Review: An Offer From a Gentleman by Julia Quinn

Mittwoch, 27. Februar 2013

 
Paperback Ausgabe 384 Seiten
ISBN 9780749936594


Serie: Bridgertons #3
Deutsche Übersetzung: Wie verführt man einen Lord?
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #1Band #2




„Sophie Beckett never dreamed she′d be able to sneak into Lady Bridgerton′s famed masquerade ball - or that "Prince Charming" would be waiting there for her Though the daughter of an earl, Sophie has been relegated to the role of servant by her disdainful stepmother. But now, spinning in the strong arms of the debonair and devastatingly handsome Benedict Bridgerton, she feels like royalty. Alas, she knows all enchantments must end when the clock strikes midnight.
Who was that extraordinary woman? Ever since that magical night, a radiant vision in silver has blinded Benedict to the attractions of any other - except, perhaps, this alluring and oddly familiar beauty dressed in housemaid′s garb whom he feels compelled to rescue from a most disagreeable situation. He has sworn to find and wed his mystery miss, but this breathtaking maid makes him weak with wanting her. Yet, if he offers her his heart, will Benedict sacrifice his only chance for a fairy tale love?

Review
Well done, Miss Quinn! Eigentlich gäbe es zu diesem Buch gar nicht mehr zu sagen, als das ich absolute fasziniert davon war und mich die Autorin erneut begeistern konnte. Na gut, vielleicht sage ich doch ein paar Worte mehr, aber macht euch darauf gefasst, dass es von meiner Seite hierzu keine Kritikpunkte geben wird. Julia Quinn trifft genau meinen Geschmack, sowohl bei den Charakteren als auch mit ihrem Schreibstil. Sie verliert sich nicht in endlosen Beschreibungen, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche und das sind die Personen. Sie sind facettenreich und tiefgründig, verstehen es sich in der Londoner Gesellschaft (und auch außerhalb) zu bewegen und mit ihrem Charme zu überzeugen. Unterstrichen wird das von dem wunderbaren Humor der Autorin, die mich damit immer wieder zum Grinsen bringt, gefühlvolle Momente aber ebenso einbringt. Ich kann mit den Charakteren mitfühlen, mich mit ihnen ärgern und tieftraurig sein. Julia Quinn deckt einen Bandbreite an Gefühlen ab, verleiht ihren Geschichten aber dennoch einen Hauch von Leichtigkeit, der das Lesen zu einem wahren Vergnügen werden lässt.

Bei An Offer From a Gentleman erinnert besonders der Beginn an das Märchen von Cinderella. Sophie ist die Tochter eines Earls, wurde von ihm aber nie anerkannt und hat es nach der Hochzeit mit einer neuen Frau besonders schwer. Ihre Stiefschwestern mussten sie meiden und nach dem Tod ihres Vaters wurde sie auch von ihrer Stiefmutter ausgenutzt. Sie musste die Arbeit von drei Angestellten schaffen und sich von dieser Frau alles gefallen lassen. Ein Ausweg war nicht in Sicht und so war die Möglichkeit ein einziges Mal an einem Ball teilzunehmen für sie wie ein wahr gewordener Traum. Und genau das sollte dieser Abend werden, an dem sie Benedict Bridgerton kennen lernt und einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlässt. Wie Cinderella muss auch sie den Ball vorzeitig verlassen, ein Handschuh sollte alles sein was Benedict als Erinnerung bleibt. Danach überschlagen sich die Ereignisse und so vergehen Jahre bis sich die Wege der beiden wieder kreuzen. Benedict denkt immer noch an diese geheimnisvolle Frau zurück, fühlt sich aber auch zu Sophie hingezogen. Und wie im Märchen nimmt die Geschichte so ihren Lauf und führt die Charaktere schlussendlich auch zum Ausgangspunkt zurück.

Ich kann nicht oft genug sagen, dass Julia Quinn mit den Bridgertons eine absolut liebenswerte Familie geschaffen hat. Benedict ist auf der Suche nach sich selbst und wünscht sich, dass die Gesellschaft mehr in ihm sehen würde als nur einen Bridgerton. Hier beweist die Autorin, dass all ihre Charaktere noch Tiefen haben, die wir als Leser erst entdecken dürfen. Nicht verzichten müssen wir zudem auf die anderen Bridgertons, die liebend gerne mitmischen und Benedict mal gut, mal weniger gut zur Seite stehen, aber der Familienzusammenhalt ist zu jedem Zeitpunkt sichtbar. Die Standesprobleme werden hier zum vordergründigen Konflikt, denn Sophie will nicht zur Mätresse werden, sondern wünscht sich mehr. Ihre Träume mögen für ein Hausmädchen unüblich sein, aber sie weiß, dass sie mehr aus ihrem Leben hätte machen können, wenn die Ausgangslage eine andere gewesen wäre. Benedicts Gedankengänge kann man sehr gut nachvollziehen und erlebt mit wie er sich immer stärker an Sophie binden möchte. Schlussendlich sollte Hilfe von einer ganz anderen Seite kommen um ein mögliches Happy End zu ermöglichen.

In der Reihe war dies der bisher märchenhafteste Band und auch wenn man als Leser viele Ereignisse erahnen, manche sogar schon von weitem sehen konnten, so habe ich diesen Band doch verschlungen und mich gerne von dieser besonderen Stimmung gefangen nehmen lassen.
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Die Unrezensierten im Jänner 2013

Dienstag, 26. Februar 2013

Hier möchte ich euch gerne eine neue Kategorie vorstellen, die es heuer auf meinem Blog geben soll. Und zwar habe ich mir vorgenommen zu jedem gelesenen Buch zumindest ein oder zwei Sätze zu sagen. Das ist in erster Linie für mich als Gedächtnisstütze gedacht, aber ich würde es eben auch hier gerne festhalten.
Den Titel habe ich bei Fina von Bücherreich gesehen und fand ihn sofort perfekt! Und nachdem es Fina recht ist, dass ich das System bzw. den Titel von ihr übernehme, soll es heute die erste Ausgabe von 'Die Unrezensierten' geben. Das heißt ich werde euch einmal im Monat gesammelt jene Eindrücke zu Büchern vorstellen, die ich zwar gelesen habe, aber keine Rezension schreiben werde. Im Jänner sind drei Bücher übrig geblieben, zu allen anderen folgt demnächst noch ne Rezi ;) Und hier sind sie - die ersten unrezensierten Bücher:


