Review: Gefährlicher Fremder by Lisa Marie Rice

Donnerstag, 7. März 2013



Taschenbuch Ausgabe 368 Seiten
ISBN 9783802583995 Egmont Lyx Verlag


Serie: Dangerous #1
Originaltitel: Dangerous Lover





„Mitten in einem Schneesturm taucht ein geheimnisvoller Mann in Caroline Lakes Buchhandlung auf. Der attraktive Jack Prescott, der aus dem Nichts zu kommen scheint, zieht Caroline gleich in seinen Bann. Was sie nicht weiß: Jack hat einige wertvolle Diamanten aus Afrika mitgebracht, deren vorheriger Besitzer ihm nun auf den Fersen ist...“

Review
Das war schon eine merkwürdige Sache mit dieser Autorin und dieser Reihe. Jahrelang kannte ich den Namen nur vom drüber schauen, nie habe ich mich näher mit ihr beschäftigt. Ich fühlte mich vorher nicht davon angesprochen und dann sah ich die Autorin bzw. diese Reihe kurz hintereinander gleich mehrmals und plötzlich war mein Interesse geweckt. Und dann konnte es gar nicht schnell genug gehen bis dieses Buch (und sein Nachfolger) bei mir einzog.

Mir war übrigens von vornherein klar, dass der Anteil erotischer Szenen hier sehr hoch sein würde und das dazu führen würde, dass andere Aspekte der Geschichte eben schwächer ausfallen. Mit dieser Einstellung aber konnte ich das Buch richtig auf mich wirken lassen und fühlte mich gut unterhalten. Es war spannend, es war erotisch, nur die gefühlvolle Seite fehlte mir etwas. Zumindest von Carolines Seite her, denn Jack ging sehr offen mit seiner Zuneigung um. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man zu ihm die stärkste Bindung aufbaut. Man begleitet ihn auf seinen Weg als Jungen zum Mann, lernt seine Wünsche kennen und erfährt auch auf was er alles in seinem Leben verzichten musste. Da kann man als Leser gar nicht anders, als ihn ins Herz zu schließen.

Jack ist ein Alphamann schlechthin, aber die Frau, die sein Herz in den Händen hält, kann ihn um den kleinen Finger wickeln. Er würde ihr die Welt zu Füßen legen, wenn sie es dich denn wünschen würde. Stattdessen gewinnt er ihr Herz mit Kleinigkeiten, die er erledigt und der Art und Weise wie er sich ihr gegenüber gibt. Caroline war für ihn in Gedanken immer unerreichbar, ein Traum von dem er nie glauben konnte, dass er für ihn wahr werden könnte und doch sollte es so kommen. Das nimmt Jack aber nicht als Selbstverständlichkeit und freut sich in jeder Minute über diese Entwicklung. Er wollte sie noch ein letztes Mal sehen und daraus sollte so viel mehr werden – das hat die Autorin wirklich wunderbar in einer Geschichte verpackt.

Vom Ende wird man als Leser etwas überrumpelt. Denn die Autorin ändert von einer Sekunde auf die andere ihr Konzept. Erst zog man sich mit den Charakteren noch vor einem Schneesturm in die trauten vier Wände zurück, genoss die Zweisamkeit und konnte miterleben wie sich die Charaktere sowohl im Bett als auch außerhalb davon näher kamen. Dann findet man sich plötzlich mitten in einer Schießerei wieder, draußen im nächsten Schneesturm und dem Showdown zwischen unserem Helden und dem Bösewicht. Es gab zwar vorher bereits Szenen aus der Sicht dieses Bösewichtes, aber dieser Wandel zum Schluss von null auf hundert kam trotzdem überraschend. Man hält den Atem an, wartet gespannt wie die Situation sich wohl auflösen mag und dann plötzlich – nichts mehr. Aus. So schnell wie dieser Spannungsbogen kam war er auch schon wieder Geschichte. Für mich war das etwas abrupt und zu schnell, aber es gibt zu Gefährlicher Fremder noch eine Kurzgeschichte, die genau dieses Ende noch abrunden soll und die werde ich mir nicht entgehen lassen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich freu mich so, daß dir das Buch auch so gut gefallen hat! :-D
    Mit Jacks Art scheint ja nicht jeder klar zu kommen, aber ich finde seine Besessenheit von Caroline einfach furchtbar romantisch. Schließlich tut er alles in seiner Macht stehende, um sie glücklich zu machen. Hach! :-)
    Ich habe diese Woche den zweiten Teil gelesen - die erste Hälfte konnte mich gar nicht fesseln, die zweite habe ich dann aber fast an einem Stück verschlungen. Trotzdem kommt sie für mich nicht ganz an den ersten Teil ran.

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    1. Bei jemanden anderen hätte es mich vielleicht tatsächlich gestört wie fixiert er auf sie ist, aber er ist es ja seit seiner Jugend und man hat deutlich gemerkt welche Rolle sie für ihn auch in den Jahren danach spielte und sie war doch immer so etwas wie ein sicherer Hafen für ihn und das war soooo schön <3
      Ich habe mir den zweiten Teil jetzt extra noch aufgespart und möchte ihn gerne in der 7 Days 7 Books Woche lesen *freu* ich bin ja mal neugierig, ob mir der Einstieg dann auch schwieriger fällt oder ob ich die Charaktere hier sofort mag.

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