Series Review: FBI / US Attorney Series by Julie James

Freitag, 7. Februar 2014

©Goodreads.com

„In the Chicago criminal justice system, the people are represented by two groups of confident, frequently sarcastic, and shockingly attractive people, all of whom seem to spend an inordinate amount of time at Starbucks: FBI Special Agents, who investigate crimes, and the U.S. Attorneys, who prosecute the offenders. These are the stories of what happens when they’re not out busting bad guys. Happily ever after guaranteed.

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Nachdem ich letztes Jahr den ersten Band in der FBI / US Attorney Reihe von Julie James gelesen habe und doch positiv überrascht war (auch wenn mir zugegebenermaßen ihre vorherigen Bücher noch einen Tick besser gefallen haben, weil sie humorvoller und gefühlsbetonter waren), hat es leider doch länger gedauert bis ich mich an die Fortsetzungen wagte. Dafür habe ich da gleich richtig zugeschlagen und alle drei Bände, die ich noch im Regal hatte, nacheinander gelesen. Bevor ich gleich zur Series Review übergehe, möchte ich euch aber auch den Link zur Rezension zu Band 1 – „Something Like You“ – hier lassen.

In „A Lot Like Love“ dreht sich alles um Jordan und Nick, um Spannung und Wein. Eine Kombination, die nicht funktionieren kann? Ja, das dachte ich mir auch. Aber wenn sich die Autorin einem Thema widmet, dann richtig und sie hat viel recherchiert. Oder selbst eine Vorliebe für Wein, wer weiß das schon. Auf jeden Fall lässt sie ihre Protagonistin in dieser Hinsicht glaubhaft erscheinen und obwohl Jordan einen Treuhandfond im Rücken hat, baut ihr Unternehmen allein auf ihrer Kraft, ihrem Können und ihrer Hingabe für diese Leidenschaft. Nick passt da auf den ersten Blick nicht so wirklich rein – er hat mit Wein nichts am Hut, aber Berufsbedingt hängt er da nun drin und ist auf Jordans Hilfe angewiesen. Denn dank ihr soll seine FBI Ermittlung die entscheidenden Beweise finden und einen Fall abschließen. Zwischen Weinverkostungen und Abhöraktionen lässt Julie James diese zwei so unterschiedlichen Charaktere Zeit miteinander verbringe und Gemeinsamkeiten erkennen. Jordan und Nick geben nicht einfach den Hormonen nach, zwischen ihnen entwickelt sich eine gefühlvolle Beziehung, die aber auch auf ihrem jeweiligen Humor basiert. Diese Kombination spricht mich bei Julie James immer wieder an und weiß zu überzeugen.

„About That Night“ hätte dann das beste Buch der Reihe werden sollen – ich hatte mir alles schon so schön ausgemalt. Denn auf Kyle Rhodes war ich besonders neugierig, haben wir doch im Vorgängerband schon so einiges über ihn erfahren und die Situation in der er sich befindet. Im Beziehungsfrust hat er mal eben Twitter lahmgelegt und wurde dafür vor Gericht gestellt. Der Zusammenarbeit seiner Schwester Jordan mit dem FBI hat er es zu verdanken, dass er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird und eine neue Chance auf eine Zukunft erhält. Anfangs denkt man vielleicht, dass man so einen Protagonisten nicht mögen kann, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Kyle ist sich seines Fehlers bewusst, er wollte seine Strafe absitzen und ist sich auch der weiteren Konsequenzen klar. Er versucht seinen Weg neu zu ebnen, nur die anderen Charaktere scheinen damit bis zum Schluss ein Problem zu haben. Und das ist genau der Aspekt, der mich hier auch so enttäuscht hat und dafür sorgte, dass ich diesen Band am Wenigsten mochte. Nicht nur seine Familie und Freunde scherzen immer wieder über seine Tat, auch unsere Protagonistin Rylann hält bis zum Schluss daran fest und ich frage mich, warum sie ihn einerseits so bezeichnet, ihm das so vorhält und anscheinend nicht nach vorne blicken kann, sie aber dennoch mit ihm zusammen sein möchte. Nur weil sie sich vor Jahren gut verstanden haben? Weil sie einen besonderen Moment miteinander teilten? Und das soll es gewesen sein? Denn mehr habe ich in ihrer Beziehung nicht gesehen. Wie gesagt, die Enttäuschung und der Zorn darüber, dass einem nur die Vergangenheit nachgetragen wird, aber der Blick nicht darüber hinaus reicht, haben überwogen.

