[Talking about...] Charaktere & Ich

Mittwoch, 22. August 2012

Tja, das ist immer so eine Sache mit den Charakteren... Eigentlich hatte ich mich riesig über und auf die neue Reihe von Olivia Cunning gefreut nachdem mir ihre Sinners on Tour Reihe so gut gefällt. Auch die Bücher der One Night with Sole Regret haben Rockstars als Charaktere und mein Leserherz hat sich sofort darauf gestürzt. Oder besser stürzen wollen, denn als ich mir den Klappentext zu Try Me durchgelesen habe zögerte ich erstmal. Der Grund dafür war die Protagonistin oder vielmehr ihr Name - nämlich meiner. 

Ich kann es nicht genau beschreiben, aber sobald eine Protagonistin 'meinen' Namen hat dann bin ich voreingenommen. Ich möchte mich ja in die Charaktere hineinversetzen können und mich in der Geschichte verlieren. Hat die Heldin also den gleichen Namen wie ich ist das für mich erstmal schwierig. Ich fühle mich gleich angesprochen, versuche mich in dieser Person zu finden und bin schnell genervt, wenn sie anstrengende Charakterezüge besitzt. Das fühlt sich dann so persönlich an. Hört sich zuerst ganz merkwürdig an, aber ich kann es nicht besser beschreiben. Es stört mich einfach, weil ich mich dort in dieser Handlung sehe und wenn die Protagonistin dann Züge zeigt, die ich nicht mit mir in Verbindung bringe ist es schwierig ihr Sympathie entgegen zu bringen ^^

Darum bin ich meistens von solchen Büchern abgeschreckt, sobald einer der Hauptcharaktere Melanie heißt. Nun bin ich aber furchtbar neugierig auf dieses Buch und nach langem vor mich her schieben habe ich es heute begonnen. Noch fühl ich mich beim Lesen etwas merkwürdig und hoffe, dass sie vielleicht einen Spitznamen bekommt, mit dem ich mich nicht so identifiziere (alles außer Melli ist da super *g*) und mich nicht so fühle, als wäre ich das da in dem Buch ;) Ich mag mich zwar in Charaktere hineinversetzen, aber so extrem dann doch wieder nicht...

Wie geht es denn euch damit, wenn ihr euch selbst in Büchern begegnet? Fühlt ihr euch im ersten Moment auch komisch bis ihr seht wie sehr die Protagonistin sich von einem selbst unterscheidet? Oder habt ihr gar keine Probleme damit? Hier habe ich ja noch Glück, weil Melanie die Protagonistin und nicht irgendeine gemeine Gegenspielerin ist - damit könnte ich nämlich noch weniger anfangen...

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir erzählt, wie ihr zu dem Thema steht und in der Zwischenzeit bin ich neugierig wie ich mit dem Buch und der Protagonistin zurecht komme :)
liebe Grüße, Melanie

Kommentare:

  1. Ich finde das schon auch irritierend, aber nur anfangs. Wenn ich dann mal im Buch drinnen bin, ist es meistens kein Problem mehr. So heißt die Protagonistin in Glattauers "Ewig dein" wie ich und das hat mich letztendlich beim Lesen nicht gestört.
    Schließlich kenn ich ja auch andere, die so heißen wie ich und die ganz anders sind als ich. *g*

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    1. Der Einstieg ist für mich auch immer das Schwierigste und halt die Überwindung mit dem Lesen anzufangen...

