Review: Beautiful Bastard by Christina Lauren

Sonntag, 14. September 2014

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Chloe Mills weiß, was sie will. Doch auf dem Weg zum Traumjob stellt sich ihr ein Problem in den Weg: ihr Boss Bennett Ryan. Perfektionistisch, arrogant und absolut unwiderstehlich. Ein verführerischer Mistkerl!

Bennett Ryan weiß, was er will. Und dazu gehört garantiert keine Affäre mit seiner sexy Praktikantin, die ihn mit ihrem unschuldigen Lächeln in den Wahnsinn treibt. Trotzdem kann er Chloe einfach nicht widerstehen. Er muss sie haben. Überall im Büro.

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Nachdem mir „Sweet Filthy Boy“ vom Autorenduo Christina Lauren so gut gefiel (Review gibt es HIER), wollte ich natürlich unbedingt auch diese Reihe hier ausprobieren. Ich hatte schon vorher gehört, dass „Beautiful Bastard“ nicht ganz so stimmungsvoll und erotischer sein sollte, als eben genanntes Buch, aber trotzdem blieb ich neugierig. Was mich dann allerdings erwartete, hätte ich mir nie vorstellen können. Und das ist nicht positiv gemeint. Ich habe selten Charaktere kennen gelernt, die einander so hassen und sich solche Dinge an den Kopf werfen wie es hier der Fall war. Aber auf der körperlichen Ebene ergänzen sie sich super. Wäre irgendwann nicht ein kleiner Wandel bemerkbar geworden, hätte es wohl noch schlimmer ausgesehen mit der Wertung und dieser Rezension.

Egal was man sich von Chloe und Bennett erwartet, man wird es in ihnen nicht finden. Ich hätte damit leben können, wenn diese Geschichte stark in den Erotik Bereich hinein geht. Wenn (und das ist das entscheidende Wenn!), tja wenn die Charaktere überzeugend gewesen wären. Auf gut 300 Seiten lernt man Chloe und Bennett grade so gut kennen, dass man sie sympathisch finden kann und sogar das braucht seine Zeit, weil sie zu Beginn nicht ihre positiven Seiten zeigen. Stattdessen bringen sie beim anderen die schlechtesten Seiten zum Vorschein und schaffen es diese Stimmung immer weiter hochzuschaukeln. Wirft man jedoch einen Blick hinter ihre körperliche Beziehung kommen interessante Persönlichkeiten zum Vorschein, die allerdings nicht mal ansatzweise ihre Facetten zeigen konnten. Die Autorinnen bleiben hier nur an der Oberfläche, lassen Klischees für sich sprechen, schneiden zwar gewisse Punkte an, gehen aber nie näher darauf ein. Das Gleiche passiert auch bei den Nebencharakteren, sodass die Neugierde auf sie ebenfalls gering ausfällt.

Das größte Problem bestand für mich bei der Stimmung. Ich fühlte mich zwar den Charakteren so halbwegs nah, aber abgesehen von der körperlichen Beziehung konnte ich bei ihnen keine Gefühle entdecken. Vielmehr ist es so, dass sie sich zwar zueinander hingezogen fühlen und diesem Verlangen ausgiebig nachgeben, das Umfeld in dem das geschieht ist allerdings alles andere als schön und angenehm. Man merkt den Charakteren ihre Aggressivität auf jeder Seite an, ihre Zorn auf den anderen, wie sehr sie den anderen doch ablehnen, obwohl sie körperlich nicht voneinander loslassen können. Für mich war das keine Gefühlsbeziehung, keine Liebesgeschichte, nichts, das mit der Zeit wachsen und sich entwickeln konnte. Die beiden finden sich nicht mal sympathisch, wie soll der Leser es dann tun?

Gibt man sich also mit einer rein körperlichen Beziehung zufrieden und wünscht sich in einer Geschichte nicht mehr, dann ist das Buch genau das Richtige. Denn in dieser Hinsicht kann das Autorenduo durchaus überzeugen. Abgesehen von diesem unterschwelligen Zorn in jeder Szene, ist die Geschichte sehr erotisch. Gesamt gesehen heben sich aber weder Geschichte noch Charaktere vom Durchschnitt ab und von „Beautiful Bastard“ bis zu „Sweet Filthy Boy“ ist es noch ein weiter Weg. „Beautiful Bastard“ merkt man leider schnell an, dass es als Fan Fiction begonnen hat und danach keine weitere Zuwendung fand. Hier haben die Autorinnen eine große Chance versäumt.

Für einen kurzen Moment dachte ich, es wäre die Übersetzung, die diese Stimmung vermittelt, allerdings wurde mir gesagt, dass es sich im Original nicht anders verhält. Nichtsdestotrotz werde ich die Fortsetzungen lesen. Spätestens der 3. Teil soll sich „Sweet Filthy Boy“ nähern und damit mehr Gefühle, mehr Tiefe bei den Charakteren und hoffentlich auch ein überzeugenderes Umfeld mit sich bringen. Wer jedoch Christina Lauren kennen lernen möchte, dem kann ich nur zu „Sweet Filthy Boy“ raten und ich hoffe, dass auch diese Geschichte übersetzt wird.

Kommentare:

  1. Nein, das Buch wandert eindeutig von meiner Wunschliste. Ich hatte ja bereits in die Leseprobe reingelesen und fand es krass wie da mit einander umgegangen wurde. Ich hätte damit leben können, wenn es sich nach ca. 50 Seiten geändert hätte, aber wenn es so weiter geht während sie schon miteinander ins Bett gehen, ist es absolut nichts für mich.
    Danke fürs vortesten. :)

    LG
    Sunny

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    1. Das geht leider noch ne zeitlang so :( aber vielleicht probierst du es ja dann mit Band 3? Ich hoffe so, dass es sich bewahrheitet und es ab diesem Band besser wird. Und ansonsten bleibt noch "Sweet Filthy Boy" ;)

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  2. Huhu! :)
    Oh schade. :( Ich hab das Buch ab nächster Woche als Rezi-Exemplar zu hause und mich eigentlich schon sehr darauf gefreut. :3 Mal sehen...^^
    LG Nina

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    1. Es gibt ja doch auch zahlreiche positive Bewertungen! Ich frage mich dabei zwar, welches Buch die anderen gelesen haben und welches ich, aber vielleicht gehörst du zu den Glücklichen, für die es dann doch passt. Ich würde es dir jedenfalls wünschen, weil ich das Autorenduo sonst sehr mag.

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  3. Hm, wo ist denn mein Kommentar hin? *grübl* Egal!

    Also viel Sex und unterdrückter Zorn hören sich jetzt nicht so gut an...Ich warte gerade auf mein Leserundenexemplar und bin dann man gespannt...

    LG Desiree

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    1. Den dürfte Blogger vielleicht geschluckt haben, bei mir ist er nicht aufgetaucht :(

      Ich kann mich nur wiederholen - ich würde dir so wünschen, dass es dir gefällt und du die Stimmung anders aufnimmst oder es dich halt nicht so stört. Aber was ich so dazu gelesen habe, wird es wohl wirklich erst mit den späteren Büchern besser und das hier bleibt Fan Fiction... ich bin schon neugierig wie du es finden wirst!

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