Rating C

Ein Roadtrip, jede Menge Geheimnisse und leider auch Charaktere, die mir bis zum Schluss hin fremd blieben. Erwartet hatte ich mir mehr und die Fortsetzung hatte mich sogar schon unabhängig von diesem Band angesprochen, aber ich glaube ich werde es wohl sein lassen...
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Rating B-

Ein bisschen oberflächlich mit einem von sich eingenommenen Helden, aber er war trotzdem sympathisch. Für Zwischendurch sicherlich ganz nett, aber nichts, das dauerhaft in Erinnerung bleibt. Wobei man das von einer Geschichte mit rund 160 Seiten wohl auch nicht erwarten kann.
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Rating B

Besonders der Beginn war sehr emotional, danach rutschte die Handlung schnell ins Erotische ab und kam dort nicht mehr weg. An sich ein sehr schönes Buch von Maya Banks, aber es gibt definitiv bessere, die ich eher empfehlen würde als dieses hier.
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Die erste Ausgabe fällt noch etwas kurz aus, auch die jeweiligen Beschreibungen zu den Büchern, aber schon im nächsten Monat wird das umfangreicher sein. Nur hoffentlich nicht zu umfangreich, ansonsten kann ich ja gleich ne Rezi draus machen ;)
Liebe Grüße, Melanie 

Review: Romeo, Romeo by Robin Kaye

Montag, 25. Februar 2013


Paperback Ausgabe 383 Seiten
ISBN 9781402213397


Serie: Domestic Gods #1
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt.
Englischniveau: 1 (=leicht)
Review zu Band #3




„Rosalie Ronaldi doesn't have a domestic bone in her body. All she cares about is her career, so she survives on take-out and dirty martinis, keeps her shoes under the dining room table, her bras on the shower curtain rod, and her clothes on the couch.
Nick Romeo is every woman's fantasy - tall, dark, handsome, rich, really good in bed, AND he loves to cook and clean. He says he wants an independent woman, but when he meets Rosalie, all he wants to do is take care of her. Before too long, he's cleaned up her apartment, stocked her refrigerator, and adopted her dog.
So what's the problem? Just a little matter of mistaken identity, corporate theft, a hidden past in juvenile detention and one big nosy Italian family too close for comfort.“

Review
Ursprünglich war mir die Reihe wegen ihrer Grundidee ins Auge gesprungen und ich wollte den Versuch einfach mal wagen. Wie sich herausstellen sollte gefällt mir Robin Kayes Schreibstil sehr gut und ihre Charaktere sind absolut liebenswert. Ihre Bücher wären sogar fast Wohlfühlbücher, weil sie nicht so vor Konflikten strotzen, wären sie nicht etwas lang. Nicht dass das an sich schlecht wäre, aber in Romeo, Romeo haben sich dadurch leider einige Längen eingeschlichen. Ansonsten kann die Autorin erneut mit einem flüssigen und leichten Schreibstil überzeugen. Die Charaktere sind facettenreich, wenn auch die Nebencharaktere etwas klischeehaft sind, aber das hat mich in diesem Fall gar nicht so gestört.

Rosalie und Nick sind ein tolles Pärchen und das von Anfang an. Da gab es keine merkwürdige Spannung oder Missverständnisse zwischen ihnen. Sie fühlten sich wohl beim anderen und genossen ihre Zeit. Natürlich gab es im Hintergrund Geheimnisse, aber sie hatten keine große Wichtigkeit. Zumindest noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Anfangen sollte alles mit der Anziehungskraft zwischen ihnen, aber als Rosalie krank wird ändert sich alles. Nick kümmert sich rührend um sie, umsorgt sie, vergisst ihren Hund nicht und bringt nebenbei auch ihren Haushalt auf Vordermann. Sie bekommt das eigentlich gar nicht so mit, wie er Stück für Stück bei ihr einzieht und dementsprechend überraschend ist diese Tatsache dann auch für sie. Nick aber hat bei ihr sein Zuhause gefunden und gibt das offen zu. Er fühlt sich so wohl bei Rosalie und das berührt jedes Leserherz. Außerdem, welche Frau kann schon einem Mann widerstehen, der kochen und putzen kann, immer mit süßen Überraschungen aufwartet und den Hund mit zur Arbeit nimmt?

Und noch bevor es die beiden wissen, weiß es schon ihr Umfeld. Nämlich, dass sie zusammen wohnen und einander lieben. Aber die beiden sind ja stur, halten sich an ihre merkwürdige Abmachung nur eine schöne Zeit miteinander verbringen zu wollen bis einer von beiden weiter ziehen will und beide wagen es nicht dem anderen die Wahrheit zu sagen. Dabei geht es ihnen zum Teil wirklich miserabel, besonders Nick, und mit einem Gespräch wäre vieles geklärt, aber sie wollen es nicht einfach, sondern kompliziert haben.

Leider ist es jetzt so, dass ich das Ende viel zu überstürzt fand. Da wurde vorher so ein Aufwand gemacht, dass sie keine Beziehung wollen und doch etwas anders abgesprochen hatten, dass sie Geheimnisse voreinander haben etc., aber schlussendlich spielte das alles kaum eine Rolle. Schade, dass Robin Kaye das nicht eleganter gelöst hat, denn so fragt man sich warum dieser Aufwand dann notwendig war. Zudem war die Geschichte zwar humorvoll, aber es wirkte nicht so natürlich wie es im dritten Band der Fall war. Vielmehr bemühten sich die Charaktere es ja locker zu halten, was vielleicht nicht die beste Möglichkeit war.

Wie bekannt sein dürfte habe ich die Reihe ja durcheinander gelesen, also mit Band 3 angefangen und erst dann diesen ersten Band gelesen. Nun hatte ich mit nach Teil 3 auf die Vorgänger sehr gefreut, aber hier verging mir die Lust fast wieder. Die Rede ist von Annabelle, der Heldin des zweiten Bandes. In Breakfast in Bed war mir Annabelle als Beccas beste Freundin sehr sympathisch und liebenswert. Als Rosalies Schwester hat sie in Romeo, Romeo jedoch absolut versagt und war mir so unsympathisch, sodass ich nun nicht mal Lust auf ihre Geschichte habe, obwohl sie sich wieder bessern soll. Ich frage mich da wirklich wie sich eine Person so drehen kann. Wüsste ich nämlich nicht, dass es sich hier um ein und dieselbe Annabelle handelt hätte ich schwören können zwei verschiedene Frauen vor mir zu haben. Aber den Grund für ihre Veränderung werde ich wohl nur erfahren, wenn ich auch ihre Geschichte lese. Mal sehen wann es soweit sein wird.

