Review: Hide Your Heart by Tracey Alvarez

Dienstag, 28. April 2015

©Goodreads

Alexandra Lauren Knight has reinvented herself in the safety of her rural New Zealand hometown to become Lauren Taylor. She’s cut all ties with her past as a former model whose ex-husband turned out to be ruthless in both the boardroom and the bedroom. While Alexandra allowed other’s expectations to propel her into the spotlight, Lauren prefers the safety of anonymity; restoring classic cars with her brother, and snuggling with her four-year-old son.

Nate Fraser, a burned-out photojournalist, plans to fix up the property next door to Lauren and sell it as a celebrity retreat. Always on the move, Nate is only comfortable with short-term assignments and even shorter-term relationships. But it’s not just his buyer’s tight deadline or that the restoration is far beyond his expertise which turns a short-term project into an ordeal. Nate’s plan of travelling the globe is in jeopardy—created by the intensity of his growing feelings for Lauren and her little boy.

As the sparks of passion ignite between them it reawakens Nate’s long forgotten dream of having a home and family. Lauren must find a way to trust Nate not only with her secrets, but with her heart—before her safe haven is exposed and she can no longer hide in the shadows.

***

„Hide Your Heart“ ist eine süße Liebesgeschichte mit einem Helden, der es versteht umsichtig mit einer unsicheren Heldin umzugehen und das Herz ihres Sohnes im Sturm erobert. Es ist aber auch eine Geschichte, die zeigt, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und die Realität nicht immer so schlimm ist wie man es sich vorstellt. Tracey Alaverz zeigt die Wichtigkeit von familiärem Rückzug auf und spricht vom Mut sich der Welt da draußen zu stellen. Abgesehen von ein paar Schwächen (dazu gleich  mehr), habe ich das Buch sehr genossen und ich hoffe, die Autorin kehrt in Band 2 zu ihrer vollen Stärke zurück.

Als aus Alexandra Lauren wurde hat sie ihr altes Leben komplett hinter sich gelassen und Rückzug in ihrer Heimat Bounty Bay gefunden. Dort lebt sie mit ihrem 4-Jährigen Sohn und restauriert mit ihrem Bruder alte Autos. Von ihren Nachbarn hält sie sich fern, auch von den Bewohnern des nahe liegenden Städtchens, denn zu groß ist ihre Angst erkannt zu werden und erneut ins Rampenlicht zu geraten. In ihrer Ehe hat sie sich selbst verloren und man hat das Gefühl sie hätte sich noch nicht wieder gefunden. Vor Veränderungen schreckt sie zurück und versucht alles um Nate davon abzuhalten das Nachbargrundstück zu einem Resort für Prominente umzubauen wodurch die Presse hierher finden würde. Allerdings ist klar, dass es für sie nicht ewig so weiter gehen kann. Nate schafft es langsam, aber sicher sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken und ihr Temperament zu wecken. Dabei ist er so zärtlich und einfühlsam, sodass man ihn sofort ins Herz schließen muss.

Nate ist der perfekte Mann für Lauren. Er geht sehr vorsichtig mit ihr um, bedrängt sie nicht, fordert sie gleichzeitig aber auf zu leben. Für ihren Sohn wird er zum Vorbild und Freund und ihr beweist er, dass es schön sein kann sich auf seinen Partner zu verlassen, ihm Vertrauen zu schenken und loslassen zu können. Auch Nate tut die Nähe zu Lauren und ihrem Sohn gut. Seine Kindheit war geprägt von Reisen, vielen Umzügen, fehlender Bindung an einen Ort oder an Menschen. Familie ist für ihn ein Phänomen, das er nicht versteht, weil er diesen Zusammenhalt nie selbst erlebt hat. Bei Lauren am Familienleben teilhaben zu können zeigt ihm eine ganz andere Welt auf und langsam aber sicher wächst in ihm ein Wunsch von der er nicht wusste, dass er ihn jemals haben würde. Trotzdem ist es auch für ihn nicht einfach, denn von dem Leben loszulassen, das er kannte ist ein Schritt für den er vielleicht noch nicht bereit ist.

Die Bewertung wird von zwei weiteren Gründen beeinflusst: zum einen war mir die Geschichte etwas zu kurz, zum anderen fehlte mir die Entwicklung bei Lauren. Nun ist es so, dass manche Autoren mit wenigen Worten einen großen Eindruck hinterlassen können und man als Leser absolut zufrieden mit dem Verlauf der Handlung und den Charakteren ist. „Hide Your Heart“ hätten ein paar Seiten mehr gut getan, besonders bei den Themen, die hier angesprochen werden. So war mir das Ende zu schnell abgehandelt und ich finde nicht, dass es den Charakteren gerecht wurde. Dieser Punkt wirkt sich auch auf die Charakterentwicklung bei Lauren aus. Wir verbringen sehr viel Zeit damit sie kennen zu lernen und zu verstehen warum sie so zurückgezogen lebt, wo ihre Ängste begraben liegen und warum sie sich anderen Menschen gegenüber nicht öffnen kann bzw. will. Für ein Happy End musste sie eine Wandlung durchleben, allerdings kam dieser Aspekt viel zu kurz. So erlebt man eine ganz andere Lauren, versteht aber nicht wie sie dahin kam.

Im Vergleich zu „In Too Deep“, dem ersten Band ihrer Due South Reihe, fehlte mir die etwas stärkere Präsenz der Nebencharaktere. Sie bleiben hier im Hintergrund und man erfährt nur wenig über sie. Richtig neugierig auf die Charaktere im nächsten Band wurde ich daher erst durch die Leseprobe von „Know Your Heart“, die zum Schluss zu finden ist. Und da ich schon am Vergleichen bin, möchte ich auch sagen, dass mir das Setting in der Due South Reihe besser gefiel. Man „sieht“ mehr von der Gegend dort, bekommt ein besseres Gespür für die Landschaft und die Stimmung. „Hide Your Heart“ weist zwar auch mehrere Handlungsorte auf, aber ich hatte nie das Gefühl, ich würde diese vor mir sehen. Ich hoffe, das ändert sich in der Fortsetzung, die ich mir dennoch nicht entgehen lassen werde.

Kommentare:

  1. Irgendwie klingt deine Rezension besser als die Bewertung im Sinne von ich hätte dann ein B erwartet oder so. Aber die Defizite die du nennst rechtfertigen das sicherlich. Dennoch werde ich das Buch mal im Auge behalten, klingt nämlich trotzdem nach guter Unterhaltung. Danke für die Rezi und liebste Grüße! <3

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    1. Ich habe lange überlegt, ob es drei oder vier Sterne sein sollen, aber ich hatte erst vor kurzem "In Too Deep" von ihr gelesen und das war so unerwartet und berührend, da stellt man automatisch Vergleiche an und da schnitt das andere Buch besser ab :)
      Ich freu mich, dass du neugierig geworden bist!
      Liebe Grüße, Melli

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