      An andere, die so heißen wie ich, denke ich bei solchen Büchern aber eigentlich nie - da bin ich wohl zu Ich-bezogen ;)

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  2. Ich glaub, Einstiegsprobleme bzw. Probleme hätte ich bestimmt auch, wenn mal eine Protagonistin genauso heißen würde ich. Aber ich hab glücklicherweise einen sooo schrecklichen Namen, dass den eigentlich keiner verwendet. Jedenfalls ist mir kein Buch in den letzten Jahren untergekommen, wo die Protagonistin meinen Namen trägt. ;)

    Aber wie gesagt, Probleme hätte ich anfangs vielleicht auch damit, weil man sich automatisch mit seinem Namen "identifziert" bzw. sich selbst irgendwie angesprochen fühlt. Ist das jetzt verständlich?? o____O

    Grüßle

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    1. Ja ist verständlich ;) ich habe mir ja auch so schwer getan mich da auszudrücken, weil es halt ein merkwürdiges Gefühl ist... Unbewusst ist es da, aber richtig erklären lässt es sich leider nicht...

      Und du hast dir jetzt glatt noch ein PS-Mail eingehandelt *g*
      liebe Grüße

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  3. Mein Name ist mir bei einer Hauptperson in einem Buch noch nie begegnet, ich bin da aber auch sehr entspannt. Ich fände es sogar mal spannend, wenn ein Hauptcharakter meinen Namen hätte.

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    1. Ich find es ja interessant, wie anders man auf so eine Begebenheit reagieren kann... dann drück ich dir die Daumen, dass dir dein Name in einem Buch noch über den Weg läuft :)

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  4. Na richtig geil war es damals in der Schule, als wir "Kalter Mai" lesen mussten:

    "Als Katharinas Eltern ihre Arbeit verlieren, muss die Familie in ein kleines Kaff umziehen. Alles ist neu, die Umgebung, das Gymnasium, die Klassenkameraden, und Katharina kommt damit nicht zurecht. Erst als sie sich in Roland verliebt, findet sie Zugang zu anderen Jugendlichen."

    Da kam natürlich auch eine schöne Sex-Szene mit Katharina und Roland vor, da habe ich mich richtig toll gefühlt *ironie*

    Aber mein Name kommt ansonsten selten in Büchern vor, und wenn, dann als Catherine, Kathryn oder sonstwie auf Englisch, das stört mich überhaupt nicht.

    Sag mal, wann kommt die "7 Days 7 Books"-Auswertung? Und wer den Gutschein gewonnen hat? Ich hibbel schon seit zwei Wochen :-(

    LG
    Katharina
    Bookaddicted.de

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    1. Oje, das glaub ich dir sofort, dass das keine schöne Erfahrung war für dich :(
      Zum Glück kann ich mich an so etwas nicht erinnern, aber mich hätte es wohl gleich gestört bzw. in einem bestimmten Alter wäre es mir auch peinlich gewesen.

      Mit Abwandlungen meines Namens habe ich auch keine Probleme mehr - da fühl ich mich absolut nicht angesprochen *g* Und stimmt, Katharina ist mir bisher auch nur in solchen Versionen vorgekommen.

      Wegen der Auswertung: keine Sorge, das dauert nicht mehr lange ;) Wir haben noch auf die letzten Rückmeldungen gewartet und sind schon dabei alles fertig zu machen, also hab noch ein kleines bisschen Geduld :)

      liebe Grüße, Melanie

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  5. Ich glaube am Anfang fände ich es vielleicht komisch, aber wirklich stören würde es mich nicht, wenn man Name vorkäme. Am wenigstens, wenn es eine Nebenperson wäre, auch wenn es die böse, fiese Gegenspielerin wäre, das fände ich dann eher witzig. Ich identifiziere mich halt nicht so sehr mit meinem Namen, dass ich an mich selber denken würde, wenn ich ihn lese oder ähnliches. Irgendwie werde ich auch selten direkt mit meinem Vornamen angeredet...komisch. XD

    Allerdings kann ich mich auch nicht erinnern meinem Namen irgendwo begegnet zu sein, obwohl Maria jetzt auch nicht wirklich ein außergewöhnlichrt Name ist (ist meiner Meinung nach auch kein so toller Name, dass man unbedingt eine Protagonistin so nennen müsste). Wenn dann höchstens in der englischen Variante Mary und da würde ich auch sagen, gute Abwandlung, klingt viel besser (auch wenn mir da auch auf Anhieb kein Buchcharaktere zu einfällt). ^^