Schlussendlich hat mir Romeo, Romeo also nicht ganz so gefallen wie ich es erwartet hätte. Aber gute Unterhaltung bot mir das Buch allemal und Breakfast in Bed kann ich nur empfehlen! Was es mit den anderen zwei Bänden auf sich hat wird sich erst zeigen, aber wer auf der Suche nach leichter Unterhaltung mit vertauschten Geschlechterrollen ist, der wird hier fündig werden.
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[7 Days 7 Books] Coming Soon!

Samstag, 23. Februar 2013

Schon länger wussten Mandy und ich, dass wir diese Aktion auch heuer unbedingt wieder machen wollten, nur bei der Terminauswahl konnten wir uns nicht so recht entscheiden und wollten euch da natürlich nicht außen vor lassen. Nun hattet ihr die Möglichkeit eure Stimme abzugeben und diese Chance habt ihr zahlreich genutzt :)

Einige Tage lang war sogar Gleichstand und man konnte absolut keinen Trend erkennen. Und um ehrlich zu sein, hat mich das persönlich noch hibbeliger gemacht (ach was, ich war richtig ungeduldig und nervös, wusste nicht, ob ich für nächste Woche schon Bücher raus suchen sollte oder nicht oder wie oder was *argh*), weil ich nicht wusste wann es nun so weit sein sollte. Ich glaube, ihr habt es bei der Abstimmung noch nie so spannend gemacht und uns so lange zittern lassen! Übrigens hatten wir uns sogar schon überlegt, ob wir bei einem Gleichstand die Aktion nicht einfach zu beiden Wochen abhalten *g* Aber dann auf den letzten Tagen konnte sich eine Woche leicht absetzen und hier sollt ihr nun auch offiziell das Ergebnis erfahren:



Suchtgefahr im März 2013

Freitag, 22. Februar 2013

Es kann nun niemand mehr sagen er wäre nicht vorgewarnt worden - der Titel bringt es auf den Punkt worum es jetzt gehen soll ;)

Neues Jahr, neues Glück - zwar hätte ich vor Kurzem noch gesagt, dass das Jahr 2013 für mich gar nicht so viele Neuerscheinungen bereit halten würde, aber wenn ich mir meine Notizen dazu ansehe dann muss ich zugeben, dass ich da doch falsch lag. Hier seht ihr also jene Neuerscheinungen, die mich im März 2013 besonders reizen würden. 


 ***


Fragt mich bitte nicht was mit mir los ist :( aber von den Neuerscheinungen spricht mich dieses Mal fast gar nichts an und auch bei den oben genannten Büchern bin ich mir noch unsicher. Vorbestellt ist mal gar nichts und einzig das Buch von G.A. Aiken - Wilde Begierde - werde ich mir ganz sicher holen. Bei anderen fehlen mir überall noch die Vorgänger, die ich erst lesen sollte bevor ich hier munter weiter einkaufe.
Nicht mal bei der Kurzgeschichtensammlung von Nalini Singh bin ich mir sicher, weil ich von den vier Geschichten zwei schon kenne und nur die zwei anderen neu sind. Ob ich die jetzt sofort lesen muss ist grade fraglich... 

Wie sieht es denn bei euch bei den Neuerscheinungen aus? Wenn ihr die Reihen schon begonnen habt ist im März ja einiges dabei und da wünsche ich euch schöne Lesestunden :)
Liebe Grüße, Melanie

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Review: The Viscount Who Loved Me by Julia Quinn

Donnerstag, 21. Februar 2013



Paperback Ausgabe 384 Seiten
ISBN 9780749936587


Serie: The Bridgertons #2
Deutsche Übersetzung: Wie verzaubert man einen Viscount?
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #1



„Anthony Bridgerton needs a wife. Having spent his twenties in a rakish pursuit of pleasure (whilst taking care to ensure the financial security of his mother and seven younger siblings and mother) he knows it's high time he settled down and ensured the continuation of the Bridgerton line. Edwina Sheffield is considered the most beautiful debutante of the current season. She is also sweet, innocent and eminently biddable - Anthony is sure she'll make a perfectly acceptable wife and vows to make her his. The only obstacle in his way is Edwina's older sister, Kate. Kate is determined to do all she can to allow her sister the chance to marry for love rather than convenience. And the roguish viscount is beginning to think he may have met his match in Kate's keen wit and sharp tongue. Until, that is, he makes the mistake of kissing her...“

Review
Nachdem mir der erste Band in der Bridgertons Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich gar nicht lange auf die Fortsetzung warten und war froh direkt weiter lesen zu können. Julia Quinn ist vor allem durch ihren Schreibstil bekannt, der locker-leicht ist und für fast jede Gefühlslage passend ist. Sie nimmt ernste Themen in ihre Bücher auf, aber unterlegt alles mit einem humorvollen Ton, der der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Diese Kombination gelingt ihr scheinbar mühelos und so ist es kein Wunder, wenn man sich bereits nach wenigen Seiten in dieser Welt verliert und die Charaktere fast Wirklichkeit werden.

Anthony kennen wir schon aus dem Vorgängerband, aber hier hat er nun die Chance mehr von sich zu zeigen. Er hat es in seiner Stellung als Viscount nicht leicht, kümmert sich rührend um seine Familie und hat für Probleme immer ein offenes Ohr. Da hat er es gar nicht gerne wegen einer Frau unter Druck gesetzt zu werden. Seine Vergangenheit spielt da eine nicht unwesentliche Rolle und lernt man Anthony erst näher kennen versteht man auch sein Verhalten. Und wünscht ihm gleichzeitig von Herzen sein Glück und dass er nicht zu stur ist um es nicht zu erkennen. Mit Kate selbst hatte ich länger Probleme – sie war mir zwar sympathisch, aber ihre Vorurteile fand ich leicht übertrieben. Sie ist stolz darauf eine selbstbewusste Frau zu sein, die keinen Mann an ihrer Seite braucht um den Sinn im Leben zu finden. Sie ist humorvoll und hat eine Vorliebe für Diskussionen. Kaum eine Aussage anderer lässt sie unkommentiert und hat zu jedem Thema eine eigene Meinung. Und dennoch hält sie an Gerüchten und Vorurteilen fest, was nicht ganz stimmig wirkt. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn sie sich selbst ein Bild gemacht hätte, anstatt anderen blindlings zu glauben. Herzergreifend fand ich dagegen Kates Schwächen – dadurch wurde sie für mich erst greifbarer und menschlicher. Ihre Angst vor Gewittern machte sie mir sehr sympathisch und dank diesem Aspekt hatte auch Anthony die Möglichkeit die sanfte Seite an ihn zu zeigen. Die Aufarbeitung dieser Angst wäre für mich aber gar nicht notwendig gewesen, tut der Geschichte an sich aber keinen Abbruch.

