Review: Verliebt in der Nachspielzeit by Poppy J. Anderson

Dienstag, 17. Februar 2015


„John ist ein echter Traumtyp. Kein Wunder, dass sich Hanna Hals über Kopf in den ehemaligen Footballspieler verliebt. Doch jeder von Johns Schritten wird von der Klatschpresse aufmerksam verfolgt. In New York ist er eine Berühmtheit, seit er das Traineramt bei den Titans, einer beliebten, wenn auch in letzter Zeit etwas erfolglosen Mannschaft, übernommen hat. Und Hanna passt so gar nicht ins Bild einer typischen Spielerfrau: Sie ist ein bisschen zu schlau, ein bisschen zu rundlich und so gar nicht an der Welt der Stars und Sternchen interessiert. Eine Hetzjagd auf Hanna beginnt, an der die eigentlich glückliche Beziehung zu zerbrechen droht.

***

Wer hier schon länger mit liest wird wissen wie sehr ich Sports Romances liebe, es aber auch schwierig ist, Geschichten zu finden, die eine schöne Mischung aus Liebesgeschichte und Sport haben. Außerdem muss ich zugeben, dass es deutsche Autorinnen auch noch ein bisschen schwieriger bei mir haben. Nichtsdestotrotz hätte ich blind sein müssen um nie zuvor von Poppy J. Anderson und ihrer Titans of Love Reihe gelesen zu haben. Die Neugierde wurde schon vor langer Zeit geweckt, jetzt ist der Rest an Zurückhaltung verflogen und es wurde endlich an der Zeit diese Reihe auszutesten. Und siehe da, ich wurde positiv überrascht und es scheint ganz so, als hätte ich eine Sports Romance Reihe gefunden, die ich nicht mehr aus den Augen verlieren sollte.

Poppy J. Anderson gelingt es von Anfang an eine angenehme Stimmung zu schaffen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen von John und Hanna scheint der Humor durch, als Hanna den ach so bekannten Footballspieler nicht erkennt und ihn lieber der Kategorie Baseball zuordnet. Diese Natürlichkeit hat auch John sichtbar gut gefallen, denn ihm merkt man schnell an, dass er Hanna nicht aus seinen Gedanken bekommt. Das machte ihn mir sofort sympathisch und auch die Art, wie er immer wieder die Nähe zu Hanna suchte. Ihre Art dagegen sorgt immer wieder für Unterhaltung, sei es in ihrer Unwissenheit zu seiner Arbeit oder wenn sie in ihm eher einen Freund sieht, als einen Mann, der mehr von ihr möchte. Beide Charaktere konnten mich mit ihrer ungezwungenen und natürlichen Art überzeugen. Genauso schön war es zu sehen, wie der Held die Liebe auf den ersten Blick erlebt und Hanna gar nicht so leicht zu überzeugen ist, ihm eine Chance zu geben.

Sehr gelungen fand ich auch die Balance zum Sports Romance Part und die Vorstellung der New York Titans. Man fühlt sich von den Informationen rund um Sport und Training nicht erschlagen und muss Football in seinen Grundzügen gar nicht verstehen um dennoch die Begeisterung mitzuerleben. Interessant dazu fand ich die Darstellung der negativen Seiten, wie Medienrummel und aufdringliche Fans. Hanna hat da ganz schön zu kämpfen und muss sich in dieser Welt erstmal zurecht finden. Die ersten Konflikte fand ich noch nachvollziehbar, aber zum Schluss hin hätte ich mir doch gewünscht, wenn Hanna den Medien nicht ganz so viel Macht über ihr Leben gegeben und das besser hätte abgrenzen können. Auf der anderen Seite ist John damit sehr gut umgegangen und hat immer wieder unter Beweis gestellt, dass für ihn nur Hanna zählt.

Ich hatte vorhin bereits erwähnt, dass ich nur wenige Bücher von deutschen Autorinnen lese. Das liegt mitunter daran, dass ich den Stil oft als zu hölzern oder steif empfinde und ich in vielen Fällen die englischen Redewendungen im Kopf habe. Deutsche Ausdrücke passen da oft nicht rein, können mich sogar im Lesefluss stören. Bei Poppy J. Anderson hatte ich dieses Problem gar nicht. Nach wenigen Seiten hatte ich mich bereits an ihren Stil und Rhythmus gewöhnt und es hat überraschend gut funktioniert für mich. Es gibt also doch noch Ausnahmen für mich und ich freue mich in dieser Autorin eine gefunden zu haben. Schließlich bin ich neugierig auf weitere Spieler der New York Titans und freue mich nun besonders auf die nächsten Bände.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.