Review: Carrier of the Mark by Leigh Fallon

Dienstag, 8. November 2011

Description:
Their love was meant to be. When Megan Rosenberg moves to Ireland, everything in her life seems to fall into place. After growing up in America, she's surprised to find herself feeling at home in her new school. She connects with a group of friends, and she is instantly drawn to darkly handsome Adam DeRÍs. But Megan is about to discover that her feelings for Adam are tied to a fate that was sealed long ago — and that the passion and power that brought them together could be their ultimate destruction.



Review:
Es gibt Bücher, da weiß man vorm Lesen ganz genau was man sich wünscht, aber nach dem Lesen bleibt man zurück und weiß nicht was man von dem eben noch Gelesenem halten soll. Das wäre an sich die Grundaussage von Carrier of the Mark, aber weil meine Rezensionen an sich doch ein paar Worte mehr enthalten, sollt ihr die auch bekommen.

In Momenten wie diesen bin ich froh, nie dem Twilight Wahn erlegen zu sein und mich für diese Geschichte interessiert zu haben. Ansonsten hätte ich wohl eine Reihe von Büchern nicht genießen können, weil ich im Hinterkopf immer daran gedacht hatte, wie es diesem bestimmten Paar war. Es ist unumstritten, dass diese Reihe sicherlich den Anstoß für viele Geschichten gab und doch soll jeder einzelne Autor, der sich dieses Thema zu Herzen nimmt doch bitte Gedanken dazu machen, neue Elemente entwickeln und diese in die Geschichte einbauen. Mich stört es überhaupt nicht, wenn die Grundkonstellation eine bekannte ist, aber was daraus gemacht wird ist wichtig und hier hat Leigh Fallon leider versagt. Und wenn ich mir die Wertungen z.B. auf Goodreads.com ansehe, dann scheint es bei diesem Buch fast nur zwei Möglichkeiten zu geben: entweder liebt man es oder eben nicht. Ich falle wohl in die noch wenig vertretene mittlere Kategorie – es war nett zu lesen, durchaus flüssig und mit einer interessanten Grundidee, aber wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, würde ich kaum etwas vermissen. Mit neuen außergewöhnlichen Ideen kann die Autorin nämlich nicht dienen und orientiert sich vielmehr an ihren Kollegen, die ähnliche Geschichten geschrieben haben.

Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück, einerseits habe ich es gerne gelesen, andererseits hat es keine der Erwartungen erfüllt, die an es gerichtet wurden. Schon im Vornhinein konnte man das Buch auf unzähligen Blogs sehen, es wurde angepriesen und hoch gelobt. Meiner Ansicht hat es diesen Ruhm nicht verdient, zumindest nicht in diesem Umfang. Ja, es hätte eine fantastische Geschichte werden können, wenn sich die Autorin mehr Zeit damit gelassen hätte und ihrer Welt mehr Gefühl gegeben hätte. So jedoch fehlte der Anziehungskraft zwischen Adam und Megan jegliche Grundlage; erst versucht er sich von ihr fernzuhalten, dann funktioniert das nicht länger. Zugeschrieben wird es den Kräften, über die sie verfügen und weniger ihnen selbst. Das Setting kennt man schon von zahlreichen anderen Büchern, es gibt in dieser Hinsicht also keine Überraschungen, denn der Autorin gelingt es nicht die Faszination Irlands wiederzugeben.

Erfrischend war, dass bei dieser Geschichte der Fokus nicht so sehr auf die außernatürlichen Kräfte der Protagonisten oder auf Megans Training lag, sondern wirklich bei den Charakteren selbst. Andere Bücher konzentrierten sich nur auf das Training, stellten die Heldin in den Mittelpunkt, der ohne große Mühe alles gelingt. Bei Megan verhält sich das etwas anderes und obwohl sie ihre Kräfte schnell im Griff hat wird sie dadurch nicht überheblich, nein, sie lehnt diese sogar ab, versucht sie zu unterdrücken. Damit lernen wir mehr über sie kennen, die Charaktere bleiben nicht farblos und hier schafft es Leigh Fallon einen interessanten Aspekt für kurze Zeit heraus zu arbeiten.

Carrier of the Mark bietet locker leichte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag. Wer sich jedoch mehr Tiefgang wünscht, wird diesen hier wohl nicht finden. Für den Fall, dass mir die Geschichte bis zum nächsten Jahr in Erinnerung bleibt, werde ich mir die Fortsetzung mal vormerken, die sich dann aber unbedingt steigern muss. Für jetzt kann ich leider nur sagen, dass das Cover noch der schönste Aspekt an diesem Buch ist und mich in erster Linie wohl dazu verleitet hat es mir zu kaufen. Zumindest passen sowohl Cover und Titel perfekt zur Geschichte und spiegeln diese wieder.

Rating: C-

Buchinfos:
Paperback, 342 pages
Published October 4th 2011 by HarperTeen
ISBN 9780062027870
Series: Carrier Trilogy #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Hm, leider schon die zweite Rezi, die nicht so richig überzeugend klingt. Das Cover ist wirklich schön, aber dann warte ich vllt. noch, ob sich die Reihe im zweiten Band steigert, oder ob ich mein Geld spare. Immer diese ganzen Reihen momentan...

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  2. Ich muss Kirsche zustimmen. Deine ist nicht die erste durchwachsene Bewertung, die ich zu dem Buch lese. Auch wenn es ein sehr schönes Cover hat, bleibt ich ihm lieber fern. Schade, wo ich doch gern mal nur wegen des ansehnlichen Covers zu schlage.

    Den Reihenwahn kritisiere ich ja schon länger. :-(

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  3. Wenn ich das Buch nicht schon gekauft gehabt hätte, hätte ich vielleicht auch noch gewartet wie die Meinungen zur Fortsetzung ausfallen. So war es aber schon mal da und ich war neugierig - tja Pech gehabt. Wirklich schlecht ist es ja nicht, aber so richtig hervorheben tut es sich auch nicht, wieder einmal nur ein so lala Buch.

    Und zum Thema Reihen sag ich gar nichts mehr *seufz*

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  4. mh, kein buch für mich x)
    ich schon die 3 rezi die soetwas sagt, ich glaube, da kann man den leutchen mit gutem buchgeschmack dann doch vertrauen :)

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