Bei den Nebencharakteren konnte Julia Quinn ebenfalls überzeugen. Neben den Bridgertons spielt auch Edwina eine große Rolle und man lernt sie recht gut kennen. Edwina ist jene Debütantin, auf die Anthony eigentlich sein Auge geworfen hatte, aber weniger, weil er sich in die verliebt hatte, sondern weil sie für die Gesellschaft wohl die perfekte Braut und Frau darstellte. Sie ist mit Kate gar nicht zu vergleichen und hätte Anthony wohl schnell gelangweilt. Aber an sich ist sie sehr sympathisch und liebenswert. Nur liegen ihre Interessen halt woanders, aber sie sollte auch so ihr Happy End finden und dass Julia Quinn auch das aufgegriffen hat fand ich sehr schön. Sie hätte sie ja auch ignorieren und sie ihrem Schicksal überlassen können. Und genau das ist das Schöne – stellt die Autorin neue Charaktere vor bemüht sie sich auch um diese und lässt sie nicht nur links liegen.

Alles in allem hat mir dieser zweite Band der Reihe auch sehr gut gefallen, konnte aber nicht ganz an seinen Vorgänger heran reichen. Das schreibe ich in erster Linie der Heldin zu, denn der Schreibstil war wie erwartet perfekt. Anders kann ich es nämlich nicht sagen, denn hier hatte ich nichts auszusetzen. The Viscount Who Loved Me sorgt für tolle Lesestunden und bietet immer wieder humorvolle Szenen, die zum Lachen einladen. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf die nächsten Bände und kann diese Reihe nur empfehlen.
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Review. Skin Tight by Ava Gray

Dienstag, 19. Februar 2013

 
Paperback Ausgabe 308 Seiten
ISBN 9780425235164


Serie: Skin #2
Deutsche Übersetzung: Verhängnisvoller Verrat (ab März 2013)
Englischniveau: 2 (= mittel)
Review zu Band #1




„As a forensic accountant, Mia Sauter could usually tell when people had something to hide. She made her living exposing secrets while concealing her own. Then, in Vegas, she met a clever, ruthless man who called himself Addison Foster. One year later, she’s still haunted by his betrayal.
The truth of him had long ago been buried. Foster was only one name of many; he’d been so many men, he’d lost count. Reinvented as Thomas Strong and hell-bent on revenge, his mission is about to be compromised by the one woman capable of exposing him…
Reunited, they confront the explosive chemistry still crackling between them. But their chance meeting will have consequences, for a ruthless madman has his own deadly agenda. The question is—if they survive the fallout, will he choose love over vengeance?

Review
Skin Game war für mich letztes Jahr eine richtige Überraschung mit Helden, die man gar nicht als solche bezeichnen würde. Anti-Helden würde es wohl eher treffen, aber ich mochte die beiden sofort. Damit war für mich klar, dass ich diese Reihe von Ava Gray (die übrigens auch unter dem Namen Ann Aguirre schreibt) verfolgen werde und obwohl zwei der Fortsetzungen schon recht lange in meinem Regal sind habe ich mit dem Lesen bis jetzt gewartet. Die Gründe dafür sind mir schleierhaft und ich ärgere mich wieder selbst ein bisschen über mich, weil ich so lange gewartet habe. Denn auch Skin Tight konnte mich mitreißen und begeistern. Und ist einen Weg gegangen, den ich so gar nicht erwartet hatte.

Die Helden sind erneut so untypisch und zumindest unser Protagonist gar nicht so heldenhaft, wenn man genauer hinsieht. Rache ist das Motiv, das ihn antreibt und für diese ist er bereit alles zu machen und zu jedem zu werden. Zwischen Mia und Foster/Thomas Strong (ich nenne ihn einfach mal so, obwohl es nicht sein richtiger Name ist. Aber jeder sollte wohl selbst lesen, wie Mia seinen Namen schlussendlich erfährt *hach*) gab es bereits im 1. Band ein kurzes Aufeinandertreffen. Damals trat er aber ebenfalls unter einem anderen Namen auf und brachte eine interessante Wende in die Geschichte. Hier lernen wir nun ihn besser kennen, verstehen seine Motive für seine Taten und erfahren wie er zu diesem Mann wurde, der er jetzt ist. Mit Mia haben wir ebenfalls eine interessante Persönlichkeit vor uns. Sie kann als Einzige hinter die Fassade von Foster blicken, die er für andere aufbaut. Er verliert sich jedes Mal aufs Neue hinter einem Gesicht, das nicht das Seine ist und leidet darunter mehr als man zuerst meinen möchte. Erst als er in Mia die Person findet, die wirklich ihn sieht stellt er fest, dass ihm diese Nähe wirklich gefehlt hat. Mia ist in ihrem Denken und Handeln sehr analytisch und verdient ihren Lebensunterhalt damit vor jenen zu schützen, zu denen sie früher selbst zähle – Diebe. Der erste Eindruck bei ihr täuscht, denn in ihr steckt so viel mehr, als man bis jetzt angenommen hat.

Mit Skin Tight schlägt die Autorin eine neue Richtung ein und wir bekommen einen ersten Einblick in ein Labor, das Menschen mit besonderen Fähigkeiten erschaffen möchte und damit Erfolg zu haben scheint. Dass es sich bei den Forschungsobjekten dennoch um Menschen handelt ist vielen in dieser Organisation nicht klar und sie haben sie eindeutig unterschätzt. Denn es sind eben diese Fähigkeiten, die der Einrichtung schließlich zum Verhängnis werden. Ava Gray hat hier auch gleich vorgearbeitet und den Grundstein für weitere Bücher gelegt. Wie genau sich das entwickeln wird weiß ich aktuell noch nicht, aber der Klappentext der Fortsetzung deutet an, dass eben diese besonderen Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden. Damit die Autorin einen guten Übergang vom ersten Band bis hier her geschaffen und sorgt damit auch, dass das Interesse bestehen bleibt.

