Die Unrezensierten im Juni 2013

Mittwoch, 7. August 2013

Die  Idee für die Umsetzung bzw. den Titel habe ich Fina von Bücherreich zu verdanken, der es nichts ausmacht, dass ich mir das von ihr abgeguckt habe :) Es folgen hier also die Unrezensierten aus dem Juni :)


Rating B

Die Autorin macht hier schon selbst darauf aufmerksam, denn das Buch ist nicht das was man erwarten würde. Masters at Arms ist die Vorgeschichte zur Reihe und zeigt uns die Charaktere Jahre zu vor. Ein Happy End gibt es hier also noch für niemanden, aber als Leser hat man die Chance die sechs Charaktere der späteren Bände schon einmal kennen zu lernen und auch zu erfahren wie sich die Pärchen kennen lernen (Masters at Arms enthält zu jeden von ihnen eine etwas kürzere Geschichte). Zudem entsteht hier die Grundlage für die Reihe und damit auch die Gründung des Masters at Arms BDSM Clubs, der später noch eine wichtige Rolle spielen wird. Als Leser wird man hier schon mit schwerer Kost konfrontiert. Die Charaktere haben alle mit ihrer Vergangenheit und mit Schicksalsschlägen zu kämpfen und sind wohl am Tiefpunkt in ihrem Leben angelangt. Die schöneren Zeiten erleben sie erst später bzw. zum Teil sind sie hier in kurzen Momenten bereits sichtbar. Aber wie gesagt, Masters at Arms ist nur die Grundlage, die mich aber direkt neugierig hat werden lassen. 

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Rating B

Nachdem ich die einleitende Geschichte Masters at Arms gelesen habe, war ich auf ein Pärchen besonders neugierig. Und ihre Geschichte sollte erst der zweite Band der Reihe sein – da wollte ich nicht warten und bin direkt dazu übergegangen. Zugegeben, ich hätte mich an den Tipp der Autorin halten und die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen sollen. Denn Ereignisse aus Teil 1 haben auch hier starke Auswirkungen und die jetzige Geschichte von und hat eben nicht hier seinen Beginn. Schade drum, aber ich werde den mir fehlenden Band wohl einfach irgendwann nachlesen. Ein paar Probleme hatte ich zu Beginn mit dem Held bzw. seinen Altersunterschied zur Heldin. Das war es auch, was mich in der Vorgeschichte schon fasziniert hat – die beiden trennen 25 Jahre und obwohl ich das sonst nicht mag, sprach es mich hier an. Denn die Charaktere waren sich dessen durchaus bewusst und haben entsprechend gehandelt. Adam fühlt sich beim ersten Treffen Karla (neun Jahre vorher) keinesfalls zu ihr hingezogen, während sie sich sofort ihn in verliebte. Er wird zu ihrem Helden, während er (wie es der Titel schon sagt) das für niemanden sein möchte. Und obwohl ich das BDSM Thema interessant fand, war das auch der Punkt der mich am meisten störte. Punkteabzug gab es dafür, dass sich Karla ganz in ihrer Rolle als Sub verlor, nicht mehr sie selbst war und um jeden Preis Adam gefallen wollte. Dass er seine Karla gar nicht verlieren oder ändern wollte war ihr anscheinend nicht klar und bis er ihr das verständlich machen konnte, gab es nun mal ein paar Szenen, die mich weniger ansprachen. Zum Glück hat die Autorin die Kurve noch bekommen und Karla zu sich selbst finden lassen. 

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Rating C+

Die Geschichte hört sich nach dem perfekten Sommerbuch an – Sommer, Strand, ein Autor, der nicht schreiben kann oder will und eine Frau, die ihm dabei helfen soll. Und es beginnt auch viel versprechend. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil mit humorvollem Unterton. An sich doch die perfekte Kombination. Wären da nicht ein paar Sachen, die das Lesen erschwerten. So hat mir der Anfang sehr gut gefallen: Jane macht sich auf den Weg zu Griffin, versucht ihm zu helfen und ihn zu unterstützen und wir erfahren auch warum er nicht schreiben möchte und sich den schmerzlichen Gedanken nicht stellen kann. Nicht vieles hilft ihn vergessen zu lassen (PTSD) und da braucht er Jane wahrlich nicht, die ihn ständig daran erinnert. Hier kommt dann der Humor ins Spiel, weil Griffin versucht Jane abzulenken und es da herrliche Momente gibt. Leider tauchen viel zu früh andere Charaktere auf, die den Fokus von den beiden abbringen. So kommt eine zweite Liebesgeschichte rund um Griffins Schwester Tess und ihrem Mann David auf, die besonders ab der Mitte hin immer mehr Raum einnimmt und auch deren Kinder erfreuen uns mit ihrer Anwesenheit. Dazu kommen dann unnötige Längen im Handlungsstrang rund um Jane und Griffin und als Leser verliert man langsam aber sicher das Interesse. Leider. Erst der Schluss hat mir wieder besser gefallen, aber dieser Mittelteil hatte es wahrlich in sich. Man sollte sich bei keinem Sommerbuch so durchkämpfen müssen. Auf die Fortsetzung wäre ich ja schon neugierig, aber das hat mittlerweile keinen Stress mehr. Irgendwann ist früh genug.

