[Talking about...] Schlechte Bücher bewerten - nur wie?

Samstag, 1. Juni 2013


 Heute würde es mich mal interessieren wie ihr zu negativen Rezensionen steht. Mir persönlich fällt es immer besonders schwer diese Bewertungen zu schreiben, darum gibt es auch nur wenige wirklich negative Bewertungen von mir. Denn während ich bei tollen Büchern gerne überschwänglich bin, versuche ich bei schlechten Büchern betont objektiv zu bleiben und jene Punkte zu erwähnen und zu erklären, die mich gestört haben und vielleicht auch ein Problem für andere sein könnte (oder aber das Gegenteil tritt ein und ein anderer Leser fühlt sich dadurch erst recht angesprochen). Aber eben diese negativen Aspekte auszuarbeiten fällt mir oft schwer – es ist halt doch etwas anderes seinen Unmut kurz und spontan bei Goodreads (zum Beispiel) in ein paar Sätzen auszudrücken. Das kann ich nämlich super, aber das geschieht eben auch spontan nach dem Lesen. So kommt es, dass ich für diese Rezensionen viel mehr Zeit aufwende, mir lange überlege wie ich was sagen möchte und die Rezension dann sogar noch ein paar Tage liegen lasse um noch einmal darüber nachzudenken. Es könnte ja sein, dass sich der Eindruck im Nachhinein noch ein wenig ändert oder man mit ein bisschen Distanz einige Punkte nicht ganz so arg sieht. Dann passe ich zwar die Wertung selbst nicht an, aber in der Rezension nehme ich darauf schon Rücksicht. Und bin ich nach ein paar Tagen immer noch der Meinung, dass die Rezension tatsächlich immer noch meinen Eindruck widerspiegelt wird sie erst gepostet. Während ich vor Freude überschäumende Rezis gerne sofort mit euch teilen möchte, bin ich bei Negativen viel vorsichtiger...

Wie ist das nun bei euch? Schreibt ihr überhaupt Rezensionen zu schlechten Büchern? Wenn ja, ist euch aufgefallen, dass auch ihr dann besonders objektiv bleiben möchtet? Und andersrum, wie reagiert ihr auf negative Rezensionen? Ich für meinen Teil finde sie oft sehr hilfreich, wenn darin auf einzelne Aspekte eingegangen wird. So kann ich schnell feststellen, ob mich diese Punkte auch stören würden und ob ich dann lieber die Finger davon lassen. Man weiß ja recht schnell über was man in Büchern so gar nicht lesen möchte... Wenn ihr zu Büchern, die euch nicht gefallen haben, keine Rezension schreibt - warum eigentlich nicht? Möchtet ihr Bücher nur empfehlen und vor keinen schlechten Büchern warnen?

Ich bin sehr neugierig was ihr zu diesem Thema zu sagen habt und auch wie ihr das mit negativen Rezis handhabt :)
Liebe Grüße, Melanie

Kommentare:

  1. Hi :)
    Also ich finde es schon wichtig über Bücher zu schreiben, die einem nicht gefallen haben. Ich hatte eine Zeit, wo ich Dank vielen überschwänglichen Rezis, zu Büchern gegriffen habe, die sich dann als Fehlgriffe herausgestellt haben. Danach hab ich mir angewöhnt auch immer Rezis mit schlechter Bewertung zu lesen, um zu sehen, welche Punkte auch kritisiert wurden und ob diese für mich wichtig sind.

    Viele Grüße
    Anja

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    1. Achja, und selbst schreib ich auch oft von Emotionen geleitete schlechte Bewertungen. ;) Das tut mir dann zwar irgendwie leid, aber mein Gewissen lässt nicht zu, dass ich dem Ganzen was vormache. Man muss halt auch immer gut darlegen können, was man schlecht gefunden hat.

      Ob jemand das Buch dann trotzdem liest oder nicht, muss man dann doch für sich selbst entscheiden.

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    2. Huhu Anja :)

      Negative Rezensionen lese ich selbst ja auch, nur tu ich mir mit dem Schreiben dieser so schwer. Und ich bin so mancher negativer Rezi dankbar, denn sie haben mich schon oft vor Büchern bewahrt, die ich mir nicht 'antun' muss - dafür gibt es dann doch zu viele interessante Bücher...

