Review: The Truth About Lord Stoneville by Sabrina Jeffries

Donnerstag, 24. Januar 2013



Paperback Ausgabe 392 Seiten
ISBN 9781439167519


Serie: Hellions of Halstead Hall #1
Deutsche Übersetzung: Lord Stonevilles Geheimnis
Englischniveau: 2 (= mittel)




„In the two decades since a tragic "accident" took the lives of his parents, Oliver Sharpe, the Marquess of Stoneville, has survived the scandal surrounding that fateful night by living as an unrepentant rakehell. And with his grandmother vowing to disinherit him if he doesn't settle down and wed, he plans to fulfill the bargain in true Sharpe style—by bringing home a fake fiancée from a brothel! But his scheme is derailed when he rescues an American beauty in a dire predicament instead.
Maria Butterfield came to London to track down her groom-to-be, who's gone missing, but her engagement won't stop Oliver from getting what he wants: her, in his bed. His rebellious masquerade may call his grandmother's bluff, but it's soon made all too real—by a love that tempts him to be a hellion no more.“

Review
Mit diesem ersten Band der Hellions of Halstead Hall Reihe stellt uns Sabrina Jeffries eine durchaus ungewöhnliche Familie vor. Nicht umsonst haben die Protagonisten schon in ihrer Jugend den Namen Hellions of Halstead Hall erhalten. Nach dem Tod ihrer Eltern stellte ihre Erziehung für ihre Großmutter nämlich eine wahre Herausforderung dar, denn drei junge Männer und zwei Frauen können für so manches Chaos sorgen. Vor allem, wenn sie sich nicht so entwickeln wie es die Großmutter gerne gesehen hätte. Stattdessen gehen sie alle ihren eigenen Weg, denken gar nicht an Heirat und Familiengründung und trotz all der Gerüchte, die in der Gesellschaft über sie im Umlauf sind, lassen sie sich davon nicht von ihren eigenen Vorstellungen abbringen. Unabhängigkeit wird groß geschrieben, bis ihre Großmutter genug davon hat und ihren Enkeln eine Frist setzt.

Hier setzt dann The Truth About Lord Stoneville ein, der als Ältester versucht seine Großmutter von ihrem Vorhaben abzubringen. Er will sich in keine Ehe zwingen lassen, hat er doch selbst gesehen wie gut (oder eben weniger gut) das bei seinen Eltern funktioniert hat und er das keiner Frau antun möchte. Also muss eine Ablenkung her und er versucht seine Großmutter auszutricksen. An dieser Stelle kommt dann Maria ins Spiel, die Oliver durch eine List an seine Seite ziehen kann. Sie soll seine Großmutter schocken, doch vielmehr wendet sich das Blatt und auch Olivers Geschwister beginnen sich in diese neue Beziehung einzumischen.

Maria und Oliver geben ein wirklich schönes Pärchen ab. Jede andere Frau hätte Oliver wohl gelangweilt, aber Maria kann von Anfang an sein Interesse wecken. Was wäre da weniger geeignet, als ihm mit einem Schwert zu bedrohen. Darauf folgt eine humorvolle Szene auf die andere und bei Maria kann man sich nie sicher sein, welchen Schritt sie als Nächstes gehen wird. Dafür ist sie zu selbstständig und als Amerikanerin nicht an die Gepflogenheiten der englischen Gesellschaft gewohnt. Dieses Feuer bringt ein besonderes Prickeln in ihre Beziehung zu Oliver, der ihr immer mehr verfällt, aber doch bis zum Schluss dagegen ankämpft.

Eine ebenso interessante Rolle nehmen auch Olivers Geschwister und seine Freunde ein, die allesamt ungewöhnliche Charaktere sind. Zwar sind die nicht gänzlich ohne klischeehaften Einfluss, aber ich kann mir hier schon gute Konstellationen vorstellen und bin neugierig, welche Versuche sie alle unternehmen werden um den Schicksal zu entkommen, das ihre Großmutter für sie geplant hat. Sabrina Jeffries kann mit ihren Charakteren in jeder Hinsicht überzeugen, auch ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Leider schafft sie es nicht das Niveau der Geschichte über die gesamte Länge zu halten. So schleicht sich etwa kurz nach der Hälfte eine gewisse Schwäche in der Handlung ein. Sie wird kaum vorangebracht und ohne Grund in die Länge gezogen. Um den Leser besser unterhalten zu können hätte es dem Buch gar nicht mal geschadet ein paar Seiten weniger gehabt zu haben. Und auch wenn die Geschichte ihre Längen hatte, so ging es mir für die Charaktere selbst vielleicht einen Tick zu schnell und ich hätte es gerne gesehen, wenn sie mehr Zeit miteinander verbracht hätten.

Schlussendlich hat mir dieses Buch also gut gefallen, aber mir fehlte das gewisse Extra. Ich kann nicht mal genau sagen was ich gerne gehabt hätte, einfach von allem mehr. Mehr Prickeln, mehr Humor, mehr Spannung. Grade der letzte Punkt fiel für meinen Geschmack zur Gänze durch, denn die Hintergrundgeschichte rund um den Tod der Eltern der Hellions of Halstead konnte mein Interesse kaum auf sich lenken. Ich weiß aber bereits, dass sich dieser Handlungsstrang über die gesamte Reihe ziehen wird. Damit wird es wohl nur kleine Fortschritte in der Auflösung geben, die Auflösung interessiert mich jetzt fast gar nicht. Aber da ich der Autorin sowieso noch eine Chance geben und ein weiteres Buch von ihr lesen werde, lasse ich mich auch in dieser Hinsicht einfach überraschen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch ja eher lahm bis nervig; vermutlich war ich für den Humor nicht empfänglich! ;)

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    1. Die Geschichte hatte schon einige Längen, aber im Großen und Ganzen hat sie mir doch gefallen. Und es kommt ja morgen noch die Rezi zu Band 2, den habe ich auf Deutsch gelesen und der hat mir schon ein bisschen weniger gut gefallen. Das spielt die Übersetzung auch mit rein, aber Maria fand ich sympathisch ;) so kommt halt jeder anders mit Charakteren aus *g*

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    2. Band 2 fand ich z.B. extrem lahm, da war Band 1 wirklich noch spannend dagegen. ^^

      Ich habe am Ende übrigens fast das gleiche Fazit gezogen, es fehlte das gewisse Extra, auch wenn ich die Charaktere mochte. :D

      Ab Band 2 hat mich dann auch die Sache mit den Eltern interessiert, wie geht es dir in der Hinsicht? ^^

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    3. Die Geschichte rund um die Eltern hat mich da ehrlich gesagt immer noch nicht richtig gefesselt ;) Ich finde einfach, dass man dazu immer noch so distanziert ist und an den Ermittlungen und Überleugungen selbst kaum teilhaben kann, sondern immer nur das Ergebnis präsentiert bekommt... aber vielleicht ändert sich das noch mit den nächsten Bänden. Vielmehr habe ich dann alles aufgeschnappt was es über Masters und Minerva zu lesen gab und auf ihren Band freue ich mich besonders!

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