Review: Kaleidoscope by Kristen Ashley

Samstag, 5. April 2014

©Goodreads.com
Review zu Band #5

„Sexy, gifted, and loyal, PI Jacob Decker is a tall, cool drink of perfection who had Emmanuelle Holmes at "hello." His relationship with Emme's best friend kept them apart for years, but things have changed. Now that a case has brought him to Gnaw Bone, Colorado, the road is wide open for Emme and Deck to explore something hotter and deeper than Emme dreamed possible. So why is she sabotaging the best thing that's ever happened to her?“

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Man kann sich bei Kristen Ashley immer sicher sein, dass es nicht langweilig wird. Ihre Charaktere sind so verrückt, man möchte gar nicht meinen, dass es noch verrückter geht und doch zaubert sie die nächste Protagonistin mit ihren Eigenarten her oder einen Helden, der die vorherigen übertrifft. Jedes Mal aufs Neue denke ich mir, dass ich ein neues Lieblingspärchen gefunden habe um dann doch wieder überrascht zu werden. Aber man sollte von Anfang an klar sagen, dass es Kristen Ashley in vielen Bereichen auch zu gut meint mit ihren Ausführungen. Sei es bei den langen Gesprächen, den Wiederholungen, den leicht übertriebenen Charakterzügen. Mich persönlich stört das nicht, weil ich genau das suche, wenn ich ein Buch von ihr in die Hand nehme und ich weiß, dass ich mich mit ihren Charakteren wohl fühlen und die Lesezeit genießen werde.

Emme und Deck kann ich einfach nur als süßes Pärchen bezeichnen. Die beiden verbindet bereits eine Freundschaft – sie war die beste Freundin seiner Ex und die beiden haben sich immer gut verstanden, konnten stundenlang über Gott und die Welt reden und dem anderen Dinge anvertrauen, die man sonst nicht preisgab von sich. Doch es sollte alles ganz anders kommen und erst nach Jahren treffen sie wieder aufeinander. Die Lage hat sich für beide verändert und sie wollen nicht nur ihre Freundschaft wieder aufnehmen, sondern merken auch rasch, dass da mehr zwischen ihnen ist. Ein Kaleidoskop an Gefühlen bricht aus ihnen heraus – schmerzhafte Momente der Vergangenheit, Kindheitserinnerungen, die einen verfolgen und prägten, Familiengeschichten, die man vergessen möchte und mittendrin diese Freundschaft. Der Titel des Buches –Kaleidoskop- trifft es in mehrerer Hinsicht perfekt.

Und während sie sich wieder kennen lernen und sich ihre Beziehung vertieft, müssen auch Erinnerungen aufgearbeitet werden und die beiden haben es nicht immer leicht. Das mag ich an den Charakteren so, die Kristen Ashley hier erschafft – sie sind aus dem Leben gegriffen, manchmal etwas überspitzt dargestellt, aber in manchen Zügen wird man sich auch selbst erkennen. Man kennt Kristen Ashley von ihren langen Geschichten und mit Kaleidoscope ist sie fast auf der kürzeren Seite mit gut 380 Seiten. Trotzdem enthielt es alles, was ich erwartet habe – Gefühl, Humor, Erotik, ein tolles Setting, so sympathische und verrückte Charaktere, eine Heldin, die eine unglaubliche innere Kraft hat und ein Held, der hinter die Fassade blickt und trotzdem der Alpha-Mann bleibt.

Punkteabzug gab es aber für den Suspense Part, den ich hier sehr schwach ausgearbeitet fand und den ich auch großzügig übersprungen habe. Manche Momente haben mich irritiert, manche die Augen groß aufreißen lassen, weil sie so absurd waren und wieder andere fand ich so unnötig. Dazu sollte ich aber auch sagen, dass ich an sich mit den Suspense Anteilen in Büchern momentan selten zufrieden bin und mich dieser Part einfach weniger interessiert. Ich lese Kristen Ashley nicht dafür, sondern weil ich ihre Charaktere so mag und ich mich in deren Interaktion verlieren könnte. Wenn Alphamänner plötzlich eine sanfte Seite entwickeln, die nur die richtige Frau für sie nach außen bringen kann, dann kann ich nicht genug davon bekommen.

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