Review: Dangerous Games by Lora Leigh

Montag, 7. Mai 2012

Description:
Navy SEAL Clint "Iceman" McIntire didn't earn his nickname by being a coward. Or a quitter. Having crushed an infamous drug cartel in Colombia, Clint was nothing short of an American hero. Now he's home, on a much-needed leave, but instead of some R&R, he finds himself neck-deep in trouble with his best friend's little sister, Morganna Chavez, the only woman who has the power to bring him to his knees. Morganna has been secretly working with the DEA to uncover a thriving date-rape drug, which leads her to a shadowy faction that is more deadly than anything her team has ever encountered. Now it's up to Clint to keep this beautiful, determined agent out of harm's way, even while the passion between them threatens to consume them. Soon Clint's greatest mission will be not just keeping Morganna safe, but getting her into his arms and never letting go.

Review:
Was mich über weite Teile des Buches verwirrt hat war die Tatsache, dass es eine Vorgeschichte rund um das Drogenkartell zu geben scheint. Ich hatte gehofft, diese in der Kurzgeschichte Reno’s Chance zu finden, was aber nicht der Fall war. Diese beiden Geschichten haben nämlich nur die Verbindung zwischen den Charakteren gemeinsam. Somit bleiben im Suspense Plot einige Fragen offen, die sich bis zum Schluss nicht gänzlich klären konnten und ich hatte oft das Gefühl von Lora Leigh in der Luft hängen gelassen zu werden, weil bei einigen Dingen nicht klar ist wie man sie in die Handlung einzuordnen hat. Aber ich hoffe, dass die Autorin auf diese Aspekte in den Fortsetzungen erneut zu sprechen kommt.

Und mittlerweile bin ich es von Lora Leigh auch gewohnt, dass ihre männlichen Charaktere gerne mal Ermittlungen selbst in die Hand nehmen. Egal welcher militärischen Einheit sie angehören und ob sie ‚eigentlich’ nicht doch im aktiven Dienst sein sollten. Sie haben wirklich ein gutes Timing – jedes Mal, wenn ein Konflikt im Gange ist sind sie in der Nähe und helfen doch gerne den örtlichen Einheiten. Aber wie gesagt, daran gewöhnt man sich und es gehört schon fast zu diesen Büchern dazu. Wäre sonst ja auch ein wenig langweilig, nicht wahr? So verhält es sich auch hier und Clint ist gerade dabei seine Zeit Zuhause zu genießen, als er auf Morganna trifft. Sie ist die kleine Schwester seines besten Freundes und er fühlt sich durchaus zu ihr hingezogen, will aber keine Beziehung eingehen. Im Zuge einer Ermittlungsarbeit treffen sie sich wieder und Clint möchte nun die Chance nutzen sie zu verführen, wobei der Wunsch nach einer dauerhaften Bindung bei ihm erst langsam aufkommt. Was in diesem Buch aber überzeugen kann ist nicht die Hintergrundgeschichte rund um die Drogen, sondern das Knistern zwischen Morganna und Clint. Das führt nämlich zu so einigen heißen Treffen und prickelnden Auseinandersetzungen zwischen ihnen. Clint ist in den BDSM Clubs nämlich als Dom bekannt, was nun nicht abschreckend aufgenommen werden darf. Lora Leigh nähert sich diesem Thema nämlich langsam und mit Feingefühl. Sie versteht es diese Szenen gekonnt in den Vordergrund zu stellen, die übrige Handlung geht dabei aber etwas verloren.

Dangerous Games hat mir an sich recht gut gefallen, bis ca. 50 Seiten vor Schluss. Ich konnte gar nicht glauben, was die Autorin da mit dem Suspsene Plot anstellt und man fragt sich dann worin genau das Grundproblem lag, dass es so lange behandelt werden musste. Zum anderen beginnt ab diesen Zeitpunkt die Protagonistin Zweifel an ihrer Arbeit zu haben und hinterfragt eine Berufswahl, für die sie lange gekämpft hat und versucht hat sie vor ihrem Bruder und dessen besten Freund geheim zu halten. Anstatt sie dann zu beruhigen, hebt Clint die gefährlichen Aspekte ihrer Arbeit hervor. Das kam durchaus überraschend, gab es vorher doch Szenen in denen er Morgannas Stärke bewundert. Stattdessen nutzt er die Chance nun und versucht sie von ihrer Wahl abzubringen – so not gentlemanlike. Zumindest mit seinem Verhalten ganz zum Schluss macht Clint wieder ein bisschen Boden gut, auch wenn man ihm nicht alles verzeihen kann. Da ist es nur noch schöner, dass es auch der Heldin so geht und sie es ihm nicht ganz so einfach macht, wie er sich das wohl vorgestellt hat.

Dazu kommen ein paar Ungereimtheiten in der Geschichte, die einzeln für sich nicht störend waren, aber gesamt genommen doch auffallen und in Erinnerung bleiben. Auf die Wertung hat es sich dennoch ausgewirkt und auch wenn diese Reihe nicht meine erste Wahl wäre, wenn es um Lora Leighs Reihen geht, so werde ich sie zumindest mal auf der Merkliste behalten. Andere Reihen haben beim Weiterlesen zwar den Vorrang, aber wenn es sich ergibt möchte ich auch diese zu einem Abschluss bringen.

Rating: C

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 344 pages
Published February 6th 2006 by St. Martin's
ISBN 9780312939922
Series: Tempting SEALs #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Hey Mel,

    vielen Dank für deine tolle neue Rezi :) Ich werde die Bücher zwar nie lesen können wenn sie nich alle übersetzt werden aber ich lese dennoch überaus gerne deine Rezis dazu.

    Und zu deinem "Ende des Buches" Problem :) Auch die Protagonisten eines Buches sind manchmal "nur" Menschen :)

    LG
    Tau

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    1. Guten Morgen :)

      Ich habe ja die Hoffnung, dass sich der Lyx Verlag (oder ein anderer) auch an die anderen Reihen von Lora Leigh wagt und sie übersetzt. Ich schätze, das hängt aber auch mit dem Erfolg vom 1. Teil der Breeds Reihe zusammen, der jetzt erst erscheint. Auf jeden Fall hat die Autorin viel Potential und es wäre schade, wenn die deutschen Leser sie nicht auch besser kennen lernen dürften.

      *g* natürlich, aber ihr Verhalten muss mir ja trotzdem nicht gefallen. Wenn es denn auch anders gegangen wäre *lach*
      liebe Grüße

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