Buchwunsch - Wunschbuch im Jänner

Samstag, 31. Dezember 2011

Es geht in die nächste Runde im Kampf gegen meinen Alt-SuB - wer die Aktion noch nicht kennt oder mehr darüber wissen möchte, kann die Informationen dazu und den Ablauf HIER nachlesen. Bei der letzten Abstimmung fiel die Wahl auf Play Dirty von Lorie O'Clare und ihr könnte meine Rezension HIER nachlesen. Diesmal hat mir das Buch leider kaum gefallen, es haben einfach zu viele Fakten für mich nicht gestimmt bzw. hätte ich einige Aspekte im Vorhinein gewusst, hätte ich mir das Buch vielleicht nicht gekauft. Aber wie das nun mal so ist mit Coverkäufen braucht man auch Glück dazu und diesmal sollte es wohl nicht so sein ;) Ich hoffe, dass im nächsten Monat das Glück wieder mehr auf meiner Seite ist, aber ich lasse mich überraschen.

Zur Auswahl möchte ich euch diesmal diese Bücher hier stellen:

Stormwalker von Allyson James
Half-Navajo Janet Begay possesses extraordinary power which is tied to the storms that waft across the desert. The only person who can control her when she's caught in the storm's evocative power is Mick, a dark-haired, blue-eyed biker Janet can't seem to touch with her powers. He can wield fire and not get burned, and Janet's never sure where he goes when they're not together. Together they investigate mysterious disappearances, which Janet fears are tied to her mother's people, the mythical gods from below the earth. They are helped along the way by Coyote and Crow, but these shapeshifting gods have their own agendas.

Weißer Fluch von Holly Black
Seine Kraft wandelt, sein Leben wankt. Was geschieht, wenn alles, was du berührst, verflucht ist? In einer Welt, in der Magie seit Jahrzehnten verboten ist, sind allein sie mächtig – die Fluchmagier. Menschen, die Erinnerungen, Gefühle und das Schicksal mit der geringsten Berührung ihrer Hand verändern können. Menschen, die im Untergrund arbeiten. Cassel Sharpe entstammt einer solchen Familie von Fluchmagiern, doch er ist ein Außenseiter, der einzige normale Teenager in einer magisch begabten Familie. Es gibt nur ein kleines Problem dabei: Vor drei Jahren hat Cassel seine beste Freundin Lila umgebracht – und er weiß nicht, warum…

Dragon Actually von G.A. Aiken
It's not always easy being a female warrior with a nickname like Annwyl the Bloody. Men tend to either cower in fear-a lot-or else salute. It's true that Annwyl has a knack for decapitating legions of her ruthless brother's soldiers without pausing for breath. But just once it would be nice to be able to really talk to a man, the way she can talk to Fearghus the Destroyer. Too bad that Fearghus is a dragon, of the large, scaly, and deadly type. With him, Annwyl feels safe-a far cry from the feelings aroused by the hard-bodied, arrogant knight Fearghus has arranged to help train her for battle. With her days spent fighting a man who fills her with fierce, heady desire, and her nights spent in the company of a magical creature who could smite a village just by exhaling, Annwyl is sure life couldn't get any stranger. She's wrong. And just wait until you meet the rest of the family? 

Cover & Inhalt @Goodreads.com

Stormwalker wird in Kürze übersetzt und ich habe es immer noch nicht geschafft es zu lesen. Zu Weißer Fluch habe ich schon viel Gutes gehört, aber selbst konnte ich es noch nicht in die Hand nehmen, andere Bücher kamen ihm immer zuvor. Und dass ich von G.A. Aiken immer noch nichts gelesen habe ist ja schon fast ein wenig beschämend. So viele Leser sind begeistert von ihrem Schreibstil, da wird es wirklich Zeit mir meinen eigenen Eindruck dazu zu machen.

Abstimmen könnt ihr wie immer für eine Woche, also bis nächsten Samstag, den 7.1.2012 um 20 Uhr. Während der darauf folgenden zwei Wochen werde ich das ausgewählte Buch lesen und in der letzten Jännerwoche dürft ihr euch wieder auf eine Rezension dazu freuen :)
Ich bin schon neugierig, welches Buch von meinem Alt-Sub diesmal 'erlöst' wird und bedanke mich bereits im Vorhinein für eure Stimme!

Und weil ich nicht weiß, ob ich nachher noch einmal online komme möchte ich euch schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen und möge 2012 für euch nur das Beste bereit halten!
(und schaut doch morgen mal einen Sprung vorbei, da gibt es nämlich eine Überraschung *g*)
liebe Grüße, Melanie

Review: Die Krieger der Königin. Falkenherz by L.J. McDonald

Freitag, 30. Dezember 2011

Description:
Die junge Lizzy wird von skrupellosen Sklavenhändlern entführt und in das ferne Wüstenreich Meridal verschleppt. Dort soll sie in einem Harem den Kriegern des Landes dienen. Mit List und der Hilfe neuer Freunde gelingt es Lizzy anfangs, sowohl von den Kriegern als auch von den Wächterinnen des Harems unbehelligt zu bleiben – aber mit jedem Tag wird ihre Situation aussichtsloser. Sie weiß nicht, dass ihr Vater Leon und der Gestaltwandler Ril, ihre heimliche Liebe, bereits unterwegs sind, um sie zu retten. Doch bei ihrer Ankunft geraten die beiden Männer sofort in tödliche Gefahr – denn Meridals Krieger sind eine nahezu unaufhaltsame Macht, und sie haben ihre Augen und Ohren überall.

Review:
Sowohl Leon und Ril, als auch Lizzy kennen wir bereits aus dem Vorgängerband Die Krieger der Königin. Hier erschuf die Autorin eine interessante und komplexe neue Welt, von der ich nicht dachte, dass sie diese noch übertreffen könnte. Aber mit Die Krieger der Königin. Falkenherz ist ihr das gelungen und sie zeigt uns eine komplett neue Welt in der Sylphen wieder andere Aufgaben übertragen bekommen haben. Es ist interessant diese neuen Abläufe kennen zu lernen und dabei geht auch die persönliche Beziehung zu den einzelnen Charakteren nicht verloren. Vielmehr bindet die Autorin auch neue Charaktere geschickt ein und bei einigen von ihnen reichen schon ein paar wenige Absätze um sie dem Leser näher zu bringen. In Meridal werden Sylphen über Nummern definiert und es wird ihnen ein einheitliches Aussehen vorgeschrieben. Dadurch ist es zwar nicht so einfach die Einzelnen unter ihnen voneinander zu unterscheiden, aber trotz ihrer Gleichheit konnten sie sich Eigenheiten erhalten. Die Gesellschaft ist gänzlich anders aufgebaut als in Lizzys Heimat, erfährt aber hier eine unglaubliche Wende, die mich wiederum neugierig zurücklässt und mich auch wünschen lässt, dass eine Verbindung zu Meridal aufrecht  erhalten wird.

