Review: Darker After Midnight by Lara Adrian

Mittwoch, 8. Februar 2012

Description:
At the center of the Order’s quest is Sterling Chase, once a morally rigid enforcer of Breed law, now a warrior fallen from grace, whose biggest battle is the one he wages against his own savage nature. With addiction beckoning him toward eternal darkness, Chase’s path to redemption has never seemed more out of reach. But when his eyes meet those of Tavia Fairchild, a beautiful witness who identifies him at the scene of a mission gone terribly wrong, Chase finds himself drawn to the woman—and convinced she is something much more than she seems. Pulled into a vortex of intrigue and danger she can neither resist nor understand, Tavia is uncertain whom to trust. And while everything sane and logical warns her against getting close to Chase, she cannot deny that the handsome, deeply haunted male stirs something primal and ravenous within her. But even as she surrenders to her cravings, nothing can prepare her for the shattering truth of who—and what—she truly is. As the Order’s enemy mobilizes for the battle of the ages, Dragos and his Minions unleashing a hell on Earth like nothing ever seen before, Chase and Tavia are thrust into the heart of the violence. With time running out and the streets running red with the blood of innocent lives, both Breed and human, together Chase and Tavia must find a way to defeat Dragos once and for all — or die trying.

Review:
Lange mussten wir auf dieses Buch warten, den 10. Teil der Midnight Breeds Reihe von Lara Adrian, der diese Serie nun zu einem ersten Abschluss führt. Wie das mit Finalbänden nun mal so ist, war ich mir auch hier nicht sicher, ob ich ihn sofort nach Erscheinen lesen möchte oder ihn nicht lieber aufschieben sollte für später. Aber da diese Reihe nicht mehr den Reiz für mich hatte, wie es der Fall war, als ich mit dem Lesen begann, wollte ich jetzt sehen, wohin uns die Autorin führen wird. Und was dabei raus kam, hätte ich mir vorher nie denken können und dementsprechend hat mich das Buch auch überrascht. Leider nicht immer im positiven Sinne, auch wenn es seine guten Seiten hatte. Aber nun von Anfang an.

Mit Sterling Chase wurde ich nie so richtig warm und er war für mich mehr ein Nebencharakter, als eine Person, die im Mittelpunkt stehen könnte und würde. Angefangen mit seinem ersten, doch etwas überheblichen Auftritt, seinem Verliebtsein in die Gefährtin seines Bruders und der krönende Abschluss war dann der beginnende Blutrausch, dem er sich nicht entziehen konnte. So konnte ich mir keinen Protagonist vorstellen, der nun die Leserherzen erobern sollte. Er war mir einfach nie so sympathisch wie die anderen und ich habe auch lange überlegt, ob ich sein Buch überhaupt lesen werde. Die Neugierde war dann aber doch größer, aber nicht unbedingt die Neugierde auf ihn, sondern auf die anderen und ich wollte wissen, welchen Ausgang die Hintergrundhandlung findet.

Darker After Midnight benötigt seine Zeit um in Fahrt zu kommen, fast bis zur Hälfte fragte ich mich, wo ich denn hier gelandet bin. Denn es gab für mich einfach zu viele Faktoren, die die Handlung kaum voranbrachten. Zum einen wären dann all die verschiedenen Sichtweisen gewesen – mir kommt es so vor, als gäbe es hier so viele, wie noch in keinem Buch der Reihe vorher. Nicht nur Sterling und Tavia möchten ihre Geschichte erzählen, auch Dragos und Lucan übernehmen ganze Kapitel. Damit gewähren sie zwar einen besseren Einblick in die Geschehnisse dort, aber lenken doch vom eigentlichen Paar der Geschichte ab, die damit weniger Möglichkeiten hatten sich kennen zu lernen und ihre Gefühle füreinander zu entdecken. Zum anderen hatten Sterling und Tavia kaum Zeit für sich und ich fragte mich, wie sich neben der sexuellen Anziehungskraft Gefühle zwischen ihnen entwickeln sollten. Erst in der zweiten Hälfte wurde die Geschichte spannender und rasanter, Ereignisse beginnen sich zu überschlagen und grade auf den letzten Seiten hat man das Gefühl nicht mehr hinterher zu kommen, so viel geschieht und verändert sich. Zudem verwehrt uns die Autorin Einblick in eine für mich doch wichtige Angelegenheit. Nämlich das Problem, in dem sich Sterling und Tavia nach ihrem Kampf gegen Dragos befinden. Das Thema Blutrausch war noch nie stärker im Vordergrund wie hier und doch gelingt es der Autorin es immer wieder zu vermeiden, aber nie direkt anzusprechen. Wieso dieser Aspekt plötzlich ausgeklammert wurde, wenn sich zudem unsere Protagonisten darin wieder finden ist für mich unverständlich.

