Review: My Name is Memory by Ann Brashares

Freitag, 6. April 2012

Description:
Daniel has spent centuries falling in love with the same girl. Life after life, crossing continents and dynasties, he and Sophia (despite her changing name and form) have been drawn together-and he remembers it all. For all the times that he and Sophia have been connected throughout history, they have also been torn painfully, fatally, apart. But just when Sophia (now "Lucy" in the present) finally awakens to the secret of their shared past, the mysterious force that has always separated them reappears. Ultimately, they must come to understand what stands in the way of their love if they are ever to spend a lifetime together.

Review:
Dieses Buch war von Anfang an eine Überraschung für mich. Zuerst wusste ich gar nichts von seiner Existenz, dann bekam ich es geschenkt und sofort war die Neugierde geweckt. Die Handlung hörte sich so interessant und auch ein wenig ungewöhnlich an, sodass ich mit dem Lesen nicht lange warten konnte. Das Lesen selbst war erneut eine Erfahrung für sich, einerseits hat mir die Geschichte gut gefallen, andererseits habe ich Tage mit diesem Buch verbracht bis ich die letzte Seite erreichte. Nicht, weil es langweilig oder ermüdend gewesen wäre, nein, es war ergreifend und berührend. Und hat auch zum Nachdenken angeregt.
My Name is Memory ist ein sehr ruhiges, aber auch trauriges Buch, weil man miterlebt, wie Daniel seine Liebe immer wieder aufgeben muss, aber trotzdem mit Hoffnung in die Zukunft blickt. Er genießt jeden Moment des Lebens, auch wenn ihm vorgehalten wird, dass er zu oft an der Vergangenheit hängen würde, wenn es doch Zeit wäre nach vorne zu blicken. Im Mittelpunkt stehen Daniel und Sophia/Lucy und wie sich ihre Beziehung entwickelt hat. Das wiederum ist nicht innerhalb einer kurzen Zeitspanne abgetan, My Name is Memory erstreckt sich über Jahrhunderte, während derer sich die beiden finden und wieder verlieren. Dieser Zeitraum mag auf den ersten Blick vielleicht übertrieben wirken und man mag den Kopf schütteln, wie bei Liebesgeschichten, die sich innerhalb von zwei Tagen abspielen, aber die Autorin hat hier Feingespür bewiesen und die Entwicklung sehr glaubhaft geschildert.

Durch Daniels Augen lernt man die Welt zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten kennen. Und nicht immer vom gleichen Blickwinkel. Daniel hält zwar an seinem ersten Namen fest, lebt aber durchaus unterschiedliche Leben und kann daher viele Erfahrungen sammeln. Und während sich Daniel an all seine vorherigen Leben erinnern kann ist das bei Lucy nicht der Fall. Sie fühlt sich zwar sofort zu ihm hingezogen, aber auch ein wenig erschlagen, als er darauf besteht sie wäre jemand anderes. Die Autorin lässt Lucy nicht sofort in Daniels Arme fallen, sie gibt ihr die Möglichkeit ihr Leben normal weiter zu leben und sich langsam an den Gedanken zu gewöhnen. Während dieser Jahre haben Daniel und Lucy keinen Kontakt zueinander, aber Lucy kann ihn trotzdem nicht vergessen. Ohne ihn macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und die Lösung, die die Autorin hier findet fand ich sehr passend. Eine andere Variante hätte übertrieben gewirkt und nicht mehr die Charaktere widergespiegelt.

Kapitelweise werden hier Lebensausschnitte aus der Vergangenheit und der Gegenwart gezeigt, die faszinierenderweise aber doch zusammenhängen. Daniel zeigt uns, dass das Leben mit dem Tod nicht endet und man Träume und Wünsche auch darüber hinaus mit sich tragen kann. Ebenso wie die Liebe. Es gibt viele Momente, die ergreifend sind, die einem die Tränen in die Augen treiben können, aber auch Momente, die zum Lachen führen. Ann Brashares führt uns durch dieses Wechselspiel und hält den Leser in dieser Stimmung gefangen. Obwohl die Handlung eher ruhig ist, sich nicht überschlägt und man ebenso Zeit hat über das Gelesene nachzudenken, wird es doch nicht langweilig. Ich fühlte mich wohl beim Lesen, musste das Buch aber immer mal wieder aus der Hand legen um einige Dinge für mich selbst zu verarbeiten.

Die Ereignisse kurz vorm Ende stellen erneut einen emotionalen Höhepunkt dar und ich war mir lange nicht sicher, ob es für dieses Paar zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt ein Happy End geben könnte. Ich verrate jetzt nicht, ob es ein HEA gibt oder nicht, oder welchen Weg die Autorin einschlägt, aber ich möchte sagen, dass ich mit beiden Versionen zufrieden gewesen wäre. Und das sagt durchaus viel über die Autorin aus, da ich traurige Enden normalerweise gar nicht leiden kann. Aber zu diesen Charakteren und nach dieser Vorgeschichte hätte alles gepasst, weil man im Laufe der Geschichte gelernt hat, dass es nicht das Ende sein muss. Hört sich jetzt vielleicht verwirrend an, aber wenn man das Buch gelesen hat dann ist es durchaus verständlich. Ein bisschen wehmütig bleibe ich jetzt zurück, freue mich aber doch ein so schönes Buch in der Hand gehabt zu haben.

Rating: B

Buchinfos:
Paperback, 336 pages
Published June 7th 2011 by Riverhead Trade
ISBN 9781594485183
Series: --

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese interessante Buchvorstellung, von dem Titel hatte ich noch gar nichts gehört. Jetzt kommt er aber sofort auf den Wunschzettel. Meist bleiben mir Geschichten, die nicht mit einem klassischen HEA enden, eher im Gedächtnis, also bin ich sehr gespannt.

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    1. Da kann ich dir nur zustimmen - solche Geschichten bzw. unübliche Ausgänge von Büchern bleiben wirklich dauerhaft im Gedächtnis. Und dieses hier war auch sehr ergreifend *hach*
      Außerdem ist das Buch ein Stand Alone (ich glaube zwar, dass eine Fortsetzung möglich wäre, muss aber nicht sein *g*) und das hat heutzutage doch auch was :)
      liebe Grüße

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    2. So, von wegen Wunschzettel. Heute ist das Buch bei mir eingezogen :-)

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    3. Und ich fühl mich so gar nicht schuldig oder (mit)verantwortlich dafür *pfeif*
      Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen und bin schon neugierig, wie es dir gefallen wird :)

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  2. Sag mal... Lässt sich das Buch leicht lesen?
    Ich frage, weil ich Bedenken wegen der "Vergangenheit" hab, dass da evtl. die Vokabeln zu... ähm, schwer werden. XD
    Ich les zwar durchaus schon auf Englisch, aber eben auch nicht so viel. :-/

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    1. Mir wäre es jetzt nicht aufgefallen, dass sich das Sprachmuster dadurch verändert hätte je nachdem in welcher Zeit man sich befindet *grübel* Daniel bleibt sich selbst gegenüber in jedem seiner Leben sehr treu und das ist es eigentlich was im Vordergrund steht und das man auch merkt. Von daher würde ich das Englisch als nicht unbedingt schwierig bezeichnen.
      Also ja, leicht lesen schon, aber nicht schnell lesen, weil die Geschichte über lange Teile eine eher ruhige ist und wirklich kein Stress aufkommt.

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen?!

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  3. Ja! Sehr, dann wandert das auch gleich mal auf meinen Wunschzettel. ;-) Danke! :D

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