      Genau das finde ich auch wichtig! Zu begründen warum einem etwas nicht gefallen hat und nicht einfach zu sagen 'ne, das war Mist'.

      Liebe Grüße, Melanie

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  2. Also ich finde negative Rezis genauso wichtig wie positive. Wenn man mal ein schlechtes Buch erwischt möchte man dies auch teilen, doch ich schwanke oft. Mal denke ich dann: "Das ist jetzt zu hart" oder "Das kannst du nicht schreiben...Irgendwas MUSS dir doch gefallen haben" Man versucht wirklich objektiv zu bleiben, obwohl dies natürlich nicht immer klappt. Aber wenn man mal ein Buch negativ bewertet und gegenüber 10 positive Rezensionen stehen, dann kann deine Rezi auch sehr helfen. Denn oft vergisst man bei seiner Begeisterung auch das nicht ganz so gute an einem Buch... ;)

    LG, Gina ;)

    PS: Was bedeutet "TSTL"?

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    1. Huhu Gina :)

      TSTL = Too Stupid To Live. Das kommt ja leider öfters bei Charakteren (Heldinnen) vor, dass sie so nen Blödsinn machen wo man sich dann fragt, wie sie überhaupt überleben können ^^

      Ich glaube mir geht es bei schlechten Büchern eher so, dass ich sie dann hinter mir lassen möchte und wenn ich versuche zumindest etwas Positives daran zu finden, werde ich mit der Rezi möglicherweise ja nie fertig, weil ich so lange überlegen muss ;) Das Gute an negativen Rezis sehe ich ja auch, nur sie zu schreiben ist schon ne Herausforderung...

      Liebe Grüße, Melanie

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  3. Ich schreibe die meisten Rezensionen ziemlich gründlich ausgearbeitet, die positiven genauso wie die negativen. Bei den kritischen lasse ich mir meistens zwischen dem Lesen des Buchs und der Rezi Zeit, um Abstand zu gewinnen.

    Ich mag oft kritische Rezensionen lieber als Begeisterungsarien, weil ich mitunter das Gefühl habe, die Begeisterungsarien sind Werbetexte der Verlage. Manchmal geraten mir sogar die guten Rezensionen zu kritisch. Ich mag Begeisterungsarien nicht, die sind mir selbst aber auch schon passiert. Und wenn ein Buch begeistert, dann darf man das ja auch schon Mal zum Ausdruck bringen.

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    1. So mache ich das auch, Heather! Vielleicht mal eben die ersten Eindrücke festhalten, aber dann doch ein bisschen abwarten, damit die Rezension nicht zu (ich nenne es mal so) unüberlegt wird.

      *g* bei mir kann es auch schon mal vorkommen, dass, wenn es zu viele überschwängliche Rezensionen gibt, ich misstrauisch werde und mich dann erst gar nicht mehr an das Buch rantraue. Das ist auch der Grund warum ich viele gehypte Bücher der letzten Jahre immer noch nicht gelesen habe.
      Liebe Grüße, Melanie

