Review: A Court of Thorns and Roses by Sarah J. Maas

Mittwoch, 1. Juli 2015


Feyre’s survival rests upon her ability to hunt and kill – the forest where she lives is a cold, bleak place in the long winter months. So when she spots a deer in the forest being pursued by a wolf, she cannot resist fighting it for the flesh. But to do so, she must kill the predator and killing something so precious comes at a price.

Dragged to a magical kingdom for the murder of a faerie, Feyre discovers that her captor, his face obscured by a jewelled mask, is hiding far more than his piercing green eyes would suggest. Feyre’s presence at the court is closely guarded, and as she begins to learn why, her feelings for him turn from hostility to passion and the faerie lands become an even more dangerous place. Feyre must fight to break an ancient curse, or she will lose him forever.

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Bei „A Court of Thorns and Roses“ habe ich eine wichtige Lektion gelernt – zweifle nie an deinen Lieblingsautoren. Wie es überhaupt zu diesen Zweifeln kam und wie die Geschichte auf mich wirkte, möchte ich euch nun erzählen. Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass ich die Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas abgöttisch liebe. Ich kann die Rereads längst nicht mehr zählen, die ich von diesen Büchern bereits gemacht habe. Da ist es kein Wunder, dass ich voller Ungeduld und Neugierde auf das neueste Werk der Autorin gewartet habe und dessen Erscheinen kaum erwarten konnte. Mit „A Court of Thorns and Roses“ legt sie die Grundlagen für eine neue Welt. „Beauty and the Beast“ mag als Inspiration gedient haben, die Autorin machte daraus aber so viel mehr und ich weiß gar nicht wo ich mit meiner Review ansetzen soll.

Die Autorin führt die Leser hier nur langsam in diese neue Welt ein. Als Erstes lernen wir die Welt der Menschen kennen, die klar von jener der Feen getrennt ist. Eine Mauer stellt die Grenze dar und wer sie überschreitet hat mich Konsequenzen zu rechnen. So sind es Gerüchte, Märchen und Erzählungen, in denen uns Feen zunächst geschildert werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass es immer zwei Seiten gibt. In dem Buch findet sich zudem eine Karte dieser Welt, die die Unterteilung zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Feen zeigt und darüber hinaus auch die Grenzen zwischen den einzelnen Höfen der Feen sichtbar macht. Wie komplex deren Gesellschaft ist, offenbart sich nur langsam. Hier hat die Autorin genau das richtige Tempo angeschlagen. Man fühlt sich von neuen Informationen nicht erschlagen, sondern bekommt diese immer passend zur Situation geliefert. Das World Building entfaltet sich Seite um Seite und wird mit jeder neuen Beschreibung vertieft, die Details nehmen zu, Zusammenhänge werden klarer.

Die Geschichte könnte man grob in drei Abschnitte unterteilen: im ersten Teil wirft uns die Autorin mitten in diese neue Welt und wir begleiten Feyre auf die Jagd. Diese Kapitel sind spannungsgeladen und emotional sehr berührend, wenn man erfährt in welcher Position sich Feyre befindet. Wie sie täglich um ihr Überleben und das ihrer Familie kämpfen muss. Wie diese Last auf ihr ruht. Wie sehr ihre Familie ihr weiter zusetzt. Wie wenig Unterstützung sie erfährt. Wie sehr sie an einem Versprechen festhält, das ihr Untergang werden könnte. Und wie sie trotz allem die Hoffnung nicht verliert, dass sie all das irgendwann vielleicht überwinden und hinter sich lassen wird.

Der zweite Teil wird etwas ruhiger – nach einer langen Reise muss sich Feyre in ihrer neuen Umgebung erst einleben. Es gibt so vieles das sie nicht versteht und noch mehr, das sie erst lernen muss. Gefangen zwischen ihrem alten Leben und den Möglichkeiten ihrer Zukunft freundet sie sich langsam mit Tamlin an. Nur langsam erfährt sie mehr über die Feen, ihre Gesellschaft, ihre Kultur und ihre Vergangenheit. Und auch über die Probleme, denen sich die Feen scheinbar hilflos gegenübersehen. Als die Bedrohung immer näher rückt, findet sich Feyre in einem gefährlichen Spiel wieder, dessen Regeln sie noch gar nicht begreift und dessen Ausmaß so unfassbar weit reicht. In diesem Teil kamen auch meine Zweifel ins Spiel. Die Handlung wurde ruhiger, der Spannungsbogen flachte ab, der Alltag schien die Charaktere einzuholen.