War der Anfang noch eher ruhig, so hat mich der Schluss richtiggehend mitgerissen. Ein ruhiger Beginn an sich ist nichts Schlechtes, so wurden die Charaktere und ihre Geschichte dem Leser wieder in Erinnerung gerufen. Zudem erfährt man, dass seit dem Ende des 1. Teils sechs Jahre vergangen sind während derer Solie mit Hilfe von Hedu ihren ‚Stock’ festigen und ausbauen konnte. Das Kennenlernen der Gemeinschaft im neu gegründeten Sylphental hat mir dann aber doch etwas gefehlt und ich freue mich schon, wenn wir im nächsten Teil der Reihe wieder mehr von ihnen sehen. Neugierig erwarte ich die Veränderungen zu erleben, die in der Zwischenzeit vorgenommen worden sein müssen. Und wirkten Solie und Hedu im ersten Teil zum Teil noch jugendlich dürften die beiden eine ebenso unglaubliche und faszinierende Entwicklung durchgemacht haben, wie die Welt, die die Autorin erschaffen hat. Als einzigen anstrengenden Charakter empfand ich Justin, der für mich kaum Wichtigkeit hatte. Seine Rolle war nur eine kleine, aber mit seinem Auftreten hat er sich nicht beliebter bei mir gemacht. Eher das Gegenteil war der Fall und bis zum Schluss dachte ich, dass er die Aktion vermasseln könnte oder  es absichtlich tun würde. Man möchte meinen, dass er ein anderes Verhältnis zu den Kriegersylphen hat, da er jahrelang mit ihnen zusammengelebt hat, aber von seinem Vater, der im ersten Teil eine entscheidende Rolle einnahm, scheint er diesen Charakterzug nicht zu haben.

L.J. McDonald entführt uns hier auf eine Gefühlsachterbahn, die es wirklich in sich hatte. In dem einem Moment fühlte man sich noch glücklich, freute sich mit den Charakteren, und bereits im nächsten war man gefühlsmäßig ganz unten angelangt, wollte weinen, schreien, toben und sich dann auch verängstigt zurückziehen. Unseren Protagonisten wird es in keiner Weise leicht gemacht und vor allem Ril hat sehr unter den Entwicklungen zu leiden. Er liegt am Boden und wird noch getreten, er wird als Ding gesehen und nicht als ein Wesen, das Gefühle haben könnte, auf der anderen Seite gibt es durchaus Menschen, für die genau er wichtig ist und die sich um ihn sorgen. Er musste in vorherigen Kämpfen viel mitmachen und ist in seiner Kraft gebrochen und auch verunsichert. Das macht ihn aber umso sympathischer und hatte man ihn nicht schon längst in sein Herz geschlossen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Mit Ril gab es hier so viele ergreifende Szenen, die dem Leser auch die Tränen in die Augen treiben und wo man am liebsten in die Handlung eingreifen möchte. Nur die Hoffnung auf ein Happy End, auf eine Heilung von Lizzy ließ mein Leserherz ruhiger schlagen. Lizzy macht ebenfalls eine emotionale Entwicklung durch. Zwar nicht in dem Ausmaß, wie es bei Ril der Fall war, aber vom Mädchen wird sie nun zu einer jungen Frau, die Ril Auge in Auge gegenüberstehen kann. Diese gezwungene Trennung und die anschließenden Ereignisse brachten die beiden noch stärker zusammen und gerne möchte ich sie wieder sehen und mehr mit ihnen erleben.

Fesselnd und spannend, atemberaubend und mitreißend – L.J. McDonald konnte mich schon längst von sich überzeugen, aber mit Die Krieger der Königin. Falkenherz hat sie ein weiteres fantastisches Buch geliefert! Lesen und genießen, kann ich euch da nur empfehlen :)

Rating: B+

Vielen ♥-lichen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Buchinfos:
Taschenbuch, 416 Seiten
Published December 1st 2011 by Knaur TB
ISBN 9783426509470
Series: Sylph #2 (OT: The Shattered Sylph)

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Neuerscheinungen im Jänner 2012

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Unglaublich wie die Zeit vergeht, aber es ist tatsächlich wahr - man darf sich schon um die Neuerscheinungen aus 2012 Gedanken machen *yeah* Und ganz ehrlich? Wer hat noch nicht in den Verlagsvorschauen gestöbert und sich seine Favoriten heraus geschrieben? ;) Ich natürlich auch und hier möchte ich euch meine Favoriten bei den Neuerscheinungen im Jänner zeigen.

Review: Play Dirty by Lorie O’Clare

***Buchwunsch - Wunschbuch Review***

Description: 
Heartthrob bounty hunter Greg King knows how to work it--and he knows that he can have any woman he wants. But there's more to Greg than meets the eye...and he's still haunted by the memory of his beautiful, estranged wife. Much as he's tried to move on, he's never been able to stopped wondering why Haley left him. Or what he could have done to make their marriage better--and make her stay. After putting a vicious criminal behind bars, Haley King had no choice but to leave her loved ones behind and enter the witness protection program. Turns out that, in her new life, Haley has once again found herself in serious trouble--and needs help from the only person she can trust: her husband. Now, as old secrets threaten to tear them apart and danger closes in from all sides, it's up to Greg to keep Haley safe...and convince her that this time, he's playing for keeps.

Review:
Wer dem Buch unbedingt eine Chance geben und es noch lesen möchte, der sollte an dieser Stelle vielleicht besser aufhören zu lesen. Denn das hier wird keine schöne oder positive Rezension. Es waren einfach zu viele Aspekte dabei, die mich gestört haben. Und zum Teil ärgere ich mich auch über mich selbst. Denn hätte ich mir nur ein paar der vorhandenen Rezensionen zu diesem Buch angeschaut hätte ich es mir vielleicht anders überlegt und dieses Buch nicht haben wollen. Wieder eine Lektion gelernt bzw. vertieft, die ich schon lange verinnerlicht haben sollte. Ein Cover sollte halt doch nicht (nur) das Ausschlaggebende sein, wenn man ein Buch kauft. So wie hier bei Play Dirty – das Cover ist wirklich nicht schlecht, zudem die Kombination aus Muskeln und Motorrad. Zumindest ich konnte da nicht widerstehen. Der Klappentext, auch wenn er nicht wirklich richtig ist, aber dazu später noch mehr, verrät uns dann schon etwas mehr. Wir haben hier einen Kopfgeldjäger vor uns, dessen Frau ihn vor sechs Jahren verlassen hat um einen Drogendealer hinter Gittern zu bringen und ihre Familie dabei nicht gefährden wollte. Familie? Ja, ihre zwei Söhne. Die sind inzwischen den Kinderschuhen entwachsen und arbeiten mit ihrem Vater zusammen als Kopfgeldjäger, sie sind ja beide immerhin schon Mitte 20. Und da hat es schon angefangen, dieses merkwürdige Gefühl, das mich lange nicht loslassen wollte. Denn mit erwachsenen Kindern hatte ich absolut nicht gerechnet. An sich habe ich ja kein Problem mit Helden, die schon in ihren 40igern sind, aber hier wollte die Stimmung nicht wirklich stimmen.

