Review: Animal Magnetism by Jill Shalvis

Freitag, 30. September 2011

Description:
Sunshine, Idaho, is a small and sunny town - the perfect home for man and beast. Well, maybe not for man, as pilot-for-hire Brady Miller discover when his truck is rear-ended by what appears to be Noah's Ark. As the co-owner of the town's only kennel, Lilah Young has good reason to be distracted behind the wheel - there are puppies, a piglet, and a duck in her Jeep. But she doesn't find it hard to focus an the sexy, gorgeous stranger she's collidied with. Lilah has lived in Sunshine all her life, and though Brady is just passing through, he has her abandoning her instincts and giving in to a primal desire. It's Brady's nature to resist being tied down, but there's something about Lilah and her menagerie - both animal and human - that keeps him coming back for more...

Review:
Herrlich erfrischend und unterhaltsam. Locker, leicht und humorvoll. Man kann sich sicher sein, dass man während dem Lesen immer Grinsen wird. Das sind die ersten Gedanken, ich ich habe, wenn ich an Animal Magnetism zurück denke. Man kann gar nicht anders, als sich schnell in der Geschichte zurecht zu finden, denn die Charaktere ziehen einen sofort in ihren Bann und wachsen einem schnell ans Herz. Es gibt hier keinerlei negative Gedanken, jeder genießt sein Leben zur Gänze und kostet jeden Augenblick aus. Zudem hat man als Leser ausreichend Zeit sich mit den Charakteren zu identifizieren und Brady und Lilah überstürzen auch ihre Beziehung nicht. In nicht wenigen Contemporary Romances spielt sich die Geschichte innerhalb weniger Tage ab, hier dagegen begleiten wir die Protagonisten einen Monat lang und haben so genügend Situationen, in denen wir sie beobachten und kennen lernen können.

Besonders süß ist es, dass Tiere hier wirklich eine wichtige Rolle einnehmen. Das Cover zeigt ja schon, worauf man sich hier einlässt, aber in der Geschichte selbst stellt sich erst heraus, wie wahr das doch ist. Jeder der Protagonisten hat eine Verbindung zu einem Tier und sie alle haben ihr Berufsleben darum aufgebaut. Dass sogar die Tiere ihre eigenen Persönlichkeiten und Charaktereigenschaften hatten fand ich toll und die Autorin hat hier wirklich tolle Arbeit geleistet, wenn man sich sogar die einzelnen Reaktionen der Tiere vorstellen kann. Kuscheln und knuddeln wird groß geschrieben (schaut euch nur mal das Cover dafür an!) und bei so mancher Szene konnte ich nicht anders als zu lachen. Man stelle sich einfach einen großen, starken und selbstsicheren Mann vor, für den die Gefahr zum Leben gehört und plötzlich soll er sich um einen kleinen Hund kümmern, der nachts nicht schlafen kann und nicht auf Befehle hören will. Und obwohl ich Mitgefühl für Brady entwickelte, so musste ich immerzu grinsen, wenn ich auf ihn traf. Lilah musste in ihrem Leben auch schon viel mitmachen, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und geht ihren Weg, auch wenn er anstrengend und ermüdend ist. Die Liebe, die sie von den Tieren erhält gleicht das aber wieder aus. Mit ihrer offenherzigen und kecken Art wickelt sie Brady schnell um den Finger und lässt ihn auch mal mit offenem Mund stehen. Die beiden ergänzen sich perfekt, man merkt, dass sie sich von Anfang an super verstehen und es keine Ungereimtheiten zwischen ihnen gibt. Die Beziehung kommt ohne Lügen, Verrat und Konflikte aus, gründet auch Vertrauen und Ehrlichkeit. Beide wissen worauf sie sich hier einlassen und werfen dem anderen nichts vor. Vielmehr nutzen sie jede Gelegenheit um sich nahe zu sein, vergessen aber darüber hinaus ihr ‚normales’ Leben nicht.

Ebenso erwähnenswert sind die Nebencharaktere, die untereinander sehr familiär miteinander umgehen, Späße machen und sich gegenseitig aufziehen. Wer im nächsten Teil die Hauptrolle spielen wird kann man sich jetzt schon gut vorstellen und ich freue mich schon darauf. Die beiden sind Meister der Plänkelei und des Vorspiels, da bin ich unheimlich neugierig, wie es mit ihnen weitergehen wird. Langeweile wird wohl kaum aufkommen, davon bin ich schon jetzt überzeugt.

Jill Shalvis Schreibstil ist flüssig und ohne Stolpersteine. Man kann sich zwischen den Seiten verlieren und merkt kaum wie die Zeit vergeht. Und obwohl das Buch nur rund 300 Seiten umfasst, so hat man nicht den Eindruck, etwas versäumt zu haben. Sie nutzt jede Zeile zur Gänze aus und zieht ihre Leser mit Charme und Humor in ihre Fänge. Vom ersten Aufeinandertreffen von Lilah und Brady bis zum letzten Satz hat die Stimmung für mich perfekt gepasst und ich habe mich durchwegs wohl gefühlt. Keinen einzigen Moment lang wollte ich das Buch zur Seite legen oder musste den Kopf schütten, weil eine Heldin mal wieder TSTL war. Einen kleinen Punkteabzug gibt es nur, weil ich mir eine stärkere Bindung zwischen Brady und seinen Pflegebrüdern gewünscht hätte. Wenn man aber ihren Hintergrund bedenkt dürfte die Bindung zwischen Dell und Adam an sich schon größer sein und ich bin neugierig genau das in den nächsten Büchern heraus zu finden.
Wer also Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag oder auch einen Stimmungsaufheller sucht, der ist mit Animal Magnetism gut bedient. Die Fortsetzung Animal Attraction ist eben erst erschienen und wird ihren Weg hoffentlich bald zu mir finden.

Rating: B+

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 304 pages
Published February 1st 2011 by Berkley
ISBN 9780425239810
Series: Animal #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Neuerscheinungen im Oktober 2011

Donnerstag, 29. September 2011

Fast täglich finden sich neue Bücher für meinen Wunschzettel, sowohl Deutsche als auch Englische. Von all diesen Büchern werden dann einige vorbestellt oder direkt im Buchladen abgeholt, wenn sie erscheinen und ich möchte euch nun - zu Anfang des Monates - jene Bücher zeigen, die ich mir unbedingt zulegen möchte. Vielleicht wachsen so auch eure Wunschzettel an *g*


Hier kommen meine zukünftigen Zuwächse im Oktober 2011 (ob ich aber alle jetzt kaufen werde/kann weiß ich leider noch nicht, aber mit der Zeit landen sie dann sicherlich bei mir *g*):

Englisch:
Carrier of the Mark by Leigh Fallon
Dearly, Departed by Lia Habel
Flesh and Blood by Kristen Painter
Glow by Amy Kathleen Ryan (TB)
Eve by Anna Carey (HC)
The Water Wars by Cameron Stracher (TB)
Animal Attraction by Jill Shalvis

Deutsch:
Während ich schlief von Anna Sheehan
Mercy 1. Gefangen von Rebecca Lim
Plötzlich Fee. Winternacht von Julie Kagawa
Soul Screamers. Mit ganzer Seele von Rachel Vincent
Angelfire. Meine Seele gehört dir von Courtney Allison Moulton
Aliens in Armani von Gini Koch
Tochter der Schatten von Mona Vara

Na da habe ich  mir ja einiges vorgenommen für den Oktober, ich kann nur hoffen, dass ich meine Vorsätze auch nur ansatzweise erfüllen kann. Denn im Oktober steht privat sehr viel an und ich kann noch gar nicht sagen, wie sich das auf mein Leseverhalten auswirken wird. Auf der Wunschliste stehen wieder einmal zur Genüge Bücher, auf die ich schon lange warte. Ein paar davon sind bereits vorbestellt, wie z.B. Flesh and Blood von Kristen Painter. Da hat mir der erste Teil schon sooo gut gefallen, da muss ich einfach sofort weiterlesen. Diesmal ist auch ein Buch mitreingerutscht in die Liste, das aus einem ganz anderem Genre stammt, aus dem ich sonst meine Bücher wähle. Aber auch konnte mich der erste Teil richtig gut unterhalten und ich habe viel gelacht, so ein locker leichtes Buch möchte man sich natürlich nicht entgehen lassen. Wovon ich rede? Von Animal Attraction, der Fortsetzung zu Animal Magnetism (Rezi dazu folgt noch) von Jill Shalvis.

