Review: Archangel’s Shadows by Nalini Singh

Montag, 16. März 2015

 

Ash is a gifted tracker and a woman cursed with the ability to sense the secrets of anyone she touches. But there’s one man she knows all too well without a single instant of skin contact: Janvier, the dangerously sexy Cajun vampire who has fascinated and infuriated her for years. Now, as they track down a merciless killer, their cat-and-mouse game of flirtation and provocation has turned into a profound one of the heart. And this time, it is Ash’s secret, dark and terrible, that threatens to destroy them both.

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Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Buch von Nalini Singh so durcheinander bringen würde und das ist nicht positiv gemeint. Genau genommen müsste ich an dieser Stelle sogar zwei Bewertungen abgeben, denn wie das Buch selbst, ist auch mein Eindruck zu „Archangel’s Shadows“ zweigeteilt. Auf der einen Seite haben wir die Geschichte von Janvier und Ashwini, auf der anderen Seite gibt es Kapitel aus der Sicht von Raphael, Elena und Dmitri. Natürlich gibt es keine klare Trennung, sprich die erste Hälfte ist die eine Geschichte, die zweite Hälfte die andere. Vielmehr sind sie ineinander verwoben und mittendrin wechseln die Perspektiven, wenn es die Handlung erlaubt. Und genau hier setzt mein Problem an, denn ich habe immer nur darauf gewartet, dass wir wieder zu jenen Kapiteln mit Elena & Co. zurückkehren.

Erstmal möchte ich ein paar Worte zu Janvier und Ashwini sagen. Beide Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sympathisch fand ich sie zwar schon in den vorherigen Bänden, als wir sie kennen lernten, aber in ihrem eigenen Buch wirken sie überraschend blass und oberflächlich. Ihre jeweiligen Vergangenheiten wurden aufgebauscht, waren den ganzen Wirbel schlussendlich aber nicht wert. Der Klappentext lässt eine spannende Jagd und Ermittlung vermuten, die tatsächlich aber unspektakulär ist und sich unnötig in die Länge zieht. Janvier und Ashwini wären in einer Kurzgeschichte eigentlich besser aufgehoben gewesen und ihre Geschichte bzw. Fähigkeiten hätte mir auf diese Art wahrscheinlich eher gefallen, da man an eine Kurzgeschichte natürlich ganz andere Erwartungen stellt.

Um einiges besser fand ich jene Kapitel, die mit diesen beiden Charakteren nichts zu tun hatten. Im Vorgängerband gab es eine große Schlacht in New York, die ihre Spuren hinterlassen hat. Nun erhalten wir hier die Möglichkeit die Zeit danach mitzuerleben. Nalini Singh nutzt die Chance auf die Folgen des Kampfes einzugehen, auf die Opfer, die Zerstörungen und wie die Stadt mit alldem umgeht. Elena und Raphael lernen die Legion grade erst kennen und besonders Elena gelingt es Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern der Legion aufzubauen. Diese Eindrücke fand ich sehr gut und ich bin froh, dass sich die Autorin die Zeit dafür genommen hat.

In weiteren Momenten erleben wir das Miteinander der Charaktere, sehen wie Elena mit Caliane auskommt, welchen Eindruck sie auf den Erzengel Titus macht und wie sich Naasir ihr gegenüber öffnet. Und weil ich grade von ihm spreche, kann ich auch verraten, dass ich von Naasir am meisten überrascht bin. Er ist so anders als erwartet, hat diese fast kindliche Art an sich, ist trotzdem direkt und darf nicht unterschätzt werden! In der Gegenwart von bestimmten Menschen fühlt er sich so wohl, dass er alle Formalitäten fallen lassen kann und er selbst ist. Und wer hätte gedacht, wer er eigentlich ist. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich habe ihn in „Archangel's Shadows" ins Herz geschlossen und wo ich vorher kein Interesse für den nächsten Band aufbringen konnte, freue ich mich jetzt unglaublich auf mehr Zeit mit ihm.

Janvier und Ash bleiben dagegen bis zum Schluss zu blass und die anderen Charaktere übertreffen sie bei Weitem. Während ich ihrer Geschichte mit Müh und Not 3 Punkte geben würde (so Leid mir das bei einem Buch von Nalini Singh auch tut), stammen alle positiven Eindrücke aus der Zeit mit Raphael, Elena, Dmitri und Naasir. Während gut zwei Drittel des Buches überwog bei mir leider Langeweile. So gut Nalini Singh auch schreiben kann, hier erreichte sie mich nicht. Die Geschichte zog sich hin, die Handlung war weder rasant, noch fesselnd und es fehlte auch an wichtigen Informationen, die für die Reihe an sich eine Rolle spielen könnten. In vielfacher Hinsicht erweckt dieser Band den Eindruck ein Lückenfüller zu sein und das sollte bei so einer, eigentlich tollen Reihe nicht der Fall sein.

Kommentare:

  1. Janviers und Ashs Kurzgeschichte war mir zu kurz und unergiebig, daher ist es schade, dass ihr Band nicht überzeugen kann. Ich hab die beiden nämlich neben Dmitri sehr gern :)

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    1. Für mich wäre einfach eine zweite Kurzgeschichte für die beiden besser gewesen, aber vielleicht siehst du das anders. Ansonsten war der Band ja nicht ganz "überflüssig", es gab so schöne Momente mit Elena und auf Naasir wurde ich erst jetzt richtig neugierig.

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    2. Lesen werd ich es bestimmt mal :) Nur bin ich momentan bei ihren beiden Reihen ein wenig skeptisch. Die letzten Bände konnte mich leider nicht mehr so fesseln wie die ersten. :/ Das hat die Freude auf die kommenden Bände etwas gedämpft, obwohl ich ihren Stil liebe.

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    3. So geht's mir bei der Psy Reihe - da mag ich auch nicht mehr weiterlesen, dabei war das mal meine Lieblingsreihe :(

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    4. Ja. Früher hab ich sie ohne Vorbehalt sofort verschlungen, jetzt les ich lieber was anderes vorher. Irgendwie schade...

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  2. Du liest ja zur Zeit sehr viel von ihr! Ich muss auch endlich mal wieder was lesen. Ich finde ihren Schreibstil nämlich wirklich toll und habe auch ihre Bücher bislang alle sehr genossen! Schöne Rezension und liebste Grüße!

    Nazurka

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    1. Ihre Bücher sind meistens so richtige Wohlfühlbücher für mich - wenn die Stimmung passt, lese ich auch gerne mal mehr :)
      Dann musst du ja bald weiterlesen, wenn dir ihre Geschichten so gefallen! Es gibt noch so viel zu entdecken, egal in welcher Reihe.
      Liebe Grüße, Melanie

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