Ava Gray belässt es aber nicht nur bei spannenden Momenten, sondern beweist, dass sie ihre Leser auch emotional erreichen kann. Dafür sorgt ein junges Mädchen, das in Verbindung zu Strong steht und zeigt, dass er auch eine verletzliche Seite hat. Das machte ihn mir nur noch sympathischer und die Autorin steigerte damit meine Begeisterung für diese Reihe, weil ihre Bücher einfach an rundes Bild ergeben, keiner der angeschnittenen Aspekte zu kurz kommt und sie immer wieder mit Überraschungen aufwartet.

Wer wirklich hinter Foster/Strong steckt erfahren wir nur Schritt für Schritt, aber mit jeder neuen Facette wird er menschlicher. Der Grund dafür ist Mia, denn im Grunde wünschen sie sich das Gleiche und finden es im jeweils anderen. Mia bringt Strong dazu sich zu öffnen, während Mia bei ihm sie selbst sein kann. Wer in Skin Game noch Zweifel gehabt hat, dass diese Charaktere (insbesondere Foster/Strong) als Helden überzeugen können, der sollte sich Skin Tight nicht entgehen lassen. Die Autorin schafft es einem erst weniger sympathische Personen ans Herz wachsen zu lassen. So fiebert man auf jeder Seite mit ihnen mit und Ava Gray hat damit alles richtig gemacht.
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Review: Sengendes Zwielicht by Gail Carriger

Montag, 18. Februar 2013



Taschenbuch Ausgabe 416 Seiten
ISBN 9783442380558 Blanvalet Verlag


Serie: Parasol Protectorate #5
Originaltitel: Timeless
Review zu Band #1Band #2Band #3Band #4




„Lady Alexia ist glücklich. Sie hat ein bezauberndes Haus, ein ebenso bezauberndes Kind. Und ihr Gatte, der Werwolf Lord Maccon, ist noch immer der verführerische Mann ihrer Träume. Nichts scheint das häusliche Glück trüben zu können. Da erreicht sie ein Ruf aus Alexandria, dem sie sich nicht verschließen kann. Mit Mann und Kind im Schlepptau schifft sie sich nach Ägypten ein. Doch das Land der Pharaonen und Mumien hält mehr Geheimnisse parat, als selbst die unerschütterliche Lady Alexia bewältigen kann.“

Review
So einige Leser haben es bereits zu einem früheren Zeitpunkt der Reihe angesprochen, nun war es auch für mich so weit: der Spannungsbogen der Handlung nimmt ab, die Geschichte an sich wird ruhiger und die Charaktere wirken gefestigt. An sich stellt das ja kein Problem dar, aber bei einem Buch, das an die 400 Seiten umfasst hätte ich mir schon mehr Action gewünscht. Schließlich führt die Charaktere dieses letzte Abenteuer noch mal auf eine lange Reise (wobei der Vorwand unter dem diese Reise unternommen wurde, aber sehr fadenscheinig war) und hätte viele Überraschungen verbergen können. Stattdessen hat man das Gefühl, es wird ihnen nur allzu einfach gemacht und sie müssten sich kaum noch anstrengen. Von actionbeladenen Szenen, wie wir sie aus Vorgängerbänden kennen ist hier nämlich kaum etwas zu sehen.

Alexia und Conall sind seit dem letzten Band in ihre Elternrolle hineingewachsen und auch ihre Beziehung hat sich noch weiter gefestigt. Plänkeleien zwischen ihnen gibt es immer noch, aber sie sind nicht mehr ganz so spitzfindig wie zu Beginn. Und an dieser Stelle möchte ich auch gleich erwähnen, dass Neueinsteiger mit diesem Buch wohl weniger Freude haben werden. Denn dafür hat die Autorin schon zu viel aufgebaut und man sollte Vorwissen mitbringen. Andernfalls wird man nicht alles verstehen können, was hier vor sich geht. Vor allem die Feinheiten, die zwischen den einzelnen Charakteren passieren könnten so beim Lesen untergehen. Auch das Steampunkelement wurde hier weniger und ist mit dem ersten Band gar nicht mehr zu vergleichen, der mich in dieser Hinsicht noch begeistern konnte.

Auf der einen Seite sind die Charaktere also zur Ruhe gekommen, andererseits versucht die Autorin den Handlungsbogen, der sich über die ganze Reihe erstreckt nun zu seinem Abschluss zu bringen. Fragen aus der Vergangenheit werden erneut aufgegriffen und nun zufriedenstellend geklärt, noch offene Probleme gelöst und jeder einzelne Handlungsstrang in Ruhe zu Ende gebracht. Kein Wunder, dass dabei streckenweise etwas Langeweile aufkommen kann, auch wenn man die Charaktere an sich lieb gewonnen hat und gerne über sie liest. Aber das Überraschungsmoment fehlt, womit das Buch zwar zu einem schönen Abschluss der Reihe wird, innerhalb dieser aber nicht besonders hervorstechen kann. Zugegeben, das sind viele Baustellen, bei denen Gail Carriger hätte nacharbeiten können. Für Fans der Reihe ist Sengendes Zwielicht aber ein Muss, schließlich sind noch nicht alle Geheimnisse aufgedeckt.

Den Weg, den die Autorin für das Ende selbst gewählt hat, gefällt mir persönlich sehr gut. Denn so wurde doch noch ein Happy End ermöglicht, das nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern die Entwicklungen und gewonnenen Erkenntnisse der letzten Bände unterstreicht. Nur zu gerne würde ich ja Prudence als Erwachsene kennen lernen und ich hoffe, die Autorin kehrt irgendwann zu ihr zurück. Da wäre ich nämlich sofort dabei. In der Zwischenzeit hat Gail Carriger London erneut auf den Kopf gestellt und für eine komplette Neuordnung im Vergleich zu den Verhältnissen aus dem ersten Band gesorgt.

