Review: Stormwalker by Allyson James

Donnerstag, 26. Januar 2012

***Buchwunsch - Wunschbuch Review***

Description:
Half-Navajo Janet Begay possesses extraordinary power which is tied to the storms that waft across the desert. The only person who can control her when she's caught in the storm's evocative power is Mick, a dark-haired, blue-eyed biker Janet can't seem to touch with her powers. He can wield fire and not get burned, and Janet's never sure where he goes when they're not together. Together they investigate mysterious disappearances, which Janet fears are tied to her mother's people, the mythical gods from below the earth. They are helped along the way by Coyote and Crow, but these shapeshifting gods have their own agendas.

Review:
Ich mochte schon Rachel Caines Weather Warden Serie sehr gerne und als ich Allyson James Stormwalker zum ersten Mal gesehen hatte, fühlte ich mich sofort davon angesprochen. Erneut scheint das Wetter eine wichtige Rolle im Buch einzunehmen und kann von der Protagonistin zu ihrem Willen beeinflusst werden. Allyson James hat es hier nur noch etwas beschränkt, denn Janet ist ein Stormwalker, kann also Stürme beeinflussen und im Zuge dessen auch Blitze und Regen, wenn sie zum Sturm gehören. Ohne einen Sturm in der Nähe ist sie aber menschlich und damit auch hilflos gegenüber anderen Kreaturen. Da wären noch Götter zu nennen, Gestaltwandler, Nightwalker (also Vampire), Drachen und viele mehr. Also eine bunte Mischung an paranormalen Gestalten, die diese Welt ansprechend machen. Im Beneath, jener Ebene unter der Erde, finden sich noch weitere Geschöpfte, die unbedingt nach oben dringen möchten um dort ihr Unheil zu vollbringen. Janets Mutter ist eines davon und Janet möchte sich nun dieser Konfrontation stellen. Allyson James hat hiermit also eine wirklich facettenreiche und interessante Welt erschaffen und mit Stormwalker eine gute Grundlage gelegt. Man fühlt sich von den einzelnen Aspekten nicht überfordert und sieht diese Welt recht klar vor sich. In den nächsten Büchern wird es wohl noch Vertiefungen geben, aber für jetzt hat die Autorin ein tolles Mittelmaß gefunden zwischen Faszination, Action und Spannung.

Kämpfe und Auseinandersetzungen stehen hier auf der Tagesordnung und man darf sich kaum Ruhe gönnen, denn der nächste Kampf steht schon bevor. Und doch gibt es auch ruhigere Szenen, in denen wir die Charaktere besser kennen lernen und sie auch zärtlich und einfühlsam erleben. Die Beziehung zwischen Janet und Mick würde ich aber nicht als eine zärtliche bezeichnen. Er möchte sie zwar beschützen, aber ihre Aufeinandertreffen in und außerhalb des Bettes sind immer sehr prickelnd und sexy. Zudem bringt die Autorin hier noch ein weiteres interessantes Element mit ein, nämlich die Geschichte der Native Americans bzw. deren Kultur und Glaube. Immer wieder geht sie auf diese Werte ein und macht sie zu einem Bestandteil dieser Geschichte. Ich hoffe, dass dieser Aspekt in den Nachfolgebänden ebenso aufgegriffen und vielleicht sogar noch vertieft wird. Interessant wäre es auf jeden Fall und für mich ein weiterer Anreiz die Reihe weiter zu lesen.

Mit Janet hatte ich leider stellenweise auch so meine Probleme. Sie fragt sich zwar, wer oder was Mick ist und ärgert sich auch regelmäßig, dass sie von ihm keine Antworten diesbezüglich erhält, aber wenn sich ihr mal die Möglichkeit bietet bei anderen Personen nachzuhaken, was die über ihn wissen, dann lässt sie diese einfach verstreichen. Viele Charaktere scheinen zu wissen was Mick ist, waren Janet zum Teil vor ihm, andere sagen, dass sie ihm vertrauen und in ihrer Nähe behalten soll. Aber die Gründe dafür nennt niemand und obwohl sich Janet in Rage reden kann, hält sie sich irgendwann mit den Fragen trotzdem zurück. Ebenso bereitete mir das Verhalten von Nash Jones so manche Bauchschmerzen, da er kaum ignoranter und arroganter erscheinen könnte. Mit seinem Auftreten hatte er es bei mir schon schwer sympathisch zu wirken. Und dafür finden sich leider zur Genüge Beispiele: so sollte er bei einem Fall, in dem eine Frau verschwunden und ev. getötet wurde, nicht zu den Ermittlungen zugelassen sein. Fakt ist aber, dass er diese zu leiten scheint und sich selbst von den Ermittlungen mal ausnimmt. Seine Blackouts, die er ab und an hat, dürften wohl das Ausschlaggebende gewesen sein um ihn als Verdächtigen auszuschließen (Vorsicht Sarkasmus). Dazu kommt noch seine Überheblichkeit Janet gegenüber, die ihn wiederum immer höflich begegnet ist. Er hat so extreme Vorurteile, ist nicht bereit Dinge mal von einer anderen Seite zu betrachten, sollte dringend etwas gegen seine Vorliebe Menschen aus welchem Grund auch immer ins Gefängnis zu bringen tun und das alles macht ihn nicht zu meinem Lieblingsprotagonisten. Vor allem da er sich bis zum Schluss hin auch kaum ändert. Anders ist es dagegen bei Mick und Coyote, die zu Beginn noch geheimnisvoll wirken, aber im Laufe des Buches immer mehr von sich Preis geben und so sympathischer werden. Mick hätte zwar manche Situation verhindern können, indem er einfach mit Janet reden, aber sein Verhalten scheint sich bis zum Schluss hin zu verändern und macht mich neugierig, wie sich dies noch entwickeln wird.

Trotz seiner Schwächen konnte mich das Buch fesseln und noch während dem Lesen war ich versucht mir die nächsten Bände der Reihe zu bestellen. Jetzt nach dem Lesen werde ich mir die Bücher zwar nicht sofort zulegen, aber auf jeden Fall mal vormerken, denn es scheint spannend und actionreich weiterzugehen. Das Buch lebt aber sicherlich von seinen Hauptprotagonisten Janet und Mick, von dem Knistern zwischen ihnen und von ihren Kräften. Manche Charaktere und auch die Ermittlungen waren nicht so ausgereift, wie ich es mir gewünscht hätte, aber im Ansatz sicherlich nicht schlecht. Übrigens erscheint die Übersetzung
Stormwalker. Jenseits der Nacht bereits im April und dürfte so manchen Leser begeistern können.

Rating: C+

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 330 pages
Published May 4th 2010 by Berkley
ISBN 9780425234693
Series: Stormwalker #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

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