Series Review: Rock Chick (#1, #2, #8) by Kristen Ashley

Freitag, 14. Februar 2014

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Ich habe im letzten Jahr so viel von Kristen Ashley gelesen, aber aus welchem Grund auch immer kaum Rezensionen zu den Büchern geschrieben. Darum wird es heute mal Zeit euch diese Reihe etwas näher vorzustellen. Wobei „Series Review“ ein bisschen geschummelt ist, denn ich habe bisher nur drei von acht Büchern gelesen. Trotzdem möchte ich ein bisschen darüber plaudern. Die Rock Chicks sind eigentlich eine Gruppe von acht Frauen, denen die Hot Bunch gegenüberstehen. Die Frauen kennen sich zu Beginn der Reihe noch nicht alle, der Kreis ist eher überschaubar, aber neue Freundinnen werden sehr schnell in die Gruppe aufgenommen und integriert. Innerhalb weniger Tage wird ihre Familie quasi erweitert und die Neuen werden in alles miteinbezogen und bei so mancher verrückten Aktion einfach mitgerissen. Die Hot Bunch Guys haben es da nicht immer einfach und sind ständig in Sorge, was die Rock Chicks wohl als nächstes anstellen würden. Nicht, dass sie Probleme suchen würden, aber... naja, es wird halt nie langweilig. Auch die Hot Bunch Guys stellen eine interessante Mischung da – von Privatdetektiven mit Kopfgeldjägervergangenheit, über beste Freunde, die mit Drogen handeln oder im Glücksspiel tätig sind, hin zu Polizisten. Dazu ein Stripclubbesitzer und ein Kriegsveteran/Katzensitter/Kaffeegott. Hört sich komplett verrückt an und gar nicht miteinander vereinbar? Möchte man meinen, aber es funktioniert! Die Charaktere sind alle ein bisschen verrückt, haben aber ein offenes Herz und gehen aufgeschlossen durchs Leben. Sie genießen jeden Moment und neben rasanten Verfolgungsjagden, Schießereien, Entführungen, Schlägereien und ich weiß nicht was noch, gibt es aber auch unglaublich emotionale und gefühlsgeladene Momente. Für jeden Augenblick, der rasant verfliegt, gibt es Zweisamkeit und ein starkes Gefühl von Verbundenheit zwischen all den Charakteren selbst. Ist man einmal Bestandteil dieser Gruppe, heißt es alles oder gar nichts. Und letzteres gibt es nicht ;)

Am liebsten hätte ich ja direkt mit dem letzten Band begonnen, weil ich auf diese Geschichte am neugierigsten war. Wie das sein kann? Ich habe die Protagonisten in einem anderen Buch von Ashley kennen gelernt (Breathe) und da waren sie mir so sympathisch und in ihrer Interaktion auch so verrückt, da wollte ich einfach mehr von ihnen haben. Ich habe dann lange überlegt, ob ich nicht einfach ihre Geschichte lese und gut ist es, aber weil man über die Charaktere hier an sich schon viel in anderen Reihen gehört und gelesen hatte, sollte es dann doch brav der 1. Band sein, den ich als erstes lese.

Schlussendlich hätte ich mir von Rock Chick mehr erwartet, besonders von Lee Nightingale, der doch in anderen Büchern immer wieder eine entscheidende Rolle einnahm. Aber er war mir dann doch zu brav und nicht Bad Boy genug. Schon schlimm das zu sagen, aber es war so... Auch mit Indy hatte ich so meine Probleme, denn auch sie war mir zu nett und hat Lee zu selten Kontra gegeben. Wo blieben die spritzen Auseinandersetzungen, die wir von anderen Pärchen kennen? Die beiden geben zwar ein süßes Duo ab, aber mir fehlte das Besondere zwischen ihnen. Und auch die Geschichte hatte ihre Längen. Zwar ist das bei Kristen Ashley nicht ungewöhnlich, aber sonst können mich die Charaktere über diese Durststrecken in der Handlung hinweg trösten, weil die Interaktion so schön zu verfolgen ist. Aber wenn das nicht vorhanden ist, dann fallen die in die Länge gezogenen Momente leider vermehrt auf. Erst zum Schluss hin hat sich das Ganze geändert, die Handlung nahm an Tempo zu, es kamen noch spannende Momente dazu und auch die Protagonisten gingen endlich mehr aus sich heraus. Damit war das Ende gerettet und hat der Reihe noch Pluspunkte eingebracht.

