Review: Saving June by Hannah Harrington

Montag, 16. Juli 2012

Description:
‘If she’d waited less than two weeks, she’d be June who died in June. But I guess my sister didn’t consider that.’
Harper Scott’s older sister has always been the perfect one so when June takes her own life a week before her high school graduation, sixteen-year-old Harper is devastated. Everyone’s sorry, but no one can explain why. When her divorcing parents decide to split her sister’s ashes into his-and-her urns, Harper takes matters into her own hands. She’ll steal the ashes and drive cross-country with her best friend, Laney, to the one place June always dreamed of going, California. Enter Jake Tolan. He’s a boy with a bad attitude, a classic-rock obsession and nothing in common with Harper’s sister. But Jake had a connection with June, and when he insists on joining them, Harper’s just desperate enough to let him. With his alternately charming and infuriating demeanour and his belief that music can see you through anything, he might be exactly what she needs. Except June wasn’t the only one hiding something. Jake’s keeping a secret that has the power to turn Harper’s life upside down again.

Review:
Unter anderem bin ich bei Miss Bookiverse und bei Steflite auf dieses Buch aufmerksam geworden, die Bewertungen fallen dabei aber recht unterschiedlich aus. Meine Neugierde war jedoch geweckt und so sollte es nicht lange dauern bis ich das Buch selbst lesen würde. Schlussendlich habe ich es Rekordzeit nahezu verschlungen, war einige Male auch den Tränen nahe, was zeigt, dass die Autorin mit Worten umzugehen weiß und mich damit beeinflussen konnte. Eine Welt ist für Harper zerbrochen, doch was genau das für sie und ihre Familie schlussendlich bedeutet weiß sie nicht. Verlust und Trauer werden hier in den Mittelpunkt gestellt und als Leser muss man dafür in der richtigen Gefühlsstimmung sein um in dieser Konstellation nicht verloren zu gehen.

Harpers Hilflosigkeit, ihr Schmerz und ihre Ohnmacht, aber auch ihr Zorn auf ihre tote Schwester werden sehr gut wider gegeben und die Autorin versetzt ihre Leser in den gleichen Gefühlszustand. Harper ist traurig und betroffen, kann aber nicht um ihre Schwester weinen. Vielmehr lässt sie die Frage nach dem Warum nicht los und um Klarheit in diese auf den Kopf gestellte Welt zu bekommen beschließt sie sich mit ihrer besten Freundin nach Kalifornien zu reisen um dort Junes Asche in den Pazifischen Ozean zu verstreuen. Begleitet werden sie dabei von Jake, von dem man noch nicht recht weiß, wie er in dieses Bild passen soll. Von den Nebencharakteren überraschte mich Jake am meisten. Er nimmt eine wichtige Rolle ein und viele der Lieder, die in Saving June vorkommen bringe ich mit ihm in Verbindung. Anfangs scheint es gar nicht so, als würde er in den Vordergrund möchte, aber mit jedem Kapitel mehr geschieht genau das bis man ihn ebenso gerne begleitet wie Harper. Laney, Harpers beste Freundin, steht ihr auf ihrer Reise treu zur Seite, hat aber selbst mit ihren Problemen zu kämpfen und ihr tut diese Erlebnisse wohl genauso gut wie June und stellen einen wichtigen Schritt dar.

Einen besonderen Stellenwert nimmt in Saving June Musik ein – so ist Jake ein großer Liebhaber der Musik und für jede Lebenssituation, für jedes Ereignis und für jede Erinnerung hat er ein Lied parat, das diese perfekt unterstreicht und die Gefühle oft besser widerspiegelt, als es die Autorin mit Worten geschafft hätte. Auf diesem Weg kommen viele Künstler zu Wort und verleihen diesem Buch eine ganz eigene Stimmung. Und nicht nur in die Handlung selbst ist Musik eingebaut, am Ende des Buches finden sich mehrere Track Lists, die es dem Leser ermöglich die passenden Lieder schneller zu finden und noch einmal kurz in dieses Buch ein zu tauchen.

Saving June konnte mich begeistern, mitnehmen auf einen interessanten und auch gefühlvollen Road Trip und bietet neben traurigen und ergreifenden Momente auch solche, die zeigen, dass man mit der Erinnerung an einen geliebten Menschen neue schöne Erinnerungen für sich selbst schaffen kann. Hannah Harrington schreibt sehr harmonisch, es gibt nur vereinzelt mal Szenen, die für Unruhe sorgen und so merkt man kaum, wie schnell doch die Zeit beim Lesen vergeht. Die Autorin hat hier einen Stand Alone erschaffen, der mich wünschen lässt es gäbe mehr davon und darum werde ich weitere Bücher der Autorin sicherlich im Auge behalten. Wer in einer Geschichte facettenreiche Charaktere, eine Gefühlsachterbahn und musikalische Höhepunkte sucht der hat in Saving June wohl die perfekte Kombination gefunden.

Rating: B

Buchinfos:
Paperback, 322 pages
Published November 22nd 2011 by Harlequin
ISBN 9780373210244
Series: Stand Alone

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Schön beschrieben. Das Buch steigt gerade auf meiner Wunschliste. ;)

    Ich habe das Buch zwar schon auf dem SuB aber noch nicht gelesen, aber soweit ich mich erinnere, ist die Thematik ähnlich. Du solltest dir mal "The sky is everywhere" näher anschauen. Die Version die aussieht wie ein Notizbuch. Sehr schön anzusehen. Falls du das Buch noch nicht gelesen hast. ;)

    Grüßle,
    Mandy

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    1. Das ist schön zu hören ;)

      Von der Thematik her hat es mich ja stark an Lisa Schroeder erinnert und ich war sehr neugierig, ob Hannah Harrington diesen Erwartungen gerecht werden konnte. Aber das hat sie auf jeden Fall geschafft und im August kommt schon ein anderes Buch von ihr raus, das ich mir nicht entgehen lassen möchte.

      'The Sky is Everywhere' ist mir vor allem Dank des Covers schon öfters aufgefallen, aber ich habe mich nie näher dmait beschäftigt. Aber das werde ich jetzt nachholen, wenn du es schon empfiehlst :)

      Ich wünsch dir was!
      liebe Grüße, Melli

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  2. Ich habe das Buch wegen der gleichen Rezis auf meine Wunschliste gepackt, wollte es aber (v.A. nach Steffies Rezi) eigentlich dieses Jahr nicht mehr lesen. Aber nach deiner tollen Rezi überlege ich, ob ich nicht lieber den nächsten Black Dagger auf nächstes Jahr verschieben und mir "Saving June" doch noch 2012 gönne.
    Also vielen Dank für deine Meinung zum Buch, da kann man wirklich nur schwer widerstehen. Ganz toll geschrieben :)

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    1. Steffies Rezi hat mich auch nochmal zum Zögern gebracht und ich kann ihre Kritikpunkte (klischeehafte Teenager etc.) auch nachvollziehen, aber mich hat das nicht wirklich gestört. Ich fand die Charaktere ansprechend und gerade Harper in ihrem Gefühlschaos und mit ihren Ausbrüchen doch realistisch. Entweder man kann sich mit ihr identifizieren oder eben nicht, da hilft vielleicht ein Blick in die Leseprobe - man merkt da recht rasch, ob man sich an ihrem Verhalten stört ;)

      Ich bin neugierig wie du dich schlussendlich entscheiden wirst oder ob es ein ganz anderes Buch wird :)
      liebe Grüße

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