Bei den deutschen Büchern stehen dagegen kaum Fortsetzungen, außer zu Plötzlich Fee, sonst nur die ersten Teile von Reihen. Man möchte zwar meinen, mittlerweile hätte ich ausreichend Reihen hier rumstehen, aber dem ist anscheinend nicht so, wenn immer neue auf meinen Wunschzettel wandern. Also heißt es auch hier wieder, neue Autoren ausprobieren und neue Welten entdecken.

Und welche Neuerscheinungen habe ich vergessen bzw. auf welche wartet ihr schon ungeduldig?
Ich wünsche euch einen tollen Lesemonat mit hoffentlich herausragenden Geschichten :)
liebe Grüße, Melanie

Review: Blood Rights by Kristen Painter

Mittwoch, 28. September 2011

Description:
The lacy gold mapped her entire body. A finely-wrought filigree of stars, vines, flowers, butterflies, ancient symbols and words ran from her feet, up her legs, over her narrow waist, spanned her chest and finished down her arms to the tips of her fingers.
Born into a life of secrets and service, Chrysabelle’s body bears the telltale marks of a comarré—a special race of humans bred to feed vampire nobility. When her patron is murdered, she becomes the prime suspect, which sends her running into the mortal world…and into the arms of Malkolm, an outcast vampire cursed to kill every being from whom he drinks.  Now Chrysabelle and Malkolm must work together to stop a plot to merge the mortal and supernatural worlds. If they fail, a chaos unlike anything anyone has ever seen will threaten to reign.

Review:
Ich kann jetzt schon sagen, dass ich mit diesem Buch, nein sogar mit der ganzen Reihe, mehr als nur Glück hatte. Das Erste, das mir bei diesem Buch auffiel, war das extravagante Cover, das sich aus der Menge abhob, wie kaum ein anderes. Da war meine Neugierde natürlich schon geweckt und egal worum es in dem Buch gehen würde, alleine wegen dem Cover musste ich es für mein Regal haben. Natürlich habe ich es jetzt nicht gekauft ohne den Klappentext zu kennen, aber auch der hat mich neugierig gemacht und schon seit Wochen fieberte ich nun dem Erscheinen entgegen. Als es dann ankam konnte ich meine Finger nicht länger davon lassen. Ich musste einfach wissen, ob die im Vorhinein gemachten Versprechen eingehalten wurden und ich wurde nicht enttäuscht. Blood Rights lieferte mir spannende Lesestunden, unruhige Nächte und Arbeitstage, die einfach nicht vergehen wollten. Ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen, musste immerzu daran denken, wie es wohl weitergeht und obwohl das Ende ein bisschen kurz ausfiel, so konnte es mich in seiner Gesamtheit überzeugen. Die Fortsetzungen wurden eben vorbestellt und als Leser freue ich mich grade riesig, dass diese in den nächsten zwei Monaten erscheinen werden.

Kristen Painter konnte mich bereits nach den ersten paar Seiten von sich überzeugen. Ihren Schreibstil kann ich nur als fesselnd, rasant und mitreißend bezeichnen. Obwohl man sich hier mit einer neuen Welt auseinander setzen und noch viel darüber lernen muss, fühlt man sich von den Informationen nicht erschlagen. Die Details werden zahlreich, aber passend und zur Handlung stimmend eingebracht, sodass es zu keinen unnötigen Längen kommt. Es wird also nie langweilig, man fühlt sich immer am Sprung und lässt sich überraschen. Eine der größten Überraschungen hier hat sich die Autorin fast bis zum Schluss aufbehalten, die ich so nie erwartet hätte. Man stellt ja immer eigene Gedanken und Vermutungen an, aber jetzt nach dem Lesen kann ich erst sehen, wohin uns die Autorin geführt hat und das ich davon nichts mitbekommen habe begeistert mich natürlich umso mehr von ihr.
Zudem sind auch die Charaktere sehr interessant und so unterschiedlich gestaltet, dass für jeden Leser etwas dabei ist, von dem er sich angesprochen fühlt. Vor allem Mal und Chrysabelle tragen viele Geheimnisse mit sich und beide sind nicht das, wofür man sie auf dem ersten Blick halten möchte. Während man Mal etwas leichter durchschaut und ihn schneller zu verstehen lernt, so hält Chrysabelle viele Facetten bereit, die sie im Laufe der Geschichte zeigt. So wandelt sie sich vom zarten unschuldigen Opfer zu einer starken selbstständigen Frau, die dem Helden hier in nichts nachsteht. Malkom hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich, möchte sein Dasein nur in Ruhe verbringen und ist natürlich gar nicht begeistert in etwas rein gezogen zu werden, mit dem er auf den ersten Blick nichts zu tun hat. Im Inneren ist er aber ein tortured hero, der lieber sich selbst quält als andere Personen zu schädigen und der seine Ehre bis zum Schluss nicht verlieren möchte. Obwohl er oft unnahbar wirkt und diesen Eindruck auch nach außen hin trägt, kennt man seine geheimen Wünsche und wartet nur darauf, dass die Heldin den ersten Schritt ergreift, weil er sich dafür nicht als würdig sieht. Hach, da ist so viel Potential in den Charakteren und der Geschichte und mit Blood Rights wurden erstmal nur die Weichen für so viel mehr gestellt.

Die Autorin kann mit neuen Ideen überzeugen und hat hier eine Gesellschaft aufgebaut, die Geheimnisse regelrecht kultiviert. Dabei werden die Handlungen nie beschönigt, Kampfszenen, Blut und Schmerz sind ein wichtiger Teil der Geschichte, verleihen dem Ganzen mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit. Die Komplexität sorgt für überraschende Wendungen und hält das Interesse der Leser. Einen tollen Einblick bekommt man auch in das Gefühlsleben der Gegenspieler, da viele Szenen aus ihrer Sicht geschildert werden. Ich mag hier nicht zu viel verraten, aber erst zum Ende hin wurden diese Szenen für mich wichtiger, als ein weiteres Geheimnis gelüftet wurde. Vorher waren sie zwar interessant und fesselnd, aber nicht ganz so überzeugend, wie jene Szenen mit Chrysabelle und Mal. Ich kann dieses Buch aber jedem empfehlen, der sich in eine neue Welt voll Action und Spannung entführen lassen möchte. Dies und vieles mehr darf man mit den Charakteren teilen und kann nicht genug davon bekommen.

