Review: Bitterblue by Kristin Cashore

Donnerstag, 30. Januar 2014

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Review zu Band #1Band #2 
 
„Bitterblue is now queen of Monsea, still under the influence of her father Leck, a violent psychopath who altered minds. Her advisers want to pardon evildoers and forget everything, but she sees the past holds fast. Two thieves, who only steal what has been stolen, hold the truth and change her life. One, his Grace skill unidentified, has a key to her heart.“

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Lange habe ich dieses Buch vor mir hergeschoben. Einerseits habe ich mich so auf Bitterblue gefreut, andererseits wollte ich die Reihe nicht beenden (schrecklich, nicht wahr?). Denn diese Welt hat noch so viel Potential und ich mag nicht glauben, dass es das mit diesem Buch gewesen sein soll, wenn es doch noch so viel zu erzählen gibt.

Neun Jahre nach den Ereignissen aus Graceling kehren wir also nach Monsea und zu Bitterblue zurück und erleben wie die Verhältnisse im Land sind. Die Autorin hat hier einen interessanten Bogen gespannt, denn noch immer sind die Auswirkungen von Lecks Herrschaft bemerkbar und Bitterblue weiß eigentlich gar nicht, was da an Herausforderungen vor ihr liegen um wirklich Königin zu sein und den Titel nicht nur auf dem Papier zu haben. So wächst in ihr der Wunsch ihr Land tatsächlich kennen zu lernen und nicht nur aus ihrem Palast aus zu regieren. Sie möchte die Menschen treffen und geht ein wagemutiges Abenteuer ein.

Während Kristin Cashore in Graceling ein unglaubliches Setting erschaffen hat und uns durch eine farbenfrohe Welt, quer durch die Jahreszeiten, geführt hat, ging Fire schon in eine ganz andere Richtung. Sie verändert hier nicht nur die zeitliche, sondern auch räumliche Einordnung und lange fehlte mir der Bezug zur Reihe. Aber für Bitterblue wird das alles wieder wichtig und der Kreis schließt sich. Dennoch ist Bitterblue so viel mehr und die Autorin zeigt hier eine weitere neue Seite dieser Welt. Verrat und Intrigen prägen die Geschichte, aber auch die ersten vorsichtigen Bande von Freundschaft und während über Monsea noch die Schatten der Vergangenheit liegen kämpft Bitterblue für die Zukunft ihres Volkes.

Das Besondere an Bitterblue ist, dass auch vorherige Charaktere (Katsa und Po!) ganz viel Raum einnehmen und wir erfahren, wie ihr Leben verlaufen ist und worin sie grade verwickelt sind. Damit haben wir eine große Gruppe an Protagonisten, denen Kristin Cashore noch weitere neue Charaktere hinzufügt. Saf und Death haben da einen besonderen Platz in meinem Herz gewonnen, denn beide sind sie so unterschiedlich und haben doch so großen Einfluss.

Ganz kurz sollte ich vielleicht noch erwähnen, warum das Buch bei all der Begeisterung und all den positiven Aspekten doch nicht die Bestwertung bekommen hat. Das liegt einfach daran, dass es mir (und wie weh mir es tut das zu sagen) stellenweise doch Längen hatte und ich mir gewünscht hätte, dass sich Bitterblue in bestimmten Situationen stärker durchgesetzt hätte und Antworten einfordert. Zu viele Möglichkeiten lässt sie verstreichen und irgendwann hat mich das frustriert. Sie ist eine starke Persönlichkeit, sie weiß was sie will und doch traut sie sich nicht und lässt sich zu leicht auch einschüchtern bzw. ablenken. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein hätte ihr schon zu einem früheren Zeitpunkt gut getan.

Bitterblue war für mich ein toller Abschluss der Reihe, mit Überraschungen, die vielleicht nicht jedem gefallen werden und auch ich hätte mir in einigen Punkten eine andere Entwicklung gewünscht, aber genauso bleibt so für den Leser das Potential zum Träumen. Dennoch wird Graceling für mich der beste Band in dieser Graceling Realms Reihe bleiben und ich kann die Bücher nur empfehlen! Fantasy vom Feinsten, mit facettenreichen Charakteren, spannungsvollen Momenten, gefühlsvollen Szenen und Wenden, die immer wieder überraschen.

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