Series Review: Lucky Harbor #4 - #6 by Jill Shalvis

Freitag, 25. April 2014

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Zu den Reviews zur ersten Trilogie geht es hier, hier und hier entlang.

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Wenn man sieht, dass ich von einer Series Review rede, wenn ich Band 4 bis 6 bespreche, dann sollte man besser noch wissen, dass Jill Shalvis ihre Lucky Harbor Reihe zu je drei Büchern zusammen fasst. Diese Mini-Reihen in der Reihe selbst kann man unabhängig voneinander lesen, weil auch die Charaktere wechseln und die Handlungsstränge pro dreier Reihe abgeschlossen sind. Diese zweite Trilogie der Lucky Harbor Reihe habe ich über das letzte Jahr verteilt gelesen und möchte nun hier zusammenfassend ein bisschen darüber plaudern.

Mit Lucky in Love kehren wir nach Lucky Harbor zurück – haben wir vorher drei Schwestern begleitet, lernen wir nun drei Frauen kennen, die sich hier selbst erst kennen lernen, aber schnell gute Freunde werden. Alle drei hat es aus unterschiedlichen Gründen nach Lucky Harbor verschlagen, aber keine von ihnen kann sich dem Kleinstadtcharme entziehen. Hier und da treffen wir auch auf alte Bekannte wieder, aber es wäre genauso schön sie erst kennen zu lernen. Jill Shalvis bleibt ihrem Stil treu und überzeugt erneut mit einer locker-leichten mit Humor unterlegten Geschichte und sympathischen Charakteren. Alle von ihnen haben sie so mit ihren Problemen zu kämpfen, aber dafür stehen ihnen Freunde zur Seite, auf die sie sich immer verlassen können.

Mit Mallory und Ty hatte ich zu Beginn noch die größten Probleme. Das lag aber weniger an ihnen, sondern daran, dass sie so anders waren als die Charaktere in der ersten Trilogie und ich mich zu sehr daran geklammert hatte. Obwohl sich das aber mit der Zeit geändert hat und mich besonders Mallory immer wieder zum Grinsen bringen konnte (Fettnäpfchen lassen grüßen!), fand ich es dennoch schade, dass es kaum eine Verbindung zu den anderen drei Bänden und den Charakteren von dort gab. Wenn ich ein Buch von Jill Shalvis lese, bedeutet das für mich auch immer Romantik – hier schlägt die Autorin aber einen anderen Weg ein und obwohl wir auf die Romantik nicht verzichten müssen, entwickelt sich die Beziehung zwischen Mallory und Ty recht schnell und der Unterton ist erotischer, als es in den vorherigen Büchern der Fall war. So kommt es, dass die beiden sich erst mit der Zeit besser kennen lernen und mehr in dem anderen sehen, als auf dem ersten Blick erkennbar war. Nach einem etwas holprigen Einstieg entwickelte sich Lucky in Love dennoch zu einer schönen Liebesgeschichte.

In At Last stehen Amy und Matt den beiden aber in nichts nach und die große Stärke dieses Buches ist das unglaubliche Setting. Amy begibt sich auf eine Reise durch die Berge, angeleitet vom Tagebuch ihrer Großmutter und auf der Suche nach dem Glück. Und die Autorin beschreibt diese Gegend so wunderbar – der Sonnenaufgang in den Bergen, die Ruhe, die Wildnis, die Freiheit und vieles mehr. Dazu passt es natürlich perfekt, dass Matt ein Forest Ranger ist und sich die beiden oft in den Bergen begegnen. Mit jedem weiteren Ausflug findet Amy sich selbst ein bisschen mehr und Matt bietet ihr Kraft und Ruhe um all das zu verarbeiten. Amy macht hier eine tolle Wandlung durch und auf den Weg arbeitet sie zudem ihre Vergangenheit auf, indem sie einem jungen Mädchen zur Seite steht, das jetzt in einer ähnlichen Situation steckt, wie sie einst. Damit bietet das Buch nicht nur Humor und erotisches Knistern, sondern auch emotionale Höhe und Tiefen.

Forever and a Day wendet sich dann Grace und Josh zu, die wir beide schon vorher kennen gelernt haben und es natürlich klar war, dass sie zusammen kommen würden. Dennoch hat mich Grace hier am meisten überrascht und von allen Protagonistinnen in dieser Trilogie war sie mir die Liebste. Sie hat einen Punkt im Leben erreicht, an dem sie sich entscheiden musste, ob sie ewig so weiter machen oder neu anfangen möchte. Ihr innerer Konflikt steht lange im Mittelpunkt und während sie in allen möglichen Berufen versucht sich selbst neu zu finden, kommt die Lösung schließlich aus einer anderen Richtung, die sie erst auch gar nicht ernst nimmt. Und das machte sie mir umso sympathischer – sie hat für ihre Zukunft gekämpft, wusste was sie nicht wollte und versucht herauszufinden was ihr liegt. Dabei hat sie sich nie unterkriegen lassen, obwohl so manche Herausforderung für sie in einer kleinen Katastrophe endete, dem Leser aber tolle Unterhaltung bot. Auch Josh lernen wir endlich von einer weniger ernsten Seite kennen, auch wenn wir nun verstehen warum er der Mensch ist, der er ist. Aber auch ihm stehen Veränderungen bevor und er muss erst lernen was für ihn im Leben wichtiger ist. Ich mochte die beiden so sehr! Hab es genossen mitzuerleben wie sie sich verändern, wie ihnen bewusst wird was wichtig ist und wohin sie im Leben gehen möchten. Dass sie sich dabei gegenseitig unterstützten, war das i-Tüpfelchen und ich habe das Buch nur so verschlungen. Außerdem solltet ihr unbedingt den kleinen Toby kennen lernen, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe.

Die erste Trilogie in der Lucky Harbor Reihe wird immer einen besonderen Platz in meinem Leserherz haben, aber auch Mallory, Amy und Grace konnten mich mitreißen. Wer nach leichter Unterhaltung, Liebe und Humor sucht, der ist bei Jill Shalvis genau richtig! 


Kommentare:

  1. Ach ich freue mich so auf 4 und 6. Band 5 hat mir ja schon gut gefallen. Ich könnte mich immer noch Ohrfeigen, dass ich damals das falsche Buch mit auf Arbeit zum lesen genommen habe. Im Moment habe ich so viele Bücher zu Hause, die ich unbedingt noch lesen will - die Lucky Harbor Bücher, die Virgin River Bücher...

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    1. Das passiert halt mal - ich glaube nicht, dass du dir da viel vorweg genommen hast beim vierten Band ;)
      Bei mir stapeln sich die Bücher ja auch, die ich unbedingt lesen möchte. Ich brauch grade gar keine Listen machen, weil da immer so viele Bücher raufkommen würden...

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  2. Witzig - erst gestern habe ich mich dazu entschieden, "Simply Irresistible" noch nicht zu lesen, weil die Geschichte um Thanksgiving rum spielt und ich das momentan überhaupt nicht mit dem schönen Frühlingswetter in Einklang bringen kann! ;)

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    1. Wirklich? Mir ist gar nicht bewusst, dass Thanksgiving da so eine große Rolle spielte *grübel* aber im Herbst gibt es dann keine Ausreden mehr, dass du die Reihe nicht ausprobierst ;)

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