Ansonsten kann man sich bei Sengendes Zwielicht auf gute Unterhaltung einstellen, die Autorin bietet hier ein konstantes Niveau und der finale fünfte Band ergänzt die Reihe gut. Nicht perfekt, aber gut. Natürlich hätte ich mir grade für den letzten Band mehr gewünscht, aber ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass die Autorin nachgelassen hat. Wer ihre Bücher bis jetzt mochte wird auch mit dieser eher ruhigeren Geschichte seine Freude haben, zwar nicht wegen der Handlung, aber doch wegen der ungewöhnlichen Charaktere und deren Eigenheiten.
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Ich möchte euch nur dran erinnern...

Samstag, 16. Februar 2013


Noch bis Montag, den 18. Februar 2013 um 12 Uhr könnt ihr abstimmen wann die nächste      7 Days 7 Books Aktion stattfinden soll. Näheres zur Aktion selbst findet ihr HIER und abstimmen könnt ihr gleich rechts -->


Mandy und ich würden uns freuen euch bei der Lesewoche begrüßen zu dürfen und freuen uns schon aufs gemeinsame Lesen und Plaudern :)
Liebe Grüße, Melanie

[Buchempfehlung] Motorcycle Man by Kristen Ashley

Freitag, 15. Februar 2013

Eigentlich sollte an dieser Stelle eine Rezension veröffentlicht werden, aber ich war in den letzten Tagen einfach nicht im Stande eine zu schreiben. Keinen einzigen Satz habe ich geschafft und das alles, weil ich eine neue Autorin entdeckt habe und mich grade komplett in ihren Werken verliere. Obwohl, ich habe eigentlich erst ein Buch von ihr gelesen und es hatte auch so seine Schwächen (über die ich aber gerne hinweg gesehen habe), aber ich war hin und weg und fast jede freie Minute habe ich beim Lesen verbracht. Und gestern ging es dann gleich weiter und ich habe mir das nächste Buch von ihr geschnappt :) Hach, da gibt es noch so vieles zu entdecken und weil ich das genau weiß kann ich mich auch nicht aufs Rezi schreiben konzentrieren. 

Stattdessen erzähl ich euch mal welche Autorin mich so gefangen hält *g* Die Rede ist nämlich von Kristen Ashley. Vor Kurzem habe ich ja Reaper's Property von Joanna Wylde gelesen (das Buch hat in der Zwischenzeit übrigens ein neues Cover bekommen!) und fand das einfach nur genial. Gut, der Held war recht arrogant und von sich eingenommen und hat der Heldin nicht unbedingt viel Spielraum bei Entscheidungen gelassen, aber manchmal braucht man solche Helden einfach und für mich war es der perfekte Zeitpunkt. Und kurz danach begab ich mich dann auf die Suche nach weiteren Geschichten in denen Motorcycle Clubs eine Rolle spielen. Gefunden habe ich dabei bzw. aufmerksam gemacht wurde ich auf Motorcycle Man von Kristen Ashley. Ich habe dann etwas gezögert, weil ich gehört hatte, dass das Buch wohl viele Fehler enthalten soll - es wurde wohl nur oberflächlich Korrektur gelesen und das sollte man als Leser eindeutig merken. Aber ich wurde trotzdem immer neugieriger und schließlich habe ich es mir geholt. Und ja, das Buch hat seine Fehler und ja es hätte besser korrigiert werden können - oft passen die Satzstellungen nicht richtig, manchmal merkt man direkt, dass da was gelöscht und nicht richtig zusammen gefasst wurde und auch kleine Grammatikfehler findet man. Hätte ich das Buch auf Deutsch gelesen hätte ich diese Sachen wohl nicht so gut zur Seite drängen können und sie hätten mich viel mehr gestört und mich wahrscheinlich um das Lesevergnügen gebracht. So aber konnte ich die Geschichte dennoch genießen und die Fehler haben mich nicht so gestört, wie ich es anfangs gedacht hatte. 

Noch ein Wort zu den männlichen Protagonisten - die sind nämlich eine ganz eigene Spezies, die immer die Oberhand behalten wollen. Ich hatte mir bei 'Motorcycle Man' öfters gewünscht die Protagonistin würde stärker auf ihrer Meinung beharren, aber der Held, so sanft und einfühlsam er auch sein kann, überrennt sie da auch gerne. Wenn man ihn aber besser kennen lernt und versteht warum er das tut, dann geht einem einfach nur das Herz auf! Diese auf den ersten Blick eher unsympathischen Helden haben doch ihre Stärken und sind schlussendlich perfekt *hach* Wie gesagt, die Stimmung muss  passen und man muss für solche Helden aufgelegt sein, sonst wird man sich nie mit ihnen anfreunden. Aber bei mir war es der richtige Zeitpunkt und ich gehe davon aus, dass diese Phase noch etwas anhält, weil ich auf alle Bücher von Kristen Ashley furchtbar neugierig bin und mich kaum entscheiden kann was ich als nächstes lesen soll.

Nun war Motorcycle Man ja der vierte Teil der Reihe und gestern habe ich mich dem Beginn der Reihe - Mystery Man - gewidmet und werde die fehlenden Bücher jetzt lesen :) Und was mir besonders gut gefällt - die Autorin hat in den letzten Jahren viel herausgebracht und das kann ich alles noch entdecken. Zudem stehen die nächsten Bücher schon an und Kristen Ashley hat selbst gesagt, dass sie sich über diese Fehler im Klaren ist und die Bücher jetzt nach und nach überarbeiten möchte. Das hört sich doch gut an! Denn jetzt kann ich die Bücher auch ohne schlechtes Gefühl empfehlen, weil ich weiß, dass diese Schwächen mit der Zeit verschwinden werden und ich hoffe, dann werden noch viel mehr Leser wie ich in diesen Welten versinken. (Übrigens, das Buch gibt es bis jetzt nur als Ebook, aber im Sommer 2013 erscheint es auch in gedruckter Form *freu*).

Ich begebe mich jetzt jedenfalls wieder zurück nach Denver und zu Gwen, die mit ihrem Mystery Man noch so manche Abenteuer erleben wird :)
Liebe Grüße,
Melanie

Review: Softly at Sunrise by Maya Banks

Mittwoch, 13. Februar 2013


Paperback Ausgabe 132 Seiten
Entweder als Ebook erhältlich oder in Shades of Gray als Bonus


Serie: KGI #5.5
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #2Band #3Band #4Band #5Band #6




„Rachel Kelly has traveled a long, hard road in her journey back to her husband, Ethan, and the Kelly family. Now, as she and Ethan are poised to move into their new home, safe behind the walls of the Kelly compound, Rachel wonders if she’ll finally be free of the ghosts that have haunted her for so long and if she’ll step into the sun after a past steeped in darkness.