Und bei diesem Band alleine sollte es natürlich nicht bleiben. Direkt im Anschluss habe ich mich dann über Rock Chick Rescue hergemacht und Jet und Eddie besser kennen gelernt. Mit ihnen habe ich mich von Anfang an wohler gefühlt und die Leseprobe im Vorgängerband hat sofort dafür gesorgt, dass ich mehr über sie wissen wollte. Eddie ist ein toller Held – er ist von der Art her doch eher ruhig, aber wie er so langsam seinen Platz in Jets Leben ausbaut und sich in immer mehr Bereichen ihres Alltags einbringt ist genial. Ich musste so oft schmunzeln, weil man Jet direkt vor sich sieht, mit großen Augen und Erstaunen im Gesicht, weil sie selbst nicht begreift wie Eddie das Zustande bringt. Die Arme hat gar keine Chance gegen ihn und obwohl sie es nicht sofort erkennt und erst einige Fettnäpfchen überwinden muss (das waren dann die nächsten Szenen, die zum Lachen einladen!), ist er der perfekte Partner für sie und die beiden ergänzen sich wunderbar. Nach Ally und Ren (aus Band 8) sind sie mein liebstes Pärchen bisher und ich werde ihre Geschichte irgendwann sicherlich ein zweites Mal lesen, weil sie so schön war. Ich bin so froh, dass ich nach Band 1 nicht gezögert habe hier weiter zu lesen – mir wäre sonst so viel entgangen! Neben Jet und Eddie hat mich die Autorin aber auch furchtbar neugierig auf andere Charaktere gemacht. Kristen Ashley schafft es in ihren Büchern ja nie die Gruppe an Personen überschaubar zu halten. Nein, vielmehr tummeln sich da so viele Charaktere, so viele unterschiedliche Persönlichkeiten, so viele Schicksale, die man noch kennen lernen möchte – oft weiß man gar nicht, über wen man als Nächstes lesen möchte. So mancher Nebencharakter hat durchaus das Potential dem eigentlich Paar an Aufmerksamkeit zu stehlen. Aber auch das ist eine Stärke von Kristen Ashley. Es wird hier einfach nie langweilig und ihre Reihen haben Suchtpotential.

Nach Band 2 hielt ich es nicht länger aus – mir waren Ally und Ren so sympathisch und ich wollte nicht länger warten müssen bzw. mich durch weitere fünf Bände lesen um endlich an ihre Geschichte zu kommen. Also habe ich alles über den Haufen geworfen und bin dann zu Rock Chick Revolution übergegangen. Und ich bereue nichts! Na gut, in einem Punkt habe ich mir eine Überraschung vorweg genommen, wenn ich zu den ausgelassenen Bänden zurück kehre, aber das war es mir trotzdem wert, denn dieser letzte Band der Reihe hat mir von den bisher gelesenen am Besten gefallen. Mit Abstand! Ally und Ren, wo soll ich da nur anfangen? Ally war von Anfang an fester Bestandteil der Rock Chicks, sie war bei jedem Abenteuer dabei und immer bereit ihren Freundinnen zur Seite zu stehen. Nun ist es an ihr sich erstmal selbst zu finden, zu erkennen was sie möchte und wohin ihr Weg führen soll. Und sobald sie das weiß, steuert sie direkt auf ihr Ziel zu und lässt keine Hürden aufkommen. Unterstützung bekommt sie von zwei ganz wunderbaren Männern, wobei sie an einen auch ihr Herz verliert. Der Zweite hatte sich schon lange vorher in mein Herz eingeschlichen und ich wünschte, es würde auch für ihn irgendwann eine Geschichte geben. Ren Zano ist ein interessanter Charakter und einer von wenigen in dieser Reihe, der der Heldin die Entscheidungen nicht aus der Hand nimmt. Er respektiert Ally und steht hinter ihr, auch wenn er nicht immer einverstanden ist mit dem was sie tut. Dennoch versucht er mit allen Mitteln ihr zu helfen und für sie da zu sein und genau das hat Ally auch verdient! Gleichzeitig kämpft Ren aber auch für eine gemeinsame Zukunft mit Ally und muss sich dafür beruflich erstmal umorientieren (oder sich eigentlich von den weniger legalen Aspekten lösen). Bis Ally erkennt was sie in ihm hat und dass er ein Leben mit ihr möchte, vergehen herrliche Momente und ich habe jeden davon mit ihnen genossen. Sie ergänzen sich so gut, sind in ihren kleinen Auseinandersetzungen trotzdem süß und beim Versöhnen sowieso. Mit ihnen wird es nicht langweilig, es gibt immer etwas zu diskutieren, etwas worum es zu kämpfen gilt oder überrascht inne zu halten, wenn einer den anderen überrascht. Und neben ihnen darf man natürlich all die anderen Rock Chicks und Hot Bunch Guys nicht vergessen, die hier alle wieder einen Auftritt haben und mit denen wir weitere tolle Momente verbringen dürfen.

Btw, jetzt hätte ich direkt Lust die noch fehlenden Bände zu lesen und zu den Rock Chicks und Hot Bunch zurück zu kehren. Bald... und in der Zwischenzeit hoffe ich, dass ich doch den ein oder anderen neugierig auf diese Autorin bzw. diese Reihe gemacht habe ;) 

Kommentare:

  1. Schön vorgestellt, aber für mich ist es glaube ich eher nichts.
    Liebe Grüße
    Sunny

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    1. Danke dir :)

      Kristen Ashley ist leider so ein Fall, in dem ihre Bücher entweder liebt oder gar nichts damit anfangen kann. Da tu ich mir aber auch schwer sie speziell jemanden zu empfehlen, eben weil sie manchmal überzogen sind und auch in der Handlung ganz schön lang ausfallen können...
      Für mich sind sie zwischendurch einfach genau richtig, aber das muss man halt erst selbst erleben...

      Liebe Grüße,
      Melli

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