Review: Romeo, Romeo by Robin Kaye

Montag, 25. Februar 2013


Paperback Ausgabe 383 Seiten
ISBN 9781402213397


Serie: Domestic Gods #1
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt.
Englischniveau: 1 (=leicht)
Review zu Band #3




„Rosalie Ronaldi doesn't have a domestic bone in her body. All she cares about is her career, so she survives on take-out and dirty martinis, keeps her shoes under the dining room table, her bras on the shower curtain rod, and her clothes on the couch.
Nick Romeo is every woman's fantasy - tall, dark, handsome, rich, really good in bed, AND he loves to cook and clean. He says he wants an independent woman, but when he meets Rosalie, all he wants to do is take care of her. Before too long, he's cleaned up her apartment, stocked her refrigerator, and adopted her dog.
So what's the problem? Just a little matter of mistaken identity, corporate theft, a hidden past in juvenile detention and one big nosy Italian family too close for comfort.“

Review
Ursprünglich war mir die Reihe wegen ihrer Grundidee ins Auge gesprungen und ich wollte den Versuch einfach mal wagen. Wie sich herausstellen sollte gefällt mir Robin Kayes Schreibstil sehr gut und ihre Charaktere sind absolut liebenswert. Ihre Bücher wären sogar fast Wohlfühlbücher, weil sie nicht so vor Konflikten strotzen, wären sie nicht etwas lang. Nicht dass das an sich schlecht wäre, aber in Romeo, Romeo haben sich dadurch leider einige Längen eingeschlichen. Ansonsten kann die Autorin erneut mit einem flüssigen und leichten Schreibstil überzeugen. Die Charaktere sind facettenreich, wenn auch die Nebencharaktere etwas klischeehaft sind, aber das hat mich in diesem Fall gar nicht so gestört.

Rosalie und Nick sind ein tolles Pärchen und das von Anfang an. Da gab es keine merkwürdige Spannung oder Missverständnisse zwischen ihnen. Sie fühlten sich wohl beim anderen und genossen ihre Zeit. Natürlich gab es im Hintergrund Geheimnisse, aber sie hatten keine große Wichtigkeit. Zumindest noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Anfangen sollte alles mit der Anziehungskraft zwischen ihnen, aber als Rosalie krank wird ändert sich alles. Nick kümmert sich rührend um sie, umsorgt sie, vergisst ihren Hund nicht und bringt nebenbei auch ihren Haushalt auf Vordermann. Sie bekommt das eigentlich gar nicht so mit, wie er Stück für Stück bei ihr einzieht und dementsprechend überraschend ist diese Tatsache dann auch für sie. Nick aber hat bei ihr sein Zuhause gefunden und gibt das offen zu. Er fühlt sich so wohl bei Rosalie und das berührt jedes Leserherz. Außerdem, welche Frau kann schon einem Mann widerstehen, der kochen und putzen kann, immer mit süßen Überraschungen aufwartet und den Hund mit zur Arbeit nimmt?

Und noch bevor es die beiden wissen, weiß es schon ihr Umfeld. Nämlich, dass sie zusammen wohnen und einander lieben. Aber die beiden sind ja stur, halten sich an ihre merkwürdige Abmachung nur eine schöne Zeit miteinander verbringen zu wollen bis einer von beiden weiter ziehen will und beide wagen es nicht dem anderen die Wahrheit zu sagen. Dabei geht es ihnen zum Teil wirklich miserabel, besonders Nick, und mit einem Gespräch wäre vieles geklärt, aber sie wollen es nicht einfach, sondern kompliziert haben.

Leider ist es jetzt so, dass ich das Ende viel zu überstürzt fand. Da wurde vorher so ein Aufwand gemacht, dass sie keine Beziehung wollen und doch etwas anders abgesprochen hatten, dass sie Geheimnisse voreinander haben etc., aber schlussendlich spielte das alles kaum eine Rolle. Schade, dass Robin Kaye das nicht eleganter gelöst hat, denn so fragt man sich warum dieser Aufwand dann notwendig war. Zudem war die Geschichte zwar humorvoll, aber es wirkte nicht so natürlich wie es im dritten Band der Fall war. Vielmehr bemühten sich die Charaktere es ja locker zu halten, was vielleicht nicht die beste Möglichkeit war.

Wie bekannt sein dürfte habe ich die Reihe ja durcheinander gelesen, also mit Band 3 angefangen und erst dann diesen ersten Band gelesen. Nun hatte ich mit nach Teil 3 auf die Vorgänger sehr gefreut, aber hier verging mir die Lust fast wieder. Die Rede ist von Annabelle, der Heldin des zweiten Bandes. In Breakfast in Bed war mir Annabelle als Beccas beste Freundin sehr sympathisch und liebenswert. Als Rosalies Schwester hat sie in Romeo, Romeo jedoch absolut versagt und war mir so unsympathisch, sodass ich nun nicht mal Lust auf ihre Geschichte habe, obwohl sie sich wieder bessern soll. Ich frage mich da wirklich wie sich eine Person so drehen kann. Wüsste ich nämlich nicht, dass es sich hier um ein und dieselbe Annabelle handelt hätte ich schwören können zwei verschiedene Frauen vor mir zu haben. Aber den Grund für ihre Veränderung werde ich wohl nur erfahren, wenn ich auch ihre Geschichte lese. Mal sehen wann es soweit sein wird.

Schlussendlich hat mir Romeo, Romeo also nicht ganz so gefallen wie ich es erwartet hätte. Aber gute Unterhaltung bot mir das Buch allemal und Breakfast in Bed kann ich nur empfehlen! Was es mit den anderen zwei Bänden auf sich hat wird sich erst zeigen, aber wer auf der Suche nach leichter Unterhaltung mit vertauschten Geschlechterrollen ist, der wird hier fündig werden.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ohhh, los les endlich Band 2. *lach* Dann weißt du, wie Belle sich in sich selbst vergraben hat. ;)

    Bisher ist Band 3 auch mein Lieblingsband. Band 4 passt bisher noch nicht ganz ins Konzept, auch wenn ich ihn schon fast durchhabe. Hm. Ben und Gina sind ja dann doch sehr unterschiedlich im Vergleich zu ihren Vorgängerpärchen und das auf so viele Art und Weise. Den Einzigen, den ich bisher gerne erwürgen würde, auch wenn er es gut meint, ist Bens Großvater. Gott, der alte Typ mischt sich in Sachen ein, dafür könnte man ihn wirklich erwürgen. Besonders was er dann mit Bens Ranch macht. *brrr*

    Aber gut, ich werd dann mal weiter versuchen, dich zum Weiterlesen zu bewegen. *hehehe+

    Liebe Grüße,
    Mandy

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    1. Ok ok, ich mach ja schon und bestell das Buch mal eben. Warte kurz... jupp, und bestellt. So. Und wehe das wird nichts! ;) Zuerst stecke ich dich mit der Reihe an und jetzt musst du mich schon überzeugen, dass ich diesen Band hier lese *hust*

      Mh, vielleicht wäre es besser gewesen, wenn die Autorin nach Band 3 die Reihe beendet hätte? Ben finde ich zwar süß, aber so richtig neugierig konnte er mich noch nicht machen. Nicht, dass der Abschluss der Reihe dann merkwürdig wird, weil die Autorin mehr erhofft hat, als die Charaktere dann hergeben...

      Liebe Grüße, Melli

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