Einziger Kritikpunkt bei diesem Buch ist für mich das bereits oben erwähnte etwas kurz geratene Ende, das einen Hauch von Überstürzung in sich trägt. Die Autorin hatte hier wirklich viel Platz um sich zu entfalten und hat das perfekt ausgenutzt. Keine einzige Seite möchte ich für ein längeres Ende eintauschen, aber trotzdem fühlt man sich in etwas so, als wäre eine Tür vor einem zugeschlagen worden. Plötzlich wird man aus der Geschichte gerissen, fühlt sich noch nicht bereit das Buch zuzuschlagen und möchte einfach nur weiter lesen. Tja, da macht uns die Autorin einen Strich durch die Rechnung. Dafür verspricht das Ende noch so manchen interessanten Handlungsverlauf, bringt Neues hervor und lässt den Leser zufrieden zurück. Vieles bleibt aber auch noch im Unklaren und für weitere Erklärungen muss man auf die Fortsetzung warten. Ist aber nicht weiter schlimm, denn diese darf man bald sein Eigen nennen und kann dann die Welt der comarré und Vampire weiter entdecken.
Wem diese Rezension nun trotz der Länge immer noch zu wenig aussagt, dem möchte ich nahe legen das Buch ganz schnell selbst zu lesen. Blood Rights ist so facettenreich, dass ich kaum weiß, was ich wirklich ansprechen kann und darf und was nicht um ja nicht zu viel zu verraten. Von daher, selber lesen und sich von der Begeisterung einnehmen lassen!

Rating: A-

Buchinfos:
Paperback, 416 pages
Expected publication: October 1st 2011 by Orbit
ISBN 9781841499697
Series: House of Comarré #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Grave Dance by Kalayna Price

Montag, 26. September 2011

Description:
After a month spent recovering from a vicious fight with a sorcerer, grave witch Alex Craft is ready to get back to solving murders by raising the dead. With her love life in turmoil thanks to the disappearance of Fae Investigation Bureau agent Falin Andrews and a shocking “L” word confession from Death himself, Alex is eager for the distractions of work. But her new case turns out to be a deadly challenge.
The police hire Alex to consult on a particularly strange investigation in the nature preserve south of Nekros City. The strange part: There are no corpses, only fragments of them. A serial killer is potentially on the loose, and Alex has no way to raise a shade without a body, so she’ll have to rely on the magic of others to find leads. But as she begins investigating, a creature born of the darkest magic comes after her. Someone very powerful wants to make sure the only thing she finds is a dead end — her own.

Review:
In diesem zweiten Teil der Reihe muss sich Alex mit neuen Kräften auseinandersetzen, die sie weder zur Gänze verstehen noch beherrschen kann. Das wiederum sorgt für jede Menge Spannung und einen rasanten Lesegenuss. Und doch hat man das Gefühl, dass das Augenmerk der Autorin diesmal auf einem anderen Bereich liegt: nämlich beim Auf- und Ausbau dieser Welt. Als Leser erhält man neue Informationen, die für ein besseres Verständnis sorgen. Man lernt nun auch die Hintergründe des Vorgängerbands kennen und versteht besser, auf welchen Ebenen was geschieht bzw. entschieden wird. Die Welt selbst gewinnt an Komplexität und wird immer interessanter.

In Bezug auf die Dreiecksbeziehung, die sich schon in Band #1 angebahnt hatte, tut sich dagegen leider nicht viel (btw, was hat es nur mit all diesen Dreiecksbeziehungen auf sich? Oft nimmt mir das sogar zu viel Platz von der richtigen Geschichte weg und lenkt nur ab.). Vielmehr treten die Charaktere auf der Stelle und die Geschichte voranbringende und Problemlösende Gespräche fehlten leider. So konnte man nur vermuten, welche Absichten der Tod und Falin verfolgten, kam ihnen aber gefühlsmäßig kaum näher. Persönlich tendiere ich eher zum Tod als Helden, finde ihn sehr interessant, aber auch konfliktgeladen gestaltet. Sowohl sein Bad Boy Auftreten, als auch seine verbotenen Gefühle für Alex wecken die Neugierde. Gerne hätte ich hier noch so einiges mehr erfahren, aber wie gehabt bleibt alles um ihn herum ein Geheimnis, das sich nur in kleinen Teilen zu lösen scheint. Nicht unbeachtet sollte man die anderen Nebencharaktere lassen, die für Alex eine wichtige Rolle spielen. Eine alte Freundin, sowie Geist und Gargoyle sind ihr wichtig und beeinflussen ihre Handlungsweise. Dadurch wird Alex realer und menschlicher, weniger unnahbar und viel sympathischer, wenn sie sich für Schwächere einsetzt. 

Hervorheben möchte ich auch den humorvollen Unterton, der uns über das gesamte Buch hinweg begleitet. Sarkastische Bemerkungen waren nie fehl am Platz und vor allem die Tatsache, dass Alex nicht länger lügen konnte und sich so erst mit Halbwahrheiten vertraut machen musste, sorgte für das eine  oder andere Grinsen bei mir. Nichtsdestotrotz bleibt man auch nach Grave Dance mit vielen offenen Fragen zurück, die Geschichte wurde zwar minimal vorangebracht, aber bei weitem nicht genug um die Neugierde zu stillen. Kalayna Price hat hier vor allem am Ausbau dieser Welt gearbeitet, für die Fortsetzung bleibt nun die Weiterentwicklung der Charaktere und eine Steigerung der Entscheidungsfreude der Autorin an sich – es wird nämlich wirklich Zeit so manches Thema klar und deutlich anzusprechen, anstatt es nur anzudeuten.
Alles in allem habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt und schöne Lesestunden mit Grave Dance verbracht. Die Fortsetzung, die im nächsten Jahr erscheint, werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und hoffe, dass sich die Geschichte noch weiter entwickelt. Wer neugierig geworden ist sollte aber unbedingt mit Band 1 (Grave Witch) beginnen, weil die Bücher aufeinander aufbauen und das Verständnis so besser ist. 

Rating: B-

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 371 pages
Published July 5th 2011 by Penguin Group (USA)
ISBN 9780451464095
Series: Alex Craft #2

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Ruht das Licht by Maggie Stiefvater

Freitag, 23. September 2011

Description:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird…

Review:
Es gibt Fortsetzungen, bei denen man es kaum erwarten kann, bis sie endlich erscheinen. Man muss einfach wissen, wie es mit den Charakteren und der Handlung weitergeht und was noch passieren wird. Und dann gibt es Bücher, die nicht nötig gewesen wären. Bei Geschichten, wo auch der erste Teil einer Reihe genug, manchmal sogar mehr gewesen wäre. Genau diesen Eindruck habe ich auch von diesem Buch hier. Die Fortsetzung zu Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater war zwar schön zu lesen, aber an sich wäre sie nicht erforderlich gewesen. Zumindest für mich nicht. Gut, die Neugierde war dann doch zu groß, aber ich war mit dem Ende von Teil 1 absolut zufrieden gestellt, hatte mein Happy End bekommen und konnte mir die Zukunft von Grace und Sam herrlich ausmalen. Stattdessen hat meine bereits erwähnte Neugierde gewonnen und  mit ihr einher kam leider auch die Enttäuschung und der Verlust dessen, was in Vorgängerband aufgebaut wurde. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der letzte Teil der Reihe diesen Eindruck wieder ändert, sonst wäre Nach dem Sommer für mich als Stand-Alone besser geeignet gewesen.

