Review: Twisted by Emma Chase

Freitag, 5. Juni 2015

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Review zu Band #1

There are two kinds of people in this world: the ones who look first, and the ones who leap. I’ve always been more of a looker. A planner. Cautious. Then I met Drew Evans. He was so persistent. So sure of himself. He made it easy to leap with him.

Did you think Drew and I were going to ride off into the sunset and live happily ever after? So did I. But life is about choices, and Drew already made his. In fact, he tried to decide for the both of us, but you know that’s not my style. So I came back to Greenville, to spend some time alone… sort of.

Because old habits die hard, and sometimes you have to go back to where you began before you can move ahead again.

***

Ich weiß immer noch nicht, wie ich das eine Buch erst so lieben konnte nur um das nächste Buch dann am liebsten gegen die nächste Wand zu donnern. Einige Fragen lassen mich gar nicht los – wie können sich Charaktere so verändern, sich so verhalten wie sie es tun und machen sie es sich selbst kaputt? Nachdem mir „Tangled“ von Emma Chase so gut gefallen hat, ich den Perspektivenwechsel hin zum Held und dessen Blick auf die Welt nicht nur genossen, sondern herrlich amüsant und abwechslungsreich fand und gar nicht genug bekommen konnte, fand sich davon in der Fortsetzung nichts wider. All das unnötige und übertriebene Drama wäre in einer Kurzgeschichte besser aufgehoben gewesen, hätte die Autorin nicht komplett darauf verzichten wollen.

Wie der Titel bereits verrät ist hier einiges verdreht. Das beginnt bereits mit dem Wechsel der Erzählperspektive. Emma Chase konnte mich begeistern, weil bei ihr der Held die Geschichte aus seiner Sicht erzählt und Drew eine ganz eigene Ausdrucksweise hat. Hier erleben wir nun Kate und ich muss ehrlich sagen, dass ich mit diesem Wechsel Schwierigkeiten hatte. Viel zu oft hörte sie sich wie Drew an und ich musste mir bewusst in Erinnerung rufen, dass nicht er erzählt. In gewissen Sinn verdarb mir „Twisted“ sogar ein wenig seinen Vorgängerband. Mir waren die Charaktere hier so fremd und verhielten sich untypisch. Von der locker-leichten Stimmung, dem Konkurrenzkampf und den Wortgefechten blieb nicht viel übrig. Die Phase des Verliebt sein scheint hinter ihnen zu liegen und sie haben mit einigen (teilweise selbst verschuldeten) Problemen zu kämpfen.

Nun ist es bei Fortsetzungen mit den gleichen Charakteren nun mal so, dass von irgendwoher ein Konflikt aufkommen muss und ihre Beziehung auf den Prüfstand steht. Zwar bot der Vorgängerband ein Happy End und versprach „glücklich bis in alle Zeit“, aber die Charaktere verändern sich doch stetig, ihre Bindung wächst und der Alltag holt sie vielleicht ein. Bei Contemporary Romances kommt es nicht so oft vor, dass ein Pärchen ihre Geschichte in mehreren Bänden erzählen kann, wenn es denn bereits ein HEA gab. Man sieht sie als Nebencharaktere wieder und erfährt dort wie es mit ihnen weiterging und welche Neuigkeiten es in ihrem Leben gibt. Stehen sie aber im Mittelpunkt gehört mehr dazu und ich musste feststellen, dass mir diese Entwicklung nicht gefällt. Zumindest nicht bei „Twisted“, denn hier war der Konflikt so aus der Luft gegriffen, dass ich mich direkt darüber geärgert habe. Natürlich denkt man sich öfters, dass die Charaktere doch nur einmal miteinander reden und ehrlich sein sollten und das Problem würde sich in Luft auflösen. Kate und Drew trieben das an die Spitze. So viele Vermutungen, vorschnell gezogene Schlüsse und gegenseitige Unterstellungen erlebt man selten und ich konnte nicht verstehen wo diese Gedanken und Ängste herkamen. Sie verhielten sich so anders, als im ersten Band und von der Stimmung dort blieb hier nicht viel übrig.

Zum Ende hin fand ich die Geschichte etwas besser und als Drew die Erzählung übernahm fühlte ich mich wieder richtig wohl und so waren die Kapitel aus seiner Sicht für mich das Beste an diesem Buch. Die Enttäuschung und auch die Wut bleiben aber und ich weiß nicht, ob ich ein weiteres Buch mit ihnen beiden lesen werde. Und wenn, dann definitiv nur wenn es aus seiner Sicht geschrieben ist! Was ich aber definitiv lesen werde ist „Tamed“, die Geschichte von Matthew und Dee Dee. Hier springt die Autorin zurück zu den Ereignissen des ersten Bands, als sich die beiden zum ersten Mal treffen und einander besser kennen lernen. Seit ihrer Begegnung freue ich mich bereits auf ihr Buch und möchte darauf nicht verzichten.

Kommentare:

  1. Emma Chase hätte nicht die Sichtweise wechseln dürfen. Ich hatte immer Drew im Kopf , weil es derselbe Stil/Ausdruck war und Kate wurde dadurch unsympathisch. Als hätte es sie einen Charakter-/Identitätswechsel zwischen 1. und 2. Teil durchgemacht. :/

    Hast du gewusst, dass es sich bei dem Hauptcharakter aus ihrer neuen Reihe um einen von Drews Freunden handelt?

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    1. Nein, das wusste ich nicht. Gibt es denn ein Wiedersehen mit Drew und Kate?

      Ich bin ganz deiner Meinung - sie hätte bei Drew bleiben sollen. Kate konnte sich für mich auch nicht genug abheben und hat sich viel zu oft wie Drew angehört, was aber wieder erzwungen wirkte. Ist der vierte Band dann wieder aus seiner Sicht? Weißt du das?

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    2. Ich hab von "Overruled" erst ein, zwei Kapitel so nebenbei gelesen, weil bisher immer noch was Interessanteres Vorrang hatte, aber zumindest Drew ist schon mal aufgetaucht :) "Tied" (#4) ist soweit ich mich erinnere, wieder aus seiner Sicht, ja.

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