Once Upon a Time… 2012 Part II – A Year in Books

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Heute im zweiten Teil meines Rückblickes auf das Jahr 2012 möchte ich gerne auf meine Favoriten zu sprechen kommen. Zusammengefasst habe ich sie für die bessere Übersicht nach Genre ;) Also, lehnt euch zurück – das könnte eventuell ein kleines bisschen länger dauern...

Paranormal Romance
Bereits im Februar konnte eine neue Autorin mich für sich gewinnen – und zwar mit dem ersten Band einer neuen Reihe, Im Bann des Drachen von Thea Harrison (Rezi ist hier zu lesen). Drachen konnten mich in diesem Jahr überhaupt begeistern, neben jenen von Thea Harrison, die aber in ihrer Welt noch mit anderen Wesen aufwartet, waren nämlich auch jene von G.A. Aiken hoch im Kurs. Überhaupt habe ich von dieser Autorin viel gelesen, wobei meine Lieblingsbände immer noch Dragon Actually (Rezi) und Go Fetch! (Rezi) bleiben. Diese Autorin überzeugt in erster Linie mit ihrem direkten Humor, sie kommt ohne Umschweife zum Kern ihrer Aussage und ihre Charaktere sind absolut verrückt und für andere nur mit Vorsicht zu genießen. Als dritte in diesem Bunde möchte ich Darynda Jones mit Das Flüstern der Toten (Rezi) begrüßen. Zwar war es in diesem Jahr das einzige Buch der Autorin, das ich gelesen habe, aber dafür konnte es mich innerhalb kürzester Zeit für sich einnehmen. Mir gefällt die Idee, wenn der Sensenmann (oder in diesem Fall die Frau) eine positive Rolle einnimmt und Charley Davidson war nicht nur wegen ihres Berufes, sondern auch dank ihres Humors überaus sympathisch. An erster Stelle hätte ich hier aber wohl Lora Leigh nennen müssen, von der ich heuer wohl die meisten Bücher überhaupt gelesen habe. Besonders empfehlen kann ich dabei Lion’s Heat (Rezi).

Fantasy
Hier konnte sich eine Autorin ganz besonders hervorheben und zwei ihrer drei veröffentlichten Bücher habe ich alleine heuer gelesen. Am besten gefallen hat mir dabei aber der 1. Band Die Beschenkte von Kristin Cashore (Rezi). Sie hat ein unglaubliches Gespür für World Building und erschafft detailreiche und atemberaubende Welten. Neben den ungewöhnlichen Charakteren war es genau dieser Aspekt, der mich so faszinieren konnte. Auch sehr gut gefallen hat mir die Plötzlich Fee Reihe, allen voran aber Herbstnacht von Julie Kagawa (Rezi). Meghan und Ash hatten es als Paar nie einfach und auch hier werden ihnen erneut Hindernisse in den Weg gestellt. Die Protagonistin verändert sich hier von allen Charakteren am Stärksten und hat eine glaubhafte Verwandlung hinter sich. Ihr merkt man das Erwachsenwerden an und das in einer absolut märchenhaften Umgebung. Die Autorin hat mit der gesamten Reihe ein tolles Ambiente geschaffen. Als absolutes Lesehighlight darf auch Daughter of Smoke and Bone. Zwischen den Welten von Laini Taylor (Rezi) nicht fehlen. Innerhalb von diesen einem Buch lernen wird die Protagonisten von zwei komplett unterschiedlichen Seiten kennen. Die Autorin hatte mich mit der ersten Hälfe des Buches von für sich gewonnen, aber die zweite Hälfte war dann wirklich genial und ich hätte mit dieser Entwicklung nie gerechnet. Diese Gratwanderung würde nicht jedem Autor gelingen, sie meistere sie aber mit einer scheinbaren Leichtigkeit.

Contemporary Romance
Ihr werdet von dieser Autorin wahrscheinlich nichts mehr hören können *g* aber sie konnte mich dieses Jahr wirklich mit vielen Büchern begeistern. Die Rede ist von Jill Shalvis – meine Favoriten von ihr bleiben Simply Irresistible (Rezi) und Instant Temptation (Rezi folgt). Das Besondere dieser Autorin ist, dass sie in ihren Büchern ohne große Dramatik auskommt und die Charaktere mit all ihren Eigenarten wie aus der Realität gegriffen scheinen. Das waren für mich wohl die Wohlfühlbücher schlechthin. Und kurz vor Jahresende hat es ein weiteres Buch in diesem Genre geschafft mich absolut für sich einzunehmen. Just the Sexiest Man Alive von Julie James (Rezi folgt) war herrlich unterhaltsam und die Charaktere absolut genial. Wer mal einen Filmstar sehen möchte, der es gewohnt ist, dass ihm jeder Wunsch sofort abgelesen wird und der jetzt auf eine Frau trifft, die nicht im Geringsten daran denkt, das auch so zu machen und ihn damit regelrecht in den Wahnsinn treibt, wird hier fündig werden. Seite um Seite verliert er ein bisschen an Selbstbewusstsein, während sie ihm verfällt. Für mich war das eines der schönsten Bücher heuer und ich freue mich schon auf weitere Bücher dieser Autorin im neuen Jahr! Eine dritte Autorin, die ich auch erwähnen möchte, obwohl ich erst ein Buch von ihr gelesen habe ist Addison Fox mit Baby It’s Cold Outside (Rezi). In den letzten Wochen und Monaten hatte es mir Bücher mit einem winterlichen Setting sehr angetan und da habe ich das Perfekte gefunden. Schnee so weit das Auge reicht, kuschelige Stunden zu zweit und so manch interessante Nebenhandlung, die einem das Herz erwärmt. Auch hier freue ich mich auf die Fortsetzung.

