Review: The Fireman who loved Me by Jennifer Bernard

Mittwoch, 18. Juli 2012

Description:
Fearless, smoking hot, and single: meet the Bachelor Firemen of San Gabriel. These firemen might be heroes, but it's their bad luck in love that makes them legendary. News producer Melissa McGuire and Fire Captain Harry Brody couldn't be more different, though they do have one thing in common: they're both convinced they're perfectly wrong for each other. But when Melissa's matchmaking grandmother wins her a date with Brody at a Bachelor auction… Sparks fly. Passion flares. Heat rises. (You get the picture.) Add a curse, a conniving nightly news anchor, a stunningly handsome daredevil fireman, a brave little boy, a couple of exes, and one giant fire to the mix, and Melissa and Brody's love may not be the only thing that burns.

Review:
Dieses Buch zog in einer Spontanaktion bei mir ein. Zum ersten Mal hatte ich es in Irinas Kategorie Druckfrisch gesehen und fühlte mich sofort davon angesprochen. Ich war auf der Suche nach sommerlich-leichter Lektüre und das schien das Buch zu bieten. Schon kurze Zeit später durfte es dann bei mir einziehen und im Gegensatz zu anderen Bücher, die erst noch Wochen oder Monate in meinem SuB untergehen wollte ich es kurz darauf schon lesen. Der Beginn gestaltet sich auch recht viel versprechend: Melissas Großmutter ersteigert mal eben so bei einer Aktion ein Date mit einem jungen Feuermann und hofft damit einen Mann für Melissa gefunden zu haben. Doch es sollte anders kommen als geplant, denn der ersteigerte Feuerwehrmann schickt mal eben seinen Captain zum Date, weil er in dem Glauben ist mit einer älteren Dame ausgehen zu müssen. Blöd gelaufen für ihn, aber umso besser für Brody.

Zwischen den Charakteren herrscht von der ersten Sekunde an ein Prickeln und obwohl sie sich zueinander hingezogen fühlen gibt es auch Streitgespräche. Melissa hat ihren Job in der Großstadt aufgegeben, einerseits wegen ihren Vorgesetzen dort, andererseits auch um sich um ihre Großmutter zu kümmern. Zu ihrem Vater hat sie kein gutes Verhältnis und hält Distanz zu ihm. Auch Brody hat es nicht leicht, während er eine Familie haben wollte entschied sich seine Exfrau dagegen und verließ ihn für einen Surfertyp. An dieser Konstellation ist schon erkennbar, dass viel Potential vorhanden ist und hofft, dass die Autorin es umsetzen kann. Von der Grundstimmung her möchte The Fireman who loved Me unterhaltsam und humorvoll sein, beschäftigt sich aber auch mit den ernsten Dingen des Lebens, wie Alkoholabhängigkeit oder Kindesmissbrauch. Damit verliert es aber den Anspruch eine Sommerlektüre zu sein und ich hatte das Gefühl, als würde Jennifer Bernard zu viel auf einmal wollen. Sie hätte sich auf weniger Aspekte konzentrieren und diese dafür besser und detaillierter ausarbeiten sollen.

Natürlich bleibt dieses Buch nicht ohne Konfliktsituation zwischen den Protagonisten, in diesem Fall sind es die jeweiligen Expartner von Brody und Melissa, die das Glück gefährden. Hier war für mich dann die Stelle erreicht ab der mir die Geschichte nicht mehr so gut gefallen hat. Besonders Brodys Exfrau fand ich über alle Maßen anstrengend, während man bei Melissas Exfreund, wenn man ihn den als solchen bezeichnen kann, zum Teil unterhaltsam war, weil hier noch eine andere Person mit rein gezogen wurde, die es nicht anders verdient hat. Liest sich zwar gerade etwas verwirrend, aber falls ihr das Buch selbst gelesen habt oder es noch tun werde, dann versteht ihr was ich meine. Jedenfalls ging es ab hier bergab und ich war längst nicht mehr so begeistert wie zu Beginn. Das Gefühl der Ungezwungen- und Lockerheit war verschwunden und damit auch das, was ich mir erhofft hatte.

Im Fall von dieser Geschichte erreicht man ein Happy End nur über ein trauriges Ereignis, das nicht zum übrigen Buch passen mag und Ernsthaftigkeit in die Geschichte bringt. Nun wäre es toll gewesen, wenn die Nebencharaktere dies ausgeglichen hätten. Dem war leider nicht so und abgesehen von Nelly, Melissas Großmutter, sind sie sich viel zu ähnlich. Es sollte ja auch die Neugierde auf die nächsten Bücher geweckt werden, in denen andere Feuerwehrmänner dieser Station ihr Glück finden sollen. Von ihnen stach aber niemand im Besonderen heraus, ich finde sie sind sich von ihren Charakterzügen zu ähnlich und es bleibt abzuwarten, ob die Autorin ihnen noch mehr Gefühlstiefe verleihen kann. 

Schlussendlich bietet The Fireman who loved Me gute und solide Unterhaltung, aber das gewisse Extra hat mir gefehlt. Der Fortsetzung möchte ich bei Gelegenheit dennoch eine Chance geben, eine meiner Lieblingsreihen unter all den Contemporary Romances wird diese hier aber wohl nicht werden. Da haben nämlich andere Autoren die Nase vorne, die ihre Charaktere zum Mittelpunkt der Geschichte machen und starke Gefühle in den Lesern wecken können. Jennifer Bernard kann zwar mit einer durchaus interessanten Idee das Interesse auf sich lenken, das Buch bleibt aber hinter den Erwartungen nach.

Rating: C+

Buchinfos:
Paperback, 384 pages
Published April 24th 2012 by Avon Books
ISBN 9780062088963
Series: The Bachelor Fireman of San Gabriel #1

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ach schade, das Buch hatte mich nämlich auch dank Irina angefixt (wollte aber abwarten, bis du es gelesen hast. *pfeif*) Mal sehen, vielleicht doch noch mal irgendwann. Aber so wie es derzeit ausschaut, eher nicht. ^^

    Liebe Grüße
    Mandy

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    1. Für irgendwann und zwischendurch ist es ja ganz nett, nur der Überflieger ist es nicht und empfehlen würde ich sowieso lieber Bücher von Jill Shalvis oder Julie James (von der ich auch endlich mal wieder was lesen möchte *g*). Zumindest verpasst man nichts, wenn man dieses Buch nicht liest ;)
      liebe Grüße

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  2. Bin ich froh, dass meine Druckfrisch-Kategorie andere Leute zum Bücherkauf inspiriert – so bleibt mir selbst hin und wieder ein Fehlgriff erspart. Und ich kann mir nicht helfen, dieses Buch wäre wohl einer gewesen …

    Danke für die Rezension! :)

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    1. Ach, so ab und zu nehme ich es dann doch gerne auf mich mittelmäßige Bücher auszusortieren ;) Beim nächsten Mal nehme ich mir von deinen Vorstellungen wieder ein gutes Buch mit, das gleicht sich dann aus *g* Und so weißt du, dass sich andere Bücher eher lohnen als dieses hier...

      Wobei ich ja zeitgleich mit 'The Fireman who loved Me' auch 'Barefoot in the Sand' von Roxanne St. Claire auf den Wunschzettel gesetzt habe. Zwar ist es noch nicht gekauft, aber lesen möchte ich es doch gerne. Vielleicht ist dieses dann besser ;)

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    2. Oh ja, probier "Barefoot in the Sand" bitte auch – das hatte ich nämlich ebenfalls zusammen mit dem Bernard-Buch ins Auge gefasst. *lach*

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