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    1. Stimmt, dein Name kommt mir auch öfters in der englischen Version unter. Wobei ich glaube, dass ich ihn noch öfters sehen würde, wenn ich mehr Contemporaries lesen würde... So spontan könnte ich jetzt auch kein Buch nennen, aber ich weiß, das ich einige gelesen habe - müsste ich sonst nochmal genau drüber schauen...
      Und es ist ja interessant, dass du dich über deinen Vornamen so wenig identifizierst :)

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    2. Ich glaube eine Heldin aus den Black Dagger Bänden heißt Mary, an mehr kann ich mich aber spontan nicht erinnern, aber der Name ist auch so weitläufig bekannt, dass er einem auch nicht unbedingt im Gedächtnis bleibt. ^^

      Aber wie man sieht hat das auch Vorteile, weil es mir so richtig egal ist, ob eine Person in einem Buch so heißt wie ich. :D In der Schule war das dann eher schon nervig, weil sich dann immer irgendjemand drüber lustig gemacht hat. ^^

      Es liegt vielleicht auch daran, dass ich meinen Namen nicht sonderlich mag. Er ist kein schlechter Name, aber ich mag ihn halt einfach vom Klang etc. nicht. Deswegen ist mir mein Name auch irgendwie nicht wichtig und schon gar nichts was mich irgendwie auszeichnet oder meine Persönlichkeit mitbildet. Ist halt einfach ein Name und wenn ich mir heute einen besseren aussuchen dürfte würde ich es tun. Ich würde sogar sagen, dass es mir mehr auffällt, wenn ein Charakter Lucina/Lucy heißt als Maria/Mary. :D

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  6. Ich hab das Glück, dass bei den englischen Büchern T(h)eresa immer gleich zu Tessa wird .,D Da mich so keiner nennt ist es mir egal :3
    Eine Teresa in einem Buch habe ich so noch nie gelesen ^^

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    1. Ich glaube ich auch nicht *grübel* ist halt auch ein eher deutscher Name, aber in der englischen Version habe ich ihn schon oft gelesen und er gefällt mir auch richtig gut :)
      liebe Grüße

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  7. auch bei mir ist es extrem unwahrscheinlich meinen richtigen (norddeutsch/holländischen) Namen in einem amerikanischen Roman zu lesen - und in einem deutschen Buch ist er mir auch noch nicht vorgekommen. Ich weiß auch, dass Amis den gar nicht gut aussprechen können ;)
    Was ich aber viel komischer finde, ist wenn Helden (auch in Kinofilmen) den Namen eines meiner Söhne tragen, was öfters schonmal vorgekommen ist :D Bei anderen bekannten Namen kann ich das allerdings total ausblenden :)

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    1. Bei anderen kann ich das auch ignorieren, aber ich find es irgendwie süß, wenn du deinen Söhnen in Büchern begegnest ;) Wäre für mich im ersten Moment auch merkwürdig...

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  8. Ich habe keine Ahnung, wie ich in dem Fall reagieren würde. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der Helma heißt. Und als Romanfigur bin ich der auch noch nie begegnet.

    Da hat ein seltener Name doch jede Menge Vorteile...

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    1. Dito, so geht es mir auch. Meinem Namen bin ich bisher auch noch nie begegnet und darüber eigentlich auch ganz froh. Das fände ich glaube ich ziemlich befremdlich ^^" Gerade wenn die Person im Buch dann noch so ganz anders ist, wie ich es bin. Nein, muss nicht sein =)

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    2. Achje, da schein ich es wirklich blöd getroffen haben - als ich noch Historisches gelesen habe (lang lang ist es her...) da bin ich dort auch immer mal wieder einer Melanie begegnet und konnte mich da schon nie ganz auf die Geschichte einlassen... Darum beneide ich euch grade schon etwas ;)

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