Romantic Suspense
In diesem Genre konnte mich eine Autorin ganz besonders begeistern und das mit nur einem einzigen Werk – The Edge of Courage von Elaine Levine (Rezi). Seitdem warte ich auf die Fortsetzung, die nun endlich zu haben ist und demnächst auch gelesen wird. Diese Geschichte verbindet viele Aspekte in sich – von Romantik bis hin zu Action, es ist für ziemlich jeden etwas dabei: Momente, die sich nur auf die beiden Protagonisten konzentrieren, aber auch interessante Nebencharaktere, die uns noch begeistern werden. Aber auch Wild Card von Lora Leigh (Rezi) hat mir sehr gut gefallen und bot Nervenkitzel und Spannung. Den Atem anhalten gehörte da zeitweise einfach dazu, aber auch erotische Momente durften bei dieser Autorin nicht fehlen.

Erotic Romance
Lora Leigh wird in diesem Beitrag gleich dreimal erwähnt, aber wie ich finde durchaus zurecht. Sie schreibt toll und kann eben in verschiedenen Genres überzeugen. In diesem Bereich hat mir Wicked Pleasure (Rezi) aber am Besten gefallen. Erotik und Gefühl halten sich hier die Waage und besonders der männliche Protagonist hat es mir angetan mit seiner Vergangenheit und seiner charakterlichen Entwicklung. Absolut überrascht hat mich aber auch Heaven Sent von Jet Mykles (Rezi folgt, aber in der Zwischenzeit könnt ihr auch ja jene zu Reverb durchlesen) – hierbei handelt es sich um eine m/m Romance, die ich wegen dem Cover wohl nie gelesen hätte bzw. gar nicht erst darauf aufmerksam geworden wäre, hätte nicht eine Bloggerin absolut begeistert darüber gesprochen. Und so war es dann recht spontan, dass ich dieser Geschichte eine Chance gab und ich habe es nicht bereut, denn sie ist nicht nur erotisch, sondern auch gefühlsvoll.

Young Adult
Während ich schlief von Anna Sheehan (Rezi) ordne ich jetzt mal unter YA mit leicht dystopischen Hang ein, aber ich tue mir sehr schwer damit, das Buch als Ganzes als Dystopie zu sehen, weil es weniger um die veränderte Welt geht, sondern um die Charakterentwicklung der Protagonistin. Und ihr Weg ist zeitweise sehr ergreifend und brachte mich auch den Tränen nahe. Eine ergreifende Geschichte, die ich nahezu an einem Nachmittag verschlungen hatte und an die ich mich auch ohne Rezension noch sehr gut erinnern kann. Dazu kommt, dass es sich hierbei mal um einen Stand Alone handelt, das ist heutzutage ja schon eine Seltenheit. Ein reines YA Buch dagegen war Chasing Brooklyn von Lisa Schroeder (Rezi), wobei man diese Geschichte nicht unbedingt dann lesen sollte, wenn man traurig ist. Die Autorin greift nämlich sehr ergreifende Themen auf, in diesem Fall geht es um die Verarbeitung des Todes von geliebten Menschen und die Frage, wie es danach weiter geht. Wie lebt man, wenn man jemanden verloren hat? Mit wenigen Worten schafft sie es im freien Vers ihre Charaktere dennoch sehr tiefgründig und vielschichtig erscheinen zu lassen. Für diese Geschichte sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, unweigerlich wird man nämlich auch über sich selbst nachzudenken beginnen.

Historical Romance
Das ist wohl jenes Genre, in dem ich noch gar nicht viel differenzieren kann. Ich habe es erst vor einigen Monaten wieder für mich entdeckt und die Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe konnten mich fast alle begeistern, dank toller Buchtipps, die ich hier erhalten habe. Meine Lieblinge unter den gelesenen Büchern heuer sind aber The Duke and I (Rezi), An Offer From a Gentleman (Rezi folgt) – beide übrigens von Julia Quinn -, sowie The Madness of Lord Ian MacKenzie von Jennifer Ashley (Rezi folgt). Hier muss ich euch leider bei einigen Rezensionen noch vertrösten, aber dennoch sind es diese Bücher, die mich überzeugen konnten. Beide Autorinnen haben eine besondere Art zu Schreiben und ihre Charaktere lebendig werden zu lassen. Besonders mutig fand ich es von Jennifer Ashley den Charakter von Ian MacKenzie in den Mittelpunkt zu stellen. Er ist mitnichten ein einfacher Held, kann mit sozialer Interaktion nur wenig anfangen und ist mit den Gedanken oft woanders. Manchen mag er gefühlskalt und arrogant erscheinen, aber für mich war er absolut ehrlich und einer der besten männlichen Charaktere überhaupt, die ich heuer kennen lernen durfte.

