nichts vorweg nehmen möchte, aber der Kampf hätte gerne ausführlicher und länger sein können, mit einer größeren Beteilung von Atticus. Schließlich haben wir rund 250 Seiten lang genau darauf gewartet.

Alles in allem war das Buch aber eine positive Überraschung und das, wo ich es zuerst nur wegen dem Cover gekauft hatte. Die nächsten Teile werde ich mit Sicherheit im Auge behalten und mir beizeiten zulegen.
Btw, fix geplant sind in dieser Reihe sechs Bände, weitere können noch folgen und wenn es nach Kevin Hearne geht sollen es auch mehr werden, also ist ein Ende noch nicht in Sicht. Ebenso dürfen wir auch auf eine deutsche Übersetzung hoffen (lt. Aussage des Autors), wann es soweit sein soll ist aber noch nicht bekannt.

Rating: B-

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 289 pages
Published May 3rd 2011 by Del Rey
ISBN 9780345522474
Series: Iron Druid Chronicles #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich unterschreib das mal bis zu dem Punkt, an dem ich gerade bei dem Buch stehe. ^^

    Und ja der Zugang zu dem Buch bleibt leider ziemlich langwierig zu anfangs verschlossen. Außerdem erscheint Atticus zeitweise ziemlich arrogant und eingebildet - insbesondere auf seine Fähigkeiten, was ihn nicht gerade zu einem Sympathieträger macht. Oberon ist bisher immer noch mein Lieblingscharakter und vielleicht die Hexe, die ihm einigermaßen Paroli zu bieten scheint. ;)

    Das Ende hab ich bisher noch nicht vor mir, aber mittlerweile ist das Buch richtig spannend und die gewählte Erzählform stört auch nicht mehr gänzlich so wie zu Beginn. :D

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  2. Huhu Mandy :)

    dann glaub ich nicht, dass dir gefallen wird wie das Ende aussieht, vor allem wenn ich da an das denke, was du im 2. Abschnitt geschrieben hast...
    trotzdem wünsch ich dir noch viel Spaß beim Weiterlesen und bin neugierig, wie es dir dann gefallen hat als Ganzes.

    liebe Grüße

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  3. Moin, Melli!

    Wir werden sehen, wir werden sehen. ;)

    Momentan kämpf ich ja eher mit meinen ausstehenden Bewertungen. -.-

    liebe Grüße

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  4. Huhu,

    ähm ja, von den ausstehenden Rezis möchte ich auch lieber nicht reden *hust* das ist wirklich ein Teufelskreis...
    ich wünsch dir viel Motivation fürs Schreiben!

    liebe Grüße

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