Der Schreibstil in Ruht das Licht ist hundert Prozent Maggie Stiefvater, wie man sie kennt und liebt – ruhig, besonnen, harmonisch, fast schon poetisch, aber diesmal von einer unglaublichen Traurigkeit unterlegt. Jede Sekunde verbrachte ich fast in Erwartung, dass gleich einer der Protagonisten sterben würde, denn warum sonst sollte die Stimmung so gedrückt sein. Während Nach dem Sommer eine warme und freundliche Stimmung schaffte, so bringe ich mit Ruht das Licht eher Wörter wie regnerisch und düster in Verbindung. Positive Erlebnisse sind rar, dafür spielt die Selbstfindung eine wichtige Rolle. Jeder der Protagonisten findet sich in einer neuen und unbekannten Situation wieder, muss erst lernen damit umzugehen und in sie rein zu wachsen. Manche können sich schneller zu Recht finden als andere, aber zum Schluss haben sie ihren Platz gefunden. Die Charaktere verlieren nicht an Überzeugung und Tiefe, sind emotional, wie man sie kennt, verwundbar und aufeinander angewiesen.

Die Geschichte liest sich trotz seiner gedrückten Stimmung sehr gut und flüssig, die Seiten verfliegen nur so, wozu wohl auch recht kurze Kapitel zwischendurch beitragen. Isabel und Cole treten hier viel stärker in den Vordergrund und übernehmen Stück für Stück den Hauptpart und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Während Grace und Sam etwas auf der Stelle treten, ihre Gefühle füreinander sich aber festigen und vertiefen, so bringen die anderen beiden Charaktere die Geschichte voran, liefern neue Kenntnisse und Theorien und fesseln das Interesse der Leser. Personen, die dagegen meine Nerven stark strapazierten waren die Eltern von Grace, die plötzlich in ihr Leben eingreifen wollten. Dieser Wandel in ihnen war für mich nicht nachvollziehbar und stand für mich auch in keiner Weise zur Geschichte selbst. Dieser Handlungsstrang war fast schon unwichtig (zumindest jetzt noch, vielleicht hat er ja noch Auswirkungen auf den 3. Teil der Reihe) und das Einzige, das damit erreicht wurde war eine Erleichterung für Grace loszulassen und sich zu entscheiden.
Während Nach dem Sommer so voll von Vertrauen, Wärme, Liebe und Glück war, so war Ruht das Licht das genaue Gegenteil. Geprägt von Kälte, Angst, Trauer und Verlust, so hat es all die negativen Gefühle hervorgerufen, von denen vorher nichts zu spüren war. Stellenweise konnte ich die Tränen kaum zurück halten, wollte einfach nicht mehr weiter lesen, weil ich mich fürchtete, dass mir mein Happy End zerstört wurde, das ich doch schon hatte und ein paar Szenen, die sich vom Rest des Buches stark abhoben, hatten sogar einen noch stärkeren, fast schon erschreckenden Einfluss auf mich. Diese Szenen zeigten uns aber auch eine weitere Seite der Autorin, die auf ganz andere Art und Weise unter die Haut gehen kann.

So deprimiert, wie mich dieses Buch gemacht hat, stelle ich mir die Frage, ob ich es mit Band #1 nicht hätte gut lassen sein sollen, wie es mir einige Bloggerfreunde empfohlen hatten. Denn dieser erste Teil der Reihe war in jeder Hinsicht perfekt und als ich den Buchrücken schloss so war ich zufrieden und fühlte mich absolut wohl. Jetzt nach Ruht das Licht tritt das genaue Gegenteil ein. Ich bin traurig, erschöpft und zermürbt, möchte mich in die Sonne legen und Energie tanken. Nach dem Vorgängerband stellte sich mir noch die Frage, ob ich weiter lesen sollte oder nicht, jetzt hat sich das erübrigt, denn ich kann die Charaktere, die ich nun schon lieb gewonnen habe nicht ohne ein Happy End zurücklassen. Das haben wir uns wirklich alle mehr als nur verdient.

Eine kleine Warnung möchte ich noch an jene Leser aussprechen, die absolut keine Cliffhanger mögen. Diese sollten lieber noch bis zum Erscheinen des dritten Teils der Reihe warten um Ruht das Licht zu lesen, denn ihr werdet sonst nur wenig glücklich und furchtbar ungeduldig sein. So, Vorwarnung ist ausgesprochen und ich überlege mir, ob ich nicht doch schon jetzt auf den englischen finalen Teil zurückgreifen sollte um die Reihe abzuschließen. Erwähnen möchte ich zum Schluss noch das abermals fantastische Cover, die vielen schönen Details und die tolle Arbeit des Verlages, die sich in der liebevollen Gestaltung zeigte. Darüber freut sich jedes Leserherz und macht so manches Buch zu einem besonderen Lesevergnügen.

Rating: B-

Vielen ♥-lichen Dank an den Script5 Verlag und Fangtasya für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchinfos:
Hardcover, 400 Seiten
Published by Script5 Verlag, September 2011
ISBN 9783839001189
Series: The Wolves of Mercy Fall #2 (OT: Linger)

Inhalt und Cover © Homepage der Autorin.

Nervenstrapazierende Bücherregale

Mittwoch, 21. September 2011

Soll ich euch mal erzählen, mit welchem Thema ich mich in den letzten Tagen so auseinander gesetzt habe?  Das mir fast schon den Schlaf geraubt hat? Und mich noch weiterhin verfolgen wird? Na gut, ihr wolltet es ja nicht anders *g* -->

Das ist ja wirklich zum Haare raufen. Ich habe in meinem Bücherregal einfach keinen Platz mehr oder bilde mir das zumindest ein. Immer wenn ich es sehe oder daran vorbei gehe möchte ich es am liebsten umräumen, neu sortieren, aber ich weiß nie wie. In den letzten Tagen habe ich wirklich mehr Zeit sitzend vorm Bücherregal verbracht, es betrachtet und mir überlegt, wie ich es umsortieren und ordnen könnte, als dass ich gelesen hätte, stellt euch das mal vor! Aber jedes Mal, wenn ich mit dem Umräumen beginnen wollte hielt mich etwas zurück und zwar der Gedanke, dass ich ja gar nicht weiß, wie ich es anders haben möchte. Möchte ich die YA Bücher in einem Regal vereinen? Was ist mit den Dystopien, von denen immer mehr hier Einzug finden? Diese auch zusammenfassen? Aber da würde ich –noch- keine Regalfläche voll bekommen und wo soll ich die anderen Bücher stattdessen hinstellen?
Ihr seht also, ich möchte umräumen, aber so lange ich in Gedanken noch keinen fertigen Plan habe kann ich es nicht machen und das wiederum treibt mich in den Wahnsinn.

Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass ich mein Regal nicht völlig zustellen möchte, hier und da möchte ich noch ein paar Dekoelemente oder schöne Buchstützen hinstellen können, die das Gesamtbild etwas auflockern sollen. Über neue Regale bzw. zusätzliche Regalfächer denke ich auch schon länger nach, aber dann meldet sich gleich das schlechte Gewissen, denn so voll sind meine Regale nun auch nicht, dass ich mir wieder neue kaufen könnte. Als ich in meine Wohnung eingezogen bin habe ich ja fast nur die Hälfte meiner Bücher mitgenommen (größtenteils Serien, die ich noch lese und eben meinen SuB), den Rest bei meinen Eltern gelassen und gedacht, dass ich die nächsten Jahre schon noch auskommen würde mit den Regalen, die ich nun habe. Aber da habe ich mich ja wohl mehr als nur verschätzt *hust*

Von einer Ordnung kann man bei mir auch nicht sprechen – die einzige Ordnung, die ich habe ist jene, dass die Bücher, die Teil einer Serie sind, geordnet nebeneinander stehen. Beim Rest? Kein System erkennbar, weder nach alphabetischer Reihenfolge, noch nach Genre. Deutsche Bücher stehen schon mal neben Englischen, Hardcover sind neben Taschenbüchern zu finden, die ähnlich hoch sind, englische Bücher unterschiedlicher Höhe finden sich auch nebeneinander usw. usf.
Und wie mein SuB organisiert ist, will ich erst lieber nicht erzählen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er nämlich gar nicht sortiert ist. Ich habe zwar mal versucht alle ungelesenen Bücher in ein Regalfach zu stellen, aber als es dann darum ging da auch die Fortsetzungen von Reihen dazu zu stellen habe ich aufgegeben. Ich finde es sieht viel besser aus, wenn eine Reihe zusammensteht, eben auch mit den noch ungelesenen Bänden. So kam es also, dass Fortsetzungen zu den passenden Reihen eingeteilt wurden und Einzelbände bzw. Bücher von neuen Autoren zusammen stehen. Seit einiger Zeit aber schaffe ich nicht einmal mehr das und die neuen Bücher stehen auf zwei Schachteln, die auf dem Boden neben meinem Regal sind und zum einen Lupos beinhalten und zum anderen Bücheraccessoires, also Lesezeichen, aber auch Promotionmaterial, das ich ab und an mal als Extra bei Gewinnen bekomme. Und auf eben diesen Schachteln stapeln sich die neuen Bücher und warten darauf einsortiert zu werden in ein Regal bei dem mir zwar nicht die Übersicht fehlt (hey, schließlich finde ich im Chaos oft schneller was *g*), aber doch ein System. Leider wird dieser Stapel auch immer höher, was ja an sich schön ist, aber auch für Unordnung sorgt...

Tja, das ist also der Frust mit dem ich mich gerade auseinander setze und ich hoffe wirklich, dass ich bald ne Lösung dafür finde. Übrigens schaue ich mir ja liebend gerne fremde Bücherregale an (aus Neugier, was andere so lesen, aber auch weil ich mir Ideen abgucken möchte) und ich hätte auch jede Menge Ideen, aber bei der Umsetzung wird es schon wieder problematisch. Es gibt da zB. eine Internetseite, die der wahre Traum für jeden Buchliebhaber ist: da habe ich schon so viele tolle Ideen gesehen, die ich liebend gerne umsetzen möchte, wenn ich denn den Platz und das Geld dafür hätte. Von dieser Seite hier ist die Rede -> Bookshelf Porn... hach, da sehe ich mich wirklich nie satt daran und es sind wirklich wunderschöne Fotos dabei :) Und die Ernüchterung folgt auf dem Fuß, wenn ich meine Regale sehe :/

Was sagt ihr, ist mein Kampf mit dem Bücherregal noch im vertretbaren Rahmen oder hätte ich euch das besser nicht erzählen sollen und es ist schon zu verrückt und abgedreht? Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ihr mir erzählt, dass es euch auch so geht, weil dann wäre ich beruhigter ;)
liebe Grüße, Melanie
- die sich jetzt wieder in den Kampf um Ordnung stürzt - 

PS: wenn ich dann irgendwann mal Ordnung in meine Regale gebracht habe dann werde ich sie euch sicherlich auch mal zeigen, aber in dem Chaos, in dem sie sich jetzt befinden lieber noch nicht ;)

Review: Die Dämonenfängerin. Aller Anfang ist Hölle by Jana Oliver

Montag, 19. September 2011

Description:
Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen... Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.

Review:
Wenn die Erwartungen hoch sind, es aber fast nur gegensätzliche Meinungen zu einem Buch gibt ist es schwierig objektiv zu bleiben. Denn das beginnt schon bei der Entscheidung, ob man ein Buch lesen möchte. So ging es zumindest mir – als ich noch keine Rezensionen kannte bzw. keine Wertungen, da ich Rezensionen meistens nicht lese, wenn ich das Buch selbst noch nicht kenne, war ich von Die Dämonenfängerin sofort fasziniert. Der Klappentext alleine weckte meine Neugierde, das Cover tat sein Übriges und ich konnte Jana Olivers Werk nicht mehr vergessen. Dann kamen erste Zweifel auf, als ich negative Bewertungen zu sehen bekam. Davon wollte ich mich jedoch nicht einschränken lassen und nun im Nachhinein bin ich froh darüber, meinem ersten Eindruck vertraut zu haben. Wer ähnliche Überlegungen angestellt hat, sollte einfach seinem Bauchgefühl vertrauen und sich hier überraschen lassen.

Von der Grundidee gefällt mir der Aufbau dieser Welt relativ gut und obwohl uns die Autorin in so manchen Bereichen noch im Dunkeln lässt und man fast schon das Gefühl hat, dass einem absichtlich Informationen vorenthalten werden, so ist doch eine stabile Grundlage für diese Reihe geschaffen worden. Obwohl ich mir tiefer gehende Erklärungen gewünscht hätte, so kann ich doch verstehen, dass Leser nicht mit Informationen überschwemmt werden sollen. Diese neue Welt ist komplex und vielschichtig und erst mit der Zeit wird man die einzelnen Eben zu unterscheiden wissen. Bis dahin ist gute Unterhaltung auf jeden Fall gegeben. 

Die Autorin legt Wert auf Details, beschreibt ihre Welt und deren Bewohner sehr genau, sodass man sie sich gut vorstellen kann. Einzig bei Becks Dialekt war mir der Schreibstil dann doch zu genau, erschwerte mir stellenweise sogar das Lesen und unterbrach den Lesefluss. Ab und zu musste ich zweimal überlegen, was die Autorin nun mit einer von Becks Aussagen gemeint hat. Bei so manch anderer Autorin stört(e) mich die Einbeziehung eines Dialektes nicht und obwohl er hier deutlich zeigte, woher Beck stammt, so empfand ich ihn nicht als unbedingt notwendig, vielmehr sogar als störend. Die Charaktere (bis auf Rileys Schulfreund, mit dem ich mich leider bis zum Schluss nicht anfreunden konnte) sind interessant und vielschichtig gestaltet, auch wenn sich die Autorin so mancher Klischeevorstellungen bedient. Einfach zu durchschauen sind die wenigsten von ihnen, was einerseits zu Stimmungsumschwüngen bei den einzelnen Protagonisten führt, andererseits aber auch die Spannung erhöht. So mancher hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, wirkt älter, als es tatsächlich der Fall ist und hat seine ganz persönlichen Gründe fürs Dämonenfangen. Unterschiedlicher könnten die männlichen Charaktere kaum sein, was hier auch den Reiz ausmacht und mit jedem verbindet Riley etwas Besonderes. Liebe spielt in Die Dämonenfängerin zwar eine Rolle, nimmt aber nicht Überhand und recht schnell ist klar, für welchen der Männer sich Riley entscheiden wird. In dieser Hinsicht kann sich die Autorin also voll und ganz auf die Handlung an sich konzentrieren.

