Review: Kiowas Verhängnis by Lora Leigh

Sonntag, 25. Januar 2015



„Der Bodyguard Kiowa, der Koyotenblut in sich trägt, soll auf die Tochter des amerikanischen Präsidenten aufpassen. Aber dann wird die hübsche Amanda von politischen Gegnern ihres Vaters entführt, und Kiowa muss sie befreien. Nie hätte er geglaubt, dass eine Frau eine solch tiefe Leidenschaft in ihm wachrufen könnte. Doch solange Amanda unter seinem Schutz steht, kann er es nicht wagen, ihr seine Gefühle zu zeigen.

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Gleich vorweg möchte ich klarstellen, dass in diesem fünften Band der Reihe zwei Geschichten enthalten sind. Zum einen Kiowas Verhängnis und die Kurzgeschichte The Breed Next Door, die auf Deutsch bereits unter dem Titel Lyras Leidenschaft erschienen ist. Wer darauf nicht eingestellt ist, könnte enttäuscht sein, wenn die erste Geschichte nach rund 220 Seiten endet. Wie man es von Lora Leigh gewohnt ist, überwiegt in diesem Buch der Anteil an erotischen Szenen. Die Hintergrundgeschichte bleibt schwach ausgearbeitet und auch Gefühlsmomente fehlten mir. Das kann allerdings der Kürze der Geschichte zugeschrieben werden und ich kann euch versichern, dass die späteren Bände da einiges wettmachen.

Mit Kurzgeschichten bzw. kürzeren Geschichten habe ich oft Probleme, weil ich das Gefühl habe, dass nicht alles erzählt wurde und sowohl die Geschichte, als auch die Charaktere nur oberflächlich angeschnitten wurden. Diesen Eindruck hatte ich bei Kiowas Verhängnis. Dafür, dass wir hier zum ersten Mal auf die Koyoten-Breeds treffen, erhalten wir vergleichsweise wenige Informationen. Diese Vorstellung hätte mehr als nur gut 200 Seiten verdient. Allgemein wirkte die Geschichte auf mich gehetzt. Amanda wurde mir bis zum Schluss nicht richtig sympathisch. Sie wirkte naiv und voreingenommen. Wie immer war es die körperliche Anziehung, die die Beziehung voranbrachte. Für eine emotionale Entwicklung blieb nur wenig Raum. Ein bisschen schade finde ich es, dass Treffen mit bereits bekannten Charakteren ausbleiben bzw. diese nur im Vorbeigehen mal erwähnt werden. Es bleibt bei wenigen bekannten Gesichtern, die hier für Beständigkeit sorgen. Außerdem fehlen mir bei der Hintergrundgeschichte weiter reichende Einblicke und Details. Natürlich ist mir klar, dass diese nicht in einer Kurzgeschichte geliefert werden können, aber das vermisse ich allgemein in den frühen Bänden der Reihe.

Viel besser hat mir dagegen die zweite Geschichte gefallen mit rund 100 Seiten. Das überrascht, aber tatsächlich waren mir diese Protagonisten um einiges sympathischer. Zwischen Lyra und Tarek lag so eine Spannung in der Luft, ihre Neckereien waren herrlich zu verfolgen und sehr unterhaltsam. Ich musste ständig grinsen, vor allem weil Tarek so süß war, wie er da mitten im Winter seinen Garten „umgestaltet“ oder wie er sich über ganz einfache Dinge wie Kaffee und frisch gebackenes Brot freuen kann. Mit ihnen hätte ich gerne noch mehr Zeit verbracht. Allerdings muss ich zugeben, dass die Hintergrundgeschichte auch hier eher flach war, aber von 100 Seiten darf man sich nicht mehr erwarten, wenn das Augenmerk bei den Charakteren selbst liegt.

Daraus ergibt sich für die erste Geschichte eine recht durchschnittliche C-Wertung, während mir „The Breed Next Door“ sehr gut gefiel und ein A-Rating bekommt. Ich habe schon so viele Bücher in dieser Reihe gelesen und trotzdem kann mich die Autorin noch überraschen. Und das bei einer Geschichte, bei der ich absolut nicht damit gerechnet habe. Die zweite Kurzgeschichte ist das beste Beispiel dafür, dass es sich lohnt auch diese im Auge zu behalten.

Kommentare:

  1. Ach Gott, die Reihe liegt auch noch irgendwo auf meinem Ereader... Ich brauch eindeutig mehr Zeit zum Lesen. Deine Rezensionen macht auf jeden Fall schon mal Lust...

    Liebe Grüße, Doris

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    1. Mehr Zeit wird wohl nicht ganz reichen, da brauchst du vieeeeeeeeeel viel Zeit und noch ein bisschen mehr. Heuer erscheint im Original schon Band 30! O.o

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    2. o.O Gut, dann sollt ich die Reihe vielleicht nicht anfangen :D

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    3. Aber wenn du doch schon welche hast ;)

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    4. Als Ebook ja, aber ist ja nicht so, dass es nicht noch tausend andere Bücher gäbe ;)

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    5. Also wieder so ein tpyisches "irgendwann wird es mal gelesen" Buch *g*

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