Review: Spell Bound by Rachel Hawkins

Dienstag, 17. April 2012

Description:
Just as Sophie Mercer has come to accept her extraordinary magical powers as a demon, the Prodigium Council strips them away. Now Sophie is defenseless, alone, and at the mercy of her sworn enemies—the Brannicks, a family of warrior women who hunt down the Prodigium. Or at least that’s what Sophie thinks, until she makes a surprising discovery. The Brannicks know an epic war is coming, and they believe Sophie is the only one powerful enough to stop the world from ending. But without her magic, Sophie isn’t as confident. Sophie’s bound for one hell of a ride—can she get her powers back before it’s too late?

Review:
Ich kann kaum sagen wie froh ich bin, dieses Buch nun endlich gelesen zu haben. Seit dem ersten Band habe ich ungeduldig darauf gewartet und kann dabei noch von Glück reden, da ich diese Reihe erst relativ spät für mich entdeckt habe und darum nicht allzu lange warten musste. Auch wenn für mich Spell Bound nicht an seine Vorgänger heran reichen kann, so habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt und das Buch in Rekordzeit gelesen. Denn wenn man einmal damit begonnen hat besteht keine Chance es zur Seite zu legen, bis man nicht weiß, wie es endgültig ausgeht.

Die Charaktere können erneut überzeugen und arbeiten hier alle erstmal als Team zusammen. Neben Sophie stehen natürlich Jenna, Archer und Cal im Mittelpunkt und es ist nicht nur schön sie relativ bald wieder zu sehen, die Autorin überrascht uns auch noch mit neuen Informationen zu ihnen. Als zusätzliches Extra lernen wir nun die letzte Gruppe kennen, die in dieser Reihe eine wichtige Rolle einnimmt, die Brannicks. Was so viel versprechend begann wird jedoch nicht so gut umgesetzt. Ihre Vergangenheit und Verbindung zu Sophie ist durchaus interessant, aber leider bleibt Sophie zu wenig Zeit das alles zu verarbeiten. Man hat nicht das Gefühl als könne sie aus dieser Begegnung lernen und gerne hätte ich mehr Zeit mit den Brannicks verbracht.

Den Abschluss fand ich für diese Reihe sehr passend, zwar traurig, aber nicht allzu übertrieben und den Charakteren gerecht. Zudem war es sehr ergreifend und stellt wohl den emotionalen Höhepunkt dar. Taschentücher sollte man sich auf jeden Fall zurecht legen, denn die Autorin lässt ihre Charaktere noch so einiges erleben und macht es ihnen nicht einfach. So  müssen schwerwiegende Entscheidungen gefällt werden, die nicht nur einen selbst betreffen, sondern auch auf andere Auswirkungen haben. Dabei bleiben sich die Protagonisten jedoch treu und zeigen nicht plötzlich Charakterzüge, die nicht zu ihnen passen. Somit wird das Ende zu einem sehr schönen und man fühlt sich zwar ein wenig niedergeschlagen ist aber auch zufrieden mit dem Ausgang von Spell Bound. Handlungsstränge werden zusammen geführt und offene Fragen geklärt, sodass man das Buch zuschlagen kann ohne enttäuscht zurück zu bleiben. Damit hat es Rachel Hawkins als einige von wenigen Autorinnen geschafft eine Reihe auch gut abzuschließen, ohne, dass der Leser das Gefühl haben muss etwas zu versäumen. Es wird aber natürlich auch Leser geben, die mit diesem Ende absolut nicht zufrieden sein können, aber kann die Gedanken dahinter doch nachvollziehen.

Ich komme aber leider nicht umhin auch meine Kritikpunkte zu äußern, die es diesmal gab. Das beginnt damit, dass man dem Leser schon zutrauen kann, dass er das Wesentliche der Vorgängerbände in Erinnerung behält. Es mag zwar ganz nett sein zu Beginn eine kleine Wiederholung der Ereignisse präsentiert zu bekommen, aber hier hat es sich schon sehr lange hingezogen. Wer also diesen 3. Teil der Reihe liest ohne die vorherigen Bücher zu kennen, braucht sie im Anschluss auch nicht mehr zu lesen, weil er wirklich alles weiß. Dazu kommt die Tatsache, dass bei gefühlsmäßig jedem Szenen- und damit auch Personenwechsel Sophie den anderen unbedingt erzählen muss, was sie versäumt haben. Und genau mit diesen Worten geschieht das auch, sodass dieser Satz vergleichsweise oft vorkommt. Dass hätte man auch geschickter lösen können. Einen Aspekt muss ich außerdem noch ansprechen, der ebenfalls in diese Kategorie fällt. Nämlich Sophies Vertrauen in ihre Mitmenschen. Es ist zwar schön und gut, dass sie anderen vertraut, aber jede Geschichte einfach so hinzunehmen ohne sie zu hinterfragen war für mich dann doch zu viel des Guten. Ich habe ja nur darauf gewartet, dass sie jenen Personen alles über Hex Hall etc. erzählt, vor denen sie und ihre Mutter jahrelang geflohen sind. Wäre nicht etwas anderes dazwischen gekommen, hätte sie es nämlich ohne einen Gedanken daran zu verschwenden getan, was ich doch enttäuschend finde. Hier hätte das Buch ein paar Seiten mehr gut vertragen, damit die Autorin mehr Raum hat ihre Vorstellungen umzusetzen.

In Spell Bound bleibt sich Rachel Hawkins selbst treu und man darf sich erneut auf humorvolle, aber auch packende und rasante Szenen freuen. Zärtliche Momente sind ebenso vertreten wie Atemraubende. Für Fans der Reihe ist dieses Buch ein absolutes Muss, aber auch alle anderen werden ihre Freude daran haben. Die Autorin überzeugt mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil, der die Bücher zu einem wahren Lesevergnügen werden lässt. Weitere Bücher der Autorin sind es auf jeden Fall wert im Auge behalten zu werden und ich habe mir fest vorgenommen mit dem Lesen dieser nicht so lange zu warten. Dafür müssen sie aber erst noch erscheinen und ich hoffe, Rachel Hawkins lässt uns nicht zu lange warten.

Rating: B-

Buchinfos:
Hardcover, 327 pages
Published March 13th 2012 by Hyperion Book
ISBN 9781423121329
Series: Hex Hall #3

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich muss sagen, dass mir das "So war das" gar nicht so extrem aufgefallen ist. Eher fand ich es am Anfang ziemlich hilfreich, weil ich zwar noch so grob wusste, worum's ging, aber eben nicht mehr im Detail. Das kam dann alles beim Lesen wieder. Von daher fand ich es nicht so schlecht (wobei es bei mir auch ein ganzes Stück her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe).
    Nur so mein Eindruck. ;-)

    Übrigens finde ich es immer interessant Rezis zu lesen von Büchern, die ich selbst schon gelesen habe. XD Weil ich dann oft auch neue Facetten entdecke. Wie z. B. bei dir, dass das mit den Brannicks ein bisschen zu... hm, "kurz" war.

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    1. Ich habe den Vorgänger ja erst vor Kurzem gelesen, darum dürften mich die Wiederholungen vielleicht auch mehr gestört haben. Aber es ist schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich das aufgenommen werden kann ;)

      Zu den Brannicks: sie wurden seit Band 1 als so große und furchteinflößende Gruppe präsentiert und da hatte ich mir einfach viel mehr erwartet. Das war zwar mehr Überraschung als Enttäuschung, aber die Zeit bei ihnen war mir trotzdem zu wenig *g*
      liebe Grüße

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