Review: Gravity by Melissa West

Freitag, 24. Mai 2013

 
Paperback Ausgabe 284 Seiten
ISBN 9781620610916


Serie: The Taking #1
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt.
Englischniveau: 2 (= mittel)





„In the future, only one rule will matter: Don’t. Ever. Peek.

Seventeen-year-old Ari Alexander just broke that rule and saw the last person she expected hovering above her bed — arrogant Jackson Locke, the most popular boy in her school. She expects instant execution or some kind of freak alien punishment, but instead, Jackson issues a challenge: help him, or everyone on Earth will die.
Ari knows she should report him, but everything about Jackson makes her question what she’s been taught about his kind. And against her instincts, she’s falling for him. But Ari isn’t just any girl, and Jackson wants more than her attention. She’s a military legacy who’s been trained by her father and exposed to war strategies and societal information no one can know — especially an alien spy, like Jackson. Giving Jackson the information he needs will betray her father and her country, but keeping silent will start a war.“

Review
Wir befinden uns im Jahre 2133, die Welt hat sich selbstverschuldet in einen vierten Weltkrieg befördert, der mehr als nur Menschleben gefordert hat. Die Erde ist fast zerstört, ein Anbau von Lebensmitteln ist nicht mehr möglich, die Versorgung der Bevölkerung kann schon lange nicht mehr gewährleistet werden. Irgendwann, ja irgendwann würde man sich davon wieder erholen, die Natur schon, aber ob die Menschheit so lange warten könnte ist die Frage. Also sucht man sich anderswo, in diesem Fall in den Weiten des Alls, Hilfe und hier setzt dann auch die Geschichte ein. Ancients sollen die Menschheit retten und auch die Menschen müssen ihren Part dafür tun. Doch nicht alles scheint diese Zusammenarbeit gut zu heißen und schon bald werden wir merken, dass im Hintergrund viel mehr geschieht.

Die Charaktere mochte ich auf Anhieb. Ari war mir sehr sympathisch, wenn für meinen Geschmack auch ein bisschen zu vertrauensselig. Sie ist aber eine Kämpferin, möchte die beschützen, die es nicht tun können und arbeitet hart für ihre Zukunft, obwohl ihr Weg auch so schon vorgezeichnet zu sein scheint. Denn sie ist die Tochter des Commanders und soll in seine Fußstapfen treten... Jackson dagegen zählt zu den Ancients und Ari sollte das eigentlich nicht wissen. Denn es ist verboten, dass man sich untereinander kennt und die Menschen sollen auch nicht wissen, dass Ancients in ihrem Leben gegenwärtiger sind, als für einen kurzen Augenblick in der Nacht. Etwas schwach ausgeprägt fand ich die Nebencharaktere bzw. war ihre Rolle in der Handlung eingeschränkt. Das ändert sich zwar zum Schluss hin, als auch die Handlung selbst merklich an Tempo zunimmt und die Ereignisse sich regelrecht überschlagen, und so hoffe ich, dass wir die Charaktere bald wieder sehen.

Melissa Wests Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Anschaulich lässt sie diese Welt vor dem inneren Auge entstehen und verspricht besonders mit dem Ende von Gravity, dass auf die Leser noch eine ganz neue Welt wartet. Die Grundidee ihrer Geschichte hat mich auch angesprochen. Ich kenne nicht viele Bücher, in denen Außerirdische eine Rolle spielen und für mich war die Erklärung für deren Existenz und deren Wünsche gut durchdacht und interessant. Schon in Gravity war nichts wie es scheint und so dürfte es auch mit der Fortsetzung weiter gehen. Allerdings hätte sie bei den Informationen gerne weiter in die Tiefe gehen können, aber vielleicht kommt auch das erst später.

Weil ich bei Goodreads gelesen habe, dass für einige Leser diese Welt zu komplex gewesen wäre möchte ich auch hierzu ein paar Worte sagen. Ich kann diesen Eindruck nämlich nicht bestätigen, es kommen zwar immer mal wieder Begriffe vor, die nicht geläufig sind, aber das ist in so ziemlich jeder Geschichte der Fall und aus dem Kontext ergibt eh der Sinn. Zudem überfordert die Autorin ihre Leser nicht  mit zu vielen Informationen auf zu wenig Raum, sodass zwar die Neugierde geweckt wird, so manche Frage aber offen bleibt und auf deren Auflösung man in der Fortsetzung warten muss.

Gravity hatte mein Interesse über das fantastische Cover geweckt, sodass ich etwas Angst hatte, ob der Inhalt da mithalten kann. Aber diese Angst war unbegründet und auch wenn das Buch ein paar Schwächen eines Reihenauftaktes und einen kleinen Hänger im Spannungsbogen zur Mitte hin mit sich brachte, so kann ich es doch empfehlen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich freue mich schon total auf das Buch. Ich fand die Leseprobe einfach klasse. Deine Rezi hört sich auch überwiegend gut an.
    LG
    Sunny

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    1. Es gibt halt so die klassischen Anfängerfehler, aber welcher erste Band hat die nicht? Und der Gesamteindruck ist tatsächlich ein guter geworden - mal was anderes unter den Dystopien ;)
      Liebe Grüße, Melanie

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  2. Dann wird es wohl Zeit, dass ich das Buch endlich entstaube, es subt hier schon ewig vor sich hin. Mich hatte damals auch das Cover aufmerksam gemacht. Schön zu sehen, dass der Inhalt mithalten kann.

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    1. Ja, lies es unbedingt bald! Demnächst kommt ja auch schon die Fortsetzung... wobei ich dein Zögern aber auch verstehen kann - ich hatte ja auch so meine Zweifel, ob bei so einem genialen Cover auch der Inhalt dazu passt oder ob es in dieser Hinsicht dann enttäuscht. Aber in diesem Fall: Glück gehabt ;)

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