Review: Archangel’s Blade by Nalini Singh

Montag, 14. November 2011

Description:
The severed head marked by a distinctive tattoo on its cheek should have been a Guild case, but dark instincts honed over hundreds of years of life compel the vampire Dmitri to take control. There is something twisted about this death, something that whispers of centuries long past...but Dmitri's need to discover the truth is nothing to the vicious strength of his response to the hunter assigned to decipher the tattoo. Savaged in a brutal attack that almost killed her, Honor is nowhere near ready to come face to face with the seductive vampire who is an archangel's right hand, and who wears his cruelty as boldly as his lethal sensuality...the same vampire who has been her secret obsession since the day she was old enough to understand the inexplicable, violent emotions he aroused in her. As desire turns into a dangerous compulsion that might destroy them both, it becomes clear the past will not stay buried. Something is hunting...and it will not stop until it brings a blood-soaked nightmare to life once more...

Review:
Um ehrlich zu sein, wollte ich Archangel’s Blade erst gar nicht lesen, weil hier der Fokus weggeht von Raphael und Elena und hin zu anderen Protagonisten, die man bereits kennen lernen durfte. Zwar handelt es sich hier durchwegs um interessante Charaktere, aber ich hatte noch nicht das Gefühl, dass die Geschichte um Raphael und Elena schon abgeschlossen wäre. Von daher hätte ich natürlich gerne mehr über sie gelesen. Dann aber kamen mir die ersten Rezensionen zu Archangel’s Blade unter, die durchwegs positiv waren. Zum Teil sprachen sie auch meine Sorgen an, aber in den Rezensionen war dann von viel Gefühl, neuen Einsichten und Überraschungen die Rede, die meine Einstellung dann änderten und so fand das Buch schließlich doch seinen Weg zu mir. Und ich sollte es nicht bereuen!

Dmitri war in den vorherigen Büchern nicht leicht einzuschätzen, sein Auftreten war immer recht dominant und sein Verhalten anderen gegenüber ebenso. Gewalt ist ein fester Bestandteil seines Lebens und nicht umsonst kann er neben Raphael bestehen, diesen in seiner Abwesenheit vertreten und wurde zum Anführer von Raphaels Seven. Über die Jahrhunderte hat er sich einen Ruf aufgebaut, der zur Gänze der Wahrheit entspricht, denn er scheut nicht davor zurück sowohl Gewalt als auch Sex einzusetzen um seine Ziele zu erreichen. Was er will das holt er sich und zwar ohne zu zögern. Umso mehr war dieses Buch eine große Überraschung für mich, denn die Autorin zeigt uns hier einen gänzlich anderen Dmitri. War er vorher noch verschlossen und zeigte keine Gefühle, so ändert sich das hier und wir lernen einen ganz neuen Charakter kennen, der sich anderen gegenüber zärtlich, einfühlsam und verständnisvoll zeigen kann. Diese Gefühle bringt er jedoch nur einer einzigen Person zum Vorschein – Honor, die verletzlicher kaum sein könnte und es trotz ihrer Ängste schafft gegen Dmitri zu bestehen. So eingeschüchtert sie von ihm auch ist, zeigt sie große Kraft und Rückgrad und wird damit zu einer tollen Heldin, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Es gab da eine Szene, in der Dmitri die Grenze zwischen ihnen überschreitet und die Reaktionen von beiden haben den endgültigen Ausschlag für mich gegeben dieses Buch zu lieben. Müsste ich mich zwischen einem weiteren Buch von Raphael & Elena und einem von Dmitri & Honor entscheiden, so könnte ich keine Wahl treffen.

Die Geschichte an sich baut auf vielen Erinnerungen und äußerst privaten Erlebnissen auf, nimmt ihr damit aber nichts an Spannung. Zu Beginn fragte ich mich noch, wie diese Erinnerungen zur Geschichte und zu den Charakteren passen sollten und ob sie nicht viel zu intim sind für diese neue Beziehung, aber irgendwann hat es dann Klick gemacht und ich habe verstanden, wieso sie von so großer Bedeutung sind. Viele Autoren schaffen es leider nicht nach diesem Zeitpunkt das Interesse ihrer Leser für das restliche Buch aufrecht zu erhalten, aber Nalini Singh zeigt erneut, welche Fähigkeiten in ihr stecken. Zu keinem einzigen Zeitpunkt kommt Langeweile auf, vielmehr war es so, dass ich das Buch danach sogar noch fesselnder fand, weil man wusste, wie man diese intimen Szenen einzuordnen hatte. Und das Ende, oh es hätte nicht perfekter sein können. Dmitris Vergangenheit und sein menschliches Leben haben ihn lange verfolgt, aber hier findet er nun endlich seinen Platz in der Welt und das Glück, das man er verdient. Schon nach wenigen Seiten war nämlich auch er mir ans Herz gewachsen; als man erfährt, wie er zum Vampir wurde hätte ich fast geweint, so ergreifend war es und seine Taten zeigen uns endlich wer er wirklich ist. Honor ist ein ebenso unglaublicher Charakter, denn sie lässt sich von Dmitri nicht dominieren, was schon ein Wunder an sich ist. Dadurch hat sie auch viel Macht über ihn, kann seine Handlungen beeinflussen,  nutzt dieses Wissen aber nicht aus.

Archangel’s Blade konnte mich begeistern und fesseln, für Stunden in eine andere Welt entführen und mich meine Welt vergessen lassen! Genau darin liegt die Stärke der Autorin und deshalb wird sie auch immer zu meinen Lieblingsautoren zählen. Das nächste Buch der Reihe erscheint leider erst 2012, nähere Angaben zum Datum und zu den Protagonisten gibt es leider noch nicht, aber ihr könnt euch sicher sein, dass ich diesmal nicht zögern werde das Buch zu lesen! Nalini Singhs Bücher muss man einfach gelesen haben, wenn man paranormale Bücher liebt – also lasst sie euch auf keinen Fall entgehen!

Rating: A+

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 310 pages
Published September 6th 2011 by Berkley Sensation
ISBN 9780425243916
Series: Guild Hunter #4

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Das ist so gemein! Dabei weißt du ganz genau, dass mein SuB überzukochen droht und ich mir keine neuen Bücher kaufen kann! *heul*

    Ich lese auch Nalini Singh's Bücher sehr gerne, aber musst du mich auch zu einem "Muss ich haben, unbedingt und sofort" anstacheln?? T.T

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  2. Ähm ja, tut mir Leid? Glaube ich? Oder so? Ich habs doch wirklich nur ehrlich und gut gemeint. Ich würde ja versuchen mich zu bessern, aber versprechen kann ich nichts *g*

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