Im Gegensatz dazu kam ich während dem dritten Teil kaum dazu Luft zu holen. Mit dem Wechsel des Handlungsortes veränderte sich alles. Die Ereignisse überschlagen sich, die Gedanken müssen neu geordnet und die Gefühle neu beschrieben werden. Von Seite zu Seite wurde ich nervöser, aufgeregter und auch verzweifelter. Sarah J. Maas ist genial, aber wo sollte sich hier nur die Lösung finden. Machtspiele und Geheimnisse standen an der Tagesordnung und Feyre verlor sich selbst immer mehr darin.

Dabei ist das Buch nicht nur spannend, sondern bietet auch eine emotionale Achterbahn. Verzweiflung und Hass prägen den Beginn, Misstrauen und Vorsicht folgen darauf, Vertrauen und Freundschaft können sich nur langsam entwickeln. Sowohl Feyre wie auch Tamlin müssen Vorurteile überwinden. Beide sind von ihrer Vergangenheit stark geprägt und ein Geheimnis macht es ihnen noch schwerer zueinander zu finden. Die Liebesgeschichte nimmt dennoch einen wichtigen Part in diesem Buch ein, denn in ihr soll die Veränderung begründet sein.

Lange habe ich auf dieses Buch hingefiebert und als ich es endlich in den Händen halten durfte, hatte ich Angst es zu lesen. Zur Mitte hin war ich fest davon überzeugt, dass „A Court of Thorns and Roses“, obwohl es gut war, nicht die Begeisterung würde auslösen können, die ich mir erwartet hatte. Meine Enttäuschung war so groß und ich hatte fast nicht mehr daran geglaubt, dass es sich ändern würde. Umso stärker hat mich der Umschwung getroffen und von einer Seite auf die nächste veränderte sich alles. Das Ende kam viel zu schnell und ließ  mich mit so vielen Fragen zurück. Die Handlung an sich mag abgeschlossen sein, allerdings kamen so viele andere Dinge ans Tageslicht – wie würde es mit den Charakteren weitergehen, was würde sich für sie ändern, wie würden die anderen auf diese Entwicklungen reagieren und das Wichtigste, welchen Preis würden sie dafür noch zahlen müssen.

Ich bin Sarah J. Maas dankbar, dass sie „A Court of Thorns and Roses“ nicht mit einem schrecklichen Cliffhanger hat enden lassen. Mit den Andeutungen kann ich leben und obwohl ich bis zum Erscheinen des nächsten Bandes sicherlich Unmengen an Theorien aufstellen werde, lässt mich dieses Buch nicht als emotionales Wrack zurück (auch wenn die letzten Kapitel zugegebenermaßen emotional viel abverlangen). Die Autorin hat erneut bewiesen, dass sie eine Meisterin der Details ist – sei es im World Building, bei den Aussagen und Handlungen der Charaktere oder bei der Entwicklung der Ereignisse. Ich liebe es ihre Bücher erneut zu lesen, denn erst da versteht man zu welch frühen Zeitpunkt sie schon mit diesen Hinweisen begann. „A Court of Thorns and Roses“ mag mit seinem ruhigem Mittelteil die Bestwertung zwar verspielt haben, dennoch ist es für mich bereits jetzt ein Highlight und wird mein Leserherz über die folgenden Rereads noch stärker an sich binden.

Kommentare:

  1. Huhu liebe Melanie!! :)

    Ich kann mich deiner begeisterten Meinung wirklich nur absolut anschließen. Von diesem Buch war ich wahrlich beflügelt! Ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen, aber vorher kommt ja noch der vierte Teil von Throne of Glass von Sarah J. Maas heraus ^-^

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Oh mein Gott, ich freue mich schon so auf Queen of Shadows!!! Ich will vorher unbedingt noch einen Reread der ersten drei Bände machen. Nur noch gut zwei Monate, dann haben wir das Warten (vorerst) überstanden. Und die Wartezeit auf Band 2 in der ACOTAR Reihe beginnt *g* da steht sicherlich auch bald ein Reread an - beim zweiten Lesen entdeckt man ja wieder so viel Neues oder sieht es in einem anderen Licht. Darauf freue ich mich schon direkt :) und dir merkt man die Begeisterung auch an! Den Büchern kann man einfach nicht widerstehen.
      Liebe Grüße, Melanie

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