Review: Megan's Mark by Lora Leigh

Dienstag, 8. Mai 2012

Description:
Cursed with the extraordinary power to feel other peoples’ emotions, Megan Fields has tucked herself away in a remote corner of New Mexico, working as a small-town sheriff’s deputy. She finds solace in the silence and heat of the desert. But when Breeds begin dying on her watch, Megan realizes that the secrets from her past can’t stay buried forever. Someone is out for blood—her blood. An arrogant Feline Breed, Braden Arness broods with feral intensity. His mission to solve the mysterious murders brings him to Megan, a woman who accosts his senses like no other. Only with him can she let down her guard—and surrender to the insatiable hunger that wracks her body. But as they team up to hunt the elusive killers, Braden and Megan find themselves becoming the prey…

Review:
Mit Megan bringt die Autorin eine Protagonistin ins Spiel, die eine besondere Gabe hat. Ansonsten waren es durchschnittliche Menschen, die sich plötzlich als Gefährten der Breeds wieder fanden, aber Megan hat Fähigkeiten, die darüber hinausgehen. Sie ist eine Empathin, kann die Gefühle anderer aufnehmen, aber hat ihre Kraft nicht unter Kontrolle. Was bei den Breeds selbstverständlich ist, nämlich Grenzen zu ziehen und ihre Gefühle abzuschotten, ist für sie ein ständiger Kampf. Ihre Kräfte haben sich erst in ihrer Jugend entwickelt und damit hatte sie als Kind nicht die Chance diese Grenzen aufzubauen. Aus diesem Grund hat sie sich in die Wüste zurückgezogen um so nicht von den Gefühlen anderer überwältigt zu werden. In Braden findet sie den ersten Menschen, dessen Gefühle sie nicht sofort erkennen kann und den eine Ruhe umgibt, die sich auf sie auswirkt, wenn sie in seiner Nähe ist.

Von der Grundidee her hat mir diese Geschichte sehr gut gefallen, weil sie neben den Breeds einen anderen Aspekt aufnimmt. Nur leider wurde dieser Aspekt nicht ganz so tief eingebunden, wie man es sich gewünscht hätte. So wissen die Breeds bereits von Megans Fähigkeiten und wollen sich dies für ihre aktuelle Untersuchung im Falle zweier toter Breeds zugunsten machen. Megan erscheint im ersten Augenblick verletzlich zu sein, eher in sich gekehrt und ruhig. Aber dieser Eindruck hält sich nicht lange und man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass sie sich gerne in die Wüste zurück zieht um dort Ruhe zu finden. Sie hat einflussreiche Freunde, eine Familie, die hinter ihr steht und einen Abenteuergeist, wie man ihn selten findet. Außer vor Gefühlen schreckt sie vor nichts zurück und lässt sich auch keine Grenzen setzen. Mit Braden haben wir erneut einen Alphamann erster Klasse. Lora Leigh definiert ihre Helden zwar nach dem gleichen Schema, schafft es aber dennoch sie unterscheidbar zu machen. Jeder von ihnen zeigt andere Charakterzüge, obwohl sie im Grunde alle ihre Frauen beschützen und in Sicherheit bringen wollen. Braden ist hier ein bisschen anders und gesteht Megan zu sich durchaus selbst zu verteidigen. Einzig ihre Fahrkünste sind ihm nicht ganz so geheuer, aber ihre Waffensammlung beeindruckt sogar ihn.

Wodurch sich Megan’s Mark besonders von der Reihe hervor hebt sind die enthaltenen Kampfszenen. Keinem anderen der Bücher merkte man die Zeit ab, in dem sie spielten, aber hier war das Jahr durch die Autorin festgelegt worden (2023). Dazu kommt noch der Einsatz von Waffen, die es offiziell noch gar nicht gibt und an die Megan nur dank ihrer Kontakte gekommen ist. Diese Waffen sind hier nicht zum Anschauen und Bestaunen, von ihnen wird ausreichend Gebrauch gemacht. So viele Kampf-, eher schon Actionszenen gab es in keinem anderen Buch, das ich bis jetzt gelesen habe. Zwischen den Charakteren funkt es nicht nur so, in den Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern geht es ebenso explosiv zu.

So viel zu kritisieren gibt es also nicht und doch fällt die Wertung eher durchschnittlich aus. Das liegt zum großen Teil daran, dass ich die späteren Bücher der Autorin kenne und ich in ihnen viel mehr Hintergrund entdecke. Sie sind facettenreicher, gefühlstiefer und detaillierter. Die Zusammenhänge passen besser zusammen und die ganze Geschichte wirkt stimmiger. In diesem Stand der Reihe merkt man noch ein paar Unsicherheiten in der Geschichte und man weiß aber genau, dass die Reihe noch besser wird. Im Vergleich mit den neusten Büchern der Reihe kann ich also nur zu dieser Wertung kommen, obwohl mich Megan’s Mark selbst gut unterhalten konnte und mit seinen Actionszenen neuen Schwung in die Reihe brachte.

Rating: C+

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 295 pages
Published May 2nd 2006 by Berkley
ISBN 9780425209646
Series: Breeds #6

Inhalt und Cover © Goodreads.com

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