Review: On the Way to the Wedding by Julia Quinn

Montag, 31. März 2014

©Goodreads.com

„Unlike most men of his acquaintance, Gregory Bridgerton believes in true love. And he is convinced that when he finds the woman of his dreams, he will know in an instant that she is the one. And that is exactly what happened. Except...  She wasn't the one. In fact, the ravishing Miss Hermione Watson is in love with another. But her best friend, the ever-practical Lady Lucinda Abernathy, wants to save Hermione from a disastrous alliance, so she offers to help Gregory win her over. But in the process, Lucy falls in love. With Gregory! Except...”

***

Jahrelang habe ich dieses Genre gemieden und ich hätte nie gedacht, dass ich jemals zu den Historical Romaces zurückkehren würde. Und doch kam irgendwann die Neugierde wieder auf, schlich sich still und leise an mich heran und von einem Tag auf den anderen wollte ich aus diesem Genre etwas lesen. Dafür war ich auf Hilfe angewiesen und unter all den Buchtipps kam immer wieder Julia Quinn auf. Damit war sie dann auch die erste Autorin, von der ich Bücher aus diesem Genre gelesen habe nach dieser langen Pause und ich schreibe es ihr zu, dass ich mittlerweile fast zwei Reihen im Bücherregal mit Historical Romances voll habe. Natürlich waren meine Erwartungen an diesen letzten Band der Reihe besonders hoch –ich hatte alle Charaktere so lieb gewonnen und hier sollte es nun enden. Dafür habe ich mir vieles erhofft, aber leider sollte alles ganz anders kommen...

Das Buch beginnt sehr dramatisch – wir erleben den Helden auf seinem Weg zur Kirche, wo er eine Hochzeit verhindern muss. Denn seine große Liebe (na gut, die zweite große Liebe, aber dazu gleich mehr) will heiraten und er hat erst jetzt erkannt, dass er sie nicht verlieren möchte. Hier war für mich die Welt noch in Ordnung. Ich fand es romantisch, dass er ihr seine Liebe vor der gesamten Londoner Gesellschaft zeigen würde und sein Herz offen legt. Aber mit dem Rückblick ging für mich dann diese Romantik verloren. Und damit auch ein bisschen dieses ganz besondere Gefühl, das ich für diese Reihe hatte. Denn bis jetzt hat es die Autorin immer geschafft die Gefühle zu zeigen, zu vermitteln und die große Liebe glaubhaft zu machen. Mit Gregory zeigt sie aber ganz andere Seiten, denn für ihn ist Lucy eher zweite Wahl, die beste Freundin seiner ersten großen Liebe, die allerdings jemand anderen liebt. Und auch für Lucy steht der Ehemann schon fest, denn sie glaubt an die Liebe gar nicht erst.

Was hat mein Romantikerherz da geweint bei diesen Charakteren. Ab diesem Zeitpunkt habe ich es den Charakteren nicht mehr abgenommen, dass sie tiefe Gefühle für den anderen haben. Besonders bei Gregory fiel mir das schwer, weil er Hals über Kopf erst der einen, dann der anderen Frau nachlaufen kann, ohne einmal inne zu halten und über das nach zu denken. Zwar gab es zwischendurch immer wieder schönen Momente, die die beiden miteinander verbringen und die sie einander näher bringen, aber sie konnten diese merkwürdige Stimmung nicht mehr ändern. Beiden nehmen sie ihr Schicksal nicht in die Hand oder lassen es zumindest sehr knapp werden und das hat mich so geärgert. Da liest man und liest man, nur um zu erleben wie sie es doch nicht schaffen und wie sie die nächste Chance ungenutzt verstreichen lassen, weil sie in ihrem Denken zu festgefahren sind.

Für mich war dieser Abschluss so enttäuschend. Die erste Sympathie für die Charaktere hat sich langsam in Luft aufgelöst und ich bin auch etwas verärgert über die Autorin. Sie hat da eine wunderbare Reihe erschaffen und beendet sie so? Aus der großen Liebe wird etwas Lächerliches, etwas, das nicht länger greifbar ist. Von Romantik ist keine Spur mehr und auch die anderen Familienmitglieder, die einem so ans Herz gewachsen sind, können daran nichts mehr ändern, weil sie kaum vorkommen. Während Lucy also nicht an die Liebe glaubt und Gregory überzeugt ist, dass ihn das Glück schon finden wird und er nichts dafür zu tun braucht, hat mich die Autorin hier verloren. Irgendwie hinterlässt dieser letzte Band der Reihe einen schalen Beigeschmack und ich bin traurig darüber wie es enden musste.

Kommentare:

  1. Gott, dieses Cover ist einfach grauenhaft.^^ Und so... pink... >.<
    Aber der Roman klingt ja auch nicht, als wäre er um Welten besser. Zumindest deiner Beurteilung nach.
    LG
    Nazurka

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    1. *g* dabei mag ich die Cover hier mal, weil sie nicht so typisch Historical-mäßig ausschauen, sondern sich abheben. Aber der Farbton ist wirklich sehr pink ;)

      Ich kann Julia Quinn absolut empfehlen, nur mit diesem Reihenabschluss konnte sie bei mir nicht punkten. Schade drum, sonst war die Reihe so schön.
      Liebe Grüße, Melli

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  2. Mich erinnern die Figuren auf dem Cover etwas an die "Stolz und Vorurteil"-Verfilmung der BBC aus den Neunzigern... Nur, dass 'Elizabeth' eindeutig zu dünn ist.

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    1. An den Vergleich habe ich noch gar nicht gedacht ;)

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  3. Das erinnert mich daran, dass ich eigentlich schon LAAAAANGE die Reihe weitergelesen haben wollte, aber bei Band 5 komme ich einfach nie voran, wenn ich anfange... Und was du geschrieben hast klingt auch nicht wirklich prickelnd, denn das klingt echt komplett unromantisch ._. Na mal schauen, ob ich es in ein paar Jahren geschafft habe die Reihe zu beenden. ^^

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    1. Nein! Ich hatte zwar zwischendrin auch mal einen kleinen Hänger, aber die Reihe ist sonst toll!!! Es ist nur der letzte Band, der irgendwie so gar nicht zur Reihe passt und wo ich die Autorin nicht mehr erkenne... Aber die anderen Bände sollte man sich nicht entgehen lassen - da warten noch tolle und unterhaltsame Momente auf dich ;)

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    2. Hmm, na wenn Elena und du sagen ich soll weiterlesen sollte ich das (wenn ich irgendwann mal wieder Zeit finde) wirklich mal tun... Auch wenn mir Band 5 wahrscheinlich nie wirklich gut gefallen wird, wobei ich Eloise mag, aber eben die Liebesgeschichte nicht und Phillip ._. Und die Kinder... ARGH... die Kinder nerven. ^^

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    3. Ich kann dir leider nicht sagen, dass der Band noch besser wird, denn genau die Punkte haben mich auch gestört - wie Eloise plötzlich ist, Phillip, der so gar nicht zu ihr passt und die Kinder ^^ aber die nächsten Bücher sind wieder besser! Versprochen :)

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  4. @Lucina
    Mach das! Ich mochte Eloise. Und Francesca. Und Hyacinth!

    Aber der letzte Band bekam als einziger Teil auch nur drei Sterne von mir, nachdem die anderen alle zwischen vier bis fünf Sternen schwankten. Er ist wirklich nicht sonderlich romantisch :/

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    1. Dem kann ich nur zustimmen - die Reihe an sich ist toll und ich würde sie auch immer empfehlen, nur was sich die Autorin bei diesem Band gedacht hat, kann ich nicht nachempfinden ^^

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