Review: Lothaire by Kresley Cole

Mittwoch, 29. August 2012

Description:
Driven by his insatiable need for revenge, Lothaire, the Lore’s most ruthless vampire, plots to seize the Horde’s crown. But bloodlust and torture have left him on the brink of madness—until he finds Elizabeth Peirce, the key to his victory. He captures the unique young mortal, intending to offer up her very soul in exchange for power, yet Elizabeth soothes his tormented mind and awakens within him emotions Lothaire believed he could no longer experience. Growing up in desperate poverty, Ellie Peirce yearned for a better life, never imagining she’d be convicted of murder—or that an evil immortal would abduct her from death row. But Lothaire is no savior, as he himself plans to sacrifice Ellie in one month’s time. And yet the vampire seems to ache for her touch, showering her with wealth and sexual pleasure. In a bid to save her soul, Ellie surrenders her body to the wicked vampire, while vowing to protect her heart. Elizabeth tempts Lothaire beyond reason, as only his fated mate could. As the month draws to a close, he must choose between a millennia-old blood vendetta and his irresistible prisoner. Will Lothaire succumb to the miseries of his past . . . or risk everything for a future with her?

Review:
Ich wollte dieses Buch und Lothaire gerne haben, wirklich. Lange haben wir auf Lothaires Buch warten müssen, wollten zuerst vielleicht gar nicht glauben, dass tatsächlich er zum Helden bzw. zu einem Helden werden sollte. Und seien wir mal ehrlich, die Autorin hat es uns mit diesem Buch nicht unbedingt leicht gemacht ihn sympathisch zu finden. Vor allem nicht am Anfang. Er erkennt seine Gefährtin nicht: schließlich kann sie kein Mensch sein, oder? Jemand, der in einem Trailer wohnt und gerne ohne Schuhe rum läuft. Da ist es doch wahrscheinlicher, dass die Göttin Saroya, die in diesem menschlichen Körper gefangen ist und sich in einem ständigen Kampf mit Ellies Bewusstsein befindet seine Gefährtin ist. Im Duell Göttin gegen Mensch braucht Lothaire nicht lange überlegen, wen er für geeigneter hält. Tja, wäre da nur nicht das Schicksal gewesen, das einen interessanteren Weg für ihn im Auge hatte.

Aber so weit sind wir hier noch nicht: Ellie versteht nicht genau was da mit ihr passiert. Schon in ihrer Jugend beginnt es, dass sie Stunden ihres Lebens verliert. Saroya übernahm in dieser Zeit ihren Körper und hat viel Unheil angerichtet. Eines Morgens wachte Ellie mit Blut an den Händen auf und fühlte sich schuldig. So wollte sie nicht leben und ließ sich gefangen nehmen und ins Gefängnis sperren. Jahre später steht ihr die Todesstrafe bevor und sie geht diesen Weg bereitwillig, weil sie nicht für weitere schlimme Taten verantwortlich sein möchte. Sie ist jung und unschuldig und doch beweist sie in diesem Moment so viel Kraft, was man nur bewundernd verfolgen kann. Lieber beendet sie ihr Leben als das anderer in Gefahr zu bringen. Lothaire weiß das aber zu verhindern und bringt sie in sein Penthause um sie vor einem solchen Unternehmen abzuhalten. Dabei erkennt er seine wahre Gefährtin aber nicht und beschließt Ellies Seele aus ihrem menschlichen Körper zu vertreiben damit diesen die Göttin Saroya ganz für sich in Anspruch nehmen kann. Denn es wurde vorausgesagt, nur mit einer Göttin an seiner Seite könnte er seinen Thron gewinnen. Nun ist es aber so, dass Saroya es eher anstrengend findet Lothaires Wünschen nachzugeben und sie denkt gar nicht daran sich ihm hinzugeben. Da schickt sie lieber Ellie vor, die die ihr verbliebene Zeit nun mit Lothaire verbringt. Und man möchte meinen Ellie wäre von ihm eingeschüchtert. Aber zu aller Verwunderung, auch zu Lothaires, ist das Gegenteil der Fall. Ellie hat nichts zu verlieren. Sie blickte dem Tod schon einmal ins Auge und sieht keine Zukunft für sich. Warum also Angst haben? Während es Lothaire einem mit seinem Verhalten Ellie gegenüber also nicht leicht macht ihn zu mögen, ist es bei Ellie ganz anders. Sie schließt man sofort ins Herz und fühlt sich mit ihr verbunden. Einerseits versteht sie diese Welt, die sich ihr offenbart nicht, aber jede Minute ihres Lebens genießt sie.