Review
Hierbei handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die in der Reihenfolge auf Platz 5.5 steht. Ich finde aber, dass man diese Geschichte sowohl zwischen Band 5 und 6, aber auch nach dem sechsten Band lesen kann, wie ich es gemacht habe. Die Handlung findet ja zu einem Zeitpunkt statt, bei dem im sechsten Band ein Zeitsprung gemacht wird. Somit wird auch nicht zu viel verraten bzw. kaum auf die Handlungen von Shades of Gray eingegangen.

Laut Klappentext konzentriert sich diese Kurzgeschichte auf Rachel und Ethan, wobei aber alle vorherigen Pärchen, wenn schon keinen Kurzauftritt haben, zumindest erwähnt werden. Auf diese Art und Weise umfasst die Autorin mit diesem Band eigentlich die ganze Reihe und spannt hier einen interessanten Bogen. Der Suspense Moment war für mich eher im Hintergrund, vielmehr geht Maya Banks auf Rachel ein. Sie kennen wir noch aus dem 1. Band und haben sie seitdem immer mal wieder getroffen. Nun schließt die Autorin den Kreis und lässt Rachel mit der Vergangenheit abschließen. Ein Neuanfang mit neuem Haus steht an und auch die Beziehung zu Ethan hat sich zum Positiven verändert, wenn man sie mit der Situation vor ihrer Gefangenschaft vergleicht. Dieses Erlebnis hat bis jetzt Auswirkungen auf Rachel, aber sie ist daran auch gewachsen und lässt sich davon nun nicht länger beeinflussen. Sie möchte glücklich sein und genau das sieht man in dieser Kurzgeschichte auch. Ergänzt wird dies mit Einblicken in Ethan, dem es schwer fällt Rachel mehr Freiheiten zu lassen, weil er in ständiger Sorge um sie ist.

Besonders schön fand ich, dass Maya Banks alle bisherigen Charaktere ebenfalls mit eingebracht hat. Von Rusti, über die Kelly Brüder bis hin zu neuen Mitgliedern der KGI sind sie alle vertreten. Sogar auf P.J.s Rolle als einzige Frau in dieser Organisation wird eingegangen und obwohl sie abwesend ist wird ihre Rolle betont und gezeigt, dass sie auch zu dieser Gruppe gehört. Im Grunde hätte diese Geschichte gerne länger ausfallen können, weil man die Charaktere in einer vergleichsweise ruhigen Phase ihres Lebens wiedersieht und das habe ich sehr genossen.

Maya Banks schafft es mit dieser Kurzgeschichte Emotionen zu wecken und insbesondere der Beginn treibt den Leser schon Tränen in die Augen. Mir hat der 1. Band in der Reihe damals sehr gut gefallen, er war eine emotionale Achterbahn und hatte zudem tolle Suspense Momente dabei. Für mich war Softly at Sunrise damit eine nette Ergänzung zur Reihe, das Ebook hätte ich mir zwar nicht extra zugelegt, aber als Extra in Shades of Gray fand ich es sehr gut.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Review: Shades of Gray by Maya Banks

Montag, 11. Februar 2013



Paperback Ausgabe 292 Seiten
ISBN 9780425251126

Serie: KGI #6
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt
Englischniveau: 1 (= leicht)
Review zu Band #2Band #3Band #4Band #5




-Spoilergefahr-
„P.J. and Cole were sharpshooting rivals on the same KGI team and enjoyed a spirited, uncomplicated camaraderie. Until the night they gave in to their desires and suddenly took their relationship one step further. In the aftermath of their one-night stand, they’re called out on a mission that goes terribly wrong, and P.J. walks away from KGI, resolved not to drag her teammates into the murky shadows she’s poised to delve into.
Six months later, Cole hasn’t given up his search for P.J., and he’s determined to bring her back home where she belongs. Bent on vengeance, P.J. has plunged into a serpentine game of payback that will make her question everything she’s ever believed in. But Cole—and the rest of their team—refuse to let her go it alone. Even if it means sacrificing their loyalty to KGI, and their lives…“

Review
Hier möchte ich gleich zu Beginn etwas Entscheidendes festhalten: der erste Eindruck des Buches ist nämlich trügerisch. Man hat den Eindruck ein sehr umfangreiches Buch vor sich zu haben. Im Endeffekt beschränkt sich Shades of Gray rund um P.J. und Cole jedoch auf gut 280 Seiten, während eine Kurzgeschichte den Rest des Buches einnimmt. Auch verrät der Klappentext selbst viel zu viel und wenn man die Chance hat, sollte man ihn gar nicht erst lesen. So umfasst er fast die Hälfte des Buches und nimmt etwas an Spannung. Die Kurzgeschichte konzentriert sich dann auf Ethan und Rachel und spielt wohl zu einer Zeit, in der in Shades of Gray ein Zeitsprung gemacht wird. So kann man die Kurzgeschichte sowohl vor als auch nach diesem sechsten Band der Reihe lesen. Ich für meinen Teil habe sich erst danach gelesen und weiß daher nur kurz worum es darin geht. Zuviel verraten wird also schon mal nicht.

Aber zurück zu den eigentlichen Charakteren dieses Buches – P.J. und Cole. Beide kennen wir schon aus den vorherigen Bänden und lieben sie besonders für ihre Wortgefechte und den kleinen Wettstreit, der zwischen ihnen herrscht, den aber P.J. klar dominiert. Und das stört Cole gar nicht, er gibt gerne zu, dass sie ihm Schießen besser ist als er und erkennt das von Anfang an, auch wenn es immer mal wieder Kabbeleien gibt. Meine Erwartungen an dieses Pärchen waren viel höher und wurden leider nicht mal ansatzweise erfüllt. Ich mochte sie wirklich gerne, mag sie immer noch, aber ich finde dieses Buch wird ihnen einfach nicht gerecht. Wie viele Leser habe auch ich lange auf ihre Geschichte gewartet und habe jetzt das Gefühl die Autorin habe uns halbherzig abgespeist. Dadurch, dass sich die Ereignisse fast überschlagen und die Autorin dann einen Zeitsprung von sechs Monaten einbringt, während derer man keinerlei Kontakt zu den Protagonisten bekommt entsteht eine gewisse Distanz. P.J. wird in dieser schwierigen Zeit fast ein bisschen alleine gelassen, obwohl ihre Kollegen das gar nicht möchten. Dazu der eher geringe Umfang des Buches und ich werde den Gedanken nicht los, dass sie viel mehr hätten sein können. Man lernt sie zwar endlich ein bisschen besser kennen, hat aber keine Möglichkeit wirklich in die Tiefe zu gehen.  