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  4. Bei negativen Rezis achte ich viel mehr darauf was ich schreibe und genauso wie du versuche ich so objektiv zu bleiben wie es geht. Ich denke es gibt für jedes Buch Leser, die es lieben und eben auch anders herum. Es gibt Bücher bei denen ich sogar absolut gar nichts positives finden kann und trotzdm kann ich mir vorstellen, dass es anderen nicht so geht. Ein sehr gutes Beispiel ist da Humor in Büchern. Liegt der nicht mir dem eigenen auf einer Wellenlänge kann ein Buch sogar unverständlich werden oder merkwürdige Gefühle hervorrufen. Mir passiert das recht häufig. Bei dem "Weiblich, ledig, untot" beispielsweise hatte ich das Gefühl etwas erzählt zu bekommen, was nicht in meiner Sprache war. An mir ging die gesamte Handlung völlig vorbei und ich fühlte mich sogar verar.... Oder auch Lukianenkos offenbar geniales Werk "Trix Solier" war für mich unverständlich.
    Dann gibt es aber Bücher bei denen ich ganz genau weiß, dass es nur meinem ganz speziellen Lesegeschmack nicht entspricht. Zum Beispiel wenn es zu spannend ist oder es sehr bedrückende Familienschicksale gibt oder es kein Happy End gibt. Das sind für mich Kritierien, die mir ein Buch eindeutig leidlich machen und wofür es von mir Abzüge in der Bewertung bekommt. Da deute ich dann aber auch sehr deutlich drauf hin, weil ich weiß, dass viele Leute gerade diese Punkte als sehr interessant in Büchern empfinden.
    Genauso deute ich aber auf Dinge in meinem positiven Bewertungen hin. Ich weiß zum Beispiel, dass ich zwar solch durchgeknallten Charaktere wie in Aikens Büchern liebe und auch den doch recht heftigen Sex in Leighs Büchern mag, andere Leser davon aber sogar entsetzt sein könnten. Ich versuche also sowohl in positiven als auch in negativen Bewertungen genau meine Gründe für diese Bewertung zu geben. Bei sehr negativen Eindrücken habe ich allerdings nicht viel Lust auf eine ausführliche/lange Rezi und halte es dann kurz. Wozu meine kostbare Zeit damit verschwenden.
    Liebe Grüße
    Sunny

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    1. Huhu Sunny,

      Natürlich wird es immer Stimmen geben, die ein Buch in den Himmel loben werden während andere damit absolut nichts anfangen können. Und das ist auch gut so, Geschmäcker sollen ja verschieden sein. Und dafür sind ja auch die unterschiedlichen Rezensionen da, damit man sich einen Eindruck machen kann wie einem selbst das Buch gefallen könnte. Solche Punkte in Rezensionen anzusprechen, die einem selbst nicht gefallen haben, finde ich auch sehr wichtig.
      Aber es gibt ja auch Rezensionen, die ein Buch regelrecht in der Luft zerreißen und dabei vielleicht sogar persönlich werden und das mag ich dann absolut nicht.

      Und mir geht es wie dir - wenn mir ein Buch absolut nicht gefallen hat schaffe ich es auch öfters nicht eine ausführliche Rezension zu schreiben, weil ich mich mit dem Buch eigentlich nicht länger rumärgern möchte ;)

      Liebe Grüße, Melli

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  5. Mir sind negative Bewertungen sehr wichtig - aber genauso gute Bewertungen. Man muss ein Buch nicht unbedingt durch den Kakao ziehen, aber seine Meinung zu sagen und die auch noch begründen, das ist wichtig. Wenn man Argumente hat, warum man ein Buch schlecht findet, wird das in der Regel angenommen, weil man den Standpunkt besser versteht.
    Wenn du das machst, dann ist auch eine Rezension vollkommen in Ordnung, die am Ende nur eine Punktzahl von einem Punkt vorweißt.
    Mir geht es zwar auch oft nicht gut dabei, weil ich weiß, dass jemand Monate an dem Buch gearbeitet hat, aber was soll ich machen, wenn ich das Buch nicht mag? =S Ich denke mir dann: Vielleicht habe ich auch jemand anderen vor einem Fehlkauf bewahrt =)

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Huhu Silke!

      Das finde ich auch wichtig - kritisieren ja, aber doch begründet. Solche Rezensionen lese ich dann auch bei anderen, eben auch um herauszufinden, ob das Buch etwas für mich sein könnte oder nicht. Aber es tut mir auch immer sehr Leid, selbst ein Buch negativ zu bewerten und dann noch drüber zu reden. Autoren haben doch viel Zeit in ihre Werke investiert... einzige Ausnahme sind solche Autoren, die sich über eine negative Bewertung furchtbar aufregen und sich davon angegriffen fühlen - da fällt es mir dann nicht schwer meine Meinung zu sagen, falls diese negativ ausfallen sollte.