Ob mir das Ende gefällt, weiß ich auch noch nicht, denn es war mir zu für diese Reihe zu unspektakulär. Lara Adrian arbeitet seit Beginn der Reihe auf das Finale hin, führt immer wieder neue Handlungsstränge ein und gibt den Lesern neue Hinweise. In Darker After Midnight verdichtet sich dies alles, aber in Anbetracht der ganzen Vorarbeit kam mir das Ende doch zu rasch und ich vermisste die Atmosphäre, über die die anderen Bücher verfügten. Natürlich wünscht man sich als Fan einen gebührenden Abschluss und ich bin mir sicher, dass so einer auch möglich gewesen wäre, wenn man die Längen zu Beginn des Buches raus genommen hätte. Die letzten Kapitel hätten diese zusätzlichen Seiten sicherlich gut gebrauchen können. Mit dem 1. Band dieser Reihe konnte sie mich begeistern und überraschen. Ich fand diese Welt so interessant, den Orden geheimnisvoll und die Krieger stark und unabhängig. Und genau diese Welt findet hier ihr Ende und Lara Adrian kreiert eigentlich innerhalb weniger Kapitel eine neue Welt, schafft eine neue Basis und bereitet alles für eine Fortsetzung der Reihe vor. Mir wäre es fast lieber gewesen sie würde sich auf eine komplett neue Welt konzentrieren und nicht die bereits bekannte abändern und hier Strukturen neu erschaffen. Die Handlung rund um Dragos findet ihren Abschluss, aber doch wird die Geschichte in eine neue Richtung geschwenkt. Hier und da werden noch schnell Namen genannt, die dann wohl in weiteren Bänden in ihre Rolle finden werden. Weitergehen wird es ja mit Mira, die jetzt erst acht Jahre alt ist. Ein Zeitsprung ist also nicht ausgeschlossen, wenn die Reihe nicht im YA Bereich angesiedelt werden soll. Die nächste Generation also, die sich einer neu strukturierten Welt gegenübersieht, die in Folge der Handlungen rund im ihre Eltern entstand. Und ich mag hier auch nicht zu viel verraten, aber das Ende, dem man sich hier gegenüber sieht, hätte für mich nicht unbedingt so sein müssen. Entweder hätte dieser Aspekt von Anfang an bestehen können oder man hätte darauf verzichten können. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es wohl eher so aus, als würde ich es bei diesem Band als dem Abschluss der Midnight Breeds belassen. Insgesamt konnten es die letzten Bände nicht mit den ersten der Reihe aufnehmen, die mich noch am meisten begeistern konnten.

Wie man sieht, lässt mich dieses Buch recht verunsichert und unschlüssig zurück. Es hatte definitiv seine guten Seiten, Tavia fand ich sofort sympathisch und obwohl man ihre Weiterentwicklung kaum verfolgen konnte, weil diese in großen Schritten stattfand, wollte ich doch mehr über sie wissen. Auch sie stellt die Welt der Breeds noch einmal auf den Kopf und hätte man zuerst gedacht, dass der Orden selbst die entscheidende Rolle im Kampf gegen Dragos einnehmen wird, so darf man sich auch in dieser Hinsicht überraschen lassen. Denn Tavia steht nicht unbeteiligt daneben und setzt ihr Leben für eine Welt und Gesellschaft ein, die sich ihr erst kürzlich gezeigt hatte. Alles in allem bin ich mit diesem Abschluss doch zufrieden, auch wenn ich eine weitere Fortsetzung nicht unbedingt für nötig halte. Für Fans der Reihe gehört dieses Buch aber dazu und ich bin schon neugierig, wie ihr die Geschichte aufnehmen werdet!

Rating: C

Buchinfos:
Paperback, 408 Seiten
Published by Robinson, January 2012
ISBN 9781849013765
Series: Midnight Breed #10

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. weia ... ein C *schluck*
    Ich komm hier zu NIX, also muss das Buch noch etwas im SUB schmurgeln. Bin gespannt ob es dann wert ist in unserem Blog zu landen ;)

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    1. Ich schwankte wirklich lange zwischen einer C-Wertung oder ob ich die Rezension vorläufig ohne Wertung hätte lassen sollen. Das Buch ist an sich ja nicht schlecht, für einen Finalband aber leider zu durchschnittlich und nicht mehr das, was man von Lara Adrian gewohnt war.
      Ich hoffe aber, dass dir das Buch besser gefällt und bin schon auf deine Meinung gespannt!!!
      liebe Grüße

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  2. Ich habe mir die Review noch nicht durchgelesen, dass werde ich erst tun, wenn ich das Buch durch habe ;) Aber ein nur ein C Rating?! Hilfe, ich will gar nicht wissen wieso *lach* Na mal schauen, wie ich es finden werde, also bis jetzt finde ich es gut.

    Liebe Grüße
    Mia

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    1. Ich würde mir vorher auch keine anderen Rezis dazu durchlesen und vor allem nicht, wenn ich grade mitten drin wäre bei einem Buch, ABER eine C-Wertung ist doch gar nicht so schlecht. Ich habe für mich die C-Wertung ja so definiert: An average book, but it was worth the time to read.
      Und das trifft auf das Buch allemal zu!
      Mia, ich freue mich schon auf deine Meinung dazu :)
      liebe Grüße

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