Das Buch stellte mich aber auch vor eine große Herausforderung – denn ich bin neugierig und kann es in den wenigsten Fällen abwarten, bis etwas Bestimmtes geschieht. Bei Die Dämonenfängerin war das nicht anders, ich befand mich in einem Dauerzustand des Wartens auf... ja auf was eigentlich? Der Beginn war sehr viel versprechend und wir konnten die Heldin hautnah bei ihrer Arbeit erleben. Dieses Spannungsniveau wurde jedoch nur kurz hoch gehalten und es folgte Erklärungen und Erläuterungen. Bei jedem Umblättern dachte ich, dass es gleich so weit sein würde und ich jetzt das zu lesen bekommen würde, worauf ich so lange gewartet hatte. Ich wollte überrascht werden, wollte Spannung und Action sehen und eine Protagonistin, die über sich selbst hinauswächst und sich weiterentwickelt. Gewartet habe ich hier aber leider recht lange. Vielmehr war ein Großteil des Buches, obwohl es nett und unterhaltsam zu lesen war, manchmal sogar tränenreich, fast schon eintönig und die Gefühlslage änderte sich kaum. Jeder schien festgefahren und nicht aus sich raus zu können. In Gedanken waren sie bereits einige Schritte weiter, aber in der Realität kamen sie mit der Entwicklung nicht hinterher. 
Erst ab der zweiten Hälfte konnte mich die Autorin von ihrem Talent überzeugen. Hier nahm die Handlung an Geschwindigkeit zu, wurde spannender und überraschender und Versprechen an die Leser wurden nun eingelöst. Man bekommt eine Heldin zu sehen, die endlich jene Erwartungen erfüllt, die an sie gestellt wurden seit Dämonen sie mit ihrem Namen ansprechen. Von ihrem Familienerbe, sollten man dies als solches bezeichnen können, weiß sie noch nichts und es wird sehr interessant werden, wenn wir erst erfahren, was sich so alles im Hintergrund abspielt bzw. abgespielt hat. Das halboffene Ende wiederum lässt mich ungeduldig und neugierig zurück, viele Fragen bleiben unbeantwortet und man darf auf die Fortsetzung hoffen.

Jana Oliver kann im YA Bereich und darüber hinaus durchaus überzeugen und neben anderen Autoren bestehen. Alles in allem bin ich froh dieses Buch nicht ignoriert zu haben und werde die Fortsetzung mit Spannung erwarten. Andeutungen haben meine Neugierde geweckt und diese möchte natürlich gestillt werden.

Rating: B

Vielen ♥-lichen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchinfos:
Hardcover, 537 Seiten
Published by Fischer FJB, September 2011.
ISBN 9783841421104
Series: The Demon Trappers #1 (OT: The Demon Trapper’s Daughter)

Inhalt und Cover © Fischer Verlag.

Review: As You Wish by Jackson Pearce

Donnerstag, 15. September 2011

Description:
Ever since Viola's boyfriend broke up with her, she has spent her days silently wishing—for someone to love her again and, most important, to belong again—until her wishes inadvertently summon a genie named Jinn out of his world and into her own. He will remain until she makes three wishes. But it's only after Viola makes her first wish that she realizes she's in love with Jinn… and that if she wishes twice more, he will disappear from her life—and her world – forever.

 

Review:
Lange musste das Buch auf meinem Wunschzettel ausharren, weil ich mich nicht entscheiden konnte - kaufen, lesen, oder doch nicht? Und als es dann soweit war und ich das Buch endlich mein Eigen nennen konnte, wollte ich es kaum noch aus der Hand legen und ließ mich gerne in diese Welt von Jackson Pearce entführen, wo Wünsche in Erfüllung gehen. Manche sogar einfacher und schneller als erwartet, während man für andere fast schon Arbeiten und sich die Formulierung gut überlegen musste. Und genau in diese letztere Gruppe zählt auch Viola, die ihre Wünsche nicht überstürzen möchte und sich fragt, was sie nicht alles selbst verändern und erreichen kann und ob sie dafür wirklich die Hilfe eines Jinn benötigt.

As You Wish hat mich in vielen Aspekten überrascht. Zuerst ist es ein Buch voll positiver Gefühle und auch wenn Viola eine schwere Zeit durchmacht, so lässt sie sich davon doch nicht unterkriegen und sieht das Positive im Leben. Ihre Einstellung ist herrlich erfrischend und unterscheidet sie von den typischen Teenagermädchen, bei denen sich alles nur um Beliebtheit und Verliebt Sein dreht. Gut, diese Aspekte spielen auch für Viola eine Rolle, aber für sie sollen sie ehrlich sein und nicht herbei gewünscht. As You Wish zeigt den Weg, wie sie zu sich selbst findet und lernt sich so zu mögen, wie sie ist.
Sowohl Viola als auch Jinn machen eine tolle Entwicklung mit. Während man diese in kleinen Schritten bei Viola miterleben kann, so sieht man sie bei Jinn viel ausgeprägter. Zu Beginn des Buches zählt er noch jede Sekunde, die er in der Welt der Menschen, fern seiner Heimat, verbringen muss. Fühlt sogar mit ihm, wie seine Zellen altern und ihm jede weitere Sekunde gestohlen wird. Er möchte die Wünsche nur hinter sich bringen und nach Hause zurückkehren. Je weiter jedoch die Geschichte voran schreitet, desto weniger achtet er auf die Zeit und sieht, dass man die Momente auch genießen und aus der Eintönigkeit ausbrechen kann. Er sieht die Welt fast wie mit neuen Augen und lässt den Leser daran teilhaben. Gleichzeitig setzt er sich mit seinen verbotenen Gefühlen für Viola auseinander und als Leser weiß man, was die beiden füreinander fühlen und wünscht ihnen nur ein Happy End. Dass dieses nur über Tränen, sowohl auf Seiten der Protagonisten als auch beim Leser erreicht werden kann zeigt uns das Talent von Jackson Pearce erst so richtig. Sie nimmt den Leser gefangen, führt ihn über eine Achterbahn der Gefühle nur um das Ende in Frage zu stellen und lässt gleichzeitig Magie Wirklichkeit werden.

Die Autorin versteht es mit Worten umzugehen, verleiht ihren Charakteren Tiefe und Persönlichkeit und als Leser findet man in ihnen gute Freunde. Viola ist für ihr Alter überraschend erwachsen, nur in wenigen Situationen kindisch und vom jugendlichen Denken gelenkt. Jinn entdeckt die Welt für sich neu und lernt sie lieben. Ebenso können die Nebencharaktere überzeugen und neben diesen beiden bestehen. Natürlich stellen Viola und Jinn den Mittelpunkt der Geschichte dar, aber ohne gute Freunde wäre ihnen das Happy End wohl verwehrt geblieben. Zusätzlich findet sich hier ein humorvoller Unterton wieder, der das Buch zum perfekten Lesegenuss macht. Eine Geschichte, die sich schnell lesen lässt und die einem nahe geht - was wünscht man sich als Leser mehr? Und trotz seiner Leichtigkeit und Unbekümmertheit werden hier auch ernste Themen angesprochen und gut in die Geschichte eingebaut. Diese Natürlichkeit ist es, die mich vom Talent der Autorin überzeugt hat und ich werde mit Sicherheit nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten.

Vor ziemlich genau einem Jahr erschien das Buch auch auf Deutsch (Drei Wünsche hast du frei) und ich kann diese Geschichte nur jedem nahe legen. Die vielen positiven Stimmen lassen mich ebenso vermuten, dass die Übersetzung gut gelungen sein dürfte, also gibt es für euch keine Ausrede, das Buch nicht zu lesen. Ich kann zu As You Wish von Jackson Pearce nur folgende Worte sagen: lesen und sich überraschen lassen! Genießen und träumen! Und lernen, dass man seine Wünsche auch selbst erfüllen kann...