Dystopian Novels
2012 war für mich kein dystopisches Jahr mehr – das Hoch war bereits im Jahr davor erreicht worden, in dem man gar nicht schnell genug schauen konnte und schon war eine neue Dystopie erschienen. Heuer kehrte da bei mir etwas Ruhe ein, ich möchte fast schon sagen ich bin Dystopienmüde geworden. Dennoch habe ich noch die ein oder andere gelesen und an dieser Stelle wären zwei erwähnenswert. Das wäre zum einen Starters von Lissa Price (Rezi) - ewige Jugend, dieser Gedanke steht hier für einen Teil der Bevölkerung im Vordergrund. Wie es aber für die Jugend aussieht bedenkt kaum einer und so lernen wir hier Callie kennen, die nach der Katastrophe fast ihre ganze Familie verloren hat und nun ums Überleben kämpfen muss. Als zweite Dystopie, die mir sehr gut gefallen und mich richtig fesseln konnte wäre Das Labyrinth. Die Auserwählten von James Dashner (Rezi) zu nennen, wo nur der Stärkste überleben kann und man sich nie in Sicherheit glauben sollte, denn diese kann trügerisch sein.
* * *

So, jetzt habt ihr es geschafft und wenn ihr bis hierher durchgehalten habt, dann kennt ihr nun meine Lieblingsbücher des Jahres 2012. Welche konnten euch überraschen und begeistern? Fesseln und den Atem nehmen? Ergreifen und zu Taschentuch greifen lassen? Auf welche Bücher blickt ihr zurück?

Letzte Woche hatte ich euch von meinen AutorenNEUentdeckungen erzählt, nächste Woche folgt dann der dritte und letzte Part in diesem Rückblick. Autoren und Bücher hätten wir nun, lasst euch überraschen was noch folgt.
Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Feiertag :)
Liebe Grüße, Melanie

Kommentare:

  1. Auf deine Ian MacKenzie Rezension bin ich echt gespannt. Ich habe den Roman ja auch schon mal angefangen und mochte Ian's soziale Problematik total gerne, aber mir hat es irgendwie missfallen, dass ansonsten alle Interaktionen mit der Heldin sexuell motiviert erscheinen... Das passte für mich nicht so und hab mich gleich zu Beginn abgeschreckt. Wenn das am Anfang schon so schlimm ist, wie wird es dann am Ende sein? So ungefähr war meine Befürchtung ._.

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    1. Huhu Lucina!
      Ich habe jetzt vorhin extra noch mal in diesen Band reingelesen, damit ich dir hier nichts Falsches sage oder etwas nicht mehr genau in Erinnerung habe...

      Die sexuelle Kompomente bleibt auch über das restliche Buch erhalten, obwohl ich dir vor meinem kleinen Reread wohl gesagt hätte, dass ich es gar nicht so ausgeprägt empfand ;) Ich finde auch jetzt noch, dass es zu diesem Charakter absolut gepasst hat - Ian ist ja einer, der mit sozialer Interaktion nur wenig anfangen kann, nicht lügen kann und auch humorvolle Aussagen nicht als solche versteht. Er ist einfach direkt in seiner Art und in seinen Taten und da fand ich es stimmig, wie er mit seiner Begierde umging. Und auch Beth ist keine Jungfrau mehr, sondern Witwe, und weiß sehr genau was sie will. Aber keine Sorge, es kommen dann auch noch stärkere Gefühle auf und bei Ian ist diese Entwicklung einfach andersrum - zuerst das Körperliche, dann das Emotionale.

      Aber wie gesagt, nachdem ich das Buch ein zweites Mal überflogen (oder fast schon gelesen habe, weil so viele schöne Momente dabei waren *g*) muss ich zugeben, dass diese erotische Spannung erhalten bleibt und beide Charaktere ihre Leidenschaft recht freizügig ausleben. Wobei es jetzt aber nicht 'schlimmer' wird, sondern das Niveau vom Beginn des Buches gehalten wird.
      Die Charaktere verstecken sich aber keinenfalls hinter verschlossenen Schlafzimmertüren und auch die Heldin selbst ist hier sehr offen und ergreift auch durchaus die Initiative. Ich weiß nicht, in wie weit dich das jetzt vielleicht stört, darum erwähne ich es lieber.

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen?! Und ich hoffe, du gibst dem Buch doch noch eine Chance - mir hat es beide Male so gut gefallen (beim 2. Mal vielleicht sogar noch einen Tick besser, weil ich wusste wie sich Ian entwickelt) und das wünsche ich anderen natürlich auch :)

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