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Rating B

Wer über die New Species Reihe von Laurann Dohner stolpert wird wohl relativ schnell eine gewisse Ähnlichkeit zur Breeds Reihe von Lora Leigh bemerken. Das war auch der Grund warum ich diese Reihe so lange ignoriert habe. Ich habe mich in die Breeds verliebt und konnte von der Reihe gar nicht genug bekommen. Nun wollte eine andere Autorin mit der gleichen Idee überzeugen? Mir fiel es schwer mich darauf einzulassen und hätte es da nicht ganz überzeugende Aussagen gegeben (und zugegeben auch ein kleines Drängen hiervon mal was zu lesen *g*), hätte ich die Reihe wohl länger unbeobachtet gelassen. Aber der Versuch hat sich dann gelohnt!!! Ich wage zu behaupten, dass die New Species Reihe allen Lora Leigh Fans gefallen dürfte! Und keine Sorge, so ähnlich sind sie sich dann gar nicht. Zwar ist die Ausgangslage eine ähnliche und auch hier haben die New Specis sichere Rückzugsorte für sich geschaffen, die von der Regierung anerkannt sind, aber da hört es auch schon auf. Besonders dieser erste Teil der Reihe ist viel aggressiver und weniger erotisch ausgeprägt als es bei der Breeds Reihe der Fall war. Und diese Kombination hat mir sehr gut gefallen. Fury hat mit dem vermeintlichen Verrat von Ellie zu kämpfen, die wiederum alles in ihrer Macht stehende gemacht hat um ihm seine Freiheit zu schenken. Die Situation ist für beide keine einfache, aber mit der Zeit lernt Fury mehr in Ellie zu sehen und ihr wieder zu Vertrauen. Und diese Momente waren so schön, man konnte direkt sehen wie es in Furys Gefühlwelt aussah und in welchem inneren Konflikt er sich befand. Nun ist es nicht so, dass es hier keinen erotischen Unterton geben würde, der ist durchaus vorhanden. Nur eben subtiler und besser in die Handlung eingearbeitet als bei der Breeds Reihe. Wofür Lora Leigh mehrere Bände gebraucht hat (um eine Ausgeglichenheit zu schaffen) gelang Laurann Dohner hier von Anfang an! Ich kann die Reihe nur empfehlen und freue mich schon auf mehr.

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Rating A-

Und da sollte es niemanden verwundern, dass dieses Mehr nicht lange auf sich hat warten lassen. Beim Durchsehen der Reihe hat mich Moon am meisten angesprochen – ich fand die Ausgangslage hier sehr interessant und ich habe dann die übrigen Bände ignoriert und bin direkt zu diesem zehnten Band übergegangen. Joyce und Moon teilen eine Vorgeschichte, die dem Leser immer wieder in Rückblenden gezeigt wird. Diese Rückblenden tauchen in Momenten auf, in denen Moon bei klarem Verstand ist und ihn nicht die Droge unter Kontrolle hat. Denn genau das ist die Ausgangslage – er wurde einer Droge ausgesetzt, die ihm unkontrollierbar macht und einzig Joy scheint zu ihm durchdringen zu können. Nach der Befreiung der New Species war sie seine Therapeutin, aber es durfte nie mehr als dieses Verhältnis zwischen ihnen bestehen. Moon hat ihr das nicht wirklich vergeben und umso mehr klare Momente er hat umso mehr erinnert er sich auch an sie und wie er zu ihr steht. Zu Beginn dominieren also die Instinkte, dann schaltet sich mit der Zeit sein Gehirn ein und ich empfand diese Entwicklung sehr interessant und ansprechend. Er musste es sich erst vom Kopf her eingestehen was sein Körper längst wusste. Laurann Dohner hat hier eine faszinierende Welt erschaffen, die ich mir auf jeden Fall noch genauer ansehen werde und wie gesagt, ich kann die Bücher nur empfehlen! Achja, und man sollte sich vom Cover nicht abschrecken lassen. Alle Covers der Reihe sind erotischer gestaltet, als die Geschichten dann sind, denn die Autorin bringt hier sehr viele Emotionen mit rein!
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Dieses Mal sind also gleich zwei Reihen dabei, die ich gut fand und besonders die New Species Bücher möchte ich empfehlen, wenn ihr die Kombination aus Paranormal und Erotik mögt. Und auch wenn ihr es schon mit Lora Leigh versucht habt und nicht mit ihr klar gekommen seid, ist Laurann Dohner einen Versuch wert. Denn ihr Stil ist trotz einer ähnlichen Idee doch ganz anders!
Liebe Grüße, Melanie

Kommentare:

  1. *hihi*
    Wenn ich manchmal deine Unrezensierten durchlese, darf mein Freund nicht hingucken. Diese ganzen nackigen Männer würden ihn nur zum lästern bringen :D
    Für mich sind diese ganzen erotischen Sachen auch nichts... Deswegen ist dieses Mal nichts für mich dabei. Gut für meinen SuB :D

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    1. *lach* meistens bleiben tatsächlich diese Bücher dann über, die ich nicht ausführlich rezensiere. Aber hey, abwechslungsreich ist es allemal ;)
      Liebe Grüße, Melli

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  2. Die Reihe von Kallypso ist glaube ich nichts für mich. Ich höre ja gerade "Shades of Grey" und ich kann an dieser ganzen BDSM Geschichte so gar nichts erotisches finden obwohl ich dominante Männer in Büchern wirklich liebe.
    Naja, dass die New Species Reihe bei mir auch bald dran sein wird, ist ja schon klar.
    LG
    Sunny

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    1. Ich muss ja sagen, dass ich Shades of Grey nicht gelesen habe, aber was man so drüber hört kratzt es ja nur an der Oberfläche zu BDSM und wenn dir das da schon nicht gefällt, wird dir die Richtung wohl gar nicht zusagen. Denn hier geht es (nicht unbedingt ausschließlich auf den Sex bezogen) doch etwas härter zu und die Charaktere haben einiges durchgemacht.
      Liebe Grüße, Melli

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