Review: Echoes at Dawn by Maya Banks

Montag, 4. Februar 2013


Mass Market Paperback Ausgabe 307 Seiten
ISBN 9780425250860


Serie: KGI #5
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #2Band #3Band #4




„Grace Peterson is desperate, in hiding, and on the run after escaping a shadowy group determined to exploit her extraordinary ability to heal others. Her only lifeline--an unerring telepathic ability she shares with her sister--has been severed, leaving her alone and vulnerable. And time is running out...
Enlisted to bring Grace home is Rio, relentless member of the KGI. He's unprepared for his reaction to this wounded, damaged woman, and he's fiercely determined to protect her from those who nearly destroyed her. In Rio, she finds a safe haven, and for the first time...hope. But the mission is far from over. The danger Grace has eluded is fast closing in. And now it's pitching two lovers toward an unfamiliar horizon, with no place left to hide.“

Review
Mit Echoes at Dawn haben wir den mittlerweile fünften Band in der KGI Reihe von Maya Banks vor uns und für mich ist es die logische Fortführung von Whispers in the Dark. In diesem Band schlug die Autorin nämlich einen neuen Weg ein und brachte das paranormale Element in eine Reihe, die ursprünglich dem Romantic Suspense Genre zuzuordnen war. Es bleibt abzuwarten, ob sie dieses Element mit den Fortsetzungen wieder fallen lässt (Edit: zumindest für das nächste Buch sowie eine dazugehörige Kurzgeschichte kann ich das bejahen!), Echoes at Dawn hat diesen Einschlag aber noch. Damit hängen Whispers in the Dark und Echoes at Dawn für mich zusammen, auch weil hier Schwestern in den Mittelpunkt gestellt werden, die ein sehr inniges Verhältnis zueinander haben und beide auf der Flucht sind.

Shea fand im Vorgängerband Zuflucht bei den Kellys, nun ist es an Grace Sicherheit zu finden. Und diese soll ihr Rio bieten, der es sich nicht erklären kann warum er sich so zu Grace hingezogen fühlt. Aber er übernimmt kurz entschlossen diesen Auftrag und findet sich bald in gefährlichen Situationen, die es nun mit seinem Team und Grace zu meistern gilt. Dabei werden sie alle an ihr körperliches und emotionales Limit gebracht und die Autorin mutet ihren Charakteren so einiges zu, von dem man meinen möchte ein ‚normaler‘ Mensch würde schon vorher zusammen brechen. Dieser Zusammenbruch lässt aber auf sich warten und Grace entpuppt sich als eine starke Frau, die, als sie erstmal entschieden hat, dass sie leben möchte, diesen Vorsatz gezielt verfolgt und sich nicht länger unterkriegen lassen möchte. Dennoch hatte ich Probleme mich mit ihr zu identifizieren, ihr Schicksal berührte mich nicht so wie es bei vorherigen Charakteren der Fall war.

Unter den Nebencharakteren fand ich einen Mann besonders interessant und auch wenn er hier noch der gegnerischen Seite angehört(e), so hoffe ich doch, dass er erneut mit KGI in Kontakt kommen wird und wir mehr von ihm erfahren. Seine Wert- und Moralvorstellungen sind am Schwanken und genau das wäre doch der Auftritt für die perfekte Frau für ihn. Zumindest würde ich es ihm (und mir) wünschen, denn ich kann mir schon jetzt vorstellen, dass er noch so einiges zu erzählen hätte. Es sagte ja schon viel über ihn aus, dass er Rio einen Vorsprung gab und sich auch Grace gegenüber vergleichsweise nett verhielt. Wenn mich Nebencharaktere aber mehr zu begeistern wissen, als das eigentliche Paar dann soll das schon was heißen.

Im Großen und Ganzen könnte man wohl sagen, dass ich dieses Buch übertrieben fand. Und zwar in aller Hinsicht: eine Heldin, die am Boden ist, aber trotzdem noch zu Gewaltmärschen fähig ist. Ein Held, der seine Frau von der Welt gänzlich abschotten möchte. Ein Mann, der jahrelang ein guter Kamerad war und in KGI (zumindest möchte man das meinen) eine zweite Familie gefunden hat nur um sie dann zu verraten. Ein Mädchen, das gänzlich unschuldig zum Auslöser für diese Hetzjagd wird. Ein Bösewicht, der den Tod mehr als nur verdient hat, sich aber leicht einschüchtern lässt. Irgendwie passt das alles nicht so gut zusammen und fühlt sich nicht richtig an.

Echoes at Dawn ist nichts Ganzes und nichts Halbes, es ist weder ein typisches Romantic Suspense Buch noch ein Paranormal. Es ist kein Geheimnis, dass ich es besser gefunden hätte, wenn sich die Autorin auf eine Richtung konzentriert hätte. So wie es hier ist fehlte mir etwas bzw. wäre ein weniger mehr Realität, trotz des Genre, gar nicht mal so schlecht gewesen. Den Fortsetzungen werde ich dennoch eine Chance geben und hoffe, dass es bei diesem einmaligen Ausflug (wenn ich beide Bücher als Einheit sehe) ins Paranormale Genre bleibt.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

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