Die Charaktere sind leider sehr lieb- und farblos gezeichnet. Überhaupt konzentriert sich das Augenmerk nur auf Greg und Haley, wobei es zwischen den beiden nicht mal einen Konflikt gibt, den es aufzuarbeiten gilt. Und obwohl ihre Söhne in den nächsten Büchern in den Vordergrund treten wurde hier kaum Vorarbeit geleistet für sie. Die beiden unterscheiden sich von der Persönlichkeit kaum voneinander und ich hatte hier leider keine Chance eine gefühlsmäßige Verbindung zu ihnen aufzubauen. Sie werden oft außen vor gelassen, Einsichten in ihre Gedanken und Überlegungen sucht man hier vergebens. Vielmehr stellt das Buch ein kurzes wieder zusammenfinden der Familie dar, danach konzentriert man sich auf dem Bösewicht. Dieser wiederum wirkte am Ende auf mich nur noch verrückt, diese Idee, die er umzusetzen wollte ließ mich das Buch noch merkwürdiger ansehen Für diese abgedrehte Idee war der Handlungsaufbau nicht konzipiert und ich hatte eher den Eindruck, dass dieser Aspekt erst zum Schluss eingearbeitet wurde. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber den klassischen Bösewicht wird man hier ebenfalls nicht finden.

Haley hat ihre Familie vor sechs Jahren verlassen, aus zugegeben guten Gründen, die aber bis auf ihren Ehemann niemand wusste. Als sie nun zurückkehrt wird sie aber mit offenen Armen aufgenommen. Ihre Söhne scheinen es ihr nicht böse zu nehmen, dass sie von Jetzt auf Gleich verschwunden ist und das ohne Erklärung. Noch bevor sie hier die Chance hat ihre Entscheidung zu erklären, wurde ihr schon verziehen und es war so, als wäre sie nie weg gewesen. Ganz ehrlich, aber wenn ich einen Elternteil für sechs Jahre nicht sehen würde, ohne Erklärung, eben noch da, dann weg und nun plötzlich doch wieder hier – ich würde wüten, toben, die Wahrheit verlangen und danach wäre ich immer noch distanziert, weil Vertrauen erst wieder aufgebaut werden muss. Von all diesen Gefühlen ist in Play Dirty nichts zu sehen, vielmehr wird Haley zur eifersüchtigen Ehefrau, die austickt als eine andere Frau ‚ihren’ Mann umarmt. Nach so langer Zeit ohne jeglichen Kontakt hat sie dazu wohl kein Recht mehr, wie ich finde. Von einer langsamen Sich wieder einander nähern und neu kennen lernen Phase bekommt man als Leser leider nichts mit.

Schlussendlich kommt noch dazu, dass auch der Klappentext den Leser in die Irre führt. Zum einen ist Greg gar nicht auf der Suche nach einer anderen Frau, zum anderen wusste er sehr wohl warum Haley gegangen ist, hat sie sogar aus der Ferne beobachtet. Davon, dass Greg Haley beschützen soll, er aber derjenige ist, der immer die medizinische Versorgung braucht fange ich gar nicht erst an.

Wie ihr jetzt leider mitbekommen habt, kann ein Cover mich noch so sehr ansprechen, gut gestaltet und ein Blickfang sein, ich lerne immer öfters, dass ich ihnen nicht mehr vertrauen kann, weil sie falsche Versprechen darstellen. Play Dirty kann durchaus ein gutes Buch sein, wenn die Herangehensweise die richtige ist. Für mich sollte es von Anfang an nicht stimmen und diesen Eindruck zu ändern gelang dem Buch leider nicht. Lorie O’Clare schaffte es leider nicht mehr mich für sich zu gewinnen. Der Handlungsablauf wirkt verwirrend und wird fast schon künstlich in die Länge gezogen. Erklärungen, die nicht unbedingt nötig gewesen wären, finden sich neben neuen Charakteren wieder, die mal eben vorgestellt werden, aber kaum Bedeutung haben. Hier und da noch eine S*exszene um dem Ganzen noch einen Hauch Erotik zu verleihen, zurück bleibt aber nur der Eindruck von ‚Thema verfehlt’. Ein fantastisches Cover, eine für mich Nervenstrapazierende Geschichte, Charaktere, die ich nicht ins Herz schließen konnte und ein Ende, das mich  nur den Kopf schütteln ließ – Play Dirty wird wohl mein erster und letzter Versuch gewesen sein Bücher von Lorie O’Clare zu lesen. Die Fortsetzungen wurden eben, trotz toller Cover, von der Wunschliste gestrichen und bei mir bleibt nur Enttäuschung zurück.

Rating: D

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 400 pages
Published September 28th 2010 by St. Martin's Paperbacks
ISBN 9780312372156
Series: The Bounty Hunters #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Blogparade: das war 2011

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Schon im letzten Jahr habe ich an der Blogparade zum Abschluss des Jahres mitgemacht und einen kurzen Blick zurückgeworfen, was buchtechnisch besonders in Erinnerung geblieben ist. Veranstaltet wird diese Blogparade von Katrin von BuchSaiten, heuer bereits zum 3. (für mich ist es das 2.) Mal :)


* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
Das Buch zählt für mich zwar nicht zu den Besten seines Genres, aber es hat mich einem neuen Genre näher gebracht, das mich das restliche Jahr begleitet hat und das wohl noch weiterhin tun wird. Ashes, Ashes von Jo Triggiari (*Review*) war die erste Dystopie, die ich heuer und überhaupt gelesen habe. Aber sie sollte nicht die Letzte bleiben und es folgten noch so einige weitere. Trotzdem wird dieses Buch für mich immer den Einstieg in diese Welt bedeuten und hat sich damit eine Erwähnung hier verdient.  

