Review: The Viscount Who Loved Me by Julia Quinn

Donnerstag, 21. Februar 2013



Paperback Ausgabe 384 Seiten
ISBN 9780749936587


Serie: The Bridgertons #2
Deutsche Übersetzung: Wie verzaubert man einen Viscount?
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #1



„Anthony Bridgerton needs a wife. Having spent his twenties in a rakish pursuit of pleasure (whilst taking care to ensure the financial security of his mother and seven younger siblings and mother) he knows it's high time he settled down and ensured the continuation of the Bridgerton line. Edwina Sheffield is considered the most beautiful debutante of the current season. She is also sweet, innocent and eminently biddable - Anthony is sure she'll make a perfectly acceptable wife and vows to make her his. The only obstacle in his way is Edwina's older sister, Kate. Kate is determined to do all she can to allow her sister the chance to marry for love rather than convenience. And the roguish viscount is beginning to think he may have met his match in Kate's keen wit and sharp tongue. Until, that is, he makes the mistake of kissing her...“

Review
Nachdem mir der erste Band in der Bridgertons Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich gar nicht lange auf die Fortsetzung warten und war froh direkt weiter lesen zu können. Julia Quinn ist vor allem durch ihren Schreibstil bekannt, der locker-leicht ist und für fast jede Gefühlslage passend ist. Sie nimmt ernste Themen in ihre Bücher auf, aber unterlegt alles mit einem humorvollen Ton, der der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Diese Kombination gelingt ihr scheinbar mühelos und so ist es kein Wunder, wenn man sich bereits nach wenigen Seiten in dieser Welt verliert und die Charaktere fast Wirklichkeit werden.

Anthony kennen wir schon aus dem Vorgängerband, aber hier hat er nun die Chance mehr von sich zu zeigen. Er hat es in seiner Stellung als Viscount nicht leicht, kümmert sich rührend um seine Familie und hat für Probleme immer ein offenes Ohr. Da hat er es gar nicht gerne wegen einer Frau unter Druck gesetzt zu werden. Seine Vergangenheit spielt da eine nicht unwesentliche Rolle und lernt man Anthony erst näher kennen versteht man auch sein Verhalten. Und wünscht ihm gleichzeitig von Herzen sein Glück und dass er nicht zu stur ist um es nicht zu erkennen. Mit Kate selbst hatte ich länger Probleme – sie war mir zwar sympathisch, aber ihre Vorurteile fand ich leicht übertrieben. Sie ist stolz darauf eine selbstbewusste Frau zu sein, die keinen Mann an ihrer Seite braucht um den Sinn im Leben zu finden. Sie ist humorvoll und hat eine Vorliebe für Diskussionen. Kaum eine Aussage anderer lässt sie unkommentiert und hat zu jedem Thema eine eigene Meinung. Und dennoch hält sie an Gerüchten und Vorurteilen fest, was nicht ganz stimmig wirkt. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn sie sich selbst ein Bild gemacht hätte, anstatt anderen blindlings zu glauben. Herzergreifend fand ich dagegen Kates Schwächen – dadurch wurde sie für mich erst greifbarer und menschlicher. Ihre Angst vor Gewittern machte sie mir sehr sympathisch und dank diesem Aspekt hatte auch Anthony die Möglichkeit die sanfte Seite an ihn zu zeigen. Die Aufarbeitung dieser Angst wäre für mich aber gar nicht notwendig gewesen, tut der Geschichte an sich aber keinen Abbruch.

Bei den Nebencharakteren konnte Julia Quinn ebenfalls überzeugen. Neben den Bridgertons spielt auch Edwina eine große Rolle und man lernt sie recht gut kennen. Edwina ist jene Debütantin, auf die Anthony eigentlich sein Auge geworfen hatte, aber weniger, weil er sich in die verliebt hatte, sondern weil sie für die Gesellschaft wohl die perfekte Braut und Frau darstellte. Sie ist mit Kate gar nicht zu vergleichen und hätte Anthony wohl schnell gelangweilt. Aber an sich ist sie sehr sympathisch und liebenswert. Nur liegen ihre Interessen halt woanders, aber sie sollte auch so ihr Happy End finden und dass Julia Quinn auch das aufgegriffen hat fand ich sehr schön. Sie hätte sie ja auch ignorieren und sie ihrem Schicksal überlassen können. Und genau das ist das Schöne – stellt die Autorin neue Charaktere vor bemüht sie sich auch um diese und lässt sie nicht nur links liegen.

Alles in allem hat mir dieser zweite Band der Reihe auch sehr gut gefallen, konnte aber nicht ganz an seinen Vorgänger heran reichen. Das schreibe ich in erster Linie der Heldin zu, denn der Schreibstil war wie erwartet perfekt. Anders kann ich es nämlich nicht sagen, denn hier hatte ich nichts auszusetzen. The Viscount Who Loved Me sorgt für tolle Lesestunden und bietet immer wieder humorvolle Szenen, die zum Lachen einladen. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf die nächsten Bände und kann diese Reihe nur empfehlen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Von Julia Quinn hab ich jetzt schon so oft gelesen, dass ich es wirklich mal mit ihren Büchern probieren muss.
    Die klingen ja eigentlich so als könnten sie einem Jane Austen-Fan gefallen. ;-)

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    1. Jetzt da ich wieder historische Liros lese bin ich ja versucht zu sagen, dass man Julia Quinn unbedingt ausprobieren sollte und an ihren Büchern nicht vorbei darf ;) Aber ja, sie schreibt wirklich toll und ist auf jeden Fall eine Chance wert!

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    2. @Neyasha
      Die deutschen Bücher werden damit beworben, dass sie eine zeitgenössische Jane Austen wäre XD

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  2. Ich wollte das Buch eigentlich erst nächsten Monat lesen, aber deine Rezension macht es mir wirklich schwer an diesem Entschluss fest zu halten

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    1. Es hat aber was Gutes die Bücher nicht auf einmal zu verschlingen - so hat man länger was von dieser unglaublich liebenswerten Familie! Die Geschichten sind ja zum Genießen da und der perfekte Moment dafür wird sich sicherlich ergeben :)

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