Nach diesem Tiefschlag ging ich mit Bauchschmerzen an den nächsten Band, schließlich wusste ich nicht was ich mir von „Love Irresistibly“ erwarten durfte. Bis zum Schluss habe ich darauf gewartet, dass es Julie James wieder vermasselt und ihre Charaktere wieder so ins Unsympathische abrutschen lässt. Aber ich wurde positiv überrascht! Staatsanwalt Cade Morgan und Anwältin Brooke sind wohl mein liebstes Pärchen in dieser Reihe überhaupt! Endlich konzentriert sich die Autorin wieder mehr auf die Gefühlsbeziehung zwischen den Charakteren, auf die Emotionen, auf das Zusammensein. So interessant mancher Themenausflug in den vorherigen Bänden auch war, das ist nicht was ich in einem Contemporary suche und hier traf Julie James wieder genau meinen Geschmack. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam,  hat auch mal Pausen, ist dem Berufsleben unterworfen, wird nicht von gefährlichen Momenten geprägt, sondern alleine von Cade und Brooke voran getrieben. Und es war so schön so viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Auch ihr humorvoller und leichter Umgang miteinander hat genau gepasst und als die Beziehung vertieft wurde, hat sich der Ton mit geändert um das zu verdeutlichen. Beide waren sie in vorherigen Beziehungen schon enttäuscht worden und sind entsprechend vorsichtig. Dennoch erkennen sie das Gute im Leben und handeln danach. Das ist ein Pärchen nach meinem Geschmack und endlich habe ich die Julie James wieder gefunden, die ich damals in „Just the Sexiest Man Alive“ und „Practice Makes Perfect“ kennen gelernt habe.

Kommentare:

  1. Hast du wirklich "vermasselt" und "Julie James" in einem Satz verwendet :O? Ich habe diese Woche schon mit offenem Mund deine Bewertungen auf Goodreads gelesen und eine Weile hatte ich noch die Hoffnung, dass du dich einfach nur verklickt hattest ;-)

    "A lot like Love" habe ich ja genau so bewertet wie du und jetzt habe ich ein winzig kleines bisschen Angst, dass "About that Night" - ich will nicht sagen Reinfall - nicht so toll wird. Ich freue mich doch auch schon so auf seine Geschichte. Naja, mal abwarten. Mir ist auf alle Fälle ein Zentner Steine vom Herzen gefallen, als ich gelesen habe, dass dich "Love Irresistibly" wieder an JJs Highlights erinnert hat. Da bin ich jetzt richtig neugierig ^^

    Für 2014 ist der Plan: Reihen aktualisieren. Und Julie James steht in Sachen Priorität ganz weit oben. Hast du "It happened one Wedding" auch schon auf dem Schirm?

    Liebe Grüße

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    1. Und glaub mir, es ist mir nicht leicht gefallen diesen Vergleich zu ziehen!!! Wie ich mir gewünscht hätte, ich hätte mich beim Buch vertan *seufz* Ich hätte auch nie gedacht, dass es mal so weit kommen würde, aber im Nachhinein habe ich die Wertung für dieses Buch sogar noch mal ändern müssen :(

      Tut mir auch wirklich leid. Und so weit ich das gesehen habe, sind ja Lucina und ich mit unserer kritischen Meinung beim dritten Teil ziemlich alleine... da stehen die Chancen doch gut, dass es dir gut gefällt! Ich hatte einfach solche Probleme mit der Protagonistin bzw. wie sie Kyle doch immer behandelt hat. Für mich war das keine Liebe, ich bin das Gefühl nicht losgeworden, dass sie sich für ihn schämt und das war so schlimm... Dabei war die Vorgeschichte der beiden echt süß und Kyle sowieso *hach*

      Aber ja, der vierte Band war dagegen die reinste Wohltat und ich mochte das Pärchen da so sehr! Und aus dem Grund werde ich mir auch "It Happend One Wedding" auf die Vorbestellerliste setzen - Vaughn haben wir ja bei "Love Irresistibly" kennen gelernt und er ist auch ein toller Charakter. Das wird sicherlich lustig werden mit ihm *g*

      Auf jeden Fall erwarten dich mit Julie James noch tolle Bücher und ich hoffe so, dass für dich da kein Dämpfer dabei ist. Und wenn doch - dann einfach durchhalten, es wird wieder besser!
      Liebe Grüße, Melli

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  2. Wow, ich fand das letzte Buch zwar besser, aber "About that Night" habe ich auch sehr gerne gelesen.
    Wenn überhaupt, dann fand ich von den drei Büchern hier „A Lot Like Love“ am schlechtesten, weil ich Jordan eben nichts als ganz so glaubhaft empfunden habe, mit ihrem Treuhandvermögen im Hintergrund. Ich meine, mir hat das Buch gefallen, aber ich fand es einfach nicht so genial. ;)

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    1. Ich wurde mit der Protagonistin in "About that Night" einfach nicht warm, aber wir sind da eh in der Unterzahl, die so denken ;)
      Mh, bei Jordan hätte die Autorin das Treuhandvermögen wohl einfach weg lassen können. Es stimmt schon, es wird öfters erwähnt, als dann mit Kyle. Und ich finde diese Reihe sowieso als Ganzes nicht so genial wie ihrer vorherigen Bücher ;)

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