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Viele werden jetzt vielleicht aufschreien und fragen, wie ich das nur kann, aber hier muss ich leider Kiss of Snow von Nalini Singh nennen. Versteht mich nicht falsch, das Buch und die Charaktere sind fantastisch und ich habe die Geschichte sehr genossen, aber leider erst bei einem Reread. Beim ersten Mal lesen war die Enttäuschung leider größer als die Freude es endlich lesen zu können. Ich hatte mir von den Charakteren einfach etwas anderes erwartet bzw. waren mir die Nebencharaktere diesmal zu präsent und haben von dem eigentlichen Paar über das ich lesen wollte zu viel abgelenkt. Und obwohl ein Reread mich meine Meinung zum Buch selbst ändern ließ, so steht es in dieser Kategorie leider recht weit oben. Wenn ihr übrigens mehr zu dieser Widersprüchlichkeit und meinem inneren Kampf mit diesem Buch wissen möchtet, dann könnt ihr jetzt schon neugierig sein auf die Rezension, die bald online gehen wird ;) 

* Welches war meine persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Die Autoren-Neuentdeckung war für mich Gail Carriger. Mit ihrer Parasol Protectorate Serie hat sie mir ebenfalls ein neues Genre näher gebracht bei dem ich im Vorhinein überhaupt nicht wusste, ob es etwas für mich sein könnte. Mit Steampunk konnte ich vorher kaum etwas verbinden, jetzt möchte ich diese Autorin nicht mehr missen und werde sicherlich weitere Bücher von ihr lesen. Sie hat es geschafft mir das viktorianische Zeitalter näher zu bringen, von dem ich mich bis dahin nie angesprochen fühlte.  

* Welches war mein Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Das Jahr 2011 war für mich auch das Jahr der Cover. Noch nie vorher habe ich mich so von ihnen beim Kauf beeinflussen lassen, zugleich habe ich das Gefühl, dass es noch nie so schöne, detaillierte und liebevoll gestaltete Cover gab. Die Verlage haben sich so bemüht und sich immer wieder gegenseitig übertroffen, sodass einige wunderschöne Cover in Erinnerung bleiben und einen Platz im Regal gefunden haben. Ich habe mich jetzt mal für ein Cover eines der Bücher entschieden, die ich heuer auch gelesen und geliebt habe (wobei diese Autorin auch eine Erwähnung als Neuentdeckung des Jahres verdient hätte!).


Einfach, klar und deutlich und doch spiegelt es auch die Geschichte und die Gefühle darin perfekt wieder. Ein Cover, das zeigt, dass man nicht loslassen möchte, aber es muss. Es zeigt den Weg dahin und die Gefühle, die damit verbunden sind. Für mich ist es eine tolle Kombination und passt perfekt zum Inhalt *träum*. 

* Welches Buch willst du unbedingt in 2012 lesen und warum?
Alleine 92 deutsche Bücher befinden sich momentan auf meinem Wunschzettel für 2012, da fällt mir eine Auswahl natürlich gar nicht leicht. Unabhängig von all den Reihenfortsetzungen möchte ich aber sehr unbedingt Daughter of Smoke and Bone lesen, ob in der deutschen oder englischen Fassung weiß ich noch nicht, aber es wird definitiv den Weg zu mir finden. Nicht nur das Cover konnte mich vom ersten Moment an von sich überzeugen, nein auch der Klappentext liest sich sehr viel versprechend und die Neugierde ist schon seit Langem sehr groß. Die vielen positiven Stimmen unterstützen das nur noch und so wird es nicht mehr lange dauern, bis auch ich mich davon überzeugen kann!

Liebe Katrin, erneut hat es mir viel Spaß gemacht an deiner Blogparade teilzunehmen, auch wenn mir die Auswahl heuer fast noch schwerer erschien als im letzten Jahr *g* und ich möchte mir nicht vorstellen, wie es dann erst im nächsten wird ;)
Auf jeden Fall war es schön all die Bücher noch mal kurz in Erinnerung zu rufen und zu sehen, dass 2011 eigentlich ein wirklich schönes Jahr war. Ich hoffe, dass es 2012 so toll weitergeht und wünsche auch dir alles Gute!
Melanie

♥♥♥ Merry Christmas ♥♥♥

Samstag, 24. Dezember 2011

Meine Schneemannfigur

Die letzten Wochen waren für viele sicherlich stressig und nochmal eine Herausforderung, bei mir war es das auf jeden Fall während der letzten Tage, aber nun können wir uns alle auf hoffentlich erholsame Weihnachtsfeiertage freuen.
Ich möchte euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben und ein ganz braves Christkind wünschen, das eure Wünsche erfüllt  :) Genießt die freie und ruhige Zeit und lasst es euch einfach gut gehen!

In diesem Sinne: Merry Christmas :)

eure Melanie

[Geheimes Gewinnspiel] Und gewonnen hat...

Freitag, 23. Dezember 2011

Als kleines Dankeschön für eure Rückmeldungen zum Thema Vorsätze für das neue Jahr möchte ich nun eine Gewinnerin küren. Wie? Was? 'Eine Gewinnerin' fragt ihr euch? Ach, davon wusstet ihr ja noch gar nichts *g*
Jede/jeder, die mir bis einschließlich gestern (22.12.) einen Kommentar hier zu einem der Postings oder per Email abgegeben hatte zum Thema Vorsätze fürs neue Jahr kam eben in denLostopf meines geheimen Gewinnspiels rein. Damit möchte ich mich bei euch für euer Feedback und auch für ein tolles Jahr 2011 bedanken!

Und eine von euch darf sich nun über eine vorweihnachtliche Überraschung freuen - nämlich ein Wunschbuch (TB) im Wert von bis zu 10 Euro, das ich für sie bestelle. Bis morgen wird es wohl nicht mehr ankommen bei der Gewinnerin, aber ein Weihnachtsgeschenk bleibt es trotzdem :)

Ich habe mich für die Auslosung per Random.org entschieden und folgende Personen sind im Lostopf gelandet:
1. Fabella
2. Jasmin von Colliding Worlds
3. Animasoul (per Email)
4. Sabine
5. Mareike
6. Andrea
7. Anorielt
8. Hermia
9. Ami Li Misaki
10. Charlousie 

Die glückliche Gewinnerin ist...