Ich möchte an dieser Stelle aber auch ausdrücklich warnen. Wer in Büchern nicht gerne über Vergewaltigungen liest, sollte auf dieses Buch lieber verzichten. Überhaupt hat die Autorin in dieser Reihe die Vorliebe ihre Heldinnen leiden zu lassen. Das mag für manche Entwicklung zwar wichtig sein, hier hätte ich darauf verzichten können. P.J. ist so schon eine starke Persönlichkeit, fühlt sich wohl in ihrem Körper und in ihrem Umfeld und ich hatte die Möglichkeit einer Beziehung mit Cole auch ohne diesen Zwischenfall gesehen. So aber zerreißt er fast das Team. Steele als Teamleader macht sich Vorwürfe, ihre Kollegen ebenfalls, bieten ihr aber jede Unterstützung an. Erst vor Kurzem habe ich einen interessanten Artikel zum Thema Vergewaltigung in Büchern gelesen, den ich  nachvollziehen kann. Wieso immer mehr Autorinnen denken, dass ihre Heldinnen diese Erfahrung machen müssen um zu sich selbst zu finden, um stärker zu werden, um auf einen Partner angewiesen zu sein, um ich-weiß-nicht-was, ist mir unverständlich. Eines ist aber klar: dieses Thema wird immer öfters in Bücher eingebaut und die Autoren sprechen sehr direkt darüber und konfrontieren ihre Leser damit, ob diese wollen oder nicht.

Ich habe schon gehört, dass Leser den Titel für dieses Buch sehr passend finden, weil er zeigt, dass P.J. die Welt nicht mehr in Schwarz und Weiß sieht, sondern sich auf die Grauschattierungen einlassen muss. Ich hätte gerne mehr von der Frau gesehen, die sie vorher war, denn die war mir sehr sympathisch. Nicht dass sie diese Sympathie verloren hätte, aber es war eine Veränderung, die ich nie auf sie bezogen hätte. 

Man sieht also, Shades of Gray war nicht das was ich mir gewünscht hätte. Aufgeben werde ich die Reihe dennoch nicht, weil sie mich zu früheren Zeitpunkten schon begeistern konnte und ich weiß was die Autorin kann. So lege ich meine ganze Hoffnung in die Fortsetzung, die sich um Steele drehen wird und drück die Daumen, dass die Autorin ihren Helden endlich mal eine kleine Verschnaufspause gönnt.
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All these books 6/2013

Samstag, 9. Februar 2013

Heute poste ich meine Neuzugänge mal ganz untypisch schon am Samstag, aber mir ist grade danach und da ich heute nicht arbeiten muss/darf passt das doch perfekt. Ich hatte ja gehofft, dass ich Glück habe und die Grippewelle an mir vorbei geht - tja, war leider nicht so und seit letzter Woche darf auch ich mich damit rumärgern. Angefangen hat es ja ganz unschuldig, aber bevor ich es richtig begreifen konnte hatte sie mich schon voll im Griff, diese Grippe. Zudem gab es am Mittwoch einen erneuten Wintereinbruch und noch mal einen Schwung Neuschnee auf den ich mittlerweile gerne verzichten könnte. Aber zu meinem grenzenlosen Erstaunen hat sich mein Postler davon nicht unterkriegen lassen und mich fast jeden Tag mit schöner Post überrascht :) Hätte ich ihm gar nicht zugetraut, ich dachte er wird die Päckchen horten bis das Wetter wieder besser wird. Da habe ich ihm wohl Unrecht getan ;) 



Wie ihr sehen könnt ist diese Woche mal kein paranormales und auch kein historisches Buch dabei. Nur Contemporary Romances *hach* Auf genau dieses Genre hatte ich richtiggehend Heißhunger und von daher musste ich mich einfach mit genügend Lesefutter eindecken. Den SuB ignoriere ich einfach mal großzügig ;)

Come Fly With Me ist der 2. Teil der Reihe und nachdem mir der erste Band mit seinem tollen winterlichen Setting so gut gefallen hat, musste natürlich auch der hier bei mir einziehen.
Double Play und Slow Heat sind mal Sports Romances, die ich schon lange ausprobieren wollte und nun ist es soweit. Jill Shalvis konnte mich mit ihren Büchern ja schon oft begeistern, ich bin neugierig, ob es auch bei diesen hier der Fall sein wird.
Mit Practice Makes Perfect und A Lot Like Love wird mein Julie James Regal schön erweitert und nun habe ich alle Bücher von ihr hier stehen. Gelesen habe ich leider erst ein Buch von ihr, aber ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe nun alle nacheinander zu lesen bzw. die Wartezeit bis zum nächsten Buch gut überbrücken kann :)
Und zu guter letzt möchte ich noch eine neue Autorin ausprobieren und habe mir da einfach mal den 1. Teil so bestellt (Can't Buy Me Love) und der 3. Band war eigentlich vorbestellt. Angekommen sind sie beide gleichzeitig, nur der 2. wäre noch ausständig, ist aber noch nicht bestellt. Erst mal sollte ich reinlesen, ob mir der Schreibstil auch gefällt. Jaja, das fällt mir spät ein, aber trotzdem ;)

Findet ihr nicht auch, dass grade dieses Genre besonders nach Frühling und Sonne schreit? Mal keine dunklen und düsteren Cover, sondern was farbenfrohes fürs Auge. Auf jeden Fall waren diese Bücher mein Lichtblick der Woche und wie immer freue ich mich auf jedes einzelne davon.

Und an dieser Stelle auch mal wieder eine Frage - kennt ihr schon eines der Bücher oben? Mit welchem soll ich als Nächstes anfangen? Und könnt ihr mir noch andere Bücher empfehlen, die in diese Richtung gehen und die ich mir mal näher ansehen sollte?
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und lass euch viele liebe Grüße da,
Melanie