Review: Instant Gratification by Jill Shalvis

Freitag, 28. Dezember 2012



Paperback Ausgabe 320 Seiten
ISBN 9780758231260


Serie: Wilder #2
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #1



„Wishful, California, is 3000 miles from Dr. Emma Sinclair's last job in a New York City ER. It may as well be another galaxy. Here, running her father's clinic for a summer, Emma treats bee stings, stomach flu, and the occasional pet cat. Plus, she has to contend with patients like Stone Wilder: gorgeous, laid-back, and irritating beyond belief. The man laughs at her. A lot. And Emma loathes him. All except that tiny part of her that wants to throw him on her examining table and break every doctor-patient rule in the book. . .
When Stone tries to help Emma learn to loosen up a bit, he pictures white-water rafting or scenic mountain hikes. Not a mind-blowing affair that shakes them both to the core. Emma's sure she has no place in a town like Wishful, but Stone knows different. Emma belongs here - in this town, in his life. And convincing this strong-minded, stubborn, sexy woman of that fact will be a challenge no Wilder man could resist…“

Review
Diese Ausgabe der Wilder Reihe ist eine Neuauflage und ich bin wirklich glücklich über die Entscheidung, die Bücher mit neuem Cover in einem anderen Format noch einmal zu veröffentlichen. Andernfalls hätte es wohl noch länger gedauert bis ich die Bücher gelesen hätte. Aber so haben mich die neuen Cover sofort angesprochen und mich neugierig gemacht. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat mir Instant Gratification einen Tick weniger gut gefallen, aber der erste Band konnte auch mit einem tollen Setting überzeugen. Der Handlungsort ändert sich hier zwar nicht, aber doch die Jahreszeit. Damit ist aber auch die Abgeschiedenheit des Ortes nicht mehr ganz so ausgeprägt und die Bewohner von Wishful haben die Möglichkeit stärker einbezogen zu werden.

Jill Shalvis schafft es immer wieder ihren Helden Charaktereigenschaften zuzuschreiben, durch die sie nur als süß bezeichnet werden können. In diesem Fall war es Stones panische Angst vor jeder Art von Nadel und Spritze. Und das hat schon was, wenn man bedenkt, dass er sich aus Helikoptern stürzt und sich im Extremsport bestens auskennt und sich zu jeder Jahreszeit in den Sierras zu unterhalten weiß. Im Grunde fehlt ihm aber ein Aspekt in seinem Leben, den er nicht in seinem Unternehmen Wilder Adventures and Expeditions findet. Dort gibt es immer mehr Aufträge, mehr Arbeit und damit auch mehr Papierkram, mit dem nur wenig anfangen kann. Auf jeden Fall hat er dank seiner Arbeit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und Emma lässt ihm seine Devise ‚A Band Aid is all I need‘ nicht durchgehen und verfolgt in konsequent mit ihrem Arztkoffer. Und Stone hat doch tatsächlich nichts Besseres zu tun als sich vor ihr zu verstecken. Tja, wäre da nur nicht sein Bruder, der sich mit ihm gerne mal ein Späßchen erlaubt.

Stone ist aber viel vielschichtiger, als man zuerst annehmen möchte und erst im Laufe der Handlung werden weitere Charakterzüge an ihm offen gelegt, durch die Emma eine ganz neue Seite an ihm kennen lernt. Emma selbst macht im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch. Beim ersten Kennen lernen wirkte sie sehr förmlich und steif, konnte sich nicht wirklich entspannen und brauchte den Stress, den sie aus der Notaufnahme in New York kannte. In Wishful gibt es aber ein anderes Tempo und diese Entschleunigung musste sie erst akzeptieren. Ebenso die Eigenart, dass auf dem Land die Bezahlung doch mal in einer anderen Form stattfinden kann, aber lest das lieber selbst. Während Emma offen darüber redet, dass es ihr in Wishful nicht gefällt und sie nur so lange hier ist bis es ihrem Vater besser geht, übernimmt Stone jede Aufgabe um zu helfen und steckt all seine Zeit in den Familienbetrieb auch wenn er andere Wünsche hegt.

Vermisst habe ich ihn diesem Band aber definitiv die Frischverliebten aus Instant Attraction – Brady und Katie waren nirgends zu sehen und in den Vorflitterwochen. Das fand ich eigentlich sehr schade, hätte ich die beiden doch gerne weiterhin zusammen erlebt. Wenigstens müssen wir nicht auf Annie und Nick verzichten, die in ihrer Beziehung den nächsten Schritt wagen wollen und sich an den Gedanken daran auch erst gewöhnen müssen. Während Cam und Katie nun aber abwesend sind, treten andere Personen in den Vordergrund. Im 1. Band gab es eine zweite Liebesgeschichte rund um Annie und Nick, nun sind es Serena und Spencer, ein Kollege von Emma, bei denen die Funken sprühen auch wenn man das zu Beginn gar nicht glauben mag. Im Vergleich zum Vorgängerband bekommen die beiden aber nur wenig Raum für sich und erst zum Ende hin erhält man einen kleinen Einblick. Auch wenn mir Serena aufgrund ihres Verhaltens Cam gegenüber nicht besonders sympathisch war, so hätte ich die Wandlung in ihr gerne deutlicher erlebt.

Instant Gratification hat mir auf jeden Fall schöne Lesestunden beschert, aber irgendetwas hat mir dann doch bis zum Schluss gefehlt. Vielleicht eine gewisse emotionale Tiefe oder eine stärker ausgeprägter Handlung, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass dieses Buch mehr hätte sein können. Ich kann nur hoffen, dass sich dieser Eindruck mit dem nächsten Teil der Reihe wieder ändert und mich mehr begeistern kann. An sich ist es nämlich kein schlechtes Buch, nur hatte ich mir von den Charakteren wohl mehr erwartet.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

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