Review: Firelight. Brennender Kuss by Sophie Jordan

Samstag, 20. August 2011

Description:
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben. Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll? Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein – denn Will ist ein Drachenjäger...

Review:
Starke, anmutige Drachen, die ihre Flügel ausbreiten, sich in die Lüfte schwingen, deren Größe schier unglaublich erscheint, Feuer speiend und Menschen verschlingend. Diese Aussagen stimmen nur teilweise, vielmehr sind die Drakis, die sich in Menschen verwandeln können, vergleichsweise zarte Geschöpfe, besitzen aber trotzdem eine immense Kraft und Geschwindigkeit. Wie bei allen Lebewesen gibt es auch hier verschiedene Gattungen, mit jeweils besonderen Fähigkeiten. Und doch wird in Firelight. Brennender Kuss nur ein Teil ihres Wesens gezeigt und vieles bleibt noch unbeantwortet. Das, was wir aber erfahren, gefällt mir sehr gut und fesselt mein Interesse – Drachen einmal anders.

Die Charaktere sind sehr interessant gezeichnet und wachsen einem schnell ans Herz. Vor allem Jacindas Schmerz und innerer Kampf gingen mir sehr nahe und ich habe regelrecht mit ihr mit gelitten. Jacindas Gefühle kann man sehr gut nachempfinden, dieser Konflikt zwischen Überlegungen, dass sie sich doch keinem Jäger nähern kann und andererseits dem Wunsch bei ihm zu sein, weil sie sich nur dort lebendig und wie sich selbst fühlt, ist immer gegenwärtig. Leider wurden diese inneren Monologe vergleichsweise oft wiederholt, nur leicht abgeändert, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man als Leser damit schon vertraut war. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich ein paar Mal ein paar Absätze überlesen habe um mit der Geschichte weiter bzw. zur eigentlichen ausschlaggebenden Handlung zurück zu kommen. Will war mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch, während ich gegen seine Cousins eine spontane Abneigung entwickelte und nicht wenige Male dank ihnen eine Gänsehaut hatte. Will dagegen konnte mich im Laufe des Buches von seiner Ehrlichkeit überzeugen und ich bin nun neugierig, ob er sein Versprechen gegenüber Jacinda einhalten wird. Die Anziehungskraft zwischen Will und Jacinda ist seit der ersten Begegnung vorhanden und bindet sie im Laufe der Geschichte immer stärker aneinander. Als Leser weiß man zwar, dass da noch mehr dahinter stecken muss und man kann auch seine eigenen Vermutungen anstellen, aber bis kurz vorm Ende erwies sich meine Idee als falsch bzw. nur in den Grundzügen als verwendbar.

Kritikpunkte bleiben aber leider nicht aus und betreffen vor allem Jacindas Schwester Tamra, die mit ihrem Gerede und ihren Handlungen meine Nerven stellenweise schon sehr auf die Probe gestellt hat. Das Schlimme daran war, dass ich ihre Beweggründe nicht verstehen konnte. Man möchte meinen, dass ausgerechnet sie sich besser in Jacinda einfühlen kann, weil sie ebenfalls eine Außenseiterposition innehatte. Aber weit gefehlt, es scheint so als hätte sie alles vergessen und so redet sie Jacinda nur noch mehr Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen ein. Der Schluss des Buches kann sich zudem sehen lassen, wenn auch für viele Leser das Ende nicht wie erwartet ist, und lässt den Leser mit einer Neugierde und Ungeduld zurück, die eine Fortsetzung fordert. Am besten sogar sofort.

Dass für die Übersetzung das Originalcover übernommen wurde, freut mich besonders, denn erst dadurch war ich damals auf das Buch aufmerksam geworden. Und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass es wirklich wunderbar zur Geschichte und zur Protagonistin passt und diese perfekt wieder spiegelt. So in etwa stelle ich mir eine Draki vor, die sich in einem menschlichen Körper befindet.
Alles in allem hat mir Firelight. Brennender Kuss (und hier ist der Titel wirklich Programm! Nur mal so am Rande.) recht gut gefallen und ich kann durchaus nachvollziehen, warum schon im Vorhinein so ein Wirbel um das Buch gemacht wurde. Und trotz seiner Fehler werde ich die Fortsetzung im Auge behalten und wenn es sich ergibt gerne lesen.

Rating: B-

Vielen ♥-lichen Dank an den Loewe Verlag und Fangtasya für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchinfos:
Hardcover, 376 Seiten
Published by Loewe Verlag, August 2011
ISBN 9783785570456
Series: Firelight #1 (OT: Firelight)

Inhalt und Cover © LoeweVerlag.

Kommentare:

  1. Ich bin auch schon durch. :D

    Zu Tamra: Ich kann sie teilweise schon verstehen. Einige Sachen auch nachvollziehen, aber genervt hat sie mich auch etwas. Was aber, finde ich, daran lag, dass Jacinda ihr gegenüber immer so... wie soll ich sagen? ... weich eingestellt war und es immer hieß, dass sie ja so "tolle" Schwestern wären...
    Ich kann dieses "Konkurrenzdenken" durchaus nachvollziehen (war bei mir und meinem Bruder ja nicht anders), aber... irgendwie hab ich immer die Vorstellung von Zwillingen, dass die so einen ganz besonderen Draht zueinander haben, den "normale" Geschwister vielleicht nicht haben. Deswegen fand ich auch Tamras Verhalten so seltsam...

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  2. Ich habe noch nicht mit dem Lesen angefangen, aber freu mich schon auf das Buch :) Was du schreibst, hört sich aufjedenfall gut an.

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  3. @Ami: mir gehts wie dir, grade zu Beginn konnte ich Tamra auch verstehen, aber je weiter die Handlung voran schritt, desto unverständlicher wurde sie mir. Und du hast Recht, von dieser besondern Verbindung, die zwar angesprochen wird, ist absolut nichts bemerkbar. Ich lege meine Hoffnung wirklich in die Fortsetzung, dass sich da was ändert...

    @Katrin: dann wünsch ich dir eine tolle Lesezeit mit Firelight und hoffe, dass es dir ebenso gefällt!
    liebe Grüße

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  4. Hi Melanie :) Oha mal ein B- für Firelight, sonst überschlagen sich ja die ausgezeichneten Rezis. Ich konnte mit dem Buch so gar nichts anfangen und bin auch nicht an der Fortsetzung interessiert.

    LG
    —————————————————–
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  5. Hallo Ayanea,
    naja, das Buch war ja ganz interessant, aber so überragend dann doch nicht. Und es ist ja leider oft so, dass bei Büchern die hoch gelobt werden, nicht alles so passen kann, wie man glauben möchte ;)
    liebe Grüße

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