Review: The Allure of Julian Lefray by R.S. Grey

Montag, 29. Juni 2015

©Goodreads

From: JosephineKeller@LLDesigns.com
To: LilyNBlack@gmail.com
Subject: Justin Timberlake Nudes!

Lily, you predictable perv. I knew you’d open this email faster if I tempted you with a glimpse of JT's “PP”. Well, put your pants back on and grab some bubbly because I have much better news to share.

I GOT A JOB!

As of tomorrow, I’ll be the new executive assistant at Lorena Lefray Designs. I am SO excited, but there’s one itty bitty problem: I won’t be Lorena’s assistant. I’ll be working for her older brother, Julian. I know what you're thinking-
"But Jo, what’s the problem?" Google him. Now. He’s the man in the fitted navy suit whose face reminds you that there’s hope yet for this cruel, ugly world. Keep scrolling…Do you see those dimples? Yup. That’s the Julian Lefray I will be reporting to tomorrow morning.
Lord, help us all...
XO,
Jo

***

Ein Blick, ein Lächeln, ein zufälliges Aufeinandertreffen – mehr braucht es nicht um zwischen Josephine und Julian eine Bindung entstehen zu lassen. Sie verstehen sich auf Anhieb und ergänzen sich perfekt. Bei ihnen gibt kein künstliches Drama, keine Missverständnisse, keine unnötigen Konflikte. Vielmehr wird „The Allure of Julian Lafrey“ zu einer süßen Liebesgeschichte, die sich auf Freundschaft und Humor konzentriert. Glaubt man an Seelengefährten, so haben sich hier zwei gefunden. Für Romantiker und Träumer ist diese Geschichte genau das Richtige!

Mit Josephine hat R.S. Grey eine starke Heldin geschaffen, die den Mut für Veränderung aufbringt und ihr Leben verändern möchte, die auf der anderen Seite bodenständig und unkompliziert bleibt. Sie ist eine Fashion Bloggerin, kennt sich in der Modeindustrie aus und weiß schöne Stücke zu schätzen. Sie hat große Träume und arbeitet hart daran diese zu verwirklichen. Teilweise hat diese Geschichte etwas von Cinderella – Glück  muss man haben und genau das scheint Josephine in den passenden Momenten zu finden. Es ist vielleicht ein bisschen zu perfekt, aber sie ist so ein lieber Charakter, da gönnt man ihr nur das Beste. Zudem hat sie einen herrlichen Sinn für Humor, ihre inneren Monologe sind genial und haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. In ihrer Art ist sie direkt und sagt was ihr grade durch den Kopf schießt. Ihre Reaktionen auf ihre eigenen Worte brachten mich ständig zum Schmunzeln.

In Julian findet Josephine nicht nur einen Chef, der ihr eine Chance gibt, sondern auch einen sehr guten Freund. Er ist nach New York gekommen um seiner Schwester bei der Umstrukturierung ihres Modelabels zu helfen. Eigentlich hält ihn nichts in dieser Stadt, aber je mehr Zeit er mit Josephine verbringt umso mehr Gründe ergeben sich um das zu ändern. Beruflich erfolgreich, attraktiv und heiß begehrt sieht aber auch er hinter die Fassade und wünscht sich mehr vom Leben. Man möchte meinen er wäre arrogant und überheblich, aber davon ist bei Julian nichts zu sehen. Er ist charmant, manchmal etwas unsicher, stets gut gelaunt und nicht aus der Ruhe zu kriegen. Er bemerkt gar nicht wie er sein Herz langsam aber sicher an Josephine verliert, während man als Leser all die Anzeichen dafür sieht. Man verliebt sich unweigerlich selbst ein bisschen in ihn.

Neben Julian lernen wir auch Dean kennen, einen seiner Collegefreunde und mittlerweile erfolgreichen Restaurantbesitzer. Er ist es der Julian wegen seiner Zurückhaltung Josephine gegenüber neckt und es sich nicht nehmen lässt seinen Freund den Spiegel vorzuhalten. Wenn er nur wüsste, dass er all das wahrscheinlich früher oder später zurückbekommen wird. An Josephines Seite ist ihre beste Freundin Lily, die es auch kaum erwarten kann endlich aus Texas wegzukommen und ihrer Freundin in New York Gesellschaft zu leisten. Ich vermute sehr stark, dass sich das nächste Buch der Autorin um diese beiden drehen wird. Die Anzeichen sind alle da und Lily und Dean würden perfekt zusammen passen.

Bei machen Büchern kann man nur schwer erklären, warum es eine bestimmte Wertung bekam und wo die Schwachpunkte lagen. Hier war das nicht der Fall, denn relativ früh fehlte mir bereits etwas Entscheidendes – nämlich der Mut emotionale Nähe zuzulassen. Alles was über Freundschaft hinaus geht wird von den Charakteren ignoriert. Sogar sich selbst gegenüber können sie sich dies nicht eingestehen. So wird ihre Beziehung auf zwei Ebenen beschränkt: die körperliche und die freundschaftliche. Lange Zeit gibt es nur Letztere, weil sie sich vor einer Änderung fürchten und ihre Freundschaft nicht riskieren wollen obwohl ein erotisches Knistern von ihrer ersten Begegnung an bemerkbar war.

So schön und locker-leicht die Stimmung auch war, mir fehlten die tiefgründigen Gespräche und das Vertrauen in den anderen. Nichtsdestotrotz hat die Autorin hier erneut eine herrlich kurzweilige Geschichte geschaffen, die die schönsten Seiten von Freundschaft zeigt. Josephine und Julian verbringen tolle Momente miteinander, haben Spaß und genießen das Leben.

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