*trommelwirbel*

Ami Li Misaki

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

Schick mir doch bitte bis spätestens 26.12.2011 eine Email an booksforalleternity @ gmail . com (ohne die Leerzeichen) mit deinem Wunschbuch, Name und Adresse und dein Gewinn kann sich auf den Weg zu dir machen :)

Bei euch allen möchte ich mich ganz herzlich fürs Kommentieren bedanken, ich werde mir jetzt auch so meine Gedanken zum Thema machen und dann lasst euch einfach überraschen, was das neue Jahr mit sich bringt!
liebe Grüße, Melanie

Review: Drei Wunder by Alexandra Bullen

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Description:
Wenn du alles haben könntest, was würdest du dir wünschen? Stell dir vor, du hast alles verloren, was dir lieb und wichtig war. Du bist einsam und unglücklich. Und zu allem Überfluss auch noch unglücklich verliebt. In einen Jungen, der eine andere hat. Und dann bekommst du drei magische Kleider geschenkt, jedes von ihnen kann dir einen Wunsch erfüllen. Leider ist das mit dem Wünschen ist gar nicht so einfach. Denn kann gewünschte Liebe überhaupt echte Liebe sein? Eine Geschichte über die magischen Momente des Lebens direkt aus der Wunschschneiderei.


Review:
Von Teilnahmslosigkeit zu einem Leben, in dem man wieder Freude spüren kann. Olivia macht in Drei Wunder eine große gefühlsmäßige Entwicklung durch und wird fast zu einem neuen Menschen. Nicht mehr nur die Mitläuferin, Außenstehende und Schüchterne, sondern sie lernt neben anderen Charakteren bestehen zu können. Ein schwerer Schicksalsschlag hat ihr Leben und das ihrer Eltern von einer Minute auf die andere verändert. Um neu anzufangen sind sie in eine neue Stadt gezogen, doch Olivia fällt es nicht leicht loszulassen. Sie klammert sich an Erinnerungen und an „was wäre wenns“, wie es wohl jeder in dieser Situation machen würde.

Drei Wunder ist eine Geschichte voller Gefühl, mit einer Protagonistin, die mit sich selbst ausmachen muss wie ihr Leben weitergehen soll. Von ihren Eltern kann sie in dieser Situation kaum Unterstützung erwarten, sind diese damit doch selbst überfordert und kämpfen um ihr seelisches Überleben. Olivia wird hier zum Mittelpunkt dieser Welt, viele Szenen beschäftigen sich mit ihren Gefühlen, Ängsten und Träumen. Die Nebencharaktere sind zwar interessant gestaltet, können aber nicht wirklich überzeugen. Sie wirken eher wie Beiwerk, das nötig ist um die Geschichte facettenreicher zu machen. Der süße Typ, das beliebteste Mädchen an der Schule und der merkwürdige Nachbarsjunge – sie alle stellen neue Bereiche in Olivias Leben dar, die sie erst noch vereinen muss, sind dabei aber nach dem Klischee gezeichnet. Zudem geht der Großteil der Freundschaft von Seiten der anderen aus, Olivia muss nur noch zugreifen und wirkt damit für meinen Geschmack leider viel zu passiv. Andere Charaktere bestimmen den Weg, den sie geht und was sie macht, wobei das mit dem ersten Eindruck den man von ihr erhält nicht in Einklang gebracht werden kann.

Die Wünsche selbst spielen leider gar nicht so die Rolle, wie ich es mir vorgestellt hatte. Um ehrlich zu sein, hatte ich auf eine Geschichte wie „As You Wish“ gehofft, denn vom Konzept her hörte sich die Idee doch ähnlich an. In Drei Wunder helfen die Wünsche Olivia vielmehr dabei ihren Weg aus diesem Schmerz zu finden in dem sie sich befindet, Freundschaften zu schließen und Vertrauen in das Leben selbst zu finden. Sie lässt sich nicht zu irgendwelchen unbedachten Wünschen hinreißen, möchte mit diesen auch nicht die Welt verändern, sondern es sind ‚kleine’ Dinge, die sie sich von Herzen wünscht. Zumindest der Erste. Denn dieser hat noch den größten Einfluss auf sie, während der letzte den Abschluss ihres Weges darstellt. Offene Fragen haben sich mit diesem beantwortet und sie ist bereit nach vorne zu sehen.

Die gesamte Geschichte über war recht ruhig und ohne große Gefühlsausbrüche, erst das Ende hat mir Tränen in die Augen getrieben und mich ganz für sich eingenommen. Hier beweist Alexandra Bullen, dass sie es doch vermag ihre Leser in den Bann zu ziehen. Hatte ich zu Beginn des Buches eher den Eindruck nicht in die Geschichte zu finden, so konnte sich dieser zum Glück  nicht gänzlich bestätigen. Und doch kommt dieser Wandel an einer zu späten Stelle, man hat sich längst seine Meinung zu diesem Buch gemacht, von der man nur schwer wieder abzubringen ist.

Alles in allem ist dieses Buch die perfekte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag, wenn man sich nichts zu Anspruchsvolles wünscht. Für Jugendliche und Erwachsene zwar lesenswert, aber die ganze Geschichte hätte auch ohne die Wunschkleider bestehen können und würde sich damit in eine Reihe weiterer YA Bücher einreihen und sich von diesen kaum abheben. Ansonsten bleibt die Welt leider zu oberflächlich und unberührt. Die Autorin hat noch ein weiteres Buch geschrieben, in dem Kleider Wünsche erfüllen können (Drei Wunder zum Glück), wobei die Bücher inhaltlich aber nicht zusammen gehören. Einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Geschichte gab es zum Ende von Drei Wunder zu lesen, zu mir wird dieses Buch eher nicht finden, dafür konnte mich diese Geschichte hier zu wenig überzeugen.

Rating: C

Buchinfos:
Hardcover, 377 Seiten
Published August 4th 2010 by Fischer
ISBN 9783596854066
Series: Wish #1 (OT: Wish)

Inhalt und Cover © Goodreads.com

In eigener Sache...

Mittwoch, 21. Dezember 2011

2012 soll auch für Books for all Eternity Veränderungen, oder nennen wir es Verbesserungen, bringen und wie diese aussehen werden/sollen könnt ihr mitbestimmen. Einige Ideen habe ich schon, die ich über die Feiertage bis Neujahr umsetzen möchte, u.a. sind das auch ein paar technische Details, die ich verfeinern möchte. Nun will ich meinen Lesern die Möglichkeit zu einem kurzen Feedback geben, ihr sollt die Chance haben an den Entscheidungen beteiligt zu werden.

Was gefällt euch besonders gut an meinem Blog? Was soll auf jeden Fall so bleiben?
Von welchen Dingen wünscht ihr euch mehr? Oder gibt es auch Beiträge, die euch nicht interessieren und auf die ihr verzichten könntet?
Was gibt es bei mir noch nicht, aber ihr würdet es gerne sehen?
Gefallen euch meine Beiträge oder sind sie zu lang? Wie sieht es mit der Regelmäßigkeit beim Posten aus?
Wärt ihr z.B. auch an Reviews interessiert, die auf englisch geschrieben sind oder gibt es eh schon zu viele englische Bücher, die ich rezensiere?
...
Zu diesen Themen und vielen mehr würde ich gerne eure Meinung hören, die ihr bitte HIER oder direkt hier unter diesem Posting kundtun könnt. Zeit dafür möchte ich euch gerne noch bis einschließlich morgen geben, damit ich über die Weihnachtsfeiertage Zeit habe darüber nachzudenken und an der Umsetzung zu arbeiten.