Rating: A-

Buchinfos:
Paperback, 304 pages
Published September 1st 2010 by HarperTeen
ISBN 9780061661549

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Skinwalker by Faith Hunter

Dienstag, 13. September 2011

Description:
A year ago Jane nearly lost her life taking down an entire blood family of deadly rogue vampires that preyed on the helpless local populace of an Appalachian town. Now, after months of recuperation, she’s back and ready to fight again. Except this time, she’s hired by those she’s trained to kill — vampires…
Jane Yellowrock is the las
t of her kind—a skinwalker of Cherokee descent who can turn into any creature she desires and hunts vampires for a living. Back from hiatus, she’s hired by Katherine Fontaneau, one of the oldest vampires in New Orleans and the madam of Katies’s Ladies, to hunt a powerful rogue vampire who’s killing other vamps. Amidst a bordello full of real “ladies of the night,” and a hot Cajun biker with a panther tattoo who stirs her carnal desire, Jane must stay focused and complete her mission—or else the next skin she’ll need to save just may be her own…

Review:
Atemlos und mit rasendem Herzschlag legte ich Skinwalker von Faith Hunter aus der Hand und wusste, dass soeben eine neue Auto-Buy Autorin Einzug in mein Regal genommen hatte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und verdammte jede noch so kleine Pause, die ich einlegen musste. Mit Jane Yellowrock hat man eine Heldin gefunden, die über eine interessante und spannende Vergangenheit verfügt, die sich uns erst langsam offenbart. Geheimnisse umgeben sie wie der Schleier bei ihrer Verwandlung und nicht wenige Versprechen liegen darin. Während Jane nun immer mehr Geheimnisse um sich rum lüftet und die Welt der Vampire besser zu verstehen lernt, bleibt sie für andere weitestgehend ein Rätsel. Dass Skinwalker nicht nur eines unter vielen Büchern mit Vampircharakteren ist, zeigen uns Jane und ihre Freundin, die im nächsten Buch wohl noch eine wichtigere Rolle spielen wird. Jane besitzt viele Fähigkeiten von denen wir noch längst nicht alle kennen und es ist so interessant mit ihr zu erleben und zu lernen, was sie alles kann. Und wenn ihre Fähigkeiten, jene der Vampire übersteigen ist das herrlich zu verfolgen und wird oft von einem Grinsen begleitet.

Und ich komm nicht umhin Jane mit einer anderen Heldin zu vergleichen, deren Bücher ich nahezu verschlinge. Schon nach wenigen Seiten erinnerte sich mich an Kate Daniels – sie ist sich ihrer sicher, obwohl sie weiß, dass sie nicht unbesiegbar ist, ist humorvoll, aufmerksam, stark, unabhängig und weiß, wann es besser ist den Mund zu halten. Sie weiß nicht wirklich, worauf sie sich bei diesem Auftrag eingelassen hat, lernt aber im Laufe der Geschichte sehr viel über sich selbst und auch über die Vampire, die sie nun von einer anderen Seite kennen lernt. Ihre Karten spielt sie perfekt aus, setzt ihr Wissen richtig ein und stellt Fragen und Forderungen, die zeigen, dass sie nicht auf den Kopf gefallen ist und weiß, was um sie herum geschieht.

Verführerische und attraktive Männer gibt es auch hier zu genüge und sie decken eine Brandbreite von Möglichkeiten ab. Jeder Typ Mann ist vertreten und so wird auch jede Leserin einen Favoriten für sich finden können. Sie selbst bleiben alle rätselhaft und wir sehen immer nur kurze Einblicke in ihr Innenleben. Trotzdem schafft es die Autorin jedem einzelnen von ihnen Leben einzuhauchen und ihm Vergangenheit und Gefühlstiefe zu verleihen. Und obwohl sie auch alle ihre eigenen Motive haben, so bleiben sie durchwegs sympathisch und man fühlt mit ihnen mit. Und doch ist Skinwalker nicht von einer Liebesgeschichte geprägt, als Leser stellt man sich nur vor, dass es eine geben könnte. Später einmal. Wenn Zeitpunkt und Mann zusammen passen. Jetzt sind wir mit Andeutungen und Flirts zufrieden, man versucht den jeweils anderen kennen zu lernen und wartet ab, was sich noch so ergibt. Ein kleines, aber sehr nettes Detail sind die Spitznamen, die Jane den Männern in ihrer Umgebung gibt, während die Frauen davon verschont bleiben. Aber die Namen passen auch perfekt zu den jeweiligen Charaktereigenschaften und beweisen Janes Beobachtungsgabe und Instinkt.

Faith Hunter schreibt fesselnd und flüssig, konnte mich von der ersten Seite überzeugen, nein sogar schon früher, denn die Fortsetzungen befinden sich schon längst in meinem Bücherregal. In der Übersetzung ist das Buch erst vor wenigen Tagen, also ganz aktuell, beim Egmont Lyx Verlag unter dem Titel Skinwalker. Feindesland erschienen und auch wenn ich zur Übersetzung nichts sagen kann (außer, dass der kurze Einblick, den man durch die Leseprobe erhielt durchaus viel versprechend war), so kann ich das Buch an sich durchaus empfehlen. Noch reicht Jane nicht an Kate Daniels heran, aber wenn die Fortsetzungen genauso gut bzw. besser werden, dann könnte sie ihr durchaus Konkurrenz machen. Mich hat sie jedenfalls längst überzeugt und einen neuen Anhänger gefunden. Ich kann nur sagen: Bitte, bitte mehr davon! Und zu jenen, die nun neugierig geworden sind, kann ich nur sagen, gebt der Reihe eine Chance und lasst euch ebenso überraschen, wie sie es bei mir geschafft hat.

Rating: A

Buchinfos:
Paperback, 320 pages
Published July 7th 2009 by Roc
ISBN 9780451462800
Series: Jane Yellowrock #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Hex Hall by Rachel Hawkins

Samstag, 10. September 2011

Description:
Three years ago, Sophie Mercer discovered that she was a witch. It’s gotten her into a few scrapes. Her non-gifted mother has been as supportive as possible, consulting Sophie’s estranged father—an elusive European warlock—only when necessary. But when Sophie attracts too much human attention for a prom-night spell gone horribly wrong, it’s her dad who decides her punishment: exile to Hex Hall, an isolated reform school for wayward Prodigium, a.k.a. witches, faeries, and shapeshifters. By the end of her first day among fellow freak-teens, Sophie has quite a scorecard: three powerful enemies who look like supermodels, a futile crush on a gorgeous warlock, a creepy tagalong ghost, and a new roommate who happens to be the most hated person and only vampire on campus. Worse, Sophie soon learns that a mysterious predator has been attacking students, and her only friend is the number-one suspect. As a series of blood-curdling mysteries starts to converge, Sophie prepares for the biggest threat of all: an ancient secret society determined to destroy all Prodigium, especially her.

Review:
Ach ja, dieses Buch musste so einiges über sich ergehen lassen, bis es seinen Weg zu mir fand. Das alles begann als ich zum ersten Mal das Cover sah und mich sofort verliebte. Dann kam das Buch erstmal auf den Wunschzettel, negative Reviews haben es dann mit der Zeit von dort vertrieben, trotz des tollen Covers. Monate später kam es dann kurz entschlossen wieder rauf und so in dieser Art und Weise ging es noch ne Zeit lang weiter. Jetzt da ich es gelesen habe, muss ich aber sagen, dass ich froh bin, es doch endlich hier zu haben und hergeben würde ich es auch nicht mehr.

