Review: The Bar Code Tattoo by Suzanne Weyn

Montag, 5. September 2011

Description:
Individuality vs. Conformity.
Identity vs. Access.
Freedom vs. Control.
The bar code tattoo. Everybody's getting it. It will make your life easier, they say. It will hook you in. It will become your identity.
But what if you say no? What if you don't want to become a code? For Kayla, this one choice changes everything. She becomes an outcast in her high school. Dangerous things happen to her family. There's no option but to run...for her life.

Review:
Verrat und Verlust zählen zu den Hauptthemen des Buches und begleiten uns konstant auf 256 Seiten. Man darf nie etwas als selbstverständlich hinnehmen, denn man kann sich sicher sein, dass die Autorin dies wieder ändert. The Bar Code Tattoo zeigt uns die Entwicklung von den ersten Kreditkarten, über Kartenführerscheine hin zu einem Tattoo auf der Innenseite des Handgelenks, in dessen Code alles gespeichert ist, was es über die Person zu wissen gibt. Bald übernimmt es nicht nur die Aufgabe der Identifikation, sondern dient auch als Zahlungsmittel, entscheidet sogar zu welcher sozialen Gruppe man gehört. Wird man erfolgreich sein oder seinen Job verlieren? Steht einem ein Stipendium oder eine medizinische Betreuung zu? Diese teilweise sehr erschreckenden Entwicklungen schildert uns die Autorin, wirft immer wieder Zeitungsartikel ein, die die Handlung voran bringen und wir begleiten Kayla auf ihrem Weg. Was hat es mit diesem Code auf sich? Wieso hat er ihre Familie zerstört? Und wird sie bald ebenfalls eines tragen? Die Handlung selbst ist durchaus nachvollzieh- und vorstellbar. Die natürliche Auslese wird abgelöst von den Vorstellungen einiger weniger, denen man scheinbar hilflos ausgeliefert ist. Bis man weiß, worauf man sich hier eingelassen hat ist es schon zu spät und nicht wenige Charaktere finden keinen anderen Ausweg als den Tod.

Bei The Bar Code Tattoo handelt es sich zwar um ein etwas kürzeres Buch und es hält wenige Überraschungen bereit, trotzdem lässt es sich schnell und flüssig lesen und ist für einen Nachmittag genau richtig. Wie es sich nun mal für eine Dystopie gehört, kann man sich auch dieses Szenario in der Realität umgesetzt vorstellen und das auf erschreckende Art und Weise. Informationen über einen selbst werden immer öffentlicher, leichter zugänglich und dadurch auch einfacher zu kontrollieren. Wer die Absicht hat in das Leben anderer einzugreifen, hat hier also eine gute Plattform gefunden und wie man an der Geschichte sehen kann wird diese auch ausgenutzt um die Gesellschaft zu ‚verbessern’.
In Kayla kann man sich sehr gut hinein versetzen und fühlt mit ihr. Sie steht unter ständigem äußeren Einfluss und wird von ihrer Freundin fast schon zu einem Tattoo gezwungen. Freundschaft definiert sich für mich zwar anders, aber auch Kayla sieht das bald ein. Im Laufe des Buches wandelt sich diese Freundschaft, scheint die räumliche Trennung der beiden jedoch nicht zu überstehen. Zumindest die jeweiligen Vorstellungen driften weit auseinander und als Leser fragt man sich, wo hier die Grundlage für ihre Beziehung bestand. Schicksalsschläge sind fest mit Kaylas Weg verbunden, öffnen ihr nicht nur die Augen, sondern machen sie auch verletzlicher und stellenweise möchte man sie nur vor der grausamen Welt schützen. Die wenigen Bezugspersonen die sie hat, müssen für ihre Überzeugungen ebenfalls viel opfern. Trotzdem bleibt eine gewisse Naivität, die Kayla stellenweise als Kind darstellt und ihre Handlungen in Frage stellt. Der Weg zum Erwachsenwerden sehen wir hier nicht, aber zumindest die Ansätze.

Und obwohl es zu diesem Buch eine Fortsetzung (The Bar Code Rebellion)  gibt, wird es für mich ein Stand-Alone bleiben. Eine Fortsetzung wäre gar nicht zwingend nötig und ich habe das Gefühl, dass es mir dieses Buch dann vermiesen würde. Das Ende ist perfekt so wie es hier ist, man weiß, welchen Weg die Protagonisten einschlagen werden und der Rest bleibt dem Leser überlassen, der trotz allem nicht im Unklaren gelassen wird. Zwar sind nicht alle Aspekte der Geschichte perfekt ausgearbeitet bzw. miteinander verbunden, dennoch wurde ich zufrieden gestellt. Mehr wäre zwar schön und wünschenswert gewesen, aber die Geschichte funktioniert auch so und vom Schreibstil und der Entwicklung her kann ich das Buch vor allem Jüngeren empfehlen, die sich mit diesem Genre erst vertraut machen wollen.

Rating: B-

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 256 pages
Published September 1st 2004 by Scholastic Paperbacks
ISBN 9780439395625
Series: Bar Code #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Hallo.

    Ich glaube mit meinen Mängelexemplaren nun hatte ich echt verdammtes Glück.
    Und ich freue mich immer noch wie eine Irre! xD

    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. Hallo Sarah :)
    ein Glückshändchen hast du dabei wirklich bewiesen, um das dich so manche Leserin beneidet *g* und man konnte dir deine Freude und Begeisterung sofort anmerken und hat sich automatisch mit dir mitgefreut!
    jetzt wünsche ich dir natürlich auch viel Spaß beim Lesen.
    liebe Grüße

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