Mich freut es natürlich sehr, dass euch mein Blog so wie er ist so gut gefällt - negative Rückmeldungen habe ich nämlich noch keine erhalten *yeah* Und ich verlange auch gar nicht nach negativer Kritik (oh Gott, wer wäre ich denn *g*), aber wenn ihr mir ein paar Worte zu diesen Überlegungen hierlassen würdet wäre das ein schönes Geschenk für mich :)
liebe Grüße, eure Melanie

Review: Bumped by Megan McCafferty

Dienstag, 20. Dezember 2011

Description:
When a virus makes everyone over the age of eighteen infertile, would-be parents are forced to pay teen girls to conceive and give birth to their children, making teens the most prized members of society. Sixteen-year-old identical twins Melody and Harmony were separated at birth and had never met until the day Harmony shows up on Melody’s doorstep. Until now, the twins have followed completely opposite paths. Melody has scored an enviable conception contract with a couple called the Jaydens. While they are searching for the perfect partner for Melody to bump with, she is fighting her attraction to her best friend Zen, who is way too short for the job. Harmony has spent her whole life in religious Goodside, preparing to be a wife and mother. She believes her calling is to bring Melody back to Goodside and convince her that “pregging” for profit is a sin. But Harmony has secrets of her own that she is running from. When Melody is finally matched with the world-famous, genetically flawless Jondoe, both girls’ lives are changed forever. A case of mistaken identity takes them on a journey neither could have ever imagined, one that makes Melody and Harmony realize they have so much more than just DNA in common.

Review:
Ok, wo bin ich denn da bitte schön gelandet? – Dabei handelt es sich um meinen ersten spontanen Eindruck, denn ich nach dem ersten Kapitel von Bumped hatte. Eine 16-Jährige ist gerade dabei einen Babybauch aus- bzw. anzuprobieren um schon mal zu sehen, wie ihr dieser später stehen wird, wenn entschieden wurde, mit dem sie ein Kind zeugen soll. Kinder zeugen und austragen kann man in dieser von Megan McCafferty geschaffenen Welt nur noch bis man 18 wird. Danach ist es nicht mehr möglich, so dass viele Erwachsene darauf angewiesen sind, dass Teenager das übernehmen. Diese geben das Baby nach der Schwangerschaft an die neuen Eltern ab, sichern sich im besten Fall ihre eigene Zukunft damit (Ausbildung, Auto, Geld etc.) und Medikamente während der Schwangerschaft sollen bereits verhindern, dass man eine Beziehung zum biologischen Kind aufbaut.

Melody konnte über einen Agenten einen sehr guten Vertrag ausarbeiten für ihre Schwangerschaft und wartet jetzt nur noch darauf, den perfekten ‚Paarungspartner’ zugeteilt zu bekommen. Denn mehr ist das nicht, Gefühle haben in dieser Beziehung keinen Stellenwert, der zukünftige Samenspender soll sogar so viele Mädchen wie möglich schwängern bevor er dazu nicht mehr fähig ist. Andere Jugendliche haben es weniger gut getroffen und ihre Gene sind kaum gefragt, wenn es darum geht das perfekte Baby zu schaffen. Nun werden Kinder nach der Geburt zu neuen Eltern gegeben, Zwillinge schon mal getrennt und genau das geschah mit Melody und Harmony. Und hier kommt Harmony nun ins Spiel – sie wuchs in einer religiösen Gemeinschaft auf, glaubt fest an Gott und an einen tiefen Sinn im Leben. Als sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat macht sie sich auf diese zu finden mit der Absicht sie in ihre Gemeinschaft zu bringen. Doch was sie in der Welt außerhalb dieser Gemeinschaft erleben wird, verändert nicht nur ihre Ansichten, sondern auch ihre Zukunft. Zum Schluss wird nichts mehr so sein, wie man es am Beginn noch vermutet hat.

Megan McCafferty hat hier ein recht interessantes Thema für ihre Geschichte gewählt, auch wenn ich mich erst noch an den Gedanken gewöhnen musste, dass für Teenager plötzlich schwanger zu sein das Wichtigste ist. Umso mehr Kinder man bekommt und diese dann abgibt umso besser steht man in der Gesellschaft anscheinend da. Das wirkt zu Beginn sehr befremdlich und bis jetzt konnte ich mich mit dieser Idee nicht ganz anfreunden. Dennoch schafft es die Autorin im Laufe des Buches auch Konflikte aufzuzeigen und lässt ihre Charaktere eine Entwicklung durchlaufen, die sie zum Schluss hin nicht mehr ganz so naiv erscheinen lässt. Leider brauchte ich diesmal vergleichsweise lange um mich in dieser Welt auszukennen. Erklärungen werden einem nicht unbedingt direkt geliefert, vieles muss man zwischen den Zeilen bzw. aus den Gesprächen herauslesen. Zudem wird die Geschichte abwechselnd aus Melodys oder Harmonys Blickwinkel erzählt, was man am Beginn eines jeden Kapitels erfährt. An diese Blickwechsel gewöhnt man sich zwar bald, aber ich musste lange überlegen, wer von beiden nun wer ist. Die Namenswahl war dabei wenig hilfreich, denn noch ähnlicher können sich Namen wohl kaum sein.

Das Buch besteht aber nicht nur aus diesem ernsten Thema, sondern hat auch einen humorvollen Unterton, der für meinen Geschmack aber leider noch zu wenig herausgearbeitet war. Die Tatsache, dass Melody kaum darüber Bescheid weiß, wie ein Kind gezeugt wird, sie aber alles in ihrem Leben darauf ausgerichtet hat möglichst bald schwanger zu werden hat schon seine traurige Komik. Andere Charaktere weisen da mehr Feingefühl und Humor auf, wobei man ihnen doch allen anmerkt, dass sie Teenager sind, egal wie sehr sie denken erwachsen zu sein. Erwachsene selbst spielen in dieser Welt kaum eine Rolle, auch die Eltern werden zur Seite geschoben, sind gerade unterwegs und nehmen damit auch kaum Einfluss auf das Leben ihrer Kinder.