Sophie ist ein überraschend angenehmer Charakter, es gibt keine jugendlichen Zickereinen, wenn sie sich neuen Situationen gegenüber sieht oder Dinge auf eine etwas unschöne Art erfährt. Bis auf ein paar Gefühlsausbrüche, die aber doch zu ihr passen und die absolut nachvollziehbar sind, wenn man bedenkt, welche Wendungen sie hier hinnehmen muss, bleibt sie ruhig und unvoreingenommen. Die Nebencharaktere können sich ebenfalls sehen lassen und überzeugen. Zudem findet sich eine Bandbreite paranormaler Wesen auf dieser Schule wieder, denen leider (noch) nicht die gewünschte Aufmerksamkeit geschenkt wurde, aber ich hoffe, dass sich das mit den Fortsetzungen noch ändern wird. Und auch wenn Hex Hall nicht ohne Klischees bleibt (neue beste Freundin der Protagonistin ist ein Außenseiter, sie selbst ist es auch, zudem noch etwas ‚Besonderes’, dann gibt es noch den Jungen, in den alle Mädchen verliebt sind, der aber mit der ‚Feindin’ der Protagonistin zusammen ist usw. usf.), so waren sie doch nie übertrieben dargestellt und gingen mir auch nicht auf die Nerven. Und auch das ist schon eine Leistung für sich, die die Autorin hier toll gemeistert hat.

Rachel Hawkins schreibt flüssig, spannend und hat doch einen locker-leichten Stil. Man merkt kaum, wie die Seiten verfliegen und könnte einfach immer weiter lesen. Zudem ist der Unterton immer sehr gefühl-, aber auch humorvoll, was das Buch zu einem wahren Lesevergnügen macht. Die Stimmung ist hier zur Abwechslung mal nicht dunkel und düster, obwohl es natürlich zur Genüge spannende und Nerven strapazierende Situationen gibt. Überraschungen bleiben nicht aus und stellenweise leidet man mit Sophie sehr mit. Sie nimmt den Leser sofort für sich ein, möchte sie doch ihren Mitmenschen nur Gutes tun und stolpert dabei über ihre Kräfte.

Alles in allem konnte mich Hex Hall positiv überraschen, war richtig angenehm zu lesen und die Worte easy read beschreiben die Geschichte kurz, bündig und perfekt. Und ich kann schon jetzt sagen, dass ich mit den Fortsetzungen mit Sicherheit nicht so lange warten werde, wie mit Hex Hall. Denn Weiterlesen möchte ich unbedingt!

Rating: A-

Buchinfos:
Paperback, 323 pages
Published January 25th 2011 by Hyperion Book CH
ISBN 9781423121398
Series: Hex Hall #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Das verbotene Eden. David und Juna by Thomas Thiemeyer

Freitag, 9. September 2011

Description:
Männer und Frauen.
Feuer und Wasser.
David und Juna.
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer...

Review:
Ein Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen einer hoch entwickelten Kultur und einer, die sich durch die Natur selbst versorgen kann und nicht länger auf Technik angewiesen ist. Zudem aber auch zwei Gruppen, deren Überleben ohne die jeweils andere nicht möglich ist. Hass und Vertrauen, das Überwinden von Vorurteilen und Grenzen. Das alles findet sich in Das verbotene Eden. David und Juna von Thomas Thiemeyer wieder. Selten konnte mich ein deutscher Autor von Anfang an so überzeugen wie er es vermochte und Thiemeyer hat mein Interesse bereits mit dem Klappentext geweckt. Die Charaktere können überzeugen, sind facettenreich und keineswegs farblos. Gleichzeitig handeln sie wohlüberlegt und nicht überstürzt, womit sie der Handlung bei aller Spannung auch eine gewisse Ruhe verleihen. Shakespeares Romeo und Julia spielt für das Buch eine große Rolle und vermittelt den Protagonisten, wie die Welt sein könnte und gibt ihnen auch den Mut Veränderungen herbei zu führen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die nicht nur passende Titelbezeichnungen haben, die dem Leser eine klare Struktur vermitteln, sondern die auch die Entwicklung der Handlung und jene der Protagonisten sehr gut verdeutlicht. Das Hauptaugenmerk bei dieser Geschichte darf man sicherlich auf das zweite und letzte Drittel legen, denn erst hier nimmt sie an Fahrt auf. Wer also im ersten Drittel Längen feststellt und denkt diese würden sich auf das gesamte Buch erstrecken, der hat sich geirrt und sollte ihm noch eine Chance geben und weiter lesen. Zudem finde ich diesen Einführungsabschnitt auch sehr wichtig, weil wir hier erst die Grundstrukturen der Welt und der einzelnen Gesellschaften kennen lernen.
Zum dystopischen Element wird hier ein Virus, das dafür sorgte, dass sich Männer und Frauen nicht mehr zueinander hingezogen fühlen. Das System von weltweiter Vernetzung und Mobilität brach auseinander, die Schuld wurde dem jeweils anderen Geschlecht gegeben und der Hass hatte Jahrzehnte um sich zu schüren. Es gibt nur wenige Menschen, die sich noch an die Zeit vor dem Virus erinnern können, und ihre Schilderungen stoßen oft auf taube Ohren. Abkommen werden gebrochen, aber als Leser fühlt man mit beiden Seiten mit, zumindest bis man sie näher kennen lernt. Sowohl Juna als auch David zeigen sich offen gegenüber neuen Vorstellungen und dem anderen Geschlecht. Sie sind bereit zuzuhören und sind nicht voreingenommen. Lange Gespräche sorgen für eine Vertrautheit und stellen die Basis ihrer Beziehung dar. Bis sie sich blindlings vertrauen können, haben sie so manche Hürde zu meistern und müssen ebenso die Entscheidung treffen, wer für sie wichtiger ist: der jeweils andere oder ihre bekannten Bezugspersonen und Verbände.
Insgesamt gesehen hat das Buch für mich kaum Schwächen, Punkteabzug gibt es nur für den etwas schwächeren Beginn. Die Erklärung zu Beginn des Buch, wie hilflos die Menschheit ohne Strom, Gas und Öl und wie schnell sie dadurch um Jahrhunderte in ihrer Entwicklung zurückgeworfen wäre, ist erschreckend, aber nicht so abwegig. Realistisch ist diese Vorstellung zumindest in ihren Grundzügen allemal, die Geschichte um diese Idee konnte der Autor sehr gut aufbauen und überzeugen.

Bei der Gestaltung des Buches hat man sich ebenfalls viel Mühe gegeben. So findet sich zum Beispiel auf der Innenseite des Buchrückens eine Landkarte, die dem Leser hilft sich besser in diesem Gebiet zu Recht zu finden. Und obwohl einem das Covermodell bekannt vorkommt, so kommt sie meiner Vorstellung Juna doch recht nahe.
Wer nun denkt, er möchte nicht wieder eine neue Reihe beginnen und streicht deshalb das Buch wieder von seiner Liste, dem sei gesagt, dass er das nicht zu tun braucht. Das verbotene Eden. David und Juna kann wunderbar als Stand Alone bestehen. Um ehrlich zu sein, erfuhr ich erst zum Schluss des Buches, dass es weitere Bände geben wird. Diese beschäftigen sich jedoch mit neuen Protagonisten und der Handlungsstrang hier wird zur Gänze abgeschlossen. Zumindest blieben für mich keine Fragen übrig, nur die reine Neugierde, auf welchen Aspekt sich der Autor wohl in der Fortsetzung konzentrieren wird.

Rating: B+

Vielen ♥-lichen Dank an Buchbotschafter und den PAN Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchinfos:
Gebundene Ausgabe, 464 Seiten
Published by PAN Verlag, August 2011.
ISBN 9783426283608
Serie: Das verbotene Eden #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com