Ellie und Lothaire könnten vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein, ergänzen sich aber gut. Ellie ist humorvoll und offen und schafft es immer wieder Lothaire zu überraschen. Dieser taut in ihrer Gegenwart ein wenig auf und genießt die Zeit mit ihr. Das beginnt nur ganz langsam, aber je mehr Zeit sie füreinander haben, desto stärker sieht man, dass er dank ihr wieder ein bisschen menschlich wird. Zudem erfahren wir viel über seine tragische Vergangenheit, die doch ein anderes Licht auf seine Taten wirft. Gespickt ist die Geschichte mit so mancher erotischen Szene und auch der Unterton ist sehr humorvoll. Bei manchen Szenen kann man gar nicht anders, als zu lachen, vor allem, wenn man Lothaires Frustration dazu sieht.

Im Großen und Ganzen fand ich dieses Buch aber nur mittelmäßig gut. Meine Erwartungen waren wahrscheinlich wieder einmal viel zu hoch und ich sollte mir abgewöhnen überhaupt welche an ein Buch zu stellen. Aber bei einem Charakter, der so lange als Bösewicht und Gegner unserer lieb gewonnenen Protagonisten galt hatte ich mir einfach mehr erwartet, auch mehr erhofft. Kresley Cole bleibt ihrer Welt treu und ermöglicht jeden Charakter die Geschichte, die ihm zusteht. Dabei schreibt sie fesselnd und entführt ihre Leser auf eine unglaubliche Reise quer durch die Welten. Sie schafft es sogar die Guten für einen Moment als die Gegner darzustellen und je mehr man liest, desto sympathischer wird Lothaire. Leider gab es für mich einige negative Dinge: so das Verhalten unseres Helden Ellie gegenüber, seine Rücksichtslosigkeit, die ich zum Teil übertrieben fand und die Handlung fand ich über lange Strecken doch langweilig und frei von Action (so begleiten wir Lothaire auf seiner Suche nach dem Ring kaum und bleiben bei Ellie zurück, die aber im Penthause festsitzt).

Als nächstes steht die Geschichte über Uilleam MacRieve an. Ihr könnt euch nicht daran erinnern, wer das ist? Ja, so ging es mir zuerst auch. Ich konnte zwar den Namen der Gruppe der übernatürlichen Wesen zuordnen, dem er angehört, aber mehr Assoziationen kamen nicht auf auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass man ihn nach den letzten Bänden und zahlreichen Rückblenden wirklich kennen sollte. Ich bin zwar jetzt im Moment etwas enttäuscht davon, dass nicht jemand anderes sein Buch erhält (Wann kommt endlich Nix dran?), aber ich weiß, dass ich mich auf dieses Buch freuen darf und die Autorin auch daraus das Beste machen wird (hoffe ich zumindest).

PS: Nun wäre auch der richtige Zeitpunkt die Spin Off Serie zur Immortals After Dark Reihe ins Auge zu fassen: The Dacians startet mit Shadow’s Claim im November 2012 und ich werde sie mir nicht entgehen lassen.

Rating: C+

Buchinfos:
Mass Market Paperback, 496 pages
Published June 19th 2012 by Pocket Books
ISBN 9781451671728
Series: Immortals After Dark #11

Inhalt und Cover © Goodreads.com

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