Die Titelwahl ist ja auch ungewöhnlich ausgefallen, wenn man den Inhalt der Geschichte bedenkt. Andererseits zeigen die Titel bereits, dass nichts am Thema Kinder bekommen in dieser Welt mit einer Gefühlsbindung gleichgesetzt wird. Im Großen und Ganzen wirkt diese Welt noch nicht richtig ausgereift, nicht bis zum Schluss durchdacht und hat sicherlich noch Bearbeitungsbedarf. Wegen dem für mich merkwürdigen Anfang und der Zeit, die ich brauchte um mich in der Geschichte zurecht zu finden (und auch wegen dem verwirrenden Gefühl, dass ich die Geschichte immer noch nicht richtig einschätzen kann) vergebe ich diesmal nur eine C- Wertung. Die Fortsetzung werde ich dennoch im Auge behalten, denn grade das Ende von Bumped hatte doch eine schöne Wende und wenn es so weiter geht, wie die letzten Kapitel waren, dann möchte ich auf jeden Fall noch mehr lesen. Übrigens erscheint die Fortsetzung Thumped bereits im April nächsten Jahres, das ist wirklich nicht mehr allzu lange hin.

Rating: C-

Buchinfos:
Paperback, 336 pages
Published August 4th 2011 by Corgi Childrens
ISBN 9780552565394
Series: Bumped #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

[Adventlesen] Der 4. Advent

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ist das zu glauben, wir haben schon den 4. Advent!! Für mich fühlt es sich bei Weitem noch nicht so an und auch wenn ich mich schon auf Weihnachten freue, frage ich mich doch wo die letzten Wochen samt weihnachtlicher Stimmung geblieben sind. Natürlich war ich schon fleißig Geschenke einkaufen und habe diese Woche auch noch mal Kekse nachgebacken, weil einige Sorten schon fast weggegessen waren, aber das Wetter irritiert mich viel zu sehr. Es ist sonnig, es ist vergleichsweise warm, es ist föhnig. Alles wirkt vielmehr wie im Frühling und jetzt soll Weihnachten kommen? Gegen ein bisschen Schnee hätte ich nichts einzuwenden, damit sich bei mir gefühlsmäßig Weihnachten durchsetzen kann. Na mal abwarten, was die nächste Woche dahingehend so mit sich bringt ;)

Wie gesagt habe ich diese Woche meine Freizeit zu einem großen Teil wieder in der Küche verbracht und für meine Lieben gebacken, aber wenn man sieht, wie es allen schmeckt, dann mach ich das gerne. (auch wenn es jetzt wieder für ein Jahr reicht *g*) Zudem hatte ich in den letzten Tagen die Möglichkeit mit in einem weihnachtlichen Buch zu verlieren und abseits der Kurzgeschichten, die ich gelesen habe, nun eine längere Geschichte dazu zu lesen. Ich habe das Buch erst vor Kurzem geschenkt bekommen, aber vom Titel her war es wirklich perfekt für die Adventlesen-Aktion und daher musste es nicht lange in den SuB ziehen. Für eine eigene Rezension reicht es zwar nicht, aber trotzdem möchte ich euch meine Gedanken zu dem Buch nicht vorenthalten:

The Cat Who Came For Christmas by Cleveland Amory
'Twas the night before Christmas when a bedraggled stray white feline entered the home, and heart, of Cleveland Amory. At first the relationship seemed a clash of two stubborn wills, but despite the battles, Polar Bear did finally recognize his new name, while he settled into a comfortable friendship. A delightful true tale for anyone who has ever been owned by a cat or any pet.

Die Weihnachtszeit ist immer eine besondere Zeit und hält so manche Überraschung bereit. Auch für Cleveland Amory, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, wie sich sein Leben ändern wird, als er einer Katze bei sich Zuflucht gewährt. War es Anfangs noch gar nicht dauerhaft gedacht, so kamen die beiden überein es doch mal miteinander zu versuchen. Mit diesem Buch hält er diese Geschichte fest und teilt sie mit seinen Lesern. Vom ersten Kennelernen, über die Namenssuche weiter über so manches Abendteuer bis hin zu einer Bestandsaufnahme, wie es ein Jahr später aussieht - das und vieles mehr darf man auf 250 Seiten miterleben. Dabei bleibt es nicht bei Alltagsgeschichten, nein der Autor bringt auch immer wieder geschichtliche Fakten oder Statistiken mitein und kann auf diese Weise so machen Katzenliebhaber sicherlich noch überraschen bzw. im Neues mitteilen. 

Polar Bear strahlt ebenso viel Persönlichkeit aus, wie unser Protagonist, der ihm ein Zuhause bietet. Ihre Geschichte liest sich flüssig und auch wenn ich es stellenweise ein wenig übertrieben fand, so war der überwiegende Teil der Geschichte doch süß und ließ sich rasch lesen. Im Großen und Ganzen war das Buch ganz nett und auch unterhaltsam zu lesen, aber als Weihnachtsbuch würde ich es jetzt nicht einstufen. Weihnachten selbst spielt nur eine kleine Rolle, vielmehr kann das Buch aber mit Sicherheit Katzenliebhaber begeistern, die sich in vielen der dargestellten Situationen wieder finden dürften. Da ich keine Katze habe und auch nie eine hatte, kann ich so manche Anekdote leider nicht ganz nachvollziehen. Im Vergleich zu den weihnachtlichen Kurzgeschichten, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, reiht es sich Wertungsmäßig mit einem C bei den anderen ein. Es ist zwar deutlich länger in Bezug auf die Seitenanzahl, aber in Hinsicht auf die weihnachtliche Stimmung tritt es leider nicht in den Vordergrund. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und einen schönen Nachmittag damit verbracht.

***
Ich wünsche euch allen noch einen schönen 4. Advent und hoffe, ihr seid bereits in Weihnachtsstimmung. Ich drücke euch die Daumen, dass die letzten Tage vor Weihnachten nicht allzu stressig werden und ihr sie stattdessen genießen könnt :)
liebe Grüße, Melanie

[Reading Challenge] Anthologie Challenge 2012

Freitag, 16. Dezember 2011


Reading Challenges sollen ja eine Herausforderung an einen selber sein und nicht welche, die man sowieso ganz locker schaffen sollte. Das ist halt meine Einstellung dazu und deshalb möchte ich mir auch für das nächste Jahr Herausforderungen vornehmen, die jene Bücher zum Thema haben, die ich normalerweise wenig oder gar nicht lese. Für den Anfang habe ich mich für die Anthologie Challenge von fantastische Bücherwelt entschieden.