      Liebe Grüße, Melanie

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  6. Bei mir schreiben sich negative Rezensionen teilweise fast "von selbst". Probleme hab ich eher mit so mittelprächtigen Büchern - da kann ich manchmal gar nicht recht in Worte fassen, was mir daran denn nun gefallen hat oder eben nicht.
    Aber wenn ich ein Buch wirklich schlecht finde, dann gibt es eigentlich immer ganz konkrete Dinge, die mich daran stören. Daher fällt es mir dann nicht schwer, eine Rezension zu schreiben. Die kann mitunter schon auch mal emotional geraten, wenn ich von einem Buch richtig genervt oder enttäuscht war. Da bei mir umgekehrt eine Rezension auch richtig begeistert ausfallen kann, wenn ich ein Buch toll fand, finde ich das schon in Ordnung. Ich sehe keinen Grund, mich bei einer negativen Rezension um mehr Distanz und Objektivität zu bemühen als bei einer positiven. ;-)

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    1. Wirklich? Ich muss mich schon selbst überreden mich überhaupt an solche Rezensionen zu setzen. Darum erscheinen wohl auch eher weniger negative Rezensionen bei mir *g*

      Oja, so durchschnittliche Bücher sind tatsächlich noch schwieriger zu bewerten! Wenn man zwar sagen kann, dass es einen für eine bestimmte Zeit zwar gut unterhalten hat, aber irgendwas gefehlt hat (und man das vielleicht gar nicht genau benennen kann), dann ist das Schreiben einer Bewertung wirklich anstrengend.
      Liebe Grüße, Melanie

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  7. Mir geht es wie Neyasha, einige Verrisse laufen so richtig gut und machen höllischen Spaß. Objektivität versuche ich zwar auch reinzubringen, aber ich finde es mindestens genauso wichtig zu betonen, dass bestimmte Elemente mich wirklich aufbringen und dass genau das in dem Buch auch vorkommt. Ich lese aber auch emotionale Rezensionen gern, solange eben auch eine fundierte Basis vorhanden ist.

    "Nette" Bücher zu besprechen ist hingegen viel schwieriger. Wenn man weder besonders gute, noch besonders schlechte Punkte herauspicken kann und nur sagen kann, dass es nett und unterhaltsam, aber eben nix bemerkenswertes war, was soll man denn dann schreiben?

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    1. Dann gehöre ich wohl zur Minderheit, der es schwer fällt solche Verrisse zu schreiben *g* ich möchte da nie zu persönlich werden und suche dann oft ewig lange rum um zumindest etwas Positives zu finden, damit die Wirkung etwas abgeschwächt wird...

      Liebe Grüße, Melli

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  8. Mir gehts da eher wie Neyasha - bei den mittelmäßigen Bücher habe ich mehr Probleme. Wenn ich Bücher richtig toll oder eben völlig mies fand, dann schreibt sich die Rezension oft wie von selbst. Und objektiv sind meine Rezensionen es nie. ;)

    Wenn ich ein schlechtes Buch ganz gelesen habe, dann schreibe ich auch eine Rezension. Was anderes ist es mit abgebrochenen Büchern, die ich schlecht fand. Manchmal schreibe ich dazu eine kleine Beurteilung, warum ich es abgebrochen habe, manchmal habe ich einfach keine Lust, mich noch länger mit dem doofen Buch zu beschäftigen. ;)

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    1. Siehst du, abgebrochene Bücher habe ich fast nie. Wenn sie mir nicht gefallen lege ich sie einfach ins Regal zurück und sie tauchen nie in einer Statistik auf, weil ich sie später vielleicht noch einmal anlese und sie mir dann besser gefallen könnten. Zumindest das Problem habe ich nicht...

      Ich will oft mit schlechten Büchern auch nichts mehr zu tun haben und dann lasse ich die Wertung einfach für sich sprechen und lass es mit einer genauen Erklärung. Ich mühe mich da immer so mit den Worten ab - von selbst schreibt sich eine schlechte Rezi bei mir leider ganz selten. Aber ich finde es interessant, dass anderen das besser liegt und für solche Rezis bin ich auch immer sehr dankbar - vor wie vielen Büchern sie mich schon bewahrt haben!

      Liebe Grüße, Melanie

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  9. Ich finde es immer sehr unterhaltsam negatie Rezensionen zu lesen, da sich die Verfasser oft in Rage schreiben und sehr ironisch sind und man so viel zu lachen hat :D..