Das ist für mich eine doppelte Herausforderung, da ich Anthologien sonst kaum lese. Die Geschichten darin sind mir meistens viel zu kurz und leider oft auch zu oberflächlich. Da vergeht mit dann der Spaß am Lesen und neue Autoren habe ich so für mich auch noch  nicht entdeckt. Aber da man nie auslernt möchte ich mir ein paar Anthologien fürs nächste Jahr vornehmen. Positiver Nebeneffekt bei dieser Challenge ist, dass man zusätzlich zur Anthologie noch ein weiteres Buch einer der vorgestellten AutorInnen lesen soll. Das wäre für mich dann wirklich eine Chance neue Autoren zu entdecken. Für weitere Informationen schaut doch einfach bei fantastische Bücherwelt vorbei und die Regeln kopier ich mal hierher. 



* die Challenge läuft vom 01.01. – 31.12.2012
* gelesen und rezensiert werden sollen 5 Anthologien + 5 Bücher von Autoren, die in den gelesenen Anthologien vertreten sind.
* ein Einstieg ist auch unterm Jahr noch möglich.
* die Links zu den Rezensionen sollen per Email an mail(at)fantastische-buecherwelt.de geschickt werden.
* wie man möchte kann man vorher eine Liste der Bücher anlegen oder spontan entscheiden was man liest. 

Also, ich bin dabei :) Wobei ich noch keine Ahnung habe, welche Anthologien ich lesen werde. Naja bis auf eine *g* im Februar erscheint ja eine von Nalini Singh, die ich mir nicht entgehen lassen möchte. 
Ansonsten freue ich mich über jeden Tipp, den ihr mir geben könnt. Welche Anthologien lohnen sich wirklich und sind vielversprechend? Gerne auch anders herum, von welchen Anthologien soll ich lieber die Hände lassen, weil sie die Lust an einer neuen Reihe eher vermiesen würden?
liebe Grüße, Melanie 
und vielleicht sieht man sich bei der Challenge ja wieder ;)

PS: die Auflistung der gelesenen Bücher wird sowohl hier in diesem Posting nachgetragen, als auch auf meiner Reading Challenge Seite.

Review: Delirium by Lauren Oliver

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Description:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.


Review:
Die Liebe ist eine Krankheit und wird in Lauren Olivers Welt auch als solche behandelt und man versucht sie auszurotten. Keinen Schmerz mehr zu fühlen hört sich erstmal ganz interessant an, aber schon bald wird man feststellen, dass man ohne Liebe auch keine glücklichen Momente erkennen kann, dass Freundschaft an Wert verliert und Zuneigung nicht mehr vorhanden ist. Zudem verlieren jene Charaktere, die sich dem Eingriff unterzogen haben um von der Liebe befreit zu werden, an Gefühlstiefe, wirken kalt und steif. Eine Beziehung konnte ich zu keinem von ihnen aufbauen, einzig Lena, Alex und Hana erscheinen mir wie richtige Menschen, die noch zu Gefühlen fähig sind. Und die süße kleine Grace, die mir ebenfalls schnell ans Herz gewachsen ist und die ich unbedingt wieder sehen möchte.

Lauren Olivers Schreibstil ist flüssig und ruhig, es gibt kaum Gefühlsausbrüche auch wenn man ein paar Mal die Luft anhält vor lauter Spannung. Aber rückblickend gesehen sind diese Momente rar gesät und gleichen das Dahinfließen der restlichen Handlung nicht aus. Die Zukunft verliert für Lena immer mehr an Wichtigkeit, sie denkt nur noch an die Zeit, die sie mit Alex verbringen kann. Ob sie sich für den Eingriff entscheiden soll oder wie dieser ihr Leben verändern könnte, wird für sie mit fortschreitender Geschichte immer unwichtiger. Dazu kommt noch, dass ich nicht herauslesen konnte, warum die Gesellschaft diese Entwicklung durchgemacht hat. Warum wurde Liebe als Gefahr gesehen und was war der entscheidende Moment für einen solchen Wandel? Das sind leider Fragen, die (noch) unbeantwortet bleiben. Die Grundidee gefiel mir zwar, aber an der Umsetzung sollte es dann scheitern. Die Handlung selbst wurde erst zum Schluss hin spannender und rasanter und während ich vorher keine Probleme damit hatte das Buch auch mal zur Seite zu legen, so wollte ich es dann nicht mehr aus der Hand geben. Leider waren es zu wenige Kapitel, die mich so fesseln konnten. Und das Ende kann auch kaum etwas an der Bewertung des Buches ändern. Dafür war es zu kurz und zu schnell vorbei um bei einem Buch von rund 400 Seiten eine Wende darzustellen.

Das Ende an sich hätte ich so gar nicht erwartet, es lässt mich aber auch traurig zurück. Jenen Lesers, die neugierig auf das Buch sind, aber nicht erneut eine Reihe beginnen möchten, kann ich sagen, dass Delirium durchaus ein Ende hat, das als solches so stehen bleiben kann, wenn man auch nicht unbedingt zufrieden damit ist. Gefällt einem die Geschichte nicht so bleibt man trotzdem nicht ungeduldig wartend und nervös zurück, sondern kann das Buch mit einem ruhigen Gewissen für sich beenden. Zum Aspekt der Dystopie möchte ich hier noch erwähnen, dass er mir kaum aufgefallen wäre und ich nicht verstehe, wieso man Delirium als Dystopie vermarkten musste. Es gibt viele tolle Dystopien, Delirium zählt für mich da leider nicht dazu und wäre ohne dieses Element wohl besser dran gewesen bzw. hätte es dann die richtige Leserschaft gefunden. Für mich nur ein weiterer Punkt, der negativ auffällt und mir weitere Bücher der Autorin momentan nicht besonders schmackhaft macht.

Im Original wird die Reihe mit Pandemonium im März 2012 fortgesetzt, Band 3 müsste dann im Februar 2013 erscheinen (das ist der vorläufige Erscheinungstermin!). Termine für die Übersetzungen stehen wohl noch nicht fest, aber ich für alle Fans der Geschichte hoffe, dass sie nicht allzu lange warten müssen. Ob ich die Fortsetzung lesen werde kann ich jetzt noch nicht sagen. Das Ende war zwar wie schon gesagt durchaus ein Ende, wenn auch ein trauriges, aber wirklich wissen muss ich nicht wie es weitergeht. Bei mir wird es sich wohl erst dann entscheiden, wenn es soweit ist und wird davon abhängig sein, wie groß die Neugierde noch ist und an wie viel ich mich vom Inhalt her noch an Delirium erinnern kann.  

Rating: C-

Buchinfos:
Hardcover, 400 pages
Published November 2011 by Carlsen Verlag GmbH
ISBN 9783551582324
Series: Delirium #1 (OT: Delirium)

Inhalt und Cover © Goodreads.com