    Genauso schreibe ich eigentlich gerne negative Rezension, da man bei diesen auch mal ein bisschen persönlicher werden kann ^^!

    LG Clärchen :)
    Interessantes Post-Thema!!

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    1. Ja, negative Rezis können oft ganz schon unterhaltsam sein ;) und einem vor so manchen Fehlkauf retten! Nur selbst schreiben liegt mir anscheinend nicht so. Gut, dass es anderen nicht auch so geht *g*

      Liebe Grüße, Melanie

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  10. ohoo - gutes Thema! :)
    Also ich bin auch ein überschwänglicher Schreiber bei tollen Büchern - aber genauso nehm ich mir immer bei schlechten Büchern vor, andere davor zu warnen und schreib dann auch ganz offen, wie schlecht mir ein Buch vorgekommen ist. Natürlich versuche ich dabei nicht gemein zu schreiben, sondern es objektiv zu erklären, aber ich lasse dann meinen Unmut schon freien Lauf - weil ich finde, man sollte offen und authentisch zu seiner Meinung stehen.

    So geht es mir besonders bei Büchern, die alle rundherum hypen und total gut bewerten... zb. jetzt 'Rush of Love: Verführt' war für mich ein furchtbar schlimmes/ schreckliches Buch und alle finden es klasse. Hier fühle ich mich fast verpflichtet genau meine negative Meinung zu vermitteln, damit ich andere davor warnen kann. Also ja, ich schreibe auch (gerne) schlechte Rezis, wenn es sein muss. ;)

    LG Tina

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    1. Huhu Tina,

      mir fällt dieses negative Sprechen über Bücher im Privaten immer viel leichter, aber wenn es so offen über bestimmte Portale erfolgt tu ich mir wirklich sehr schwer damit. Schon eine merkwürdige Kombination ^^

      Um so gehypte Bücher mache ich auch oft einen Bogen ^^ wenn ich ein Buch zu oft oder überall nur begeistere Stimmen sehe, dann werde ich irgendwie misstrauisch und traue mich dann nicht mehr selbst ran (es gibt natürlich auch Ausnahmen). Auf diese Art habe ich viele gehypte Bücher der letzten Jahre gar nicht gelesen und ganz ehrlich? Das tut mir nicht mal Leid, weil ich durch all die Besprechungen sowieso das Gefühl habe die Bücher zu kennen ohne sie gelesen zu haben und trotzdem nichts verpasst habe. So kann es gehen...

      Liebe Grüße, Melli

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    2. naja, wie gesagt, ich finde es auch nicht immer leicht bei Rezensionsexemplaren, aber ich will ja trotzdem ehrlich sein.. und wenn ein Buch schlecht war, dann war eben so. Man muss es nur begründen können, finde ich.

      Genau - bei einigen gehypten Büchern braucht man sie gar nicht mehr lesen. Wenn sie aber von allen Seiten nur gelobt werden, werde ich schon neugierig und will es auch lesen. Nur bei anderen passe ich auf, bei Büchern, die auch schlechte Rezis bekommen- besonders von Leuten, die nen ähnlichen Geschmack haben. Da waren einige, die mich zb. vor Fifty Shade of... gewarnt haben und ich habe es bisher nicht bereut, es NICHT gelesen zu haben. Trotzdem kenne ich die Handlung und die Figuren, eben - aus Rezis und wenn man drüber reden *g*

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    3. Darum bin ich bei der Annahme von Rezensionsexemplaren immer so vorsichtig und nehme kaum welche an - wenn mir ein Buch nicht gefällt möchte ich nicht gezwungen sein etwas dazu schreiben zu müssen...

      Fifty Shades habe ich auch nicht gelesen, genauso wenig wie die Panem Reihe oder Twilight ;)

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    4. Echt nicht??? Also bei Fifty Shades weiß ich bereits, dass vieles ein Käse war, aber Twilight hat mir damals gut gefallen. Auch die Panem Reihe. Dachte schon, dass zumindest Hunger Games was für dich wäre.

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    5. Merkwürdigerweise denke ich auch, dass mir die Reihe gefallen könnte, aber jedes Mal, wenn mein Finger über dem Bestellbutton schwebte kam er wieder davon ab *mit den schultern zuck*

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  11. Bei mir ist es genau umgekehrt: ich LIEBE es, negative Rezensionen zu schreiben, wenn ich ein Buch mal wieder so richtig schlecht fand. Dafür fallen mir Rezensionen schwer, wenn ich das Buch richtig gut fand. Da weiß ich nie was ich schreiben soll außer "Toll toll toll genial müsst ihr lesen toll" XD

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    1. *g* dann ergänzen wir uns ja super - du schreibst dann die negativen Rezis und bewahrst mich vor Büchern, die man nicht gelesen haben muss und ich kann vielleicht bei anderen Büchern begeistern. Mir fällt es echt leichter etwas Gutes zu sagen, als zu kritisieren, so wichtig das aber auch ist!
      Liebe Grüße, Melanie

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  12. Ich seh das wie eine andere: Negative Rezensionen schreiben sich wunderbar einfach. Wobei ich selten richtige Verisse schreibe, bis auf Sternenschimmer von Kim Winter. Aber bei negativen Rezensionen weiß ich halt was ich nicht mochte, während es bei positiven Rezensionen schwer ist etwas besonders hervorzuheben. Ich meine ein Roman sollte immer gut geschrieben sind, vielschichtige Charaktere haben, spannend sein, etc. Muss man das extra hervorheben? Er hat mir gefallen, ist ja keine Begründung, die anderen irgendwie weiterhilft. Also muss man erklären was einem gefiel, aber das geht bei mir irgendwie schlecht. XD
    Selbst mittelprächtige Romane lassen sich meist einfacher rezensieren, wenn es einen oder zwei Punkte gab, die mich direkt gestört haben. Ob er nun langweilig war, Charaktere einfach gestrickt oder nervig, die Liebesgeschichte nicht romantisch genug, etc. DAS kann man schreiben.
    Aber bei richtig geilen Büchern? Romantik: Genau richtig. Geschichte: fesselnd. Schreibstil: Flüssig. Charaktere: Sympathisch. Aber wie begründen. Wieso ist jemand sympathisch? Eben weil... Wieso ist etwas spannend? Eben darum... Wieso war der Schreibstil gut zu lesen? Eben deshalb... Keine Ahnung, ich will ja nichts über den Klee loben, aber kann positive Sachen so schlecht begründen, weil ich das als selbstverständlich ansehe. ^^

    Fazit:
    - Schlechte Bücher: Rezensionen schreiben sich fast immer schnell, nur die Länge kann ein Problem sein
    - Mittelprächtige Bücher: Rezensionen schreiben sich nur dann schnell, wenn es wenige Punkte gab, die wirklich schlecht waren. Wenn irgendwie alles so mittelprächtig war oder Teile richtig gut und andere richtig schlecht, dann auch nicht wirklich.
    - Gute Bücher: Rezensionen schreiben sich meist schwierig. Außer ich geb's auf und schreib einfach: Hat mir gefallen. War alles toll, bis auf vielleicht dies oder das! Und hab dann keine wirkliche Rezension geschrieben. :D

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    1. Mich hält bei schlechten Rezensionen immer so das schlechte Gewissen auf und ich brauch ewig bis ich mit meinen Formulierungen zufrieden bin und nicht mehr das Gefühl habe nur Frust abzulassen ;) denn wenn ich mir deine Überlegungen so ansehen kann ich dir eigentlich ja nur zustimmen! Bei der Umsetzung hapert es dann leider. Zumindest bei mir.
      Und du hast schließlich Recht - all diese positiven Aspekte erwartet man sich doch von einer guten Geschichte und müssten selbstverständlich sein.

      Ich muss wohl noch an mir arbeiten, dass ich mir diesen Frust bei schlechteren Büchern einfacher von der Seele schreiben kann. Solche Bücher habe ich bis jetzt oft unbewertet gelassen, weil es mir zu blöd war mich noch länger damit rumzuärgern und nach Worten zu finden, die